Die Burg Merkingen ist eine abgegangene Höhenburg beim Ortsteil Dorfmerkingen der Stadt Neresheim im Ostalbkreis in Baden-Württemberg.

Burg Merkingen
Großer Felsen im Gewann Burghalde

Großer Felsen im Gewann Burghalde

Burgentyp: Höhenburg, Talrandlage
Erhaltungszustand: Burgstall
Ort: Neresheim-Dorfmerkingen
Geographische Lage 48° 47′ 35,6″ N, 10° 18′ 3,2″ OKoordinaten: 48° 47′ 35,6″ N, 10° 18′ 3,2″ O
Burg Merkingen (Baden-Württemberg)
Burg Merkingen

GeschichteBearbeiten

Alamannische Reihengräber im Dorfmerkinger Gebiet und die Endung -ingen deuten auf ein alamannisches Dorf und einen Anführer mit dem Namen Marko hin. Es ist durchaus möglich, dass die Herren von Merkingen Nachfahren dieses Sippenführers waren.

Die Burg wurde als Stammburg der Herren von Merkingen erbaut. Diese hatten sowohl ein Dorf (Dorfmerkingen) als auch einen Weiler (Weilermerkingen) östlich des Dorfes als Besitz. Die Herren von Merkingen verließen schon früh ihre Burg, um ins Nördlinger Ries zu ziehen.

Die älteste bekannte Person aus dem Ortsadel ist Heinrich von Merkingen, urkundlich erwähnt 1223. Heinrich III. von Merkingen war von 1308 bis 1329 Abt des Kloster Neresheim.

BeschreibungBearbeiten

Die Burg stand im Gewann Burghalde westlich des Dorfes. In diesem Gewann befinden sich großen Felsen des Dossinger Tals, einem der am schroffsten eingeschnittenen Trockentäler des Härtsfelds. Die Burg war vermutlich auf diesen Felsformationen angesiedelt. Weitere Zeugnisse für die Burg sind die Gewanne Vorderes Burgfeld, Hinteres Burgfeld, Burgholz, Hinteres Burgholz und Beim Burgholz. Außerdem gibt es die Straßennamen Burghaldenweg, Burgstraße und Schloßhalde.

LiteraturBearbeiten