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Beesewege ist ein Dorf mit 79 Einwohnern (2007) nahe der altmärkischen Kleinstadt Bismark zwischen Hohenwulsch und Kläden. Es liegt im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt und ist Ortsteil der Einheitsgemeinde Bismark (Altmark). Das Dorf ist bislang nur über eine im Ort endende Stichstraße an das Straßennetz angebunden.

Beesewege
Koordinaten: 52° 39′ 25″ N, 11° 37′ 20″ O
Höhe: 46 m ü. NHN
Einwohner: 79 (2007)
Eingemeindung: 1. Juli 1950
Eingemeindet nach: Garlipp
Postleitzahl: 39606, 39629
Vorwahlen: 039089, 039324
Beesewege (Sachsen-Anhalt)
Beesewege

Lage von Beesewege in Sachsen-Anhalt

Kirche zu Beesewege (Oktober 2018)
Kirche zu Beesewege (Oktober 2018)

Unweit des Ortes in südöstlicher Richtung gibt es ein Großsteingrab, dessen Steine 1870 für den Bau der Eisenbahnlinie Bremen–Berlin, der sogenannten Amerikalinie verwendet wurden. Die Grabanlage wurde dadurch fast vollständig zerstört.[1]

GeschichteBearbeiten

Der Ort fand um 1273 seine erste urkundliche Erwähnung als „Bysewede“. Die Kirche wurde um 1261/62 aus Findlingen gebaut und erhielt 1572 ihre erste Glocke. Zudem existiert in diesem Ort am sogenannten "Drillingshof" das bisher als ältestes bekannte Haus aus dem Jahre 1571. Eine Steintafel, die das bestätigt, wurde an der Vorderseite des Hauses in die Hauswand eingearbeitet. Am 16. August 1344 übergibt der Besitzer von Beesewege, Nikolas von Bismarck, den Ort an das Domkapitel von Stendal als Gegenleistung für die Erlaubnis, eine Lateinschule in Stendal zu errichten.[2]

Am 1. Juli 1950 wurde Beesewege in Garlipp eingemeindet. Am 1. Juli 1973 wurde der Ortsteil Beesewege der Gemeinde Hohenwulsch zugeordnet.[3] Mit der Eingemeindung von Hohenwulsch in Bismark (Altmark) am 1. Januar 2010 wurde Beesewege schließlich ein Ortsteil von Bismark (Altmark).

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Eintrag bei www.museen-altmarkkreis.de; abgerufen 1. August 2009
  2. Vogtei Arneburg anno Mo. CCCo XL. S. 94.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, S. 345.