Too Much Noise in the Silent Disco

Silent Disco – wo Computer so tun, als ob sie neugierig sind

Der Meedia-Trending-Newsletter nennt jeden Morgen auch den Wikipedia-Artikel mit den meisten Klicks am Vortag. Das war gestern Silent Disco mit 1,2 Millionen Aufrufen. Der Artikel war nicht auf der Hauptseite, und nur im Handelsblatt stand etwas zum Thema. Beim englischen Artikel gab's wenig verdächtige Ausschläge, dafür aber kamen in de.wp alle Aufrufe von Desktop-Plattformen, wie der Aufrufzähler zeigt.

War das ein Bot? Dann wäre er in der Lage, rund 50.000 Anfragen pro Stunde zu generieren. Am Tag zuvor waren es auch schon fast 100.000 Aufrufe; die recht glatten Werte fallen auf. Wenn das Programm an einem Tag ab null Uhr liefe, stünde der zugehörige Rechner also zwei Stunden weiter östlich, horribile dictu in: Russland. Ansonsten liegen in dieser Zeitzone kaum digital aktive Länder. Auch das Stichwort mit "silent" macht stutzig. Ist es ein Code, werden hier mit der Zahl der Aufrufe Anweisungen an Agenten durchgegeben? Wir erinnern uns, dass etwa für terroristische Kommunikationen bereits abgelegene Funktionen von Mailing-Diensten und Spielekonsolen gedient haben, von Zahlensendern ganz zu schweigen.

Eine Relativierung: Wäre hier ein 24-Stunden-Programm bei der Arbeit, müsste der Wert wegen der vorgestrigen 100.000 Aufrufe gestern bei nur 1,1 Millionen Aufrufe gelegen haben. Vielleicht läuft das Programm also noch und endet heute mit 1,1 Millionen. Ob sich aus den aktuellen Aufrufdaten Live-Informationen gewinnen lassen? Wo schon die Russen im Spiel sind: Wir erinnern auch daran, dass ein Silent-Disco-Protest anlässlich von Donald Trumps erstem Besuch in Mar-a-Lago als US-Präsident (Aufruf) wegen zu großen Zuspruchs und der begrenzten Platzverhältnisse abgesagt werden musste. Hinweise auf weitere Verschwörungstheorien, vor allem aber ernsthafte Erklärungen werden gerne umseitig entgegengenommen. Aa, 31.5.

Eröffnung des WikiBärs

Herzlich willkommen im WikiBär!

Nach langer Diskussion zur Gründung eines Community-Raumes in Berlin in Ergänzung der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland lädt die Berliner Community am 9. Juni 2017 ab 18 Uhr zur feierlichen Eröffnung des WikiBärs in die Gartenstr. 92, 10115 Berlin ein. Im vergangenen Jahr haben sich mehrere Berliner Gruppen mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland auf die Suche nach einer eigenen Werkstatt getreu dem Vorbild der anderen Aktiven in Bremen, Hamburg, Hannover, Köln, München, Stuttgart, Ulm und andernorts gemacht. Eine fanden sie im Stadtteil Wedding (der Kurier berichtete), eine andere nun am Berliner Nordbahnhof. Offen steht der Raum allen, die an den Wikimedia-Projekten oder in anderen Initiativen für Freies Wissen aktiv sind, sei es für regelmäßige Veranstaltungen, sei es für einmalige Treffen. Seid herzlich willkommen, sprecht uns einfach an!

Vor dem Einzug.

Wie auch an anderen Orten musste der Raum erst einmal benutzbar gemacht werden. Für das WikiBär hieß das, neben Entrümpelung von Dingen der vorherigen Mieter, eine Komplettsanierung mit Malern, Putzen und einer Neuausstattung mit einigen Mobiliarspenden von Wikimedia Deutschland. So stehen den Benutzerinnen und Benutzern zwei größere Veranstaltungsflächen zur Verfügung, eine mehr mit Arbeitsatmosphäre, eine gemütlicher. Letztere ist auch über eine Rampe per Rollstuhl zu erreichen, leider gibt es jedoch keine barrierefreie Toilette. Ein Arbeitszimmer sowie das Fotostudio sind noch in Planung, Küche und Hof runden die Räumlichkeiten ab (siehe Fotos auf Wikimedia Commons). Und auch die Feuertaufe wurde schon überstanden: Die Jury des 26. Schreibwettbewerbs hat im vergangenen Monat erfolgreich im WikiBär getagt. Seitdem nutzen wir neben einigen noch nötigen Organisationstreffen die Räumlichkeiten zweiwöchentlich für weitere Offenes-Editieren-Termine und monatlich zum Berliner Pendant des tollen Wikipedia-spielt-…-Projektes.

