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Pius Heinz

professioneller deutscher Pokerspieler
Pius Heinz
Pius Heinz (2011)
Pius Heinz (2011)
  Personenbezogene Informationen  
Geburtsdatum 4. Mai 1989
Geburtsort DeutschlandDeutschland Swisttal-Odendorf
Nickname MastaP89
Wohnort DeutschlandDeutschland Köln
Livepoker-Turniererfolge
Höchstes Preisgeld 8.715.368 $
Gesamtes Preisgeld 9.071.367 $
World Series of Poker
Bracelets 1
Cashes 5
Bestes Main Event Sieg (2011)
  Main Event von partypoker Live  
Titel keine
Cashes 1
Letzte Aktualisierung: 4. August 2019

Pius Heinz (* 4. Mai 1989 in Swisttal-Odendorf) ist ein deutscher Pokerspieler. Er gewann 2011 als erster Deutscher die Poker-Weltmeisterschaft.

PersönlichesBearbeiten

Heinz wuchs in Odendorf in der Nähe von Bonn auf. Er besuchte das Städtische Gymnasium Rheinbach und machte dort 2008 sein Abitur. Anschließend leistete er Zivildienst in den Nordeifel-Werkstätten in Euskirchen-Kuchenheim.

Danach begann er ein Studium der Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Fresenius in Köln, das er ab August 2011 aufgrund seiner Pokerkarriere ruhen ließ.[1]

Heinz war mit der Moderatorin und Pokerspielerin Natalie Hof liiert.[2][3] Im April 2012 erschien das von Heinz gemeinsam mit Stephan Kalhamer verfasste Buch Meine Hände auf dem Weg zum Poker Weltmeister: Über Nacht zum Poker-Millionär. Dort werden alle Hände am Finaltisch des WSOP-Main-Events 2011 analysiert.

PokerkarriereBearbeiten

Heinz (Vierter von links) als Teil der November Nine
Bracelet, das Heinz für den Sieg erhielt

Heinz begann im Jahr 2007 das Pokerspielen als Hobby. Seine Pokerkarriere begann im Internet, wo er sich beim Onlinepoker als MastaP89 auf den Plattformen PokerStars, Full Tilt Poker und partypoker bis November rund 700.000 US-Dollar erspielte.[4] Nach dem Erreichen der November Nine im Sommer 2011 in Las Vegas war er professioneller Pokerspieler und widmete sich verstärkt dem Livepoker. Heinz war von Sommer 2011 bis Januar 2013 Teil des Team PokerStars.[5]

Im Juni 2011 war Heinz erstmals bei der World Series of Poker (WSOP) im Rio All-Suite Hotel and Casino in Las Vegas erfolgreich und belegte bei einem Turnier der Variante No Limit Hold’em den siebten Platz für mehr als 80.000 Dollar Preisgeld.[6] Wenige Wochen später erreichte er beim Main Event der Serie den Finaltisch, der am 6. November 2011 begann. In der Vorbereitung engagierte er den deutschen Pokerprofi Johannes Strassmann als Coach.[7] Nach langem Heads-Up mit mehreren wechselnden Chipleads setzte sich Heinz am 9. November 2011 gegen den Tschechen Martin Staszko durch und sicherte sich ein Bracelet sowie eine Siegprämie von über 8,7 Millionen Dollar. Damit war Heinz der erste Deutsche, der das WSOP-Main-Event gewann.[8]

Im August 2011 gewann Pius Heinz ein Side-Event der European Poker Tour in Barcelona. Die am 20. Dezember 2011 ausgestrahlte TV total PokerStars.de Nacht gewann er ebenso. Auch wenn er seinen WSOP-Erfolg von 2011 in den darauffolgenden Jahren nicht wiederholen konnte, gelangte er sowohl 2012 mit einem 236. Platz im 1500$ No Limit Hold’em und einem 43. Platz im 2500$ No Limit Hold’em als auch 2013 mit einem 112. Platz im 1500$ No Limit Hold’em bei der WSOP in die Geldränge.[9] Seine bis dato letzte Geldplatzierung bei einem Live-Turnier war sein Sieg beim Super High Roller der Eureka Poker Tour im King’s Casino in Rozvadov im März 2016.[10]

Insgesamt hat sich Heinz mit Poker bei Live-Turnieren mehr als neun Millionen Dollar erspielt und gehört damit zu den erfolgreichsten deutschen Pokerspielern.[9]

WerkeBearbeiten

  • Buch Pius Heinz: Meine Hände auf dem Weg zum Poker Weltmeister: Über Nacht zum Poker-Millionär – AniMazing, Regensburg 2012, ISBN 978-3-940163-27-1.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Pius Heinz – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. General-Anzeiger Bonn: Pius Heinz aus Odendorf ist Poker-Weltmeister. 9. November 2011, abgerufen am 29. Mai 2012.
  2. Neues Poker-Traumpaar: Pius Heinz und Natalie Hof “in love” (Memento vom 21. Mai 2014 im Internet Archive) auf poker-magazin.at, abgerufen am 21. Mai 2014
  3. Natalie Hof am Telefon auf pokerfirma.com vom 10. Januar 2016, abgerufen am 10. Januar 2016
  4. MastaP89 (Memento vom 6. November 2011 im Internet Archive) auf pocketfives.com, abgerufen am 11. April 2018 (englisch)
  5. PokerStars bestätigt offiziell Trennung von Pius Heinz. 24. Januar 2013, abgerufen am 13. Februar 2013.
  6. 42nd World Series of Poker (WSOP) 2011 ($ 1,500 No Limit Hold’em) in der Hendon Mob Poker Database, abgerufen am 9. Mai 2017 (englisch)
  7. WSOP: Strassmann macht Pius stark auf bild.de vom 1. November 2011, abgerufen am 6. November 2015
  8. Pius Heinz 1. deutscher Poker Weltmeister – Gewinner der WSOP, wettnetzwerk.com
  9. a b Pius Heinz in der Hendon Mob Poker Database, abgerufen am 9. Mai 2017 (englisch)
  10. EUREKA – 6 – Rozvadov (€ 5,000 + 200 No Limit Hold’em – Super High Roller #1) in der Hendon Mob Poker Database, abgerufen am 25. März 2019 (englisch)