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Wappen Karte
Wappen von Troms
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Über dieses Bild
Basisdaten
Land: Norwegen
Verwaltungszentrum: Tromsø
Fläche: 25.862,93 km²
Einwohner: 167.202 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte: 6,3 Einwohner/km²
Kommunen: 24
ISO 3166-2 NO-19
Internet: www.troms-f.kommune.no
Fylkesstein: Sagvandit
Politik
Fylkesordfører: Terje Olsen
Fylkesmann: Elisabeth Aspaker (auch für die Finnmark zuständig)

Troms (nordsamisch Romsa[1]; kvenisch Tromssa[2]) ist eine Provinz (Fylke) im Norden von Norwegen. Im Januar 2020 wird sie in die zusammengelegte Region Troms og Finnmark übergehen.

GeographieBearbeiten

Troms grenzt im Süden an Nordland und im Nordosten an die Finnmark und bildet somit den mittleren Teil von Nordnorwegen. Des Weiteren grenzt die Provinz im Osten an Finnland und Schweden. Im Westen von Troms befindet sich die Atlantikküste mit vielen Fjorden und Inseln, die zur Provinz gehören.[3]

Während des Winters dauert die Polarnacht – also die Zeit, in der die Sonne nicht aufgeht – etwa zwei Monate. Die Zeit des Polartages dauert von Ende Mai bis Ende Juli, in dieser Zeit geht nachts die Sonne nicht unter.[4]

KlimaBearbeiten

Das Klima wird vom Golfstrom beeinflusst. Im Innenland der Provinz fallen die Temperaturen im Winter auf bis zu −30 °C, an der Küste hingegen nur bis zu −10 °C. Dies ist auch einer der Gründe dafür, dass der Großteil der Bevölkerung an der Küste lebt.[5]

 
Landschaft in Troms in der Nähe von Tromsø

Städte und KommunenBearbeiten

In Troms liegen insgesamt 24 Kommunen, drei davon sind Städte: Die größte Stadt ist Tromsø, die zweitgrößte Harstad, die drittgrößte Finnsnes.[6]

Gemeinde Einwohner
1. Januar 2019
Balsfjord 5625
Bardu 4030
Berg 888
Dyrøy 1129
Gratangen 1105
Harstad 24.827
Ibestad 1375
Kåfjord 2097
Karlsøy 2252
Kvæfjord 2858
Kvænangen 1202
Lavangen 1042
Lenvik 11.679
Lyngen 2847
Målselv 6805
Nordreisa 4909
Salangen 2183
Skjervøy 2917
Skånland 3009
Storfjord 1841
Sørreisa 3489
Torsken 931
Tranøy 1513
Tromsø 76.649


GeschichteBearbeiten

Nach der ersten regionalen Einteilung Norwegens im Jahr 1671 war die heutige Provinz Teil des damaligen Gebietes von Nordland. 1787 ging Troms in die neu gegründete Finnmark über. 1866 wurde diese Provinz wieder aufgeteilt in Tromsø und die Finnmark. 1919 wurde der Name der Provinz von Tromsø auf Troms geändert.[7]

Die genaue Herkunft des Namens Troms ist unklar. Es wird vermutet, dass ein Zusammenhang mit dem Wort „Strömung“ besteht.[8]

Zum 1. Juli 2006 bekam die Provinz erstmals einen offiziellen samischen Namen, Romsa. Er ist seitdem der norwegischen Bezeichnung gleichgestellt.[9]

Zusammenlegung mit der FinnmarkBearbeiten

Am 8. Juni 2017 beschloss das norwegische Parlament mit einer Mehrheit von 96 gegen 73 Stimmen, dass die Provinz Troms mit der Provinz Finnmark ab 2020 zu einer gemeinsamen Region zusammengelegt werden sollte. Die neue Region wird Troms og Finnmark (dt.: Troms und Finnmark) heißen.[10]

Die Bewohner der beiden Provinzen sind mehrheitlich gegen die Zusammenlegung: Eine Untersuchung, die für den norwegischen Rundfunk NRK durchgeführt wurde, zeigte, dass sie von 73 % der Einwohner von Troms abgelehnt wird.[11]

Bereits zum 1. Januar 2019 wurde ein gemeinsamer Fylkesmann für Troms und die Finnmark bestimmt. Der seit 2017 amtierende Fylkesmann von Troms, Elisabeth Aspaker, setzte sich bei der Kandidatur durch und vertritt nun beide Provinzen.[12]

BevölkerungBearbeiten

Das statistische Amt Norwegens gibt die Einwohnerzahl der Provinz zum 1. Januar 2019 mit 167.202 an. Das stellt gegenüber dem Wert von 1999 ein Bevölkerungszuwachs von 11,3 % dar.[13]

Der Großteil der Bevölkerung ist Mitglied in der Norwegischen Kirche, im Jahr 2018 hatte sie 130.074 Mitglieder in Troms.[14] 6125 Personen waren zu diesem Zeitpunkt Mitglied anderer christlicher Gemeinschaften, 2022 waren Muslime und weitere 281 Buddhisten. 123 Menschen waren Anhänger einer anderen Religion, also etwa Juden oder Sikhs.[15]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Stadnamn og rettskriving. 26. November 2012, abgerufen am 23. Juni 2019 (norwegisch Bokmål).
  2. Kvenske stedsnavn. Abgerufen am 23. Juni 2019.
  3. Geografi i Troms. Troms fylke, abgerufen am 26. April 2019 (norwegisch).
  4. Om Troms. Troms fylke, abgerufen am 26. April 2019 (norwegisch).
  5. Natur i Troms. Troms fylke, abgerufen am 26. April 2019 (norwegisch).
  6. Byene i Troms. Troms fylke, abgerufen am 26. April 2019 (norwegisch).
  7. Troms. In: Store norske leksikon. 26. Februar 2019 (snl.no [abgerufen am 23. Juni 2019]).
  8. Norske bynavn. Abgerufen am 23. Juni 2019 (norwegisch).
  9. Lars Magne Sunnanå: Troms blir Romsa. Abgerufen am 23. Juni 2019 (norwegisch Bokmål).
  10. Nils Mehren: Troms og Finnmark slås sammen. 8. Juni 2017, abgerufen am 26. April 2019 (norwegisch).
  11. Jan Harald Tomassen: Stort flertall i Troms og Finnmark mot sammenslåing. 14. März 2018, abgerufen am 26. April 2019 (norwegisch).
  12. Ida Louise Rostad: Aspaker blir fylkesmann for Troms og Finnmark. 25. August 2017, abgerufen am 26. April 2019 (norwegisch).
  13. Befolkning. Statistisk sentralbyrå, 22. Februar 2019, abgerufen am 24. Juni 2019 (norwegisch).
  14. 12026: Kirkelige brukere (K) 2015 - 2018. Statistisk sentralbyrå, abgerufen am 24. Juni 2019.
  15. Trus- og livssynssamfunn utanfor Den norske kyrkja. In: Statistisk sentralbyrå. 7. Dezember 2018, abgerufen am 24. Juni 2019 (norwegisch).

Koordinaten: 69° 31′ N, 19° 17′ O