Unterer Arbeitsbereich.

Nun ist es also an der Zeit, die offizielle Einweihung der Räumlichkeiten auch gebührlich mitzufeiern. Am Vorabend des Wikimania-Vortreffens, zu dem schon viele Community-Mitglieder nach Berlin anreisen werden, freuen wir uns nun darüber, mit den lokalen Wikipedianerinnen und Wikipedianern aus Berlin und den anderen Räumen und Büros, Wikimedia Deutschland, der Nachbarschaft, anderen Organisationen der Free-und-Open-Bewegung, allen Interessierten und der hiesigen Community zusammen die offizielle Einweihung zu feiern. Um uns die Planungen zu erleichtern, tragt euch bitte hier ein. Für die Teilnahme kann bei Wikimedia Deutschland oder einem anderen Chapter die Erstattung der Reisekosten beantragt werden.WikiBär, 30.5.

Altes Haus, was nun? Zwischen Wollen und Können

Kurz und gut, der vorstehende Titel leitet nicht etwa eine Zustandsbetrachtung der Wikipedia-Community in Zeiten des Postwachstums und Autorenschwunds ein ...,

... sondern er ist das Motto des „85. Tags für Denkmalpflege“, der am Sonntag, dem 18. Juni 2017 im niedersächsischen Oldenburg (Oldb) stattfindet. Veranstalter sind das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege und die Stadt Oldenburg. Neben einem Podiumsgespräch über „Anspruch und Wirklichkeit heutiger Denkmalpflege“ wird ein „Markt der Möglichkeiten“ angeboten. Die Besucher können sich an rund 20 Ständen von Vereinen, Verbänden und Initiativen über das breite Spektrum der Denkmalpflege informieren und sind zum „Anfassen, Mitreden und Mitmachen“ eingeladen. Musik und Imbissstände runden das Programmangebot ab. Der Eintritt ist frei.

Wikipedia wird sich auf Einladung der Veranstalter an dem Info-Markt beteiligen und mit einem Stand in der bau_werk-Halle vertreten sein. Wikipedianer und Mitarbeitende von Wikimedia Deutschland (WMDE) werden dort aufzeigen, dass Denkmalpflege auch in der digitalen Welt zu Hause ist, und wollen dort sowohl über Wikipedia und deren Schwesterprojekte als auch über den Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments informieren.

>> Weitere Infos finden sich hier: Wikipedia:85. Tag für Denkmalpflege in Oldenburg

Vom Wollen und Können zum Anfassen, Mitreden und Mitmachen – heraus am Tag für Denkmalpflege und auf nach Oldenburg! An dem Wikipedia-Infostand in der bau_werk Halle sind sowohl weitere Mithelfer*innen als auch interessierte Besucher*innen herzlich willkommen!
(Jo., 30.05.)

Vorankündigung: Oktober GLAM-on-Tour in Fürstenberg

Uhrengehäuse aus Fürstenberger Porzellan, um 1760

Wie bereits 2013 mit Römern & Germanen und 2014 mit dem 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges in Braunschweig geschehen, so werden sich auch 2017 wieder Wikipedianer zu einem „GLAM-on-Tour“ treffen. Diesmal aber nicht direkt in Braunschweig, sondern im Museum Schloss Fürstenberg (MSF) in Fürstenberg im Weserbergland, wo wir uns ein Wochenende lang dem Thema Porzellan(herstellung) im Allgemeinen und der berühmten, 1747 gegründeten Porzellanmanufaktur Fürstenberg im Besonderen widmen werden. Termin ist das Wochenende 6. bis 8. Oktober. Die Planungen laufen gerade an, Details folgen. Eine unvollständige Liste bereits bestehender und noch fehlender Artikel zum Themenbereich ist (vielleicht eine „Inspirationshilfe“) hier einzusehen: Desiderata Museum Schloss Fürstenberg. Für unser kombiniertes Wikipedia-MSF-Wochenendereignis im Oktober suchen wir also mal wieder: Autoren, Fotografen, Historiker, Literatur- und Kunst-Interessierte, Engagierte, Begeisterte, Helfer und natürlich … Wikipedianer aus nah und fern! Also: Stay tuned and save the date! BS, 27. Mai

