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Grävenitz (Bismark)

Siedlung in Deutschland

Grävenitz gehört zur Ortschaft Schorstedt und ist ein Ortsteil der Stadt Bismark (Altmark) im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt (Deutschland).

Grävenitz
Koordinaten: 52° 43′ 12″ N, 11° 40′ 38″ O
Höhe: 37 m ü. NHN
Einwohner: 95 (30. Jun. 2010)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1973
Eingemeindet nach: Schorstedt
Postleitzahl: 39629
Vorwahl: 039328
Grävenitz (Sachsen-Anhalt)
Grävenitz
Grävenitz
Lage von Grävenitz in Sachsen-Anhalt

GeografieBearbeiten

Das altmärkische Dorf Grävenitz liegt 10 Kilometer nordöstlich der Stadt Bismark (Altmark) auf halben Weg zwischen Bismark und Osterburg.

GeschichteBearbeiten

Das Kirchdorf wurde 1287 als Greunitz erstmals urkundlich erwähnt.[1] Im Jahre 1330 wird Greueniz in einer Schenkung Ottos des Ritters Konrad von Osterburg an das Kloster Neuendorf erwähnt.[2] Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 ist der Ort als Greuenitze aufgeführt.[3] Der Ort war der Stammsitz des Adelsgeschlechts von Graevenitz. Im Jahre 1840 lebten im Dorf nur 94 Einwohner, 1900 waren es 138, im Jahre 1939 waren es sogar 169.[4]

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Juli 1973 wurde die Gemeinde Grävenitz durch Eingemeindung in die Gemeinde Schorstedt aufgelöst.[5] Seit dem 1. Januar 2010 gehört der Ortsteil Grävenitz auch zur neu gebildeten Ortschaft Schorstedt der Stadt Bismark (Altmark).

ReligionBearbeiten

Die evangelische Kirchengemeinde Grävenitz gehörte zur Pfarrei Ballerstedt und wird heute vom Pfarrbereich Osterburg versorgt.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die evangelische Dorfkirche Grävenitz ist eine Feldsteinkirche aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts.[6]

LiteraturBearbeiten

  • Haase, Hilbert: Pfarr-Almanach oder die evangelischen Geistlichen und Kirchen der Provinz Sachsen der Grafschaften Wernigerode, Rossla und Stolberg. 19. Jahrgang, 1903, ZDB-ID 551010-7, S. 86 (wiki-de.genealogy.net [abgerufen am 25. Mai 2017]).
  • Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, G.m.b.H., Salzwedel 1928, S. 104.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Schorstedt mit den Ortsteil Grävenitz. auf http://www.stadt-bismark.de. Abgerufen am 25. Mai 2017.
  2. Riedel, Adolph Friedrich: Herzog Otto und Herzogin Agnes von Braunschweig bestätigen die Schenkung des Dorfes Grevenitz an das Kloster Neuendorf durch Ritter Konrad von Osterburg am 2. April 1330. In: Codex diplomaticus Brandenburgensis. Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Quellenschriften für die Geschichte der Mark Brandenburg und ihrer Regenten. Haupttheil 1, Band 22. Morin, Berlin 1862, S. 383–384 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10001038_00392~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D [abgerufen am 25. Mai 2017]).
  3. Kaiser Karl IV.: Landbuch der Mark Brandenburg. Nach den handschriftlichen Quellen. 1856 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10000810_00236~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D [abgerufen am 25. Mai 2017]).
  4. Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich. In: Statistisches Reichsamt (Hrsg.): Statistik des Deutschen Reichs. 2. Auflage. Band 550. Verlag für Sozialpolitik, Wirtschaft und Statistik, Paul Schmidt, 1941, ZDB-ID 223601-1, S. 100.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, S. 344 f.
  6. Thomas Hartwig: Alle Altmarkkirchen von A bis Z. Elbe-Havel-Verlag, Havelberg 2012, ISBN 978-3-9814039-5-4, S. 153.