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Maryana Iskander: Banner und Änderungen bei der Wikimedia Foundation

Liebe alle,
Gestern Abend hat Maryana Iskander, die Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation ein Statement veröffentlicht, mit dem sie auf ein „Request for Comment“ ('Bitte um Kommentare', weniger verbindlich als unsere Meinungsbilder, aber verbindlicher als unsere Umfragen) in der englischsprachigen Wikipedia reagiert hat. In diesem Stimmungsbild ging es darum, dass die dortige Community sich deutlich gegen die Inhalte der Banner der dortigen Spendenkampagne positionierte.
In diesem Statement spricht Iskander auch einige andere Punkte an, die ebenso wie die Banner auch seit langem in der deutschsprachigen Community immer wieder erörtert wurden. Daher bin ich gebeten worden, diesen Text auch hier verfügbar zu machen. Das englische Original findet ihr hier.

Ich bin jetzt seit fast 11 Monaten die CEO der Wikimedia Foundation. Ich poste hier als Reaktion auf den Request for Comment zur Änderung der Spendenbanner (in der englischen Wikipedia - d. Übersetzer).

Ich stimme zu, dass es an der Zeit ist, Änderungen bei der Wikimedia Foundation vorzunehmen, einschließlich einer direkteren Beteiligung der Community an der Gestaltung der Spendenkampagne. Wir haben die Hinweise aus dem Abschluss des RfC aufgegriffen, um die Banner für die englische Wikipedia-Kampagne bereits am Dienstag zu ändern. Das Fundraising-Team begrüßt eure Hilfe und Ideen zu den genauen Einzelheiten.

Die Herausforderung bei der Umsetzung des RfC ist, dass Wikipedia von Spenden abhängig "ist". Spendengelder werden in erster Linie zur Unterstützung von Wikipedia verwendet. Ich denke, wir haben verstanden, dass, obwohl das stimmt, es darauf ankommt, "wie" wir es sagen. Wir brauchen Banner, die besser berücksichtigen, welche Interessen unsere Communitys in unserem Umgang mit unseren Spendern haben.

In den nächsten Monaten wird das Fundraising-Team enger mit den lokalen Communitys zusammenarbeiten, um zukünftige Kampagnen zu planen. Die Foundation wird die finanziellen Ergebnisse des Einsatzes neuer Banner in der diesjährigen englischsprachigen Kampagne messen und wir werden die Ergebnisse mitteilen, sobald die Kampagne abgeschlossen ist.

Ich möchte kurz auf einige andere Punkte eingehen, die zur zukünftigen Ausrichtung der Wikimedia Foundation angesprochen wurden, und verpflichte mich, im Januar nach Abschluss der Kampagne wieder zu schreiben. Ich glaube, dass einige Dinge bei der Foundation tatsächlich anders sein können - und dass sie es bereits sind:

  • Ich stimme zu, dass die Foundation in den letzten Jahren sehr schnell gewachsen ist und dass das Budget stabilisiert werden muss. In meinen ersten sechs Monaten habe ich zwei Maßnahmen ergriffen: Erstens habe ich dem Board mitgeteilt, dass wir die Zahl der Neueinstellungen drastisch reduzieren werden, bis wir sicher sein können, dass wir die bereits vorhandenen Personalressourcen optimal einsetzen. Zweitens habe ich damit begonnen, den Trend des früheren Wachstums umzukehren, indem ich das diesjährige Budget so festgelegt habe, dass es hauptsächlich veränderte Kosten im Vorjahresvergleich wie die Inflation widerspiegelt.
  • Ich habe einen Chief Product & Technology Officer, Selena Deckelmann, eingestellt, die Erfahrung mit der Unterstützung von Online-Communitys und der Zusammenarbeit mit technischen Beitragenden hat. Sie ist seit 17 Wochen im Amt und hat bereits mit New Pages Patrol und Wikimedia Commons direkt auf die Anliegen der Community reagiert. Im März 2023 wird Selena soweit sein, Foren im und außerhalb der Wikis zu veranstalten, in denen es um die ihrer Meinung nach notwendigen Verbesserungen der Foundation-Prozesse geht, einschließlich der technischen Unterstützung und der kollaborativen Entwicklung von Produkten. Wir müssen gemeinsam auf den jahrzehntelang gewachsenen technischen Rückstand und die mangelhaften Prozesse zur Wartung von Software reagieren, um in einer Welt, in der Technologie immer schneller wird, relevant zu bleiben.
  • Ich habe bereits offene Gespräche mit dem Board und den Mitarbeitern der Foundation darüber geführt, welche Aufgaben die Foundation ausbauen sollte (z. B. die Unterstützung der Technologie) und welche Aktivitäten wir an andere übertragen oder ganz einstellen sollten. In Zukunft sollte sich die Höhe unseres Budgets danach richten, was die Foundation tun sollte und was sie tatsächlich gut kann. Ich denke, die "Movement Strategy 2030" hat uns eine Orientierung gegeben (und einen Großteil unseres historischen Wachstums motiviert), aber sie war nicht sehr konkret. Ich warte auf die Movement Charter, um mehr Klarheit zu haben, glaube aber, dass wir einige Entscheidungen schon früher treffen müssen.

Nichts davon wird so schnell passieren, wie es sich diejenigen von euch wünschen, die seit vielen Jahren sehr frustriert sind. Ich denke, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen, und bin gewiß, dass ihr mir sagen werdet, wenn wir es nicht tun.

Ich werde mich im Januar wieder mit mehr Informationen melden. In der Zwischenzeit könnt ihr mich auf meiner Diskussionsseite oder per Email erreichen.

Maryana Iskander, 23:28, 25. Nov. 2022 (UTC) Übersetzung und Post: D.B.(WMF) 27.11.

Münchens starke Frauen

Studentinnen und BetreuerInnen vor dem WikiMUC

Nun ist der dritte Kurs „Wiki und die starken Frauen“ zu Ende. Er konnte das erste Mal in Präsenz im WikiMUC stattfinden, wo wir Studentinnen der LMU München das Editieren näherbrachten. Zuvor zwang Corona den Kurs in die Online-Konferenzebene. Der Kurs entstand wieder in Zusammenarbeit von WikiMUC und der LMU-Frauenbeauftragten. So vielfältig der akademische Hintergrund der Kursteilnehmerinnen war, so vielfältig waren auch ihre Fragen und die Inhalte des Kurses. Beginnend damit, was Wikipedia eigentlich ist, wer dahinter steckt und was die Grundregeln sind, über Infos zu Schwesterprojekten, wie funktionieren Diskussionsseiten, erste Schritte beim Editieren und Bilder hochladen bei Commons bis tief hinein in die Niederungen von Edit-War, Vandalismus und die Löschhölle. Auch ein kleiner Kurs zu „wo finde ich was auf den vielen Hilfe-Seiten?“ war dabei. Überraschend war, dass sich die Studentinnen schnell einig waren, dass der Quelltext-Editor gegenüber dem Visual Editor seine Vorzüge hat. Berührungsängste von Neu-Autorinnen vor der Syntax? Jedenfalls nicht hier. Die Begeisterung war allgemein groß, auch weil die Studentinnen in der Schreibwerkstatt des Kurses lernten, wie schnell man erste Verbesserungen an Artikeln durchführen kann. Nicht nur kleine Rechtschreibfehler und Formulierungen, sondern bereits Beiträge zum Inhalt, schön mit Einzelnachweisen belegt. Durchweg war später die Resonanz, sich auch später in der Wikipedia einbringen zu wollen, sofern das heutzutage doch sehr gefüllte Studentenleben es zulässt. Dankbar war man für die versprochene weitere Betreuung durch die Referenten und auch im WikiMUC. Vielleicht gibt es schon zur Weihnachtsfeier im WikiMUC ein Wiedersehen mit den Kursteilnehmerinnen.

Drei Kurse sind es nun schon gewesen, die wir Wikipedianer im WikiMUC den LMU-Studentinnnen gegeben haben. Fürs nächste Jahr ist der nächste Kurs bereits in Planung. Praktische Hilfen geben, Bedenken und Ängste abbauen und ein positives Bild von der Arbeit an der Wikipedia vermitteln. Und wenn vielleicht auch nicht alle Teilnehmerinnen dabeibleiben werden, verbreitet sich doch so erfolgreich das Verständnis über die Funktionsweise der Wikipedia und unsere Community. Die Motivation fürs nächste Jahr ist jedenfalls bei uns in München auf höchstem Niveau. JPF, 20.11.

Was gibt es Neues von „The Wikipedia Library“?

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Über The Wikipedia Library, die Plattform mit kostenfreiem und größtenteils direktem Zugang zu einer Vielzahl an digital verfügbaren Inhalten für aktive Community-Mitglieder der Wikimedia-Projekte, haben wir bereits vielfach an dieser Stelle berichtet. Nun gibt es wieder ein paar Neuigkeiten, auf die wir im folgenden Artikel blicken wollen.

Was bringt mir The Wikipedia Library eigentlich?

Mehrere Dutzend internationale Verlage (Oxford, Cambridge, Springer, Elsevier, JSTOR usw.) stellen dort Zugänge zu ihren Online-Datenbanken mit Aufsatzsammlungen oder Zeitschriftenarchiven zur Verfügung. Insgesamt sind mehr als eine Million einzelner Aufsätze, Bücher und Zeitschriftenausgaben im Volltext über die Plattform erreichbar. Ein Großteil der Inhalte steht aktiven Community-Mitgliedern ohne Bewerbung über einen Proxy-Zugang für ihr Wikimedia-Benutzerkonto offen; einige Angebote haben jedoch ihren Zugang beschränkt.

Einen Überblick über die verschiedenen Inhalte, sortiert nach Fachgebieten in der deutschsprachigen Wikipedia, haben wir als Team Communitys und Engagement von Wikimedia Deutschland in einer Übersicht zusammengetragen. Dies soll die Überblicksseite über die Partnerorganisationen auf der Plattform ergänzen.

Welche neuen Inhalte sind nun verfügbar?
  • Nachdem der niederländische Wissenschaftsverlag Brill im Juli in das Zugangspaket (Library Bundle) zurückgekehrt war, hat der Verlag nun nach beharrlichem Nachhaken unsererseits auch den Zugang zu seinen Referenzwerken und Fachenzyklopädien geöffnet. Dadurch werden umfangreiche Werke und Reihen insbesondere aus den Geisteswissenschaften erstmals für aktive Ehrenamtliche der Wikimedia-Projekte über „The Wikipedia Library“ vollumfänglich zugänglich und recherchierbar.
  • Mit Corriere della Sera, einer der größten und meistgelesenen Tageszeitungen Italiens, und ihrem Archiv bietet The Wikipedia Library umfangreiche Zugangsmöglichkeiten zu den tagesaktuellen historischen Inhalten.
  • Auch für Interessierte an der Geschichte des Osmanischen Reiches gibt es durch die neue Partnerschaft mit Wikilala Zugang zu einem digitalen Archiv mit mehr als 109.000 Dokumenten in gedruckter Form, darunter 45.000 Zeitungen, 32.000 Zeitschriften, 4.000 Büchern und 26.000 Artikeln.
  • Durch die Partnerschaft mit E-Yearbook.com ist eine der größten Online-Sammlungen von gescannten historischen US-Highschool-, Militär-, College- und Universitätsjahrbüchern verfügbar.
  • Mit Edward Elgar hat auch ein Verlag mit einem starken Fokus auf Recht, Wirtschaft und Sozialwissenschaften seine Bestände geöffnet.
  • Zudem ist das Angebot von Ancestry in das Zugangspaket (Library Bundle) gewechselt, das bedeutet dass zukünftig keine Bewerbungen für den Zugriff auf die Sammlung von genealogischen, historischen und genetischen Aufzeichnungen mehr notwendig sind, sondern alle Zugangsberechtigten Direktzugang erhalten.
Welche technischen Neuerungen gibt es?