POTY 2016: Natur gewinnt

Jedes Jahr wird auf den Wikimedia Commons, dem zentralen Medienspeicher für alle Wikimedia-Projekte, das „Bild des Jahres“ (Picture of the year, POTY) gewählt. Grundlage für Wahl waren die 1475 ausgezeichneten Medien-Dateien des Jahres 2016. In der ersten Runde schickten 2553 Abstimmende die 30 bestplazierten und von jeder der 25 Kategorien die besten zwei in die zweite Runde. Aus den 58 Finalisten wurden nun durch 3625 Wählerinnen und Wähler die besten Bilder 2016 ermittelt, und der Gewinner mit 615 Stimmen ist Colin mit einem Foto von Jubilee und Munin, zwei der Tower-Raben. Hier das Gewinnerbild und die weiteren fünf Besten:

Danke an alle, die mitgemacht haben! mh, 23.5.

Der Brückenschlag zu Fribourg/Freiburg

Gutenberg im Museum

Vor drei Wochen war die Reihe GLAM on Tour zu Gast im Gutenberg Museum in Freiburg im Üechtland. Das Museum, das nach dem Erfinder des modernen Buchdrucks benannt ist, bildete nach dem Kirchner Museum Davos die zweite Station in der Schweiz. Knapp 20 Teilnehmer haben sich angemeldet. Für die Veranstaltung an der deutsch-französischen Sprachgrenze sah WMCH vor, dass sie erstmals zweisprachig abgehalten werden sollte. Dies konnte am Wochenende vor dem 1. Mai in die Tat umgesetzt werden, auch wenn es nicht ganz einfach war.

Direktor Stefan Ledergerber führte unsere Gruppe am Freitagabend durchs Museum und so auch durch die Druckgeschichte der letzten Jahrhunderte. Er verdeutlichte beispielsweise, dass Schrift und Bild zu unterschiedlichen Drucktechniken geführt haben. Im obersten Stock warteten neben den Schweizer Banknotenserien eine Originalseite aus der Gutenberg-Bibel und ein Exemplar der Froschauer-Bibel, das vom Museum zur Digitalisierung während der Veranstaltung freigegeben wurde. Am folgenden Tag durften wir im Atelier im Untergeschoss einige Maschinen im Betrieb erleben und mit vorhandenen Lettern aus dem Setzkasten Bleibuchstaben gießen, die beim Bedrucken eines Souvenirs zum Einsatz kamen.

Bruno Jehle mit der Froschauer-Bibel

Währenddem baute Bruno Jehle, ein gelernter Lithograf und heutiger Digitalisierungsprofi, seine Digitalierungsstation im Museum auf, um das 500-seitige, reformatorische Werk aus dem 16. Jahrhundert Seite für Seite zu scannen. Damit für die ihm wichtige Qualität der Aufnahmen gesorgt war, boten ihm Wikipedianer etwas Unterstützung an.

In der Außenstelle der Kantons- und Universitätsbibliothek Freiburg wurde uns ein Arbeitsraum für das Schreiben an Wikipedia-Artikeln zur Verfügung gestellt. Angelegt wurde unter anderem eine Liste der Inkunabeldrucker sowie etliche Biografieartikel zu Männern und Frauen der Druck- und Kirchengeschichte. Einige davon wurden sodann in unserer mehrsprachigen Gruppe ins Französische oder gar ins Katalanische übersetzt. Zur Vertiefung des Themas hielt der Kirchenhistoriker Mariano Delgado am Samstag einen Vortrag über Petrus Canisius und die Anfänge des Freiburger Buchdrucks. Der niederländische Gelehrte aus dem Jesuitenorden ließ viele geistliche Bücher, aber auch Berichte über Entdeckungen in fernen Ländern drucken. Ein wichtiger Buchdrucker vor Ort war in jener Zeit Abraham Gemperlin.

