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Costruzione Automobili Intermeccanica

ehemaliger Automobilhersteller
Costruzione Automobili Intermeccanica

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Rechtsform
Gründung 1959
Auflösung 1974
Sitz Turin, Italien
Leitung Frank Reisner
Branche Automobile

IMP 700 GT Coupé von 1961
Apollo 5000 GT
Griffith von 1966
Intermeccanica Italia von 1972
Murena GT von 1969
Intermeccanica Indra
Intermeccanica Squire

Costruzione Automobili Intermeccanica war ein italienischer Hersteller von Automobilen.[1][2]

UnternehmensgeschichteBearbeiten

Frank Reisner und seine Frau Paula gründeten 1959 das Unternehmen North-East Engineering Company in Turin. Später wurde es in Costruzione Automobili Intermeccanica umbenannt. Als Markenname wurde Intermeccanica gewählt. Zunächst fertigen sie Fahrzeugtuningsätze. 1960 begann die Produktion von Automobilen. Der Markenname lautete zunächst IMP für ein Modell. Danach hat Intermeccanica Fahrzeuge für andere Hersteller entwickelt und teilmontiert, wobei die Entfernung zwischen Italien und den US-amerikanischen Partnern oft ein Problem war. 1967 begann die Vermarktung als Intermeccanica. Ab 1973 liefen die Geschäfte schlecht. Am 25. Dezember 1974 wurde das Unternehmen aufgelöst.[3]

Die Familie Reisner wechselte in die USA und gründete dort Automobili Intermeccanica.

FahrzeugeBearbeiten

Formel-Junior-RennwagenBearbeiten

1960 entstand das erste komplette Fahrzeug von Intermeccanica. Es war ein Formel-Junior-Rennwagen mit einem modifizierten Peugeot-Motor. Er stand hinter dem Fahrer vor der Hinterachse. Der Hubraum wurde mit Laufbuchsen und kleineren Kolben auf 1,1 l verringert. Das Getriebe kam von Fiat (Fiat verwendete diesen Typ im Fiat 600), wurde aber wegen des Mittelmotors umgekehrt eingebaut, also mit der Kupplungsglocke nach vorne und der Oberseite nach unten.[4]

IMP 700 GTBearbeiten

Von 1960 bis 1961 gab es den IMP 700 GT mit dem Markennamen IMP (für Intermeccanica Puch). Dies war ein kleines Coupé. Ein Boxermotor von Steyr Daimler Puch trieb die Fahrzeuge an. Der Zweizylinder-Boxermotor mit 80 mm Bohrung, 64 mm Hub und 645 cm³ Hubraum leistete in der Serienausführung 40 PS. Hiervon entstanden 21 Fahrzeuge.[5]

Apollo und Vetta VenturaBearbeiten

Der Apollo war ein zweisitziger Sportwagen. Intermeccanica fertigte das Fahrgestell, die Karosserie sowie die Innenausstattung, wobei die Komplettierung der Autos zumeist beim Turiner Spezialbetrieb Carbondio erfolgte.[6] Die fertigen Autos wurden in die USA geliefert. Dort gab es nacheinander verschiedene Unternehmen, die die Fahrzeuge vervollständigten und unter ihrem Namen anboten. Von 1962 bis 1964 war es International Motorcars (kurz IMC) aus Oakland in Kalifornien mit dem Markennamen Apollo und dem Modell Apollo GT. 1964 setzte Vanguard Motors Corporation aus Dallas in Texas das Projekt unter der Marke Vetta Ventura fort. 1965 orderte die Apollo International Corporation unter Leitung des Rechtsanwalts Stevens weitere Exemplare, für die wieder der Markenname Apollo überliefert ist. Eine Quelle nennt 39 Apollo von IMC, 42 Vetta Ventura und 8 Apollo von Apollo International, in der Summe 89 Fahrzeuge.[7] Eine andere Quelle nennt 88 Fahrzeuge.[2] Überliefert sind 77 zweisitzige Coupés[2][7], ein Coupé mit 2 + 2 Sitzen[7] und 11 Cabriolets.[2][7]

GriffithBearbeiten

Eine überarbeitete Version als Coupé mit 2 + 2 Sitzen entstand 1966 für Griffith Motors aus New York City. Pläne beliefen sich auf 1000 Fahrzeuge. Dennoch entstanden hiervon nur sechs Fahrzeuge.[8]

OmegaBearbeiten

Steve Wilder übernahm das Projekt und vermarktete es unter dem Markennamen Omega. Hersteller war Suspensions International Corporation aus Charlotte aus North Carolina. Im einzigen Produktionsjahr 1966 entstanden 33 Fahrzeuge.[9]