Störungsmeldung
Leider kann es immer mal dazu kommen, dass es Störungen oder Wartungsarbeiten bei einem der Angebote gibt. Bisher waren die Inhalte dann aus nicht weiter ersichtlichen Gründen nicht aufrufbar. Auf der Library-Card-Plattform wurde nun eine neue Funktion implementiert: Wenn eine Partnerschaft vorübergehend nicht verfügbar ist (z. B. die Oxford-Ressourcen, bei denen eine Anpassung stattfindet), wird die Schaltfläche „Zugriff auf die Sammlung” durch einen Hinweis „Vorübergehend nicht verfügbar” ersetzt, der auf ein entsprechendes Phabricator-Ticket verweist, in welchem der aktuelle Status nachvollziehbar ist. Diese Funktion wird verwendet, um Hinweise oder Warnungen weiterzugeben, die für einen bestimmten Partner relevant sind. Diese Funktion wird hoffentlich für mehr Transparenz sorgen, wenn eine bestimmte Ressource nicht wie gedacht funktioniert.

Suchwerkzeug: EBSCO Discovery Service
Die Library Card-Plattform bietet ein Suchwerkzeug namens EBSCO Discovery Service (EDS), um eine einzige Suchleiste für viele Bibliotheksressourcen bereitzustellen. Standardmäßig werden Sammlungen, die im Library Bundle (Zugangspaket) enthalten sind – diejenigen, die keine separaten Zugangsanfragen erfordern und allen aktiven ehrenamtlichen Engagierten offen stehen – im EDS indiziert, sofern sie verfügbar sind. Auf der Seite „Meine Zugänge“ findest du in der oberen linken Ecke einer Partnerkarte nun ein kleines Lupensymbol. Dieses Symbol zeigt an, dass die betreffende Sammlung ganz oder teilweise im EDS indexiert ist. Über diese Suchleiste kann die Seite auch danach gefiltert werden, ob eine Sammlung vollständig, teilweise oder gar nicht durchsuchbar ist.

Du hast weitere Fragen?

Eine Übersicht über das Angebot von The Wikipedia Library gibt es auf der Projektseite, auf der dortigen Diskussionsseite gibt es auch Platz für Fragen, Gedanken und Anmerkungen. In der Übersicht gibt es themenorientierte Strukturierung zum Portfolio. Martin und Sandro von WMDE, 17.11.

Movement Charter – „Das kann das ganze Wikiversum auf den Kopf stellen“

Liebe alle,

welche Aufgaben soll die Wikimedia Foundation wahrnehmen und welche nicht? Welche Verantwortungen sollen durch Communitys wahrgenommen werden? Welche Rolle sollen in diesem Geflecht kleinen und relativ formlosen Benutzergruppen oder den oft professionell agierenden Chaptern zukommen? Und nicht zuletzt, wie soll der Globale Rat definiert sein, der in Zukunft als Leitungsgremium des globalen Wikiversums das Board der Wikimedia Foundation ablösen soll oder die gerade neu entstehenden Hubs?

Zwei Jahrzehnte lang ist das Wikiversum (in der deutschsprachigen Community nur ungern Movement oder Bewegung genannt) organisch gewachsen. Damit haben sich auch Ungleichgewichte etabliert, sowohl zwischen den einzelnen Interessengruppen wie auch unter diesen. So lag die Verteilung von Geldern weitgehend in der Hand der Wikimedia Foundation, hoch entwickelte und einflussreiche Affiliates finden sich fast ausschließlich in westlichen Ländern und nicht zuletzt beklagen Communitymitglieder immer wieder, dass sie sich in den Prozessen unzureichend repräsentiert fühlen. Diese Unzufriedenheiten mündeten im Rahmen der Movement Strategy in eine Initiative zur Überprüfung dieser Strukturen.

Als Resultat davon stehen diese Strukturen in der Movement Charter nun auf breiter Front zur Debatte. Das Dokument soll für die Zukunft die „Rollen und Verantwortlichkeiten für alle Mitglieder, Organisationen und Akteure der Wikimedia-Bewegung“ definieren, Macht neu verteilen und damit sicherstellen, dass Entscheidungen in Zukunft gerecht(er) getroffen werden.

Vor genau einem Jahr nahm zu diesem Zweck nach vorheriger Wahl ein 15-köpfiges Komitee seine Arbeit auf, abgekürzt MCDC (Movement Charter Drafting Committee). Dessen Arbeit besteht nicht darin, sich ins geschlossene Kämmerlein zurückzuziehen und allein einen Text zu verfassen. Stattdessen moderiert es einen Prozess, der alle anhört und das Gehörte dann in einen konsistenten Text überführt.

Im Rahmen dieses Prozesses beginnt in diesem Monat die erste von zwei Community-Konsultationen, in jeder wird eine Hälfte der Texte erarbeitet. Für die erste Runde hat das Entwurfskomitee folgende Texte als Arbeitsgrundlage entworfen:

  • Die Präambel – Definition der Charta und ihres Zwecks.
  • Werte & Prinzipien – Grundwerte und Prinzipien der Zusammenarbeit für das gesamte "Movement".
  • Rollen & Verantwortungsbereiche – Definition der Rollen und Verantwortlichkeiten der Einheiten des Movements. Der Abschnitt beinhaltet künftig voraussichtlich Definitionen über die Rollen von Organisationen wie dem Board of Trustees, der Wikimedia Foundation, den Wikimedia Affiliates und der Communitys. Aktuell umfasst er eine Absichtserklärung darüber, was er künftig beinhalten soll.

Nicht nur beruflich, sondern auch als Communitymitglied möchte ich allen dringend nahelegen, sich an dieser wie auch der Folgerunde Anfang kommenden Jahres zu beteiligen. Viele Mitglieder der deutschsprachigen Community haben sich immer wieder mit den Strukturen und Verfasstheiten des Wikiversums auseinandergesetzt, nicht selten skeptisch, genervt, enttäuscht oder empört. Ich persönlich kann mich nicht erinnern, in meinen fast zwei Jahrzehnten als Wikipedianer auf eine vergleichbare Gelegenheit zur grundsätzlichen Neugestaltung des Gleichgewichts der Kräfte gestoßen zu sein. Nicht umsonst hat eine Vertreterin des Komitees im Einführungstreffen letzten Samstag die möglichen Konsequenzen der Movement Charter mit den Worten beschrieben: „Das kann das ganze Wikiversum auf den Kopf stellen.“ Daher möchte ich euch dringlich einladen, euch daran zu beteiligen.

Diesen Sonntag, den 20. November 2022 von 15:30 Uhr – 17:00 Uhr MEZ wird das erste von acht regionalen Videomeetings stattfinden.
Hier findet ihr detaillierte Informationen dazu.
Bei diesem Treffen wird es eine deutsche Simultanübersetzung geben, so sind auch Englischkenntnisse keine Voraussetzung.

Wer keine Zeit hat, kann gern an einem der anderen Treffen teilnehmen. Wer sich in Videomeetings nicht wohlfühlt, der kann sich natürlich auch in anderer Form beteiligen:

  • Ausfüllen der Feedback-Umfrage (anonym, ab dem 21. November)
  • Teilen von Feedback auf den Diskussionsseiten obiger Seiten auf Meta
  • Teilen von Feedback im Movement Strategy Forum;
  • Schicken einer E-Mail an movementcharter@wikimedia.org

Liebe Grüße, D.B.(WMF) 15.11.

2 Mio Koordinaten

TR (Türkei)

Wir nähern uns den insgesamt 2.000.000 Koordinaten in der deutschsprachigen WP, aktuell sind wir bei > 1.930.000 [1]. Beim aktuellen Wachstum erreichen wir die 2 Millionen noch heuer oder dieses Jahr. Die allermeisten Koordinaten sind gut genug, um ein Objekt zu finden (manche auch mit 10 Nachkommastellen übergenau), manche ungenau, einige wenige komplett daneben. Immer wieder stolpere ich (natürlich nicht nur ich) über grob ungenaue oder falsche Koordinaten und bessere sie dann aus (nicht immer trivial), lösche sie, schreibe auf entsprechende Diskussionsseiten einen Hinweis etc. Wie finden wir diese außer durch puren Zufall? Wie lassen sich die paar Nadeln im stinkenden Heuhaufen finden?

Dies soll der Beginn einer kleinen Kurierserie über unsere Koordinaten werden. Es ist ein Versuch, das Thema aus WP:GEO hinauszutragen. Wie können wir alle mit den vorhandenen Tools die Qualität des Gesamtkoordinatenstandes verbessern? Immerhin werden Koordinaten aus der WP auch nach Wikidata übertragen, ohne dass sie groß verifiziert werden (wurden). Und von dort in alle Welt.

Den Anfang machen generierte Listen, eine pro Staat, die heuristisch aus dem Wust an Koordinaten solche ausfiltern, die ev. falsch sind oder einer Überprüfung bedürfen. Dabei werden die Koordinaten gegen die ISO-Codes (ISO 3166) geprüft und so in Karten dargestellt, dass richtige Koordinaten eine mehr oder weniger kompakte Menge bilden und einzelne Ausreißer visuell herausstechen und somit meist auf einen Blick zu finden sind. Die Koordinaten aus einem ISO-Bereich hängen natürlich von der korrekten, möglichst genauen und vollständigen Vergabe des ISO-Codes ab, meist sind nicht die Koordinaten an sich falsch, sondern sie sind bloß einem falschen ISO-Code zugeordnet. Die Richtigstellung der ISO-Codes erlaubt dann in der nächsten Runde genauere Diagnosen und lässt weitere Kandidaten für zweifelhafte Koordinaten aufpoppen. Mein Algorithmus wählt eher die Koordinaten in Randlage einer Region aus, die in der Mitte werden ignoriert. Er konzentriert sich also auf die Frage, ob die angegebenen Koordinaten zumindest in der richtigen Region liegen. Über Koordinaten innerhalb einer Region werden keine Aussagen getroffen.

Rechts habe ich zwei Beispiele der generierten Karten kopiert, der Zustand und die Koordinatenwerte können sich also in der Zwischenzeit bereits verändert haben und Fehlersituationen aufgelöst sein. Auf der ersten Karte aus der Türkei ist eine Insel im Vansee ersichtlich, deren Lage sichtlich nach Saudi-Arabien verrutscht ist. Auf der zweiten Karte aus Großbritannien sind einige Koordinaten aus Argyll and Bute, Schottland, Vereinigtes Königreich eingezeichnet, die sich über ganz Großbritannien verteilt haben. Während im ersten Fall die Koordinaten definitiv falsch sind (und neu bestimmt werden müssen), sind im zweiten Fall viele der über GB-AGB der Council Area Argyll and Bute, Schottland, Vereinigtes Königreich zugeordneten Koordinaten womöglich korrekt und nur dem falschen ISO-Code zugeordnet. Nach Korrektur der ISO-Codes (und Neugenerierung der Listen) ergibt sich dann ein neues Bild mit ganz anderen Koordinaten, die vielleicht wiederum stinken.

