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Eduard Scharf
  Personenbezogene Informationen  
Geburtsdatum 7. November 1953
Geburtsort DeutschlandDeutschland Köln
Spitzname Eddy
Wohnort DeutschlandDeutschland Köln
Livepoker-Turniererfolge
Höchstes Preisgeld mind. 0.275.000 $
Gesamtes Preisgeld mind. 1.398.793 $
World Series of Poker
Bracelets 2
Cashes 19
Bestes Main Event 15. (2004)
Letzte Aktualisierung: 8. Oktober 2018

Eduard „Ed/Eddy“ Scharf (* 7. November 1953 in Köln) ist ein deutscher Pokerspieler. Er ist zweifacher Braceletgewinner der World Series of Poker.

PokerkarriereBearbeiten

WerdegangBearbeiten

Scharf ist seit 1980 als Pilot bei der Lufthansa tätig und entschloss sich 1995 auch als Hobby-Pokerspieler aktiv zu werden. Der Pot-Limit-Omaha-Spezialist gewann in den Jahren 2001 und 2003 jeweils ein Bracelet bei der World Series of Poker (WSOP) in Las Vegas. Sein größter Erfolg beim Main Event der WSOP war der 15. Platz im Jahr 2004. Insgesamt gewann er rund 1,4 Millionen Dollar bei offiziellen Pokerveranstaltungen.[1]

Neben seiner Tätigkeit als Pokerspieler war Scharf auch als Experte beim Fernsehsender Sport1 tätig. Im Februar 2007 erschien die DSF Poker-Schule auf DVD.

2012 machte Scharf Schlagzeilen, da er gegen das Finanzamt Köln-Mitte klagte. Die Finanzbeamten wollten Steuernachzahlungen von ihm. Scharf argumentierte, dass Poker Glücks- und Kasinospiel sei und daher keiner Besteuerung unterliege.[2] Das Finanzamt Köln-Mitte sah den Zusammenhang anders und ging wegen der angeblichen Höhe der Gewinne von Scharf von einer gewerblichen Tätigkeit aus. Das Finanzgericht Köln folgte Ende Oktober 2012 der Behörde in ihrer Argumentation. Ergebnis: Eduard Scharf solle Steuern nachzahlen. Das Urteil ist zur Revision beim Bundesfinanzhof zugelassen.[3] Scharf will auf Anraten seines Anwalts Robert Kazemi Revision einlegen.[4] Der Bundesfinanzhof schloss sich in seinem Urteil der Argumentation des Finanzgerichts an. Da andere Gerichte Poker nicht als Glücksspiel betrachten, folgt aus dem Urteil eventuell eine nicht einheitliche Rechtsprechung. Hiergegen wurde eine Verfassungsbeschwerde eingelegt, welche auch von anderen Pokerspielern finanziert wird.[5]

BraceletübersichtBearbeiten

Jahr Buy-in (in $) Turnier Teilnehmer Preisgeld (in $)
2001 1500 Limit Omaha 144 83.810
2003 1500 Limit Omaha 120 63.600

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Eduard Scharf (Memento vom 15. Juni 2018 im Internet Archive) in der Hendon Mob Poker Database, abgerufen am 14. Juni 2018 (englisch)
  2. Sind Pokergewinne steuerpflichtig? auf investment-alternativen.de, abgerufen am 7. März 2016
  3. Poker-Prozess: Der Fiskus blufft nicht auf spiegel.de, abgerufen am 7. März 2016
  4. Sind Pokergewinne steuerpflichtig? auf n-tv.de, abgerufen am 7. März 2016
  5. Preisgelder aus Turnierpokerspielen können der Einkommensteuer unterliegen, blogs.pwc.de, abgerufen am 4. Juni 2017