Intermeccanica Torino und ItaliaBearbeiten

Der im März 1967 als Torino vorgestellte Wagen entsprach weitgehend dem Omega. Im Oktober 1967 wurde er nach Einspruch von Ford in Italia umbenannt. Die Produktion lief bis 1973.[10]

Murena GTBearbeiten

Für Murena Motors aus New York City fertigte Intermeccanica den Murena GT. Dies war ein zweitüriger Kombi mit einem V8-Motor von Ford. Hiervon entstanden zwischen März 1969 und März 1971 zehn Fahrzeuge.[11]

Intermeccanica IndraBearbeiten

Nachfolger des Italia wurde der Intermeccanica Indra. Erich Bitter vertrieb die Fahrzeuge in Deutschland. Das Modell wurde zwischen März 1971 und Februar 1975 produziert.[12]

Intermeccanica SquireBearbeiten

In Zusammenarbeit mit Edward Felbin fertigte Intermeccanica ab 1973 den Squire. Dies war eine Nachbildung des Jaguar S.S.100. Auf einen Leiterrahmen wurde eine offene Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff montiert. Ein Sechszylindermotor vom Ford Maverick trieb die Fahrzeuge an. Hiervon entstanden 100 Fahrzeuge: 33 weiße, 32 gelbe, 30 rote und 5 grüne. Eine Hälfte hatte ein manuell geschaltetes Getriebe, die andere Hälfte Automatikgetriebe.[13]

EinzelstückeBearbeiten

1965 entstand auf der Basis eines Ford Mustang ein Kombi für J. Walter Thompson.[14]

Auf Basis eines Chevrolet Corvair gab es 1966 den Phoenix für John Fitch & Co.[11]

Im Juni 1971 entstand auf dem Fahrgestell eines Chevrolet Corvette die viertürige Limousine Centaur. Auftraggeber war ein Doktor Dean.[11]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Costruzione Automobili Intermeccanica – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Harald H. Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8, Kapitel Intermeccanica.
  2. a b c d George Nick Georgano (Chefredakteur): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 116. (englisch)
  3. Andrew McCredie: Intermeccanica. The Story of the Prancing Bull. Veloce Publishing, Poundbury 2010, ISBN 978-1-84584-249-9, S. 119 (englisch).
  4. https://books.google.de/books?id=e_4j6Fnhr0QC&pg=PA28&lpg=PA28&dq=intermeccanica++formel+junior&source=bl&ots=52rBH2lrwq&sig=LbolZgBmDr9-SBCsGeQpQuBb_yY&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiWsZuTyM7fAhWQzqQKHc73A2MQ6AEIOzAJ#v=onepage&q=intermeccanica%20%20formel%20junior&f=false
  5. Andrew McCredie: Intermeccanica. The Story of the Prancing Bull. Veloce Publishing, Poundbury 2010, ISBN 978-1-84584-249-9, S. 39 und S. 165 (englisch).
  6. Alessandro Sannia: Enciclopedia dei carrozzieri italiani, Società Editrice Il Cammello, 2017, ISBN 978-8896796412, S. 161.
  7. a b c d Andrew McCredie: Intermeccanica. The Story of the Prancing Bull. Veloce Publishing, Poundbury 2010, ISBN 978-1-84584-249-9, S. 51 (englisch).
  8. Andrew McCredie: Intermeccanica. The Story of the Prancing Bull. Veloce Publishing, Poundbury 2010, ISBN 978-1-84584-249-9, S. 167 (englisch).
  9. Andrew McCredie: Intermeccanica. The Story of the Prancing Bull. Veloce Publishing, Poundbury 2010, ISBN 978-1-84584-249-9, S. 167–168 (englisch).
  10. Andrew McCredie: Intermeccanica. The Story of the Prancing Bull. Veloce Publishing, Poundbury 2010, ISBN 978-1-84584-249-9, S. 182 (englisch).
  11. a b c Andrew McCredie: Intermeccanica. The Story of the Prancing Bull. Veloce Publishing, Poundbury 2010, ISBN 978-1-84584-249-9, S. 186 (englisch).
  12. Andrew McCredie: Intermeccanica. The Story of the Prancing Bull. Veloce Publishing, Poundbury 2010, ISBN 978-1-84584-249-9, S. 182–186 (englisch).
  13. Andrew McCredie: Intermeccanica. The Story of the Prancing Bull. Veloce Publishing, Poundbury 2010, ISBN 978-1-84584-249-9, S. 112–119 (englisch).
  14. Andrew McCredie: Intermeccanica. The Story of the Prancing Bull. Veloce Publishing, Poundbury 2010, ISBN 978-1-84584-249-9, S. 65 (englisch).