Unter Wikipedia:WikiProjekt Georeferenzierung/Coord Plausi gibt es mehr Beschreibung und auch weitere Listen. Wer für sein Lieblingsland für die Koordinatenqualität etwas beitragen möchte, kann sich in Wikipedia:WikiProjekt Georeferenzierung/Coord Plausi/Orga eintragen und einen Teil der Kontrollarbeit übernehmen. Noch gibt es keinen Weg, Koordinaten als korrekt (NS, EW und ISO-Region!) zu markieren, die Dinge sind halt im Fluss. Ein Projekt im Rahmen von WP:GEO. hp

Eine kurze Zahlenspielerei, oder: Was der Gendergap mit Fußballfans zu tun hat…

In einer aktuellen Kurierdiskussion wies Matthiasb auf einen Konferenzbeitrag hin, der sich laut Titel mit der Untersuchung des Gender Bias im deutschsprachigen Wikipedia beschäftigt. Die Autorin dieses Beitrags untersuchte die Anzahl von de-Wiki-Artikeln zu Personen der Jahrgänge 1996 bis 2000 aufgeteilt nach Männern und Frauen und kam zu dem Ergebnis, dass es einen Gender-Bias gebe, da sich mehr als 70 % der Biografien zu solchen Personen mit Männern beschäftigten. Matthiasb warf der Autorin methodische Mängel vor und äußerte die Vermutung, dass der „Gender-Bias“ in diesem Fall wohl vor allem auf Artikel zu Fußballspielern zurückzuführen ist. Ich fühlte mich berufen, dieser Vermutung nachzugehen und habe PetScan mal etwas arbeiten lassen. Das Ergebnis findet ihr in den folgenden Statistiken, die ich (bis auf den Titel des Artikels) unkommentiert stehen lassen will. Möge jeder seine eigenen Wahrheiten darin finden… Rr, 07.11.

Archäologie, Bevölkerung, China

Woran denkt Ihr, wenn Ihr die Stichworte Archäologie, Bevölkerung und China hört? Vielleicht an die Terrakotta-Armee? Guter Versuch, aber tatsächlich sind es die Bonuskategorien für den anstehenden Wartungsbausteinwettbewerb für den Herbst 2022. Wir sind wieder aufgerufen, in der Wikipedia vernachlässigte Artikel zu überarbeiten, auszubauen und mit Literaturnachweisen zu versehen. Ja, das machen viele von uns sowieso, aber es kann noch mehr Spaß machen, wenn es spielerisch im Rahmen eines Wettbewerbs stattfindet.

Mit den Bonuskategorien würdigen wir wieder aktuelle und wichtige Ereignisse diesen Herbst (nicht immer alle erfreulich): Die Kategorie Archäologie erinnert an den 100. Jahrestag der Entdeckung bzw. Öffnung des Grab des Tutanchamun am 4. bzw. 22. November. Mit der Kategorie Bevölkerung blicken wir auf das voraussichtliche Überschreiten der 8-Milliarden-Menschen-Marke auf der Erde. Anlass für die Kategorie China sind die aktuellen politischen Spannungen zwischen China und dem Westen, der 20. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas vom 16. bis zum 22. Oktober und das Verfassungsreferendum in der Republik China (Taiwan) 2022 am 26. November. Damit der Boni nicht genug: Wer viele defekte Weblinks durch etwas Neues ersetzt, Bilder ergänzt oder Geokoordinaten hinzufügt, kann sich auch auf einen kleinen Extra-Bonus freuen.

Also, wer mag mitspielen? Auch das Schiedsrichterteam sucht noch Verstärkung. Hier geht es zur Wettbewerbsseite. E.S., 7. November 2022

100 women days: Auf in die vierte Runde

2019 war es noch eine spontane Idee: Beginnend vom 29. November waren es noch genau #100wikidays bis zum Internationalen Frauentag am 8. März 2020 und im Lokal K wollten wir das nutzen, um über die nächsten 100 Tage im Team zumindest einen Frauenartikel pro Tag zu schreiben. Zugleich ging eine Einladung an alle Wikipedianer:innen raus, die Lust hatten, uns zu unterstützen. Das Ziel wurde erreicht – und nicht nur das: Tatsächlich wurde während der 100 women days 2019/20 jeden Tag mindestens ein Artikel geschrieben und statt der 100 anvisierten Artikel kamen insgesamt 585 Artikel zu Frauen aus allen Themenbereichen zusammen.

Wir wiederholten das Event auch in den Folgejahren und es wurde immer erfolgreicher: 2020/21 entstanden in den 100 Tagen insgesamt 1051 Artikel, 2021/22 sogar 1190 Artikel. Seit der ersten Ausgabe wurde das Event neben einer Liste der Beiträge begleitet von einer Statistik und einer Bildergalerie, der „Hall of Femmes“. In der Statistik 2022 sieht man dabei etwa, dass sich insgesamt 63 Autor:innen mit mindestens einem Artikel beteiligt haben, wobei drei Autor:innen allein jeweils mehr als 100 Artikel beigetragen haben. Es entstanden 202 Artikel über Frauen aus den Vereinigten Staaten, 169 zu Frauen aus Deutschland und 98 zu Frauen aus Großbritannien. Für insgesamt 16 Nationen wurden mindestens 20 Artikel und mindestens 2 Artikel zu 84 Nationen angelegt, insgesamt waren mehr als 150 Nationenen vertreten. Fast 400 Frauen waren dabei Sportlerinnen, mehr als 250 Künstlerinnen und fast 200 Wissenschaftlerinnen,

Wie in den Vorjahren soll auch dieses Jahr 2022 bis 2023 ein #100wikidays-Event bis zum Internationalen Frauentag am 8. März 2023 stattfinden, kurz 100 women days – beginnend am 29. November 2022 wollen wir über die nächsten 100 Tage entsprechend im Team erneut mindest einen Frauenartikel pro Tag schreiben und laden alle Interessent:innen ein, auf dieser Seite mitzumachen. Dieses Jahr wollen wir das online-Event allerdings auch mit einigen Aktionstagen verbinden: Das Lokal K begleitet den edit-a-thon sowohl am ersten Wochenende nach dem Start (3.–4. Dezember) wie auch am letzten Wochenende vor dem 8. März (4.–5. März) und öffnet die Türen zum gemeinsamen Schreiben. Das WikiBär in Berlin schließt sich den Aktivitäten mit einem Aktionstag am ersten Dezemberwochenende am 4. Dezember an und das WikiMUC in München plant ebenfalls ein Aktionswochenende im März 2023. Ob weitere hinzukommen, werden wir sehen. Das Orga-Team freut sich über rege Teilnahme.AR, 06.11.

Anekdoten eines Wikipedianers, der über Osttimor schreibt

Folge 2455: Als ich beinahe einen Bürgerkrieg auslöste

Wem gehört die Gruta Didimera?

Heute hatte João Mariano Saldanha, Präsident einer der zahlreichen privaten Universitäten (und Politiker), auf Facebook Fotos der Höhle am Berg Didimera gepostet. Die Höhle ist ein lokales Heiligtum, das christianisiert wurde und daher eine Jesus- und eine Marienstatue beherbergt. Ich nutze ab und zu solche Gelegenheiten, solche Postings mit den deutschen Artikeln zu verlinken. Manchmal ergibt sich dadurch etwas Produktives oder die Einheimischen freuen sich einfach darüber.

Diesmal erhielt ich vom Rektor aber die Rückmeldung, dass der Artikel einen Fehler habe. Die Höhle gehöre nicht zum Suco (Verwaltungseinheit) Babulo, sondern zum Nachbar-Suco Vessoru. Die Höhle ist auf Google Maps verzeichnet und in dieser Region hatte ich noch nicht die Grenzänderungen von 2015 aktualisiert. Also habe ich mir die offiziellen Karten des osttimoresischen, Statistischen Amtes (DGE) angeschaut und die zeigen das Gebiet (wie schon vor 2015) klar auf Seiten Babulos. Der Fluss Borouai bildet die leicht auf Satellitenbildern und Karten nachzuverfolgende Grenze und die Höhle liegt direkt neben einer großen Straße, südwestlich des Flusses. Der Professor meinte, er werde das DGE über den Fehler informieren, und für mich war, angesichts fehlender Belege, die Sache erstmal bis auf später erledigt.

Nun lesen auch andere Leute die Postings des Professors und anscheinend hat der Umstand des falschen Sucos einiges an Aufregung verursacht. Man regte sich über den Fehler in der Wikipedia auf, die hier die Unwahrheit verbreite und diskutierte, wo man sich beschweren könne. Der Spender der Fotos des Artikels hat immerhin in einem Edit versucht, Vessoru als Suco anzugeben. Die Sache ist nicht ohne Spannung, denn das gesamte Verwaltungsamt Uato-Lari gilt als Unruheherd. In der Geschichte standen immer wieder die Dörfer der Region auf den verschiedenen Seiten der Konfliktparteien, die in Osttimor die letzten hundert Jahre immer wieder mit Gewalt überzogen. Ständig kam es zu Auseinandersetzungen, auch um die Zugehörigkeit von Territorien. Und hier geht es auch noch um die Zuordnung eines Heiligtums.

Die Karte des Sucos Babulo. In der Südostspitze liegt die Höhle, aber gehört diese wirklich zu Babulo?

Ich habe am Abend die Diskussion gesehen. Ich habe versucht, zu erklären, dass ich als Autor nicht Grenzen auf Karten ziehe oder selbst die Gegebenheiten vor Ort erforscht habe, sondern nur wiedergebe, was Quellen mir sagen. Und hier habe ich die Karte der DGE von 2019. Ich habe nun die Angabe, zu welchem Suco die Höhle gehört, aus dem Artikel entfernt und nenne nur das Verwaltungsamt, zu dem beide Sucos gehören. Ansonsten habe ich empfohlen, dass man sich beim DGE beschweren solle. Sicherheitshalber habe ich noch bei einem Anthropologen, der aus Babulo kommt, nachgefragt, ob Didimera wirklich zu Vessoru gehört. Er hat es mir bestätigt. Mir wurde sogar angeboten, mit den beiden lokalen Dorfchefs in Kontakt zu treten, um die Problematik zu klären. Wobei es gut möglich ist, dass die Leute vor Ort Didimera klar zu Vessoru zählen, während die Zentralregierung sich an der Grenzziehung durch die Portugiesen und/oder Indonesier orientiert, die Land nach Solidarität verteilten. In anderen Regionen wurden seit 2002 viele Grenzen sehr stark verschoben. Teils gibt es selbst bei den kleinsten Verwaltungseinheiten Exklaven, die alte Besitztümer der Clans berücksichtigen. Im Falle der Grenze am Borouai scheint dies aber nicht geschehen zu sein.

Hoffnung auf das Krokodil. Das Maskottchen des Census und der DGE

Es ist nicht leicht, den Leuten klarzumachen, dass Wahrheiten, die jeder vor Ort weiß, auf der Wikipedia trotzdem einen schriftlichen Beleg brauchen. Inzwischen ist die Geschichte tatsächlich bei Elias dos Santos Ferreira, Generaldirektor für Statistik, angekommen. Er erklärte, dass sein Team sich die Sache anschauen und nach einer Erklärung suchen werde. Vielleicht kann ich bei der Gelegenheit so ein paar andere Unstimmigkeiten klären, die mir im Laufe der Arbeit mit den Karten aufgefallen sind.

Gerade fand die neue Volkszählung statt, so dass die Veröffentlichung der Ergebnisse eine Gelegenheit zur Fehlerkorrektur wäre. Die Karten von 2019 wurden allerdings zur Vorbereitung der Volkszählung geschaffen. Sind Fehler vorprogrammiert? Ich hoffe, bis ich mit meiner Überarbeitung der geographischen Artikel bei der Gemeinde Viqueque bin (die letzte auf meiner Liste, also so in 1–2 Jahren), ist es dem DGE gelungen, korrekte Karten der Region zu veröffentlichen. Und dass bis dahin kein Stammeskrieg um Didimera ausbricht.

Nachtrag: Inzwischen hat der Anthropologe seinen Cousin, den Suco-Chef gefragt. Der meint, dass die Karte und damit der Wikipedia-Artikel korrekt sind und die Leute aus Vessouru zu Unrecht Ansprüche auf den Landstrich mit der Höhle erheben...

JPF, 05.11.

