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Müntschemier
Wappen von Müntschemier
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Seelandw
BFS-Nr.: 0498i1f3f4
Postleitzahl: 3225
Koordinaten: 577738 / 204982Koordinaten: 46° 59′ 44″ N, 7° 8′ 45″ O; CH1903: 577738 / 204982
Höhe: 438 m ü. M.
Fläche: 4.9 km²
Einwohner: 1396 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 258 Einw. pro km²
Gemeindepräsident: Raynald Richard (SVP)
Website: www.muentschemier.ch
Bahnhof Müntschemier

Bahnhof Müntschemier

Karte
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Müntschemier (französisch Monsmier) ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Seeland des Kantons Bern in der Schweiz. Müntschemier gehört zur Kirchgemeinde Ins, die Burgergemeinde wurde 1876 aufgelöst. Der Ortsname - mit grosser Wahrscheinlichkeit vom romanischen Wort "montem" (Berg) abgeleitet, wird in der Geschichte im Jahre 1185 als "Munchimu" erstmals urkundlich erwähnt.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Müntschemier liegt im Grossen Moos, einem besonders fruchtbaren Gebiet mit fast schwarzen Böden im Berner Seeland. Die Nachbargemeinden von Norden beginnend im Uhrzeigersinn sind Brüttelen, Treiten, Kerzers, Ried bei Kerzers, Murten, Mont-Vully und Ins.

PolitikBearbeiten

Gemeindepräsident ist Raynald Richard (SVP, Stand 2018).

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahl 2015 betrugen: SVP 50,7 %, BDP 15,4 %, EVP 8,1 %, FDP 6,8 %, SP 5,9 %, glp 4,1 %, GPS 3,4 %, EDU 2,4 %, CVP 0,9 %, Piraten 1,0 %.[2]

VerkehrBearbeiten

Müntschemier liegt an der Bahnlinie NeuenburgBern. Die Züge der Linien S5 und S52 der S-Bahn Bern halten dort.

GeschichteBearbeiten

Das Kloster Erlach hatte 1185 Grundbesitz in Müntschemier. 1474 kam das Dorf als Teil der Herrschaft Erlach an Bern und wurde in der Landvogtei Erlach verwaltet. Nach dem Brand von 1827 wurde das Dorf teilweise neu angelegt. Die finanzielle Belastung durch die Juragewässerkorrektion in den Jahren 1874 bis 1883 zwang die Burgergemeinde zum Verkauf ihrer Allmend. Die Burgergemeinde löste sich 1876 auf. Die Urbarisierung des Mooses und der Bau der Staatsstrasse durch das grosse Moos sowie der Bahnlinie Bern-Neuenburg im Jahr 1902 führte zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem Bevölkerungswachstum. Meliorationen und Güterzusammenlegungen machten Müntschemier zu einem bedeutenden Gemüseanbauort der Schweiz.

SportBearbeiten

In Müntschemier gibt es mehrere Sportvereine

  • FC Müntschemier
  • Damenturnverein Müntschemier
  • Turnverein Müntschemier
  • UHC Kerzers-Müntschemier

PartnergemeindenBearbeiten

QuellenBearbeiten

  • Gemeindearchiv Müntschemier

LiteraturBearbeiten

  • Hans Löffel: Müntschemier. Chronik der Gemeinde. Oberdiessbach 1977.
  • Andres Moser: Die Kunstdenkmäler des Kantons Bern. Landband 2: Der Amtsbezirk Erlach, der Amtsbezirk Nidau. Teil 1. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Wiese, Basel 1998, (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 90). ISBN 3-909164-63-3. S. 346–353.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. Resultate der Gemeinde Müntschemier. Staatskanzlei des Kantons Bern, 18. Oktober 2015, abgerufen am 17. April 2016.