Im Sterbezimmer des Petrus Canisius

Am Sonntagnachmittag konnten wir uns auf der Stadtführung längere Zeit im von Petrus Canisius errichteten Kollegium St. Michael und seiner barocken Kirche umschauen. Von dort ging es weiter zur Franziskanerkirche und zur Kathedrale. Die Gegenreformation vor über 400 Jahren hat die Stadt Freiburg zu einer Hochburg des Schweizer Katholizismus gemacht, was sie bis heute trotz Abstrichen durch die gesellschaftliche Säkularisierung geblieben ist: Neben der einst einzigen katholischen Universität der Schweiz gibt es in der Stadt noch viele Klöster, den Sitz der Bischofskonferenz und der katholischen Medienagentur, und auch die Pilgerherberge am Jakobsweg, in der wir übernachtet haben, gehört dem Jesuitenorden. Selbst Pierre Kaelin, der musikalische Erfinder eines Playbackgeräts, auf dessen Werk wir in den Lagerräumen der Bibliothek stießen, war selbstverständlich ein Geistlicher.

Gruppenfoto

Die Stadtführung führte auch zu den Brücken über die Saane. So wie die mittelalterliche Bernbrücke an der Flussbiegung hat auch die anstelle einer gewaltigen Hängebrücke errichtete Zähringerbrücke weitgehend ausgedient. Der Autoverkehr rollt seit 2014 über die Poyabrücke weiter nördlich. An drei Tagen hat die GLAM on Tour nach Freiburg ebenfalls mehrere Brücken geschlagen: Sie verband Wikipedia und zwei GLAM-Institutionen, Deutsch und Französisch, Katholizismus und Reformation, Schweiz und Deutschland, Männer und Frauen, Print und Online sowie Text- und Bildwelten. Pkh, 19.5.

Was ihr den Geist der Zeiten heißt......

Es gibt zwei Sätze die finden sich irgendwann in jeder nur etwas längeren Diskussion auf Wikipedia:

1) "Wir schreiben hier eine Enzyklopädie"

2) "Wir bilden nur gesichertes Wissen ab."

Klingt erstmal gut! Wenn ich mir aber beispielsweise die Diskussion über, und hier wird es sehr prominent, "Heldenbilder", die Darstellung von "Fliegerassen" oder über zeitgenössische Politiker, seien es AfDler oder ehemalige Stasi-Mitarbeiter, "Verschwörungstheoretiker" anschaue, aber auch die ganzen Relevanzkriterien für egal was, seien es Wirtschaftsunternehmen oder Pornosternchen, eigentlich überall, dann beschleicht mich das Gefühl, dass zunächst erstmal wieder innerhalb der deutschen Wikipedia Einigung erzielt werden müsste, was für eine Art Enzyklopädie Wikipedia denn sein soll!

Egal wie man diese Frage beantwortet – Als Designgrundsatz gilt dann: Die Form folgt der Funktion. Schreibt man an einer Enzyklopädie, die kurz und kompakt bspw. die wichtigsten Daten und Stationen zu einer Person liefert, oder beschreibt man prosaisch, in epischer Breite den Lebensweg und was sein Lieblingsessen war? Ersteres hat den Charme Interpretationsspielräume, über das was enzyklopädisch ist, zu minimieren und bietet etwas weniger Angriffsfläche für politische-weltanschauliche-genderische-philosophische-missionarische Manipulationen, letzteres ist für einen Leser, wenn er daran Interesse hat, spannender und bietet umfassendere Informationen – und dazwischen gibt es Mischformen.

In allen Fällen ist der Satz 2) von oben relevant – das Abbilden gesicherten Wissens. Ein Geburtsdatum ist in der Regel unstrittig und ein objektivierbares Faktum. Das gilt allerdings nicht, wenn es bspw. um die Zuordnung von Personen zu politischen Meinungen/Lagern geht. Auch die Einordnung historischer Ereignisse/Personen in einen geschichtlichen oder politischen Rahmen ist in erster Linie eine Interpretation und nicht gesichertes Wissen. Ob jemand in einer Partei ist, lässt sich (in der Regel) leicht feststellen, ist objektivierbar. Die politische Einordnung als linksextrem oder Rechtspopulismus dagegen schon wesentlich schwieriger und stark von Rahmenbedingungen und von den Interpretierenden/Zuordnenden abhängig. Das einzige Gesicherte ist daran, dass das irgendjemand mal irgendwo kundgetan hat, sei es mündlich oder schriftlich. Und ich glaube es ist wichtig sich dieses immer wieder vor Augen zu führen, damit man beim Schreiben und Diskutieren eines Artikels nicht in eine unnütze Eigener-Standpunkt-Falle tappt. Kann ich wirklich als gesichertes Wissen bspw. annehmen, dass jemand ein linksextremer, lesbischer Hassprediger ist oder gibt es Personen/Gruppen die ihn als solchen bezeichnen.