Einladung zur Fragestunde über die Movement Charter

Liebe alle,

Während des Wikimedia Summit 2022 stellte das Movement Charter Drafting Committee (MCDC) den ersten Überblick der Movement Charter vor und gab einen Einblick in die Richtung der zukünftigen Arbeit und die Charta selbst. Der MCDC hat dann das erste Feedback, das während des Summits gesammelt wurde, integriert. Bevor das MCDC mit dem Ausarbeiten der Charta für das gesamte Movement fortfährt, möchte es sich mit Mitgliedern der Communitys austauschen und Feedback zu Entwürfen von drei Abschnitten einholen: Präambel, Werte & Prinzipien und Rollen & Verantwortlichkeiten. Die Entwürfe der Movement Charter werden am 14. November 2022 auf der Metaseite hier verfügbar sein. Die Community-weite Konsultation zur MC findet dann vom 20. November bis 18. Dezember 2022 statt. Mehr darüber gibt es hier.

Um sicherzustellen, dass die Teilnehmer gut informiert sind, um in vollem Umfang an den Gesprächsrunden teilzunehmen und ihre Sichtweise der Movement Charter einbringen zu können, sind vorab drei Fragestunden in verschiedenen Zeitzonen geplant. Alle Mitglieder des Wikimedia Movements sind eingeladen, an diesen Gesprächsrunden teilzunehmen. Ziel ist es, die Movement Charter kennenzulernen – ihr Ziel, ihren Zweck, warum sie wichtig ist und wie sie sich auf deine Community auswirkt. Die Mitglieder des MCDC werden an diesen Sitzungen teilnehmen, um Eure Fragen zu beantworten und das Feedback der Community zu sammeln.

Die Fragestunden sind für Communities aus verschiedenen Zeitzonen geeignet. Es wird nur die Präsentation der Sitzung aufgezeichnet und anschließend freigegeben, eine Aufzeichnung der Gesprächsrunden findet nicht statt. Ihr seid herzlich eingeladen zu dieser Veranstaltung:

  • Europa/MENA/Subsaharisches Afrika: 12. November 2022 um 15:00 Uhr UTC (deine Ortszeit).

Auf der Meta-Seite findest du weitere Details; die Zoom-Links werden 48 Stunden vor dem Aufruf veröffentlicht.

Aufruf zur Mitarbeit als Movement Charter Ambassadors

Einzelpersonen oder Gruppen aus allen Communities, die dabei helfen wollen, in ihren Communities Gesprächsrunden über die Movement Charter zu starten, werden eingeladen, Movement Charter Ambassadors (MC Ambassadors) zu werden. MC-Botschafter/innen führen ihre eigenen Aktivitäten durch und erhalten finanzielle Unterstützung, um Gesprächsrunden in ihrer eigenen Sprache zu ermöglichen. Die Regional Facilitators aus dem Movement Strategy and Governance Team stehen den Antragstellern für MC Ambassadors Grantmaking zur Seite. Wenn du Interesse hast, melde dich bitte hier an. Solltest du spezielle Fragen haben, wende dich bitte an das MSG-Team per E-Mail: strategy2030@wikimedia.org oder im MS-Forum.

Vielen Dank fürs Lesen und Mitmachen!

Im Namen des Entwurfskomitees der Movement Charter, D.B.(WMF) 4.11.

Sieger des 37. Schreibwettbewerbs

Der junge Philipp von Hessen in Hofkleidung, ohne Herrschaftsinsignien (Kopie von Hans Krell 1534 nach einem verlorenen Original wohl Lukas Cranachs des Älteren, Wartburg-Stiftung)

Die Sieger des 37. Schreibwettbewerbs stehen fest. Die Jury bedankt sich bei allen Teilnehmenden für die schönen Artikel zu interessanten Themen, die bei der Lektüre viel Freude bereitet haben.

  1. Philipp I. (Hessen) von Ktiv
    Ein ausführlicher, fachlich vorzüglicher, quellengesättigter Artikel über einen Fürsten, der Ergebnisse der jüngeren Forschung zur Reformationsgeschichte einarbeitet und zeigt, wie machtpolitische Absichten die konfessionelle Solidarität beiseite schoben, und der die Biographie und die Schwerpunkte seiner Regierung ausgewogen darlegt.
  2. Meerschweinchen von Achim Raschka
    Ein schöner Artikel, der sehr gut lesbar einen breiten Überblick gibt, von den anatomischen Merkmalen, der Verbreitung und Lebensräumen, über die Lebensweise und die Systematik bis zum Verhältnis zum Menschen, gut belegt anhand aktueller Übersichtsdarstellungen aus der Fachliteratur.
  3. Canines Cushing-Syndrom von Uwe Gille
    In diesem Artikel wird eine Krankheit beim Haushund sehr gut dargelegt mit einer Einleitung, die alle wichtigen Aspekte beleuchtet, und einer ausführlichen und kenntnisreichen Schilderung, die in die veterinärmedizinische Tiefe geht.
  4. Zürcher Bibel von 1531 von Ktiv
    Ein umfassender, sorgfältig recherchierter Artikel zur Entstehungsgeschichte, Eigenart und Verbreitung einer für die reformierten Kirchen nicht nur in Schweiz bedeutsamen Bibelübersetzung.
  5. Pfarrkirche Übelbach von Liuthalas
    Gut lesbarer Artikel in angemessener Länge, der den Leser mitnimmt auf eine Führung durch diese Kirche in der Steiermark, mit anschaulicher Bebilderung. Pluspunkt: Sounddatei des Glockengeläuts.
  6. Duell Castlereagh–Canning von Michael G. Lind
    Ein Artikel, der ein Duell zwischen zwei zu Beginn des 19. Jahrhunderts einflussreichen britischen Politikern schildert, samt Vorgeschichte und Folgen. Bemerkenswert: Bisher gibt es dieses Lemma in keiner anderen Sprachversion der Wikipedia.
  7. Gwendolyn Knight von Aurinia
    Knapper, schön geschriebener Artikel über eine afroamerikanische Künstlerin, die erst spät im Leben Anerkennung fand für ihre ursprünglich als Hobby gedachten Arbeiten.

Für die Schreibwettbewerbs-Jury, H., 02.11.

Wikimedia Foundation veröffentlicht Jahresabschluss für das Finanzjahr 2021–2022

Die Wikimedia Foundation legt jedes Jahr einen von KPMG geprüften Jahresabschluss vor, der einen Überblick über die Finanzlage liefert

Die Wikimedia Foundation hat ihren von KPMG geprüften Jahresabschluss für das Finanzjahr 1. Juli 2021 – 30. Juni 2022 veröffentlicht. Die Veröffentlichung ist damit erfreulicherweise etwa einen Monat früher als in vergangenen Jahren erfolgt. Der Bericht selbst ist auf den 12. Oktober datiert und ist hier zur Einsicht verfügbar.

Es folgen einige Schlüsselzahlen, jeweils mit Vergleich zum Vorjahresergebnis:

  • Das Netto-Investitionsergebnis war negativ: −12 Mio. USD (−16 Mio. USD).
  • Die Gesamteinnahmen beliefen sich auf 155 Mio. USD (−8 Mio. USD, in erster Linie aufgrund des negativen Investitionsergebnisses).
  • Die Gesamtausgaben betrugen 146 Mio. USD (+34 Mio. USD).
  • Die Ausgaben für Löhne und Gehälter stiegen auf 88 Mio. USD (+20 Mio. USD).
  • Das Nettovermögen zum Jahresende stieg um 8 Mio. USD (im Vorjahr war der Anstieg des Nettovermögens 43 Mio. USD größer gewesen).

Auffällig ist, dass die im Mai 2022 vom Bereich Finance & Administration veröffentlichte Tuning-Session-Präsentation für das dritte Quartal (Januar – März 2022) noch einen Nettovermögensanstieg von 25,9 Mio. USD für das Finanzjahr prognostiziert hatte.

Auf eine gestern gestellte Frage, was es mit dem negativen Investitionsergebnis von −12 Mio. USD auf sich hat, hatte die WMF zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts noch nicht reagiert.

Für das kommende Jahr plant das WMF-Kuratorium einen Anstieg der Einnahmen und Ausgaben auf 175 Mio. USD. A.K. 2.11.

Einsam stehn des öden Tempels Säulen, Efeu rankt am unverschlossnen Tor.

Ein Jahr ist vorbei und ich habe gehofft, mit einer poetischen Überschrift ein paar Leser in meinen Wiki-Loves-Monuments-Artikel zu locken. Danke an die, die der Poesie gefolgt und nach den Worten „Wiki Loves Monuments“ (WLM) immer noch geblieben sind. Die Worte der Überschrift sind nicht von mir, sondern von A. E. Hermann, einem unbekannten Dichter, der bei uns und wohl auch in den Weiten des Internets keine richtigen Vornamen mehr hat. Der vornamenlose A. E. Hermann verfasste 1810 ein Gedicht über die Klosterruine Paulinzella, das mit den Worten der Überschrift begann – und damit kann ich zu meinem eigentlichen Anliegen kommen: „WLM 2022 – Die Sieger stehen fest“.

Dieses Jahr wurden über 29.000 Fotos eingereicht. Wie im vergangenen Jahr hat Tilmann2007 die meisten Fotos hochgeladen und fast ganze Städte im Alleingang aus Denkmalsicht dokumentiert.

Die Vorjury, an der wie immer jeder teilnehmen konnte, wählte aus diesen Fotos über 650 aus. Aus diesen kürte die Hauptjury die 100 besten Fotos.

Ich bin natürlich voreingenommen und wie immer von den eingereichten Beiträgen und vor allem von den Siegerbildern begeistert, es ist in den Top 100 wie immer für jeden Geschmack was dabei – von vorn und von hinten, unter Tage, aus der Luft sowie von links und von rechts:

Das Siegerfoto von Radomianin zeigt die romanische und romantische Klosterruine Paulinzella, die der eingangs erwähnte A. E. Hermann in seinem Gedicht beschreibt. In Radomianins Fotos kann man das Schicksal der Ruine gut ablesen und sie als wichtigen Zeitzeugen erleben.

Preise bekommen die besten zehn Fotografen. Da jeder Fotograf nur einen Preis bekommt, werden diese weitergereicht. Unter den Siegerfotografen befinden sich die üblichen Verdächtigen, was auch gut so ist, denn die WLX-Fotowettbewerbe sollen Spaß und die Teilnahme abhängig machen, aber mit Radomianin hat es mal ein neuer Name an die Tabellenspitze geschafft. Martin Kraft hat es dieses Jahr mit der ersten Untertageaufnahme in die Top 10 von WLM geschafft, wenn man von hochplatzierten Aufnahmen aus Weinkellern einmal absieht.

Nachdem es im vergangenen Jahr einen Sonderpreis für bedrohte und zerstörte Kulturdenkmale gab, haben wir in diesem Jahr einen Sonderpreis für Kleindenkmale ausgelobt. Die drei Sonderpreise gingen an Fotos des Urdolmen von Neu Gaarz, eines im Gras versteckten Steinkreuzes und eines historischen Grenzsteins aus dem 18. Jahrhundert.

Die Jurysitzung fand wie in den vergangenen Jahren in Fulda statt und wurde von WMDE gefördert. Dieses Jahr fand die Jurysitzung wieder im Hybridformat statt, da zwei Juroren nicht vor Ort sein konnten: Aristeas und ich. Die Onlineteilnahme ist definiv eine gute Alternative, wenn man krank oder anderweitig verhindert ist. Aber die Onlineteilnahme ist viel anstrengender als live vor Ort zu sein, weil man bestimmte Zwischentöne, Nebengespräche, Blicke, Gesten und Versuche, etwas am Bildschirm zu zeigen nicht direkt mitbekommt und so viel angestrengter dem Geschehen folgen muss.

Auch 2022 war die Stimmung beim Diskutieren angenehm und die Juroren und Jurorinnnen konnten sich als alte Hasen gut austauschen. Als externer Juror war Volkmar Billeb dabei, der wie auch in den vergangenen Jahren mit seiner Erfahrung als freiberuflicher Fotograf von Industriedenkmalen helfen konnte. Einen verstärkten Fokus versuchten wir auf die Einhaltung von Schutzgebieten bei Drohnenaufnahmem zu legen, dabei erwies sich das WLE-Upload-Tool von GPSLeo als sehr nützlich.

