Hauptmenü öffnen

GeographieBearbeiten

Tschugg liegt auf einer Anhöhe des Jolimont im Berner Seeland. Die Nachbargemeinden von Norden beginnend im Uhrzeigersinn sind Gals, Erlach, Ins und Gampelen.

PolitikBearbeiten

Gemeindepräsidentin ist Brigitte Walther Abegglen (Stand 2015).

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahl 2015 betrugen: SVP 29,8 %, BDP 18,1 %, GPS 15,7 %, SP 14,9 %, FDP 7,4 %, glp 5,3 %, Piraten 3,1 %, EVP 2,6 %, EDU 1,5 %, CVP 1,4 %.[2]

GeschichteBearbeiten

Die Klinik Bethesda ist seit 1889 im ehemaligen Landgut Steiger beheimatet. Mit etlichen Neubauten und Erweiterungen wurde daraus ein bedeutendes Zentrum für Neurorehabilitation. Heute sind Spezialabteilungen für Hirnverletzte, Parkinson- und Epilepsie-Erkrankte angeschlossen. Die Klinik ist der grösste Arbeitgeber in der Gemeinde.

1946 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Mullen mit Tschugg fusioniert.

Sport und FreizeitBearbeiten

Das gesellschaftliche Leben wird durch das Vereinswesen gefördert, unter anderem durch die örtliche Schützengesellschaft und den Swingolfclub.

SprachlichesBearbeiten

Der Ortsnamen Tschugg geht auf ein gleichlautendes Gattungswort zurück, das ‚Felskopf‘, ‚grosser, runder Felsvorsprung‘ bedeutet.[3][4]

Die volkstümliche Meinung, der Ausdruck Tschugger für ‚Polizist‘ gehe auf das Seeländer Dorf zurück, ist nicht haltbar. Sprachwissenschafter vermuten, er stamme von hebräisch chockar ‚er hat gespäht‘.[5] Tschugger wäre damit über das Jiddische ins Rotwelsch und von da ins Schweizerdeutsche gelangt, wo er ‚Polizist‘ und/oder aber ‚Schwein‘ bedeutet.[6] Ausserschweizerische Belege für das Wort Tschugger finden sich in den Mundarten Deutschlands: Schu(c)ker für ‚Landjäger‘ oder Schogger, Schocker in der Pfalz für ‚Polizist‘.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Tschugg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. Resultate der Gemeinde Tschugg. Staatskanzlei des Kantons Bern, 18. Oktober 2015, abgerufen am 17. April 2016.
  3. Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol (Hrsg.): Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Frauenfeld 2005, S. 889.
  4. Tschuggen II. In: Schweizerisches Idiotikon. Band 14, Sp. 1718 (idiotikon.ch).
  5. Tschugger II. In: Schweizerisches Idiotikon. Band 14, Sp. 1720 (idiotikon.ch). Nach Siegmund Wolf: Wörterbuch des Rotwelschen. Deutsche Gaunersprache. Mannheim 1955, Nr. 5175.
  6. Hansjörg Roth: Jenisches Wörterbuch. Aus dem Sprachschatz Jenischer in der Schweiz. Frauenfeld 2001, S. 243 f. (wo sehr differenzierte Überlegungen).