Und diese Frage nach "Was ist gesichertes Wissen" und damit verknüpft was und wie kann ich solches in einer Enzyklopädie darstellen, bringt mich dann wieder zu der Frage was für eine Art soll es denn sein? Reine Faktendarlegung oder gleich die Interpretation/Zuordnung mitliefern, ein Geschichtsbuch, ein Aufklärungsbuch, ......? Und damit schließt sich für mich der Kreis, den man nach meiner Meinung nur durchbrechen kann, wenn man diese Frage beantwortet, da sich das weitere daraus ergibt: "Welche Inhalte sind zulässig und wie werden diese dargestellt?" Neben inhaltlichen Fragen wird der formale Aspekt mit behandelt. (IP, 16.05.)

Öffentlich-rechtlich produzierte Inhalte verfügbar machen

In Deutschland existieren bisher kaum freie Inhalte öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten, obwohl zumindest die Eigenproduktionen der Sender durch die Allgemeinheit finanziert sind. Durch Freigabe von Inhalten könnten zum Beispiel Wikipedia-Artikel zu historisch relevanten Ereignissen durch entsprechende Dokumentationen oder Bilder ergänzt und die Themen auf diese Weise multimedial dargestellt werden. Derzeit findet sich schon einiges Material bei YouTube und anderen kommerziellen Diensten, aus rechtlichen Gründen aber nicht in vergleichbarem Maße auch bei Wikimedia Commons.

Wikimedianerinnen und Wikimedianer, die besonders auf der letztjährigen WikiCon daran Interesse bekundet hatten, und Mitarbeitende von Wikimedia Deutschland haben zuletzt gemeinsam daran gearbeitet, bei den Rundfunkanstalten mehr freie Inhalte einzufordern. Dabei geht es nicht darum, dass die Anstalten beliebig Inhalte auf Wikimedia Commons abladen oder dergleichen, sondern dass sie diese möglichst in ihren eigenen Mediatheken oder gegebenenfalls einer eigenen separaten Plattform frei lizenziert und in bearbeitbaren Formaten allen und damit auch den Wikimedia-Projekten zur Verfügung stellen. So können dann die Autorinnen und Autoren auswählen, ob etwas davon für WP-Artikel geeignet ist.

Wir stehen mit Sendern im Gespräch, denen konkrete Verbesserungsmöglichkeiten sehr helfen würden, die Inhalte auch tatsächlich freizugeben. Das soll über eine Art Wunschliste der Community geschehen, die deutlich macht, welche Wikipedia-Artikel beispielsweise von Videos oder Standbildern profitieren würden. Es geht also um eine Liste von Inhalten, die sich besonders gut für eine Ergänzung von Artikeln und zur Anreicherung des Freien Wissens allgemein eignen würden, je konkreter desto besser. Ein Beispiel für die Liste könnte das Video Wie funktioniert die Sozialwahl? (ab 0:20) für den Wikipedia-Artikel zum Thema Sozialwahl sein.

Auf einer Unterseite von Kurt Jansson findet sich bereits eine Liste, die als Inspirationsquelle dient und gern erweitert werden soll, wie er uns mitgeteilt hat. Daher wollen wir dort erst einmal die gemeinsame Sammlung starten und dann später je nach Bedarf weiterentwickeln. Außerdem hat das WikiProjekt Videos eine Liste mit Wünschen für Videos erstellt und auch die Redaktion Film und Fernsehen ist sicherlich eine gute Ansprechpartnerin. Mit einer letztendlichen Liste von 50 bis 80 Wikipedia-Artikeln wären wir gut aufgestellt, um zunächst am 09.06.2017 beim Plenum des ZDF-Fernsehrats in Mainz konkret Inhalte einzufordern, die wirklich sinnvoll sind.

