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Wappen Karte
Wappen von Trøndelag
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Über dieses Bild
Basisdaten
Land: Norwegen
Verwaltungszentrum: Steinkjer
Fläche: 44.373 km²
Einwohner: 464.060 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte: 10,5 Einwohner/km²
Kommunen: 48
ISO 3166-2 NO-50
Internet: Trøndelag
Fylkesstein:
Politik
Fylkesordfører: Tore O. Sandvik seit 1. Januar 2018
Fylkesmann: Frank Jenssen

Trøndelag (deutsch Tröndelag) ist ein Landesteil in Mittelnorwegen und seit dem 1. Januar 2018 eine Provinz (Fylke). Es hat eine Fläche von 44.373 km². In Trøndelag gibt es 48 Kommunen, in denen insgesamt 464.060 Menschen (Stand: 1. Januar 2019) lebten.

Der Name leitet sich vom Stamm der Trønder ab. Deren Verbreitungsgebiet umfasste auch Øst-Trøndelag (Ost-Tröndelag) in den heute schwedischen Provinzen Jämtland, Härjedalen und Älvdalen. Die Endung „-lag“ steht für „Gebiet gemeinsamen Rechts“, vermutlich datieren die Anfänge vor das Jahr 700 zurück.

Ein Bewohner von Trøndelag heißt trønder. Der norwegische Dialekt Trøndersk, der in Trøndelag gesprochen wird, zeichnet sich durch das Fehlen der Endvokale aus.

Die größte Stadt und Hauptstadt von Trøndelag ist Trondheim. Diese Stadt war die erste Hauptstadt Norwegens.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

 
Typisches Trönderhaus der Region

Trøndelag ist seit Tausenden von Jahren besiedelt, wie durch Felsritzungen belegt ist.

In der frühen Wikingerzeit war Trøndelag ein Königreich. Seit Hákon Grjótgarðsson wurde Trøndelag vom Grafen (Jarl) von Lade regiert. Lade liegt in der Nähe des heutigen Trondheim. Die mächtigen Grafen von Lade, Ladejarls spielten bis 1030 eine wichtige Rolle in der Politik Norwegens. In dieser Zeit wurden die Norweger vom heiligen Olav nach der Schlacht in gerade genanntem Jahr 1030 zum Christentum bekehrt.[1]

Zwischen dem Frieden von Roskilde (1658) und dem Frieden von Kopenhagen (1660) gehörten die aus Trøndelag hervorgegangenen norwegischen Provinzen Sør-Trøndelag und Nord-Trøndelag vorübergehend zu Schweden.

Am 27. April 2016 sprachen sich die beiden Bezirksparlamente von Nord-Trøndelag und Sør-Trøndelag für den Zusammenschluss der beiden Provinzen aus. Im Provinztag (Fylkesting) von Sør-Trøndelag stimmten 41 Abgeordnete für und 2 gegen die Vereinigung, und im Fylkesting von Nord-Trøndelag stimmten 21 dafür und 14 dagegen.[2] Das Storting stimmte am 8. Juni 2016 einstimmig der geplanten Vereinigung zu, die am 1. Januar 2018 in Kraft trat.[3]

Zum 1. Januar 2019 wechselte die Kommune Rindal aus dem Fylke Møre og Romsdal nach Trøndelag.

FylkestingBearbeiten

Das Fylkesting konstituierte sich am 18. Oktober 2017 aus den Abgeordneten aus Nord- und Sør-Trøndelag.[4] Die 78 Mandate werden mit der nächsten Wahl 2019 auf 59 reduziert. Vorsitzender (fylkesordfører) wurde Tore O. Sandvik (Ap).

 

KommunenBearbeiten

Stand der Einwohnerzahlen: 1. Januar 2019

Zum 1. Januar 2020 wird es folgende Gemeindezusammenlegungen geben: Bjugn zu Ørland, Fosnes und Namdalseid zu Namsos, Klæbu zu Trondheim, Roan zu Åfjord sowie Verran zu Steinkjer. Außerdem wird es drei neue Gemeinden durch die Zusammenlegung von Altgemeinden geben: Heim (aus Hemne, einem Teil von Snillfjord und Halsa aus dem Fylke Møre og Romsdal), Nærøysund (aus Nærøy und Vikna) sowie Orkland (aus Agdenes, Meldal, Orkdal und dem Hauptteil von Snillfjord). Ein dritter, nördlicher Teil von Snillfjord kommt zu Hitra.[5]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.visitnorway.com/de/Reiseziele/Mittelnorwegen/The-coast-of-Trondelag/Trondelag/
  2. Magnus Okstad, Alexander Killingberg: Nå blir Trøndelag samlet til ett rike: Sør- og Nord-Trøndelag fylkeskommuner vil bli én felles region fra 1. januar 2018. 27. April 2017, abgerufen am 18. Oktober 2017 (norwegisch).
  3. Simen Granviken: Nå er det vedtatt. Trøndelag er samlet: Ferdig snakket, ferdig banket. Nå i kveld gjorde Stortinget det historiske vedtaket: «Nord-Trøndelag fylke og Sør-Trøndelag fylke slås sammen til Trøndelag fylke fra 1. januar 2018». 8. Juni 2016, abgerufen am 18. Oktober 2017 (norwegisch).
  4. Første fylkesting for Trøndelag, abgerufen am 4. November 2018.
  5. Navn på nye kommuner auf www.regjeringen.no, abgerufen am 21. Juni 2019

Koordinaten: 63° 26′ N, 10° 24′ O