Kallnach

Gemeinde im Kanton Bern in der Schweiz
Kallnach
Wappen von Kallnach
Staat: SchweizSchweiz Schweiz
Kanton: Kanton BernKanton Bern Bern (BE)
Verwaltungskreis: Seelandw
BFS-Nr.: 0304i1f3f4
Postleitzahl: 3207 Golaten
3283 Kallnach
Koordinaten: 584604 / 207929Koordinaten: 47° 1′ 20″ N, 7° 14′ 10″ O; CH1903: 584604 / 207929
Höhe: 445 m ü. M.
Höhenbereich: 432–561 m ü. M.
Fläche: 17,98 km²
Einwohner: 1920 (31. Dezember 2018)[1]
Einwohnerdichte: 107 Einw. pro km²
Gemeindepräsident: Dominik Matter (SVP)
Website: www.kallnach.ch
Dorfzentrum von Kallnach

Dorfzentrum von Kallnach

Lage der Gemeinde
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Kallnach (französisch Chouchignies) ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Seeland des Kantons Bern in der Schweiz. Sie fusionierte am 1. Januar 2019 mit Golaten zur neuen Gemeinde Kallnach.

GeographieBearbeiten

Kallnach gilt als das längste Strassendorf der Schweiz. Es erstreckt sich am Fuss einer Moräne des Rhonegletschers am Rande des Grossen Mooses und liegt an der Strasse von Lyss über Aarberg nach Kerzers. Der Ort verfügt über eine Bahnstation an der Broyelinie (Strecke Lyss-Aarberg-Kerzers).

Die Nachbargemeinden sind in alphabetischer Reihenfolge: Bargen, Finsterhennen, Fräschels FR, Golaten, Kerzers FR, Radelfingen, Siselen und Treiten.

GeschichteBearbeiten

Überreste einer Römerstrasse, welche die Siedlungen Aventicum und Petinesca verband, wurden im Aspi gefunden. Ausgrabungen im Jahre 1989 förderten Strukturen zutage, die als römische Raststätte, Zollposten oder Pferdewechselstation interpretiert werden können. Noch im Frühmittelalter, während des 7. Jahrhunderts, lebten auf dem Gebiet des heutigen Kallnach Romanen, was anhand von Fundgegenständen und Grabbeilagen festgestellt werden konnte. Im Ersten Weltkrieg wurde das Dorf aus Versehen von französischen Bomben getroffen, es kam jedoch zu keinen Personen- und äusserst geringen Materialschäden.[2]

OrtsadelBearbeiten

Kallnach hatte, zumindest zeitweise, einen eigenen Ortsadel. So taucht beispielsweise ein Ritter Berthold von Kallnach urkundlich in den Jahren zwischen 1255 und 1265 in Erscheinung.[3] Dieses Adelsgeschlecht taucht nochmals im Jahre 1363 auf, als eine Christina von Kallnach zusammen mit ihrem Mann Heinrich von Schünen einen jährlichen Zins von 3 Schilling an das Dominikaner Kloster in Bern von einer halben Hofstatt in Bern in der Herrengasse stiftet.[4] Einkünfte aus der zweiten Hälfte dieser Hofstatt wurden bereits ein Jahr zuvor von Albrecht Schäfers und seiner Frau zum Seelenheil gestiftet, was auf ein mögliches Verwandtschaftsverhältnis der beiden Familien hindeuten könnte.[5]

PolitikBearbeiten

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahl 2019 betrugen: SVP 41,2 %, BDP 13,2 %, SP 10,7 %, FDP 6,0 %, EDU 3,8 %, glp 7,3 %, GPS 9,1 %, EVP 2,5 %.[6]

BilderBearbeiten

SehenswürdigkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Kallnach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ständige Wohnbevölkerung aus STAT-TAB des BfS, Gemeinden siehe auch Regionalporträts 2020 auf bfs.admin.ch, Zugriff am 29. Mai 2020
  2. http://doc.rero.ch/record/166736/files/1918-01-10.pdf
  3. Quelle Archiv des historischen Vereins des Kantons Bern Band 9–10
  4. Quelle: Das Dominikaner Kloster in Bern
  5. Das Dominikaner Kloster in Bern von 1269 bis 1400, 1857, S. 34
  6. Resultate der Gemeinde Kallnach. Staatskanzlei des Kantons Bern, 20. Oktober 2019, abgerufen am 17. August 2020.