Wie immer weise ich gern darauf hin: Wer Lust hat, kann die WLM-Fotos in unseren Listen und Artikeln einbauen, denn sie sollen ja nicht nur auf Commons versteckt liegen. Vielen Dank an alle Fotografen, Vorjuroren sowie Organisatoren und Unterstützer des Wettbewerbs. Ich freue mich auf WLE und WLM 2023 und A. E. Hermann freut sich vielleicht über einen kleinen Artikel oder zumindest Unterstützung bei der Suche nach seinen Vornamen. Zt 1.11.

Zeige deinen Frust... und zwar gemeinsam!

Wikimedia Commons hat auch eine Kategorie "Frustration".

Seit Jahren hört man die Klagen über Wikimedia Commons, aber es ändert sich nichts wesentlich. Unsere zentrale Mediensammlung bleibt nach wie vor auf vielen Ebenen kaputt. Nun soll Bewegung in die Sache kommen, sagt die Wikimedia Foundation. Und ein offener Brief ermahnt: Stellt euch das Problem bloß nicht zu begrenzt vor! – Ist Wikimedia Commons nicht nur too big to fail, sondern auch too kaput to repair? Und wie ist es zu diesem Schlammassel gekommen?

Im Jahr 2004 war die Wikipedia jung und wild. Damals hatte man eine prächtige Idee: Warum die vielen Bilder, die man für Artikel braucht, in die einzelnen Sprachversionen hochladen? Besser ist doch eine gemeinsame Mediensammlung. Von der aus werden dann die Bilder in die Wikipedia-Sprachversionen eingebunden. Leider kann man nicht so einfach weiterlesen, was in der Geschichte von Commons noch so alles geschehen ist: Sowohl unser Artikel als auch andere Ansätze sind eher dürftig geblieben.

Commons funktioniert irgendwie, aber nicht wirklich gut. Ein Grund dafür: Viele Leute haben nur mal eben mit Commons zu tun. Man lädt ein Foto hoch, das man in einem Artikel verwenden will. Aber nur wenige beschäftigen sich intensiv mit Commons. Und auch diese Menschen verteilen sich auf verschiedene Gruppen:

  • ambitionierte Vielfotografen und auch Profis
  • Organisatoren von Foto-Wettbewerben
  • GLAM-Leute, die teilweise Massen-Uploads vorbereiten
  • GLAM- und Bildungsleute, die sehr unterschiedlichen Zielgruppen das Bearbeiten und Hochladen beibringen
  • Commons-Administratoren und weitere Aktive, denen es nicht zuletzt darum geht, urheberrechtlich bedenkliche Bilder von Commons fernzuhalten.

Frust auf allen Seiten

Commons frustriert diese unterschiedlichen Gruppen auf je unterschiedliche Weise. Doch auch der Eigentümer, die Wikimedia Foundation, ist frustriert. Kürzlich echauffierte sich wieder ein ehemaliger WMF-Mitarbeiter über die Ehrenamtlichen, die vor Jahren Zeter und Mordio geschrien haben, weil die WMF in eine neue Funktion investiert hatte, den Media Viewer. Da sei es ja klar, dass die WMF die Nase von Commons und Community voll habe.

Warum also nicht einfach die Community fragen, was sie wirklich braucht? Mit einer Community Wish List, einem Referendum in der Community? Das Problem besteht eben darin, dass die Abstimmungen davon beeinflusst werden, wie die Fragen gestellt werden und auch, wer sich daran beteiligt. Vor allem: Solche Abstimmungen teilen die Community in Gewinner und Verlierer. Und das ist umso bedenklicher bei Wikimedia Commons, das noch viel weniger eine einheitliche Community hat.

Entsolidarisierung der Protestgemeinschaft?

Viele Notlösungen sind für die meisten Mitmachwilligen zu kompliziert. (Symbolbild)

Wenn auf Wikimedia Commons ein Problem mit der Software entsteht, rufen Betroffene gemeinsam nach einer Lösung. Alsbald tritt ein Ehrenamtlicher (dankenswerterweise) mit einer Lösung auf: Er hat ein Tool entwickelt, welches das Problem aus seiner Sicht löst. Ein Teil der Betroffenen ist mit dem Tool zufrieden und klagt nicht mehr. Für die übrigen Betroffenen ist das Tool aber keine Lösung, beispielsweise, weil sie die Handhabung zu kompliziert finden. Die Protestgemeinschaft hat sich gespalten.

Oft aber funktioniert das neue Tool auch nur ein paar Monate oder Jahre, und am Ende sind wieder alle unglücklich. Die vielen Tools sind also eher workarounds (Herumwursteleien) und keine dauerhaften Lösungen. Stepro hat schon vor Jahren aufgezeigt, wie unhandlich Commons im Vergleich zu Foto-Websites ist. Programmbeiträge über die Commons-Frustrationen sind leider eine traurige Tradition auf unseren Veranstaltungen (erst kürzlich wieder: WikiCon 2022). Ich erinnere mich peinlich berührt daran, wie wir zu Beginn von Wiki Loves Monuments die Wettbewerbsteilnehmer gebeten haben, ihre Fotos auf Flickr hochzuladen. Von dort wurden sie später zu Commons importiert.

Eine gemeinsame Botschaft: Nicht kleckern, sondern klotzen!

Wenn die WMF nun einen neuen Anlauf nimmt und ein Team für Commons aufbaut, dann ist das zu begrüßen. Gern kann man auch mit einer Community Wish List ein paar dringende Probleme identifizieren und mit Vorrang behandeln. Das darf aber nicht alles sein: Wir müssen uns fragen, was für ein Commons wir eigentlich brauchen, anstatt immer wieder mal ein wenig hier und dort an der Plattform herumzudoktern.

Darum geht es in dem offenen Brief, der aus einer Diskussion der Commons Photographers User Group entstanden ist. Es gab in dieser und weiteren Diskussionen die Meinung, so ein Brief an die WMF müsse besonders scharf formuliert sein, oder sehr kurz sein, oder lang und ausführlich, oder ganz abstrakt, oder im Gegenteil drei, vier Tools oder Features einfordern, die man vorher in einer Abstimmung auf Commons ermittelt hat. Der Text ist dann ein Kompromiss geworden, aber hoffentlich einer, der sein eigentliches Ziel erreicht: deutlich zu machen, wie schlecht es um unser Commons steht.

Selena Deckelmann von der WMF ist seit kurzem die Chefin einer neuen Mega-Abteilung für Software-Entwicklung und unter anderem für Commons verantwortlich. Sie hat sich schon wohlwollend zum Brief geäußert. Dennoch bleibt es wichtig, an die Bedeutung von Commons und die Größe der Herausforderungen zu erinnern. Uploads, Suche, Erschließung, Mehrsprachigkeit, Navigation... niemand soll sich das Problem zu begrenzt vorstellen!

Und letztendlich muss es darum gehen, möglichst viele Menschen mitzunehmen, nämlich auch die Gelegenheits-Hochlader oder auch Neulinge, die gerne etwas hochladen würden, sich aber genervt von Commons abwenden. Leider ist es für Menschen ohne Wiki-Hintergrund nicht so einfach, den Brief zu unterschreiben: Die müssten sich erst ein Konto erstellen und dann verstehen, wie sie auf einer Wiki-Seite signieren. (Hier noch mal der Link zum offenen Brief auf Commons.) Z., 29.10.

CEE-Meeting am ältesten See Europas

All together - Wikimedia CEE Meeting 2022 — Day 2 05.jpg

Bei CEE-Meetings handelt es sich um Konferenzen ähnlich der Wikimania oder der WikiCon, bei denen sich WikipedianerInnen und WikimedianerInnen aus Zentral- und Osteuropa (Central and Eastern Europe) treffen. Das erste CEE-Meeting fand 2012 in Belgrad statt. Im Oktober 2022 traf man sich schon zum elftenmal, wobei die Treffen 2020 und 2021 coronabedingt nur online stattgefunden hatten. Als Veranstaltungsort wurde der Ohridsee gewählt, ein wunderschöner und großer Bergsee im Südwesten Nordmazedoniens, der zusammen mit der Stadt Ohrid zum UNESCO-Welterbe zählt.

Mit 107 Teilnehmenden war die Konferenz gut besucht. Überraschend war, dass viele zum erstenmal auf einem CEE-Meeting waren, während man auf früheren CEE-Meetings häufig dieselben Gesichter gesehen hatte. Nachwuchs in den Communities gibt es also viel. Kernthema der Konferenz war die Gründung des so genannten CEE-Hubs. Dabei handelt es sich um Freiwillige, welche Kontakte zwischen User Groups und Chaptern herstellen und diese zum Beispiel bei Anträgen unterstützen.

Sehr interessant fand ich einen Vortrag darüber, wie Seniorinnen und Senioren für die Mitarbeit an der Wikipedia geschult und animiert werden können an Beispielen aus drei Ländern (Nordmazedonien, Tschechien und Serbien). Auch faszinierend war die Vorstellung der estnischen Refotografie-Software Ajapaik, die eine Commons-Verknüpfung enthält und inzwischen von Communities vieler Länder verwendet wird. Es wurden Projekte aus verschiedenen Ländern vorgestellt. Auch wie es ist, im Kriegszustand zu editieren, war ein Thema. Das Programm mit den vielen Vorträgen findet sich auf Meta unter m:Wikimedia CEE Meeting 2022/Programme.

Die Teilnehmenden wurden durch das Meeting gestärkt, neu motiviert und sehr gut informiert. Das nächste CEE-Meeting wird 2023 in Tiflis, Georgien stattfinden. Ein Empfang der Teilnehmenden beim georgischen Premierminister Irakli Gharibaschwili wurde vom Veranstaltungsteam schon bestätigt. G. K., 23.10.

Wikimedia Foundation stellt Veröffentlichung ihrer Vierteljahresberichte ein

Weniger Transparenz.

Seit gut zehn Jahren haben die verschiedenen Abteilungen der Wikimedia Foundation alle drei Monate einen Vierteljahresbericht („Tuning Session“, früher „Quarterly Check-in“) veröffentlicht, der den aktuellen Status in dem jeweiligen Fachbereich relativ zum Jahresplan für das von Juli bis Juni laufende WMF-Geschäftsjahr publik machte. Damit ist nun anscheinend Schluss.

Trafen die Berichte für das vierte, von April bis Juni dauernde Quartal 2020 noch pünktlich, knapp zwei Wochen nach Quartalsende, auf Commons ein, so dauerte es 2021 schon bis Ende September/Anfang Oktober, ehe die vierte und abschließende „Tuning Session“ eintrudelte, und dieses Jahr blieben die Berichte für das vierte Quartal ganz aus.

Nach mehreren Nachfragen auf Meta-Wiki und auf Wikimedia-l, wo die Dokumente denn nun sind, hat Stabschefin Nadee Gunasena jetzt erklärt: „Die neue Herangehensweise der Stiftung an die Jahresplanung hat zu Änderungen bei den historischen Tuning Sessions geführt. Wir planen, bis Mitte November ein Update zum vergangenen Geschäftsjahr auf Meta zu veröffentlichen – wir werden es unter diesem Link posten.“

Auf die Q4-Berichte braucht also niemand mehr zu warten. Was genau der versprochene Jahresendbericht enthalten wird, lässt sich natürlich nicht vorhersagen, aber allein die zeitliche Verzögerung bedeutet, dass sich die Transparenz der Wikimedia Foundation dadurch abermals verringern wird. AK, 19.10.

