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Deetz (Bismark)

Ortsteil der Stadt Bismark (Altmark) im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt

Deetz ist ein Ortsteil der Stadt Bismark (Altmark) im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt, Deutschland und gehört zur Ortschaft Querstedt der Stadt Bismark.

Deetz
Koordinaten: 52° 35′ 11″ N, 11° 40′ 3″ O
Höhe: 46 m ü. NHN
Einwohner: 106 (30. Jun. 2010)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1973
Eingemeindet nach: Querstedt
Postleitzahl: 39628
Vorwahl: 039325
Deetz (Sachsen-Anhalt)
Deetz

Lage von Deetz in Sachsen-Anhalt

Kirche zu Deetz (Oktober 2018)
Kirche zu Deetz (Oktober 2018)

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Das altmärkische Dorf Deetz liegt 13 Kilometer westlich der Kreisstadt Stendal am kleinen Fluss Uchte.

GeschichteBearbeiten

Das Kirchdorf wurde 1238 als Deditz erstmals urkundlich erwähnt. Ursprünglich war Graf Siegfried von Osterburg vom St. Ludgerikloster Helmstedt damit belehnt worden.[2] Das landtagsfähige Rittergut Deetz im Süden des Ortes war bis zum Ende 18. Jahrhundert der Stammsitz des Adelsgeschlechts von Dequede. Nach mehreren Besitzerwechseln kam es im 19. Jahrhundert an die von Kröcher. Das Rittergut wurde zwischen 1890 und 1910 aufgelöst.

Zur Gemeinde gehörten das Vorwerk Deetzerwarte mit sieben Einwohnern im Jahre 1871 mit dem Krug Deetzer Warte und das Vorwerk Wilhelmshof, das im Jahre 1871 mit 19 Einwohnern genannt wurde.

Im Jahre 1840 lebten in Dorf und Rittergut 236 Einwohner, 1900 waren es 218, im Jahre 1939 waren es nur noch 192.[3]

Am 25. Juli 1952 wurde die Gemeinde vom Landkreis Gardelegen in den Kreis Stendal umgegliedert.[4] Am 1. Juli 1973 wurde die Gemeinde Deetz durch Eingemeindung in die Gemeinde Querstedt aufgelöst.[5] Seit dem 1. Januar 2010 gehört der Ortsteil Deetz auch zur neu gebildeten Ortschaft Querstedt der Stadt Bismark (Altmark). Aus dem früheren Vorwerk Deetzerwarte ist der gleichnamige Wohnplatz entstanden, der heute zu Käthen gehört.[6]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die Dorfkirche Deetz ist eine spätromanische Feldsteinkirche. Westlich des Dorfes liegt die Deetzer Warte, ein Warttum mit den Resten einer alten Landwehr.

ReligionBearbeiten

Die evangelische Kirchengemeinde Deetz gehörte zur Pfarrei Käthen und wird versorgt vom Pfarrbereich Lindstedt im Kirchenkreis Salzwedel der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

LiteraturBearbeiten

  • Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, Salzwedel 1928, S. 199.
  • Thomas Hartwig: Alle Altmarkkirchen von A bis Z. Elbe-Havel Verlag, Havelberg 2012, ISBN 978-3-9814039-5-4, S. 98.
  • Hasse, Hilbert: Pfarr-Almanach oder die evangelischen Geistlichen und Kirchen der Provinz Sachsen der Grafschaften Wernigerode, Rossla und Stolberg. 19. Jahrgang, 1903, ZDB-ID 551010-7, S. 62 (wiki-de.genealogy.net [abgerufen am 27. Mai 2017]).
  • Region Stendal. (= Kirchen der Altmark. Ausflüge zu steinernen Zeugen der Geschichte. Band 1). Amt für Wirtschaftsförderung Stendal. dbw-Verlag, Landkreis Stendal 1996, S. 9 f.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Querstedt mit den Ortsteil Detz. In: stadt-bismark.de. Abgerufen am 27. Mai 2017.
  2. Peter Wilhelm Behrends: Graf Siegfried von Osterburg und Altenhausen resigniert viele Dörfer und Grundstücke in der Altmark 1238. Jahresberichte des Altmärkischen Vereins für vaterländische Geschichte. 4. Jahresbericht, 1841, S. 48 (altmark-geschichte.de [PDF]).
  3. Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich. In: Statistisches Reichsamt (Hrsg.): Statistik des Deutschen Reichs. 2. Auflage. Band 550. Verlag für Sozialpolitik, Wirtschaft und Statistik, Paul Schmidt, 1941, ZDB-ID 223601-1, S. 100.
  4. Gesetz über die weitere Demokratisierung des Aufbaues und der Arbeitsweise der staatlichen Organe im Lande Sachsen-Anhalt vom 25. Juli 1952. Abgerufen am 27. Mai 2017.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, S. 344 f.
  6. Ortsteilverzeichnis Land Sachsen-Anhalt (Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile), Gebietsstand Januar 2014, Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Halle (Saale), 2016.