Hauptmenü öffnen

Hardys KFZ-Service

deutsches Unternehmen im Kraftfahrzeug-Bereich
Hardys KFZ-Service
Rechtsform
Gründung 1985
Auflösung 1990er Jahre
Sitz Berlin, Deutschland
Leitung

Hardy Kalitzki

Branche Automobilhersteller

Hardys KFZ-Service wird von unterschiedlichen Quellen als ein deutscher Hersteller von Automobilen geführt.[1][2][3][4]

Inhaltsverzeichnis

UnternehmensgeschichteBearbeiten

Hardy Kalitzki gründete das Unternehmen 1985 in Berlin.[1] Der Firmensitz befand sich (zumindest 1991 und 1992) an der Franklinstraße 15.[3][4] Das letzte bekannte Lebenszeichen findet sich im Replica & Cabrio Katalog, Ausgabe 1992/93.[4] Es ist nicht bekannt, ob es eine Verbindung zu Pilgrim Cars gab, die ein namensgleiches ähnliches Modell anboten.

Produktion von AutomobilenBearbeiten

Die Ausgaben 1991 und 1992/93 des Replica & Cabrio Katalog bezeichnen Hardy als Hersteller von Kraftfahrzeugen.[3][4] Allcarindex.com bestätigt dies, verwendet allerdings den englischen Begriff Production info.[2] In der Schweizer Automobil Revue vom 21. Dezember 1989 wird das Unternehmen als Hersteller bezeichnet.[5] Allerdings wird trotz gleicher Adresse die Firma mit Hardy-Motors angegeben.[5] Vor Dezember 1989 war ein Fahrzeug beim TÜV.[5]

Angebot und Vermarktung von AutomobilenBearbeiten

Ab 1987 wurden Kraftfahrzeuge unter dem Markennamen Hardy angeboten.[1] Allcarindex.com bestätigt die Vermarktung ab 1987 und den Markennamen.[2] Für Ende 1989[5], 1991[3] und 1992[4] gibt es weitere Belege für das Angebot. Allcarindex.com zufolge endete 1990 die Vermarktung.[2]

ModelleBearbeiten

Lediglich Allcarindex.com verwendet den Begriff Kit Car.[2] Es gibt in der Literatur keinen Hinweis darauf, dass Hardy Bausätze anbot oder das Fahrgestell eines (gebrauchten) Autos verwendete.[1][3][4]

Im Angebot standen drei verschiedene Modelle,[1] allerdings liegen nur zu einem Modell viele Details vor.

Hardy Cobra 427Bearbeiten

Das erste, ab 1987 angebotene Modell war eine Nachbildung des AC Cobra.[1] In den Replica-Katalogen von 1991 und 1992 wird dieses Modell nicht beschrieben.[3][4]

Hardy Bulldog RoadsterBearbeiten

1988 erschien der Hardy Bulldog Roadster.[1] Das offene zweisitzige[5] Fahrzeug im Nostalgie-Stil ähnelte entfernt einem MG TF von 1953. Die Basis bildete ein Vierkantrohrrahmen.[3][4] Die Karosserie bestand aus GFK.[1][3][4] Für den Antrieb sorgte ein Motor des Ford Sierra mit 2000 cm³ Hubraum und 100 PS.[1] Damit war eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 200 km/h möglich.[1] Die Automobil Revue gibt an, dass der TÜV dem Fahrzeug mit einem 120-PS-Motor diese Höchstgeschwindigkeit bescheinigte.[5] Alternativ stand ein V6-Motor vom Ford Scorpio zur Verfügung.[1] Das Fahrzeug war laut Quelle 300 cm lang (sic!), 165 cm breit und mit Verdeck 135 cm hoch.[3][4] Damit war es wesentlich kürzer als das Vorbild, das 374 cm maß.[6] Das Leergewicht war mit 800 kg[1][5] bzw. 920 kg[3][4] angegeben. Der Preis für ein Komplettfahrzeug wurde Ende 1989 mit etwa 42.500 DM beziffert.[5] 1992 betrug er 45.900 DM.[4] Zahlreiches Zubehör wie Ledersitze, Sitzheizung, Zusatzscheinwerfer, Fünfganggetriebe oder Automatik war gegen Aufpreis lieferbar.[3][4]

Modellpflege fand auch statt. So sorgte bis 1991 im Basismodell ein ungeregelter Katalysator für Schadstoffarmut.[3] Zunächst gegen Aufpreis sowie ab 1992 serienmäßig war ein Drei-Wege-Katalysator.[3][4] Die Automobil Revue schrieb dagegen bereits Ende 1989 über einen geregelten Katalysator, der die US-SB-Norm erfüllt.[5] In Planung befand sich seit 1991 eine Version mit einem Vierzylindermotor von Opel mit 2000 cm³ Hubraum.[3][4]

Viersitzige Variante des Hardy Bulldog RoadsterBearbeiten

Ab 1990 wurde zusätzlich eine viersitzige Variante angeboten.[1] Die Automobil Revue bestätigt, dass dieses zumindest geplant war.[5] In den Replica-Katalogen von 1991 und 1992 findet sich zu diesem Modell allerdings keine Beschreibung.[3][4]

LiteraturBearbeiten

  • Harald H. Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8, Kapitel Hardy (III).
  • Hans Peter Weiss, Roland Weiser: Replica & Cabrio Katalog, Ausgabe 1991. Max Verlag, Denkendorf 1991, S. 201–202 und S. 246.
  • Hans Peter Weiss, Roland Weiser: Replica & Cabrio Katalog, Ausgabe 1992/93. Max Verlag, Denkendorf 1992, S. 192–193 und S. 250.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e f g h i j k l m Linz, Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie.
  2. a b c d e Allcarindex (englisch, abgerufen am 18. Juli 2014)
  3. a b c d e f g h i j k l m n o Weiss, Weiser: Replica & Cabrio Katalog, Ausgabe 1991.
  4. a b c d e f g h i j k l m n o p Weiss, Weiser: Replica & Cabrio Katalog, Ausgabe 1992/93.
  5. a b c d e f g h i j AR-Zeitung (Automobil Revue) Nr. 52/1989 vom 21. Dezember 1989 (abgerufen am 25. Juli 2014)
  6. Roger Gloor: Nachkriegswagen. Personenautos 1945–1960. Hallwag Verlag, Bern und Stuttgart 1986, ISBN 3-444-10263-1, S. 243.