Wikipedistischer Nobelpreis 2022

Logo der Nobelstiftung

Es ist wieder Nobelpreiswoche! Die Welt wird kurz aus ihren aktuellen Krisen aufmerken und einigen Menschen Respekt zollen, die dem wissenschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Fortschritt herausragende Dienste geleistet haben. Wenn die Namen verkündet sind, werden sie millionenfach in die Suchmasken der Onlineangebote in aller Welt eingetragen - um herauszufinden, wer das nun genau ist und welche Leistung da gewürdigt wird. Für unser kleines Enzyklopädieprojekt ist das eine echte Herausforderung. Menschen, die eben noch nur einem kleineren Fachkreis bekannt waren, stehen plötzlich im Rampenlicht. Eine Enzyklopädie, die eben noch nicht wissen konnte, wie nachgefragt bestimmte Informationen sein werden, soll trotzdem zuverlässig liefern. Sozusagen der enzyklopädische Elchtest.

Ob wir liefern können, liegt am Engagement derjenigen, die zu den fraglichen Personen und den entsprechenden Themengebieten in den vergangenen Jahren enzyklopädisch gearbeitet haben. Traditionell stellt sich die Frage: Welche Sprachversion hat zum Zeitpunkt der Verkündung schon etwas parat? Nachdem die deutschsprachige Wikipedia im letzten Jahr erstmals die englischsprachige hinter sich lassen konnte, geht sie diesmal als Titelverteidigerin ins Rennen. Kann der Erfolg wiederholt werden? Außerdem steht die Frage: Wer hat die meisten Artikel in unserer Sprachversion angelegt – wird also Träger des wikipedistischen Nobelpreises der deutschsprachigen Wikipedia? Für alle, die sich fragen, welche Biografien vielleicht noch schnell angelegt werden sollten, sei ein Blick auf das Nobelpreisträgerprojekt von Ephraim33 empfohlen.

Nach 14 Nobelpreisträgern ergibt sich folgender Endstand:

Platz Sprachversion Zahl der Treffer Treffer heute Platz Vortag Endplatz Vorjahr
1 Deutsch (de) 13 + 3 1 1
1 Englisch (en) 13 + 3 1 2
3 Ägyptisches Arabisch (arz) 11 + 3 8 6
3 Russisch (ru) 11 + 2 3 3
5 Spanisch (es) 10 + 1 3 6
5 Französisch (fr) 10 + 1 3 4
5 Italienisch (it) 10 + 1 3 16
5 Norwegisch (no) 10 + 2 8 23
5 Schwedisch (sv) 10 + 1 3 4
5 Chinesisch (zh) 10 + 2 8 6
11 Arabisch (ar) 9 + 2 15 13
11 Persisch (fa) 9 + 1 8 13
11 Japanisch (ja) 9 + 1 8 6
11 Portugiesisch (pt) 9 + 1 8 10
11 Ukrainisch (uk) 9 + 1 8 10
16 Tschechisch (cs) 8 + 1 15 -
16 Polnisch (pl) 8 + 1 15 16
18 Finnisch (fi) 7 + 1 18 13
18 Niederländisch (nl) 7 + 1 18 23
20 Südaserbaidschanisch (azb) 6 + 1 21 16
20 Hebräisch (he) 6 + 1 21 -
20 Koreanisch (ko) 6 + 1 21 -
20 Slowakisch (sk) 6 + 0 18 -
20 Türkisch (tr) 6 + 1 21 -
25 Katalanisch (ca) 5 + 1 25 16
25 Dänisch (da) 5 + 1 25 23

Vier weitere Sprachversionen haben jeweils vier, acht jeweils drei, 16 weitere Sprachversionen haben jeweils zwei und 23 Sprachversionen jeweils einen Artikel.

In der de:wp wurde die 13 Artikel von folgenden Nutzern angelegt:

Platz Benutzer Zahl der Treffer Treffer heute Platz Vortag Endplatz Vorjahr
1 Claude J 2 + 0 1 2
2 ChrisM 1 + 0 2 -
2 Dirknachbar~dewiki 1 + 1 - -
2 Kolja21 1 + 0 2 -
2 Kuebi 1 + 0 2 -
2 Luziferase 1 + 0 2 -
2 Nerenz 1 + 0 2 -
2 Prescott 1 + 1 - -
2 ReinerausH 1 + 0 2 -
2 Stern 1 + 0 2 -
2 TSchm 1 + 1 - 1
2 217.233.124.72 1 + 0 2 -
  • Der Medizinnobelpreis ging an Svante Pääbo. Immerhin 29 Sprachversionen hatten ihn auf dem Zettel. Da er sich den Preis nicht teilen musste, ist die Tabelle nach nur einem Preisträger noch wenig aussagekräftig. Die klassischen Favoriten sind alle dabei, aber auch einige kleinere Sprachversionen (wie Aragonesisch mit nur etwa 42.000 Artikeln) können so in das Geschehen eingreifen. Da Pääbo in Leipzig forscht, war es für die deutschsprachige Wikipedia eine leichtere Aufgabe. Schon 2006 legte Luziferase den Artikel an.
  • Den Nobelpreis für Physik erhielten Alain Aspect (25 Sprachversionen), John Clauser (17) und Anton Zeilinger (25). Alle drei waren in vielen Sprachversionen geläufig, so dass sich eine große Spitzengruppe aus 15 Sprachversionen gebildet hat, die bisher in allen Fällen liefern konnten. In der de-wp gehen die Artikel auf Stern (2005), Claude J (2010) und eine IP (2004) zurück. (Die Anlage durch die IP im Jahr 2004 bestand nur aus einem schütteren Sätzchen, wurde jedoch in den vergangenen 18 Jahren durch etwa 200 Benutzer erweitert.)
  • Der Nobelpreis für Chemie ging an Carolyn Bertozzi (19), Morten Meldal (3) und Barry Sharpless (49). Während Sharpless breit und Bertozzi doch vielen bekannt war, schied sich bei Meldal Spreu vom Weizen. Bei dem Dänen konnte nur die Dänische Sprachversion, die damit auf Platz 23 kletterte, sowie de: und en: mithalten. Deutsch und Englisch konnten sich so von allen anderen absetzen, werden aber von einem großen Verfolgerfeld gejagt. In der de-wp entstanden die Artikel durch Kuebi (2011), Claude J (2019) und Nerenz (2005). Vor allem die Anlage von Meldal 2019 durch Claude J hält die de-wp hier also im Spiel um Platz 1. Claude J übernimmt damit zugleich die Führung.
  • Den Nobelpreis für Literatur erhielt Annie Ernaux (31 Artikel). Die großen Sprachversionen waren vorbereitet, so dass sich weder an der Spitze noch bei den direkten Verfolgern etwas tat. Weiter unten gab es dann jedoch mehrere, die eine Fehlstelle hatten, so dass etwas Bewegung in die Tabelle kam. In der de-wp wurde der Artikel 2015 von ReinerausH angelegt.
  • Der Friedensnobelpreis ging an die in Belarus, Russland und der Ukraine aktiven Personen und Organisationen Ales Bjaljazki (17), Memorial (41) und das Center for Civil Liberties (1). Während Bjaljazki und Memorial vielen bekannt waren, mussten beim Zentrum selbst en: und de: passen. Allein uk: hatte alle drei und klettert so von Platz 17 auf Platz 8. Das Ägyptische Arabisch, wohl eher botgestützt auf Biografien spezialisiert, musste bei den Organisationen passen und fällt auf Platz 8 zurück. De: und en: behaupten ihre knappe Spitzenposition vor einem nun ausgedünnten Verfolgerfeld. In der de-wp wurden die beiden Artikel von Kolja21 (2011) und ChrisM (2005) angelegt.
  • Der Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften ging an Ben Bernanke (51 Artikel), Douglas W. Diamond (7) und Philip H. Dybvig (3). Neben de: und en: konnte auch das Ägyptische Arabisch (arz) zu allen drei etwas liefern. Während Bernanke als ehemaliger US-Notenbankchef auch in kleineren Sprachversionen vorgehalten wurde (nur Slowakisch (sk) ging leer aus) waren Diamond und Dybvig deutlich schwieriger. Dybvig hatten nur arz:, de: und en:, so dass sich die Spitzengruppe noch absetzen und arz: aufschließen konnte. Diamond war etwas geläufiger und brachte auch noch ar:, no:, ru: und zh: etwas nach vorn. In der de-WP wurden die Artikel von Dirknachbar~dewiki (2005), Prescott (2006) und TSchm (2020) angelegt. Letzteres war dieses Jahr die zeitlich knappste Anlage.

Fazit: De: ist wieder ganz vorn dabei - zwar mit einer Lücke, die hatte aber auch en: als wichtigster Konkurrent zu verzeichnen. So bleibt es beim (diesmal geteilten) Platz 1. Für die Gesamtwikipedia ist beachtlich, wie viele Sprachversionen aus völlig unterschiedlichen Gegenden und Kulturen hier Wissen beisteuern. Nicht nur die Weltsprache Englisch und die großen europäischen Sprachen, sondern auch die großen asiatischen Sprachen wie Chinesisch, Japanisch und Koreanisch aber auch Arabisch (das botbefeuerte ägyptische Arabisch mal außen vor lassend) sind vorne dabei. Arabisch neben Persisch und Hebräisch, Russisch neben Ukrainisch - Wikipedia leistet viel für das Wissen der Welt und die Weltgemeinschaft. Es fehlen die großen Sprachen Afrikas und z.B. Indiens, wobei da möglicherweise Englisch, Französisch, Spanisch etc. einen Zugang zum Wissen bieten. Der Erfolg in de: beruht auf vielen aktiven Nutzern und geht auf die Arbeit zurück, die zum Teil schon vor Jahren erbracht wurde. Die Spitzenposition ist dann denen zu verdanken, die gezielt nach schwierigen Kandidaten Ausschau halten und im Umfeld des Nobelpreisträgerprojekts angesiedelt sind. Der Wikipedistische Nobelpreis der deutschsprachigen Wikipedia geht dieses Jahr an Claude J der seine Erfolge von 2016 und 2018 damit wiederholt. Herzlichen Glückwunsch! O2 ab 03.10.

RECHTE SPALTE (zur linken Spalte)

Konstruiertes Wissen

Wie der Kurier berichtet, können die Programme von Meta aka Facebook erfreulicherweise Wikipedia-Artikel über Frauen schreiben. Wie sich nun herausstellte, können sie das auch über Bären, die es nicht gibt. Ein als „Galactica“ vermarktetes Programm hat Massen an wissenschaftlichen Arbeiten verarbeitet und wurde dann der wissenschaftlichen Community zur Verfügung gestellt, um ihre Fragen zu beantworten. Auf den Prompt „wiki artikel über im weltraum lebende bären“ („wiki article on bears living in space“) machte das Programm dann einfach die Hündin Laika zur „Karelischen Bärin“ „Bars“. terrae 28.11.

Ein langer Advent ...

Portschach Adventkranz privat 26222013 816.jpg

... gibt uns dieses Jahr viel Zeit, Wünsche auf dem nun wieder offenen Wikipedia-Weihnachtswunschzettel zu erfüllen und anderen damit eine kleine Freude zu machen. Selber Wünsche eintragen darf man natürlich auch. Die Artikel werden im Weihnachtsnamensraum vorbereitet, Heiligabend ist dann Bescherung. Also auf geht's! bjs, 27.11.

Spendenbanner-Stimmungsbild in en:WP

In der englischen Wikipedia läuft gerade ein Request for Comment, in dessen Rahmen die bevorstehenden Fundraising-Banner kontrovers mit Mitgliedern des WMF-Kuratoriums diskutiert werden. Im RfC-Stimmungsbild selbst sprachen sich annähernd 90% der ungefähr 70 Teilnehmer deutlich gegen die geplanten Spendenbanner aus. Das Stimmungsbild läuft bis morgen. AK, 23.11.

