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Gemeinde Sliedrecht
Flagge der Gemeinde Sliedrecht
Flagge
Wappen der Gemeinde Sliedrecht
Wappen
Provinz Zuid-Holland Zuid-Holland
Bürgermeister Bram van Hemmen (CDA)
Sitz der Gemeinde Sliedrecht
Fläche
 – Land
 – Wasser
14,01 km2
12,83 km2
1,18 km2
CBS-Code 0610
Einwohner 25.024 (31. Jan. 2019[1])
Bevölkerungsdichte 1786 Einwohner/km2
Koordinaten 51° 49′ N, 4° 46′ OKoordinaten: 51° 49′ N, 4° 46′ O
Bedeutender Verkehrsweg A15 E31 N482
Vorwahl 0184
Postleitzahlen 3361–3364, 3366
Website Homepage von Sliedrecht
LocatieSliedrecht.png
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte

Sliedrecht (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i) ist eine Gemeinde in den Niederlanden, Provinz Südholland. Sie hat eine Gesamtfläche von 14,01 km². Am 31. Januar 2019 hatte sie 25.024 Einwohner.

Lage und WirtschaftBearbeiten

Sliedrecht, ein Dorf mit dem Aussehen einer kleinen Industriestadt, liegt am Nordufer der Merwede, im Polder Alblasserwaard. Es liegt östlich von Dordrecht und westlich von Hardinxveld-Giessendam. Sliedrecht hat zwei Kleinbahnhöfe an der Eisenbahnlinie Dordrecht – Geldermalsen (westliches Segment der Bahnstrecke Elst–Dordrecht). Es liegt an der Autobahn Rotterdam – Tiel – Arnhem/Nijmegen. Sliedrecht hat einen Binnenhafen.

Sliedrecht ist von alters her das Zentrum der Baggerindustrie der Niederlande. Es gibt dort auch Zulieferungsbetriebe, die z. B. Schiffs- und Maschinenteile und Baumaterialien herstellen.

Interessant ist das Museum über diese Industrie (Baggermuseum) in Sliedrecht.

GeschichteBearbeiten

Der Name besteht aus den Elementen : Slie = ein kleiner Fluss, oder; Schlick; und; drecht = Strom oder : Wasserübergang (die Etymologie ist ungewiss).

Zur Zeit des Grafen von Holland Floris V. (1277) war bei Sliedrecht schon ein Deich gebaut worden. Bei der Elisabethsflut vom 18./19. November 1421 wurde der Ort (der sich damals an einer anderen Stelle befand) überflutet; die Bewohner bauten an der heutigen Stelle einen neuen Ort.
Die erste Blütezeit Sliedrechts war die Periode 1600 bis 1650. Bis etwa 1900 war die Fischerei auf dem Fluss sehr bedeutend; sie wich dem Deichbauerhandwerk. Auch der Anbau von Weidenholz („rijshout“) als Rohstoff für Deiche war bedeutend (siehe auch Baggerindustrie#Geschichte). Sliedrecht wurde im Zweiten Weltkrieg mehrmals bombardiert. Am 8. Juli 1940 warf ein Bomber der Royal Air Force einige Bomben.[2]
Nach dem Krieg profitierte Sliedrecht von der Blüte des Rotterdamer Hafens und der Wasserbauindustrie.

PolitikBearbeiten

Sitzverteilung im GemeinderatBearbeiten

Kommunalwahlen 2018[3]
 %
40
30
20
10
0
30,4
24,0
15,3
10,3
9,1
6,5
4,5
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
-3,1
-3,5
+0,1
-2,6
-1,9
+6,5
+4,5

Die Kommunalwahlen vom 21. März 2018 ergaben folgende Sitzverteilung:

Partei Sitze[4]
2006 2010 2014 2018
ChristenUnie/SGP 7 7 7 7
PRO Sliedrecht 2 4 5 5
CDA 2 3 3 3
PvdA 6 3 2 2
VVD 2 2 2 2
Slydregt.NU 1
D66 1
Gesamt 19 19 19 21

BürgermeisterBearbeiten

Seit dem 27. November 2012 ist Bram van Hemmen (CDA) amtierender Bürgermeister der Gemeinde.[5] Zu seinem Kollegium zählen die Beigeordneten Hans Tanis (ChristenUnie/SGP), Hanny Visser-Schlieker (PRO Sliedrecht) sowie die Gemeindesekretärin Rita van Breugel.[6]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Nationaal Baggermuseum
  • Sliedrechts Museum

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Sliedrecht – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek (niederländisch)
  2. www.historie-sliedrecht.nl
  3. Ergebnis der Kommunalwahlen: 2014 2018, abgerufen am 11. Juni 2018 (niederländisch)
  4. Sitzverteilung im Gemeinderat: 2006 2010 2014 2018, abgerufen am 11. Juni 2018 (niederländisch)
  5. Nieuwe burgemeester Sliedrecht geïnstalleerd. In: RTV Rijnmond. 27. November 2012, abgerufen am 11. Juni 2018 (niederländisch).
  6. College van B&W Gemeente Sliedrecht, abgerufen am 11. Juni 2018 (niederländisch)