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Konstantin von Notz

deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen), MdB
Konstantin von Notz (2014)

Konstantin von Notz (* 21. Januar 1971 in Mölln) ist ein deutscher Jurist und Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Er ist seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestags.

BiografieBearbeiten

Konstantin von Notz, Sohn von Friedhelm von Notz, wuchs in Hamburg und Frankfurt am Main auf, wo er 1981 bis 1991 die Freiherr-vom-Stein-Schule besuchte und dort 1991 sein Abitur ablegte. Von 1991 bis 1992 leistete er seinen Zivildienst in der Bahnhofsmission am Frankfurter Hauptbahnhof ab.

Er studierte 1993 bis 1998 Rechtswissenschaft an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und absolvierte dort 1998 das erste Staatsexamen. 2001 bis 2004 war er Rechtsreferendar am Landgericht Lübeck. 2004 legte er das zweite Staatsexamen ab. 2002 wurde er in Heidelberg mit einer Dissertation über Lebensführungspflichten im evangelischen Kirchenrecht zum Dr. jur. promoviert. Bis zu seinem Einzug in den Bundestag war er Rechtsanwalt in Mölln.

 
Konstantin von Notz, 2019 im Deutschen Bundestag

Von Notz ist seit 2009 gewähltes Mitglied des Deutschen Bundestags. In der 17. Wahlperiode war er als innen- und netzpolitischer Sprecher der grünen Bundestagsfraktion Mitglied des Bundestags-Innenausschusses und gehörte als Obmann der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft an. Er war stellvertretendes Mitglied im Rechtsausschuss und im Unterausschuss Neue Medien und vertrat die grüne Fraktion im Gremium nach § 23c Absatz 8 Zollfahndungsdienstgesetz sowie in der IuK-Kommission, einer Unterkommission des Ältestenrates des Deutschen Bundestages, die sich mit Fragen der IT-Ausstattung von Parlament und Abgeordneten beschäftigt. In der 18. Wahlperiode wurde Konstantin von Notz zum stellvertretenden Vorsitzenden der grünen Bundestagsfraktion und Sprecher für Netzpolitik gewählt. Als Koordinator des Arbeitskreises III koordinierte er die Innen-, Rechts-, Justiz, Flüchtlings-, Verbraucherschutz sowie die Religions-, Sport und Netzpolitik der Fraktion. Er war erneut ordentliches Mitglied im Bundestags-Innenausschuss sowie Obmann im NSA-Untersuchungsausschuss sowie im Ausschuss Digitale Agenda. Weiter war er stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz sowie im Wahlausschuss. In der 19. Wahlperiode wurde Konstantin von Notz erneut zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt. Zudem ist Konstantin von Notz Beauftragter für Religion und Weltanschauungen seiner Fraktion. Er ist ordentliches Mitglied des Innenausschusses, seit 2018 ordentliches Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKGr) sowie stellvertretendes Mitglied im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Berliner Breitscheidplatz/Amri[1] und im Gemeinsamen Ausschuss von Bundesrat und Bundestag nach Artikel 53a GG[2]. Zudem vertritt er die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der "IuK-Kommission"[3], einer Unterkommission des Ältestenrats, die unter anderem für die IT-Ausstattung der Abgeordnetenbüros zuständig ist.

Video-Vorstellung (2014)

Im Februar 2013 übernahm er im Rahmen des Programmes „Parlamentarier schützen Parlamentarier“ des Bundestagsausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe eine Patenschaft für den kubanischen Dissidenten Antonio Rodiles.[4]

Von Notz ist verheiratet, Vater von zwei Kindern[5][6] und gläubiger Protestant.[7] Sein Bruder Börries ist ebenfalls Anwalt und war von 2008 bis 2013 geschäftsführender Direktor des Jüdischen Museums Berlin und ist seit Februar 2014 Vorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg.[8]

ParteiBearbeiten

Seit 1995 gehört er der Partei Bündnis 90/Die Grünen zunächst in Heidelberg und seit 2004 im Kreisverband Herzogtum Lauenburg an. Er vertritt sie seit 2004 im Stadtrat von Mölln und ist seit Juni 2013 stellvertretender Bürgermeister. Von 2005 bis 2017 gehörte Konstantin von Notz dem Parteirat von Bündnis 90/Die Grünen in Schleswig-Holstein an. 2009 wurde er in den 17. Deutschen Bundestag gewählt. 2013 und 2017 zog er erneut über den zweiten Platz der schleswig-holsteinischen Landesliste in den Deutschen Bundestag ein. Konstantin von Notz ist Mitglied der Antragskommission von Bündnis 90/Die Grünen. Ferner gehört er der Mitgliederversammlung der Heinrich-Böll-Stiftung an.

AuszeichnungenBearbeiten

VeröffentlichungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Berliner Breitscheidplatz/Amri
  2. Gemeinsamen Ausschuss von Bundesrat und Bundestag nach Artikel 53a GG
  3. "IuK-Kommission"
  4. Einsatz für einen inhaftierten kubanischen Blogger. Bundestag, 13. August 2013, abgerufen am 18. April 2016.
  5. Biografie www.von-notz.de, abgerufen am 28. November 2017.
  6. Familienanzeigen. In: Lübecker Nachrichten. 20. Januar 2018, S. 14.
  7. Religion wird oft ideologisch missbraucht, um Gewalt politisch zu rechtfertigen. Interview mit Martina Kormbaki in: Berliner Zeitung, 23. April 2019, S. 2.
  8. Börries von Notz wird neuer Vorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg. 20. September 2013, archiviert vom Original am 13. Oktober 2013; abgerufen am 18. April 2016.
  9. Konstantin von Notz mit Bad Herrenalber Akademiepreis 2015 geehrt. 6. August 2015, abgerufen am 18. April 2016.