Before they are lost forever. Eine kollaborative open access-Plattform für private Fotografien lateinischer Inschriften

Antike lateinische Inschrift für Kaiser Hadrian auf einer Statuenbasis in den Kapitolinischen Museen (CIL VI 000975)

Das Berliner Antike-Kolleg hat einen Aufruf lanciert, der sich an eine breite Öffentlichkeit richtet. Für das im nächsten Jahr 170 Jahre werdende Mammut- und Dauerprojekt Corpus Inscriptionum Latinarum der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften sucht man nach Abbildungen, Fotos, von antiken lateinischen Inschriften zweierlei Natur. Zum einen wird nach bislang unbekannten Fotos aus der zweiten Hälfte 19. und ersten Hälfte 20. Jahrhundert gesucht, zum anderen – wohl noch eher von Interesse für die Wikimedia-Communities – nach Bildern aus entfernteren und weniger leicht zugänglichen Regionen. Mit uns verbindet der Aufruf sein Offenheitsprinzip. Zum einen kann nicht nur Jeder mitmachen, sondern es werden gerade Menschen angesprochen, die sich vielleicht sonst nicht beruflich mit solchen Themen befassen, zum anderen sollen die Bilder nicht nur unter Open Access, sondern auch gemeinfrei publiziert werden. Der Aufruf findet sich hier. MC, 23.11.

Weiterbildungsangebot zum Datenschutzrecht

In Fortführung der Weiterbildung zu urheber- und persönlichkeitsrechtlichen Fragestellungen gibt es nun einen weiteren Termin: Am 5. Dezember wird Dr. Michael Funke von der Berliner Kanzlei JBB zum Thema Datenschutzrecht referieren. Der Fokus dieser Veranstaltung soll vor allem auf dem Einsatz der Checkuser-Funktionen in den Wikimedia-Projekten liegen, allerdings können im Frage- und Diskussionsteil natürlich auch weitere Themen besprochen und diskutiert werden. Alle Informationen und die Teilnahmemöglichkeit ist auf der Projektseite zu finden. sandro (wmde), 22.11.

Preisverleihung Wiki Loves Earth und Wiki Loves Monuments 2022

Am Donnerstag, 24. November 2022 werden wir gemeinsam vor Ort im Stadtarchiv in Leipzig und Online im Live-Stream die Preisträgerinnen und Preisträger ehren. Seid gerne mit dabei, ab 18.30 Uhr im Netz, mehr dazu findet ihr auf der Anmeldeseite zur Veranstaltung. Wir freuen uns auf tolle Bilder, die Preisträgerinnen und Preisträger und auf euch. HP, 21.11.

Mal wieder: Abmahnung eines Bild-Nachnutzers

Das fragliche Foto des havarierten Reaktors in Tschernobyl

Das Support-Team erreichte ein Schreiben eines Foto-Nachnutzers, dem von einem Commons-Fotografen über dessen Anwalt wegen einer fehlerhaften Nachnutzung eine Forderung von 5.839,48 € ins Haus geflattert sei. Mein Schriftwechsel mit dem Absender ergab, dass er bei einer Online-Nachnutzung (nach seinen Angaben) irrtümlich die notwendigen Lizenzangaben versäumt habe, was den Fotografen bzw. dessen Anwalt zu dieser beachtlichen Forderung veranlasste. Der Betroffene hat sich offenbar gerichtlich gewehrt, hatte zwar Kosten, konnte aber die hohe Forderung abwehren. Er hat darüber selbst einen englischsprachigen Artikel geschrieben, in dem er unterstellt, dass der Fotograf solche Fotos möglicherweise absichtlich in der Wikipedia platziere, um bei Lizenzverletzungen abzukassieren. Als Support-Team können wir dem Betroffenen in der Sache nicht helfen (die richtige Lizenzierung und deren Sinn habe ich ihm immerhin erklärt), er hat aber gebeten, den Vorgang der Community zumindest zur Kenntnis zu geben, was auf diesem Wege geschieht. SB, 20.11.

Offener Brief zum Entwurf der KI-Verordnung

Wikimedia Deutschland gehört zu den Unterzeichnern eines Offenen Briefes an die Bundesregierung, in dem diese dazu aufgefordert wird, sich gemäß dem Koalitionsvertrag im Europäischen Rat für ein grundsätzliches Verbot biometrischer Erkennung einzusetzen. Derzeit laufen dort die Verhandlungen zum Entwurf der KI-Verordnung (englisch: „AI Act“) zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz. uranus, 15.11.

Asiatischer Monat 2022

Asien, hell die Gebiete asiatischer Staaten, die nicht zu Asien gehören und nicht für den Wettbewerb zählen.

Der November ist Asiatischer Monat. Der internationale Online-Edit-a-thon findet dieses Jahr zum achten Mal statt. Akzeptiert werden neu geschriebene Artikel zum Themenbereich Asien, die mindestens 3000 Bytes und 300 Wörter umfassen und den Qualitätsanforderungen genügen. Ein Tool hilft bei der Auszählung der Wörter, Listen und Listenanteile zählen nicht. Die geographischen Grenzen sind klar festgelegt (siehe Bild), doch die Themenwahl ist großzügig! Wie jedes Jahr wird die Teilnehmerin oder der Teilnehmer mit den meisten akzeptierten Artikeln „Wikipedia-Asien-Botschafter“ der deutschsprachigen Wikipedia. Alle weiteren Teilnehmer bekommen ab 4 akzeptierten Artikeln eine virtuelle Bronzemedaille verliehen. Ab 10 Artikeln gibt es eine Silbermedaille und ab 20 Artikeln eine Goldmedaille. Ziel des Wettbewerbs ist es die Artikelanzahl zu asiatischen Themen zu erhöhen. So gibt es zu einigen asiatischen Ländern immer noch weniger als 1000 Artikel wie beispielsweise zu Bhutan (381), Turkmenistan (425), Bahrain (440) und Laos (767). Lupe, 6.11.

GLAM-on-Tour in der Schweiz

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Zum dritten Mal hat die interessierte GLAM-Community 2022 Gelegenheit, an einer GLAM-on-Tour teilzunehmen. Diese wird vom 24.-27. November in Montreux stattfinden. In Zusammen­arbeit mit unserem Kultur-Partner EPFL werden wir mithilfe der als Immaterielles Weltkulturerbe einge­stuften Archivalien der Claude Nobs Foundation durch­forsten und auf Lücken und Verbesserungs­potential im bereits ange­legten Artikel­bestand prüfen. Zum ersten Mal werden wir dies nicht inner­halb der Räumlichkeiten der Partner­organisation, sondern an den Original­schau­plätzen tun, an denen sich auch die Stars aufge­halten haben, insbe­sondere im Casino, in dem sich auch das ehemalige Studio von Queen befindet, sowie im hoch über der Stadt gelegenen Châlet von Claude mit all seinen Devotionalien. Für Kurz­entschlossene hätten wir noch einige, wenige Plätze zu vergeben, sofern sie sich auf französisch verständigen können.

Die nachfolgende Veranstaltung gleichen Formats wird vom 18. bis 21. Mai 2023 in der Stiftsbibliothek St. Gallen durchgeführt. Auch hier haben wir es mit einem Weltkultur­erbe zu tun und sie dürfte einigen Wikipedianern noch bekannt sein von der WikiCon 2018, die hier – Entschuldigung, nicht hier, sondern in St. Gallen – stattfand. Auch nächstes Jahr gibt es wieder drei Mal einen Grund, in die Schweiz zu fahren. Lantus (WMCH)

Spendenkampagne startet heute

Heute startet unsere jährliche Bannerkampagne. Das diesjährige Ziel der Spendenkampagne beträgt 9,4 Millionen Euro. Banner werden nur nicht-eingeloggten Nutzenden in Deutschland angezeigt; zudem gibt es ein Limit von zehn Desktop und 15 Mobile-Bannern. Weitere Informationen rund um die Kampagne, wie z.B. zu den Bannerprinzipien, findet ihr im Fundraiser-Portal. Gruß, TM (WMDE)

Wettbewerb „Effiziente Energiewende in Bildern“ mit Freien Lizenzen

Waehrend man Energiewende oder Luftverschmutzung relativ plakativ bebildern kann, ist das bei einem abstrakteren Thema wie Energieeffizienz etwas schwieriger. Der Kreativwettbewerb „Re:Design Efficiency“ ruft daher bis März 2023 zur Einsendung passender Fotografien, Grafiken und Illustrationen auf. Da die Einsendungen auch in anderen Kontexten wiederverwendet werden können sollen, erlaubt der Wettbewerb die Verwendung aller derzeitig angebotenen Creative-Commons-Lizenzen. „Leider“ also auch die NC-Lizenzen – der Wettbewerb gibt sich aber Mühe zu erklären, welche der Lizenzen Open Cultural Licenses sind und dass nur diese Lizenzen die Weiterverwendung z.B. auf Wikimedia Commons erlauben. stk (WMDE), 2.11.

Kandidatensuche für das SG

Auch in diesem Jahr findet im November wieder die Wahl zum Schiedsgericht statt. Es werden wieder fünf Schiedsrichter gesucht, die zwei Jahre lang diese interessante Tätigkeit ausüben wollen. Allerdings wäre es durchaus begrüßenswert, wenn sich im Gegensatz zu den letzten beiden Wahlen wieder mehr Kandidaten als zu besetzende Plätze finden würden. Wer Interesse hat, kann sich noch bis einschließlich 7. November für eine Kandidatur entscheiden und dort kandidieren. Über zahlreiche Kandidaturen würde ich mich freuen. Ame, 1.11.

Happy Birthday, Wikidata!

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Auf den Tag genau vor 10 Jahren, am 29. Oktober 2012, erblickte das bisher jüngste Wikimedia-Projekt das Licht der Welt. Die freie Wissensdatenbank, die jeder bearbeiten kann hat kürzlich die Marke von 100.000.000 Inhaltsseiten erreicht. Die Datenobjekte werden – freilich in ganz unterschiedlichem Ausmaß – auch in den Schwesterprojekten genutzt. Insbesondere in Infoboxen werden bereits Daten aus Wikidata genutzt und auch die herkömmlichen Interwikilinks haben bereits lange ausgedient, da Artikel aus unterschiedlichen Sprachversionen nun über Wikidata miteinander verknüpft werden. Neben den klassischen Datenobjekten gibt es auf Wikidata auch die sogenannten Lexeme (über 700.000), die zur Darstellung lexikographischer Daten genutzt werden können (die also Wörter beschreiben). Zur Darstellung der Inhalte von Datenobjekten und Lexemen werden dabei Eigenschaften genutzt (derzeit sind über 10.000 verfügbar), denen ein Wert zugewiesen wird. Die Kombination aus Eigenschaft und Wert bildet dann die Aussage.

In Zukunft wird Wikidata dann wohl auch für die Abstrakte Wikipedia von Bedeutung sein. Es bleibt also spannend, wie sich Wikidata weiterentwickelt. Wer sich noch an den Jubiläumsfeierlichkeiten beteiligen möchte, findet auf Wikidata selbst weitere Inhalte rund um den Geburtstag. Ame, 29.10.

Österreichischer Preis für Freies Wissen 2023

Wikimedia Österreich vergibt zum zweiten Mal den Österreichischen Preis für Freies Wissen und möchte damit herausragendes Engagement in diesem Bereich öffentlichkeitswirksam würdigen. Es gibt zwei Preiskategorien: für zivilgesellschaftliche, ehrenamtliche Leistungen einer Person oder Organisation sowie für Leistungen einer Institution. Die Preisverleihung findet am 28. Jänner 2023 am Wiener Ball der Wissenschaften statt. Wir freuen uns über Eigen- und Fremdnominierungen bis 20. November 2022. Mehr Infos zum Preis und das Einreichformular sind auf freieswissen.net zu finden. AB (WMAT), 24.10.

60 Minuten zu Gender gap bei Wikipedia-Konsum

Bei den kommenden 60 Minuten um Gender & Diversity in der Wikipedia wird eine Sprachversionen-übergreifende Studie zum Gender gap bei den Leserinnen und Lesern der Wikipedia vorgestellt. Die Online-Veranstaltung findet am kommenden Montag, 24. Oktober um 19 Uhr statt. Anders als der „Gender gap“ bei den Wikipedia-Beitragenden wurde die demografische Zusammensetzung der Menschen, die die Wikipedia aufrufen, bisher wenig in den Blick genommen. Fünf Autoren und eine Autorin wollten mehr darüber wissen und fanden in einer Studie heraus: Zwei Drittel des Konsums der Wikipedia weltweit geht auf Männer zurück. Zudem konstatierten die Autor:innen der Studie bemerkenswerte Geschlechterunterschiede bei den Themeninteressen. Wie belastbar und aussagekräftig sind die Ergebnisse? Was könnten die Ursachen für das unterschiedliche Leseinteresse sein? Welche Schlüsse ziehen wir für unsere Arbeit daraus? Das sind spannende Fragen, die wir nach der Vorstellung der Studie zu Beginn diskutieren können. Die Anmeldung erfolgt wie immer auf WP:60. Über eine zahlreiche Teilnahme würde ich mich freuen. LR 20.10.

Frau in Rot

Suella Braverman wurde am 6. September 2022 zur britischen Innenministerin ernannt und trat am 19. Oktober 2022 zurück. Um 18.53 war das Top-Nachricht in der tagesschau, um 19.37 erhielt Braverman einen Artikel in der deutschen Wikipedia. Wie kann das sein? Braverman war zwar nur kurz Innenministerin (aber immerhin: des Vereinigten Königreichs), hatte aber in ihrer bisherigen politischen Karriere öfter mit markigen Worten für Schlagzeilen gesorgt. Der Artikel ist, soweit es meinen Anteil betrifft, auf die Schnelle und ohne sonderliche Kenntnis britischer Politik geschrieben und braucht fachkundige Erweiterung.Ktiv, 20.10.

Workshop: „Wie schreibe ich einen einfachen Bot“

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Wikipedia-Bots sind Computerprogramme oder Skripte, die ihren Betreibern automatisierbare, regelmäßige oder wiederholende Aufgaben abnehmen. Nachdem wir beim Digitalen Themenstammtisch im Februar einen Überblick über Bots im Allgemeinen bekommen haben, geht es dieses Mal um die Erstellung eines einfachen Bots. In einem Workshop wird gezeigt, wie man einen einfachen Bot in Python unter Nutzung des Pywikibot-Frameworks schreibt. Der Stammtisch findet online in Kooperation mit dem WP:Kontor Hamburg am 27. Oktober 2022 um 19 Uhr statt. Anmeldung erfolgt wie immer unter WP:DTS oder kommt einfach in das Kontor Hamburg. Salino01, 18.10.

WikiCon und Corona

Die WikiCon in Stralsund ist eine Woche vorbei. Leider hat das Organisationskomitee von einigen Corona-Fällen unter den Teilnehmenden erfahren und auch meine Warn-App meldet mir für den Samstag Kontakt(e). Mag jeder daraus seine eigenen Maßnahmen ableiten. B., 16.10.

Workshop des Portal:Comic

Das Portal:Comic veranstaltet am 21. und 22. Oktober einen kleinen Online-Workshop, der sich mit der Darstellung vormoderner Comics in der #Wikipedia auseinandersetzen soll. Wir wollen uns damit beschäftigen, wie das Erzählen in Bildern vor dem 19. Jahrhundert in der Wikipedia abgebildet wird und wie diese Perspektive in Artikeln zur Kunstgeschichte ihren Niederschlag finden kann. Eine Einführung in das Thema wird Prof. Dietrich Grünewald geben. Inspiriert ist der Workshop vom KuWiki-Projekt. Dazu eingeladen sind alle, die sich für das Thema interessieren! d-k, 12.10.

Fremdsprachkenntnisse gesucht

Mit einiger Verwunderung durfte ich gerade feststellen, dass es manchmal gar nicht so einfach sein kann, hier jemanden zu finden, der aktiv ist und eine bestimmte Sprache sowie auch Deutsch spricht. Konkret ging es mir um Belarussisch, das laut unserem Artikel immerhin etwa zwischen etwa 2,5 und 7,9 Millionen Muttersprachlern hat – also mutmaßlich weit genug verbreitet, dass auch im deutschen Sprachraum einige Leute ausreichende Sprachkenntnisse besitzen sollten. Meine Suche nach einem Belarussischsprecher verlief allerdings erfolglos: Spontan fiel mir niemand ein, der Belarussisch spricht, das Portal:Belarus scheint inaktiv zu sein, die Babelkategorie für Belarussisch enthält hauptsächlich Inaktive und Personen ohne Deutschkenntnisse – darüber hinaus ist es sehr mühselig, da alle Nutzer abzuklappern und zu überprüfen, ob sie aktiv sind, die WP:Redaktion Kleine Länder liefert nichts zu Belarus und auch in den Versionsgeschichten von Belarus, Minsk oder Swjatlana Zichanouskaja waren in letzter Zeit keine erkennbar belarussisch sprechenden Nutzer aktiv. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass unter den zahlreichen aktiven WP-Autoren eine Handvoll Personen mit Belarussischkenntnissen existieren. Daher an dieser Stelle mal folgender Aufruf, da ich sicherlich nicht der erste bin, der auf ein derartiges Problem gestoßen ist und es auch noch wesentliche exotischere Sprachen als Belarussisch gibt: Wenn ihr irgendeine auch nur halbwegs hierzulande nicht so häufig anzutreffende Sprache sprecht, macht das irgendwie auf eurer Benutzerseite kenntlich. Oder schaut mal beim zugehörigen Portal vorbei. ico, 11.10.

Offener Brief zu Wikimedia Commons

Wikimedia Commons steckt in Schwierigkeiten. Es gibt zahlreiche Sorgen und Beschwerden über unsere zentrale Medienplattform, seit vielen Jahren. Daher fordert dieser offene Brief / this open letter die Wikimedia Foundation auf, über die Zukunft von Wikimedia Commons nachzudenken.

Ende August 2022 haben wir in der Commons Photographers User Group über Wikimedia Commons gesprochen. Das Ergebnis dieser und anderer Gespräche ist dieser offene Brief.

Wir laden jeden ein, diesen offenen Brief zu unterschreiben, um zu zeigen, wie wichtig Wikimedia Commons ist. Vielleicht bist du ein regelmäßiger Commons-Beitragender, ein Wikipedianer, ein Mitmacher bei Wiktionary oder Wikivoyage, oder vielleicht vertrittst du eine Wikimedia-Organisation. Wir laden auch andere Personen ein, die direkt oder indirekt mit Commons zu tun haben, vielleicht im Rahmen eines GLAM. Bitte informiert auch andere über diesen offenen Brief. (Eine deutsche Übersetzung kommt in Kürze.) Ziko, 11.10.

Besuch im Kölner Museum für Ostasiatische Kunst

Das Museum ist idyllisch am Aachener Weiher in Köln gelegen

Nachdem jetzt viele Wikipedianerinnen und Wikipedianer, hoffentlich gesund und munter, von der WikiCon aus Stralsund zurückgekehrt sind, steht im Westen des Landes ein weiteres "Highlight" auf dem Programm: ein Besuch im Kölner Museum für Ostasiatische Kunst, ein Haus, das in dieser Form einzigartig in Deutschland ist und zudem eine berührende und erschütternde Entstehungsgeschichte hat. Die langjährige Direktorin Dr. Adele Schlombs wird uns durch das Museum führen. Hier können Interessentinnen und Interessenten sich gerne anmelden. Wir freuen uns auf Euren Besuch! Nicola, 10.10,

Workshop Einzelnachweise

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Im Rahmen des Digitalen Themenstammtischs gibt es dieses Mal einen Workshop zum Thema Einzelnachweise. Dieser findet am 12. Oktober um 19 Uhr statt. Nach einer kurzen Einführung zur Geschichte der Einzelnachweise in Wikipedia werden wir in dem Workshop lernen, auf welche Arten man Einzelnachweise wikipediakonform erzeugt. Welche Formatierung ist für Quellen richtig? Was unterscheidet Literaturquellen und reine Internetquellen? Wie funktioniert das Einfügen der Einzelnachweise bei Verwendung des VisualEditors und im Quelltext? Welche Vor- und Nachteile haben Vorlagen? Kann man Quellen auch mehrfach verwenden, ohne sie jedes Mal neu einzugeben? Was passiert, wenn eine Internetquelle nicht mehr im WWW verfügbar ist? Am Ende werden wir über die Qualität von Quellen diskutieren und wie man geeignete Quellen findet. Dieser Workshop ist für Anfänger geeignet, sollte aber auch Interessantes für ‚alte Hasen‘ enthalten. Die Anmeldung erfolgt wie immer auf WP:DTS. Über eine zahlreiche Teilnahme würde ich mich freuen. Salino01, 09.10.

Neue Funktion „Artikel in der Nähe“ steht bald zum Testen bereit

Artikel in der Nähe (runde Marker) auf einer Kartographer-Karte

Auf einer Karte Artikel in der Nähe anzeigen zu können, war eine der am meisten gewünschten Verbesserungen für die Kartographer-Erweiterung in den deutschsprachigen Wikis (Umfrage 2022). Das Technische Wünsche Team hat eine Funktion entwickelt, die bis zu 50 geografisch nahe gelegene Artikel auf einer Karte innerhalb eines Artikels anzeigen kann. Sie steht im Vollbildmodus jeder mit Kartographer generierten Karte zur Verfügung und kann mit einem Button ein- und wieder ausgeschaltet werden.

Eine erste Version wird voraussichtlich nächste Woche Mittwoch, am 12. Oktober, hierzuwiki und auf einigen weiteren ersten Wikis zum Testen bereitgestellt. Feedback dazu und Anregungen zu den offenen Fragen sind auf dieser Seite sehr willkommen. Weitere Infos zu der Funktion und einer ähnlichen Vorläuferfunktion auf Wikivoyage gibt es hier. tv, 5.10.

Publikums- u. Reviewpreis des 37. Schreibwettbewerbs

Wie jedes halbe Jahr haben auch die Autorinnen und Autoren des 37. Schreibwettbewerbs unsere Enzyklopädie mit einer Reihe von herausragenden Artikeln beglückt. Die Nominierungsfrist ist seit wenigen Tagen abgelaufen, sodass nun die Leserschaft im Rahmen des Publikumspreises die Wahl hat, welcher Beitrag ganz besonders gefällt. Dabei sollte auch dieses Jahr für jeden etwas Interessantes zu finden sein, so darf man sich über märchenhaft benannte Achtbeiner informieren, sein Wissen zu einem Album mit einer Veröffentlichungshistorie von schmalen 25 Jahren mehren und etwas über ein Pistolenduell zwischen zwei im Amt befindlichen britischen Ministern erfahren. Die Stimmabgabe (drei; nicht gehäufelt) erfolgt wie immer per E-Mail. Darüber hinaus sind die Autoren aufgerufen, sich am Reviewpreis zu beteiligen. ɦ, 4.10.

Angst vor dem Fliegen?

Finde auch du dein Reiseziel

Du möchtest in den Urlaub, weißt aber, dass du nicht fliegen, sondern mit Bahn oder Auto verreisen willst. Dir fehlt aber die Idee, wohin es gehen soll?

Dann mach es wie ich, lass dich von den Bildern von WikiDaheim und Wiki Loves Monuments inspirieren. Ein Ziel, das ich für meine Urlaubstour ausgesucht hatte, war der Blautopf in Blaubeuren und ich wurde nicht enttäuscht.

Sicher findest auch du Reiseideen. Nutz dafür einfach die Vorjury-Tools, schau dir Österreich und Deutschland an und bewerte dabei die eingereichten Fotos gleich mit.

Und wenn du Angst vor dem Verreisen hast, liegt es auf der Hand, dass die Vorjury die beste und sicherste Variante ist, Österreich und Deutschland zu erkunden. Z t, 4.10.