Beispiele für TV-Formate, die aus unserer Sicht für Wissensprojekte geeignet sein könnten, wären zum Beispiel Sendungen wie #kurzerklärt (ARD), Die Sendung mit der Maus (ARD) bzw. Bibliothek der Sachgeschichten (ARD), Leschs Kosmos (ZDF), ZDF History (ZDF), Terra X (ZDF), Quarks & Co (WDR), Faszination Wissen (BR), MDR Zeitreise (MDR), Planet Wissen (WDR, SWR, BR)...

Rückfragen gerne per Mail an politik@ – at-Zeichen für E-Mailwikimedia.de. AO(WMDE), 15.5.

Gedenken an Ulrich Waack

Am 11. April 2017 verstarb im Alter von 76 Jahren unser Mitautor Ulrich Waack. Mit seinem Berliner Geburtsbezirk Berlin-Tempelhof blieb er sein ganzes Leben über als Bewohner verbunden. Dennoch saß er nicht Zeit seines Lebens im stillen Kämmerlein. Er bereiste die Welt und sah viele exotische Orte, auch schon zu Zeiten, als das noch nicht so normal war wie heute. Seiner Heimat blieb er dennoch immer verbunden, verband Bodenständigkeit und Fernweh in einer Person.

1983 mit Adriaan von Müller (links)

Ulrich machte zunächst eine „normale“ Berliner Karriere. Der Sohn des Ingenieurs und Fotopioniers Fritz G. Waack wurde durch die Nachkriegszeit geprägt. Sein Abitur legte er am renommierten Askanischen Gymnasium ab. Im Alter von 18 Jahren begann er eine Karriere als Beamter in der Berliner Stadtverwaltung, die er bei seiner Pensionierung 1998 als Oberregierungsrat in der Berliner Senatsjugendverwaltung verließ, wo er am Ende für die Durchführung der Berliner Verwaltungsreform verantwortlich war. Doch der Ruhestand sollte zum Unruhestand, ja zu einer zweiten Karriere werden. Interesse an der Vergangenheit Berlins und seines Umlandes hatte Ulrich schon immer. Doch nun begann er ein Studium der Mittelalterlichen, Neuen/Neuesten sowie Ur- und Frühgeschichte an der Humboldt-Universität. 2004 schloss er sein Studium mit der Erlangung des Magistergrades ab. Seine Abschlussarbeit Bauliche Merkmale der mittelalterlichen Dorfkirchen auf dem Barnim als Quelle der Siedlungsgeschichte. Ein Versuch zur Verifikation der Drei-Streifen-These von Rolf Barthel (1982) war von so hoher Qualität, dass sie wenig später unter dem Titel Kirchenbau und Ökonomie in der Reihe Kirchen im ländlichen Raum im renommierten Berliner Lukas-Verlag erschien. Zu zwei weiteren Bänden der Reihe steuerte er weitere Beiträge bei. Seit 2007 war er auch Mitarbeiter der Wikipedia, wo er sich insbesondere dem Berlin-Brandenburgischen Mittelalter widmete. Da er hohen Maßstab an die Qualität legte, war die Mitarbeit für ihn nicht immer leicht, und mehrfach war er nahe daran an unserem Projekt zu verzweifeln. Doch immer wieder schluckte er seinen Frust zum Wohle des Wissens herunter und machte das was er am besten konnte – er machte unser Projekt besser.

Ulrich war kein Berliner Stammtischler. Doch war er ab und an bei Wikip/media-Veranstaltungen, wenn diese mehr als nur Geselligkeiten beinhalteten. So war er beispielsweise bei der Book-release-Party des 10-Jahre-Wikipedia-Jubiläumsbuches, zu dem er auch einen Beitrag beigetragen hatte, der jedoch nur online und nicht in der Druckfassung veröffentlicht wurde. Darüber hinaus stand er als Zeitzeuge für die Berliner Geschichte Rede und Antwort, war Mitglied der Zeitzeugenbörse. Ein Teil seines Schatzes an in der Welt aufgenommenen Bildern veröffentlichte er in der Fotocommunity, andere, etwa von seinen akademischen Lehrern oder anderen bedeutenden Archäologen und Historikern (etwa Winfried Schich, Laurenz Demps, Eike Gringmuth-Dallmer, Adriaan von Müller) spendete er Wikipedia.

Und wieder ein verlorener Freund, ein überaus fachkundiger Mitautor und engagierter Berliner, den wir schmerzlich vermissen werden.MC 10.05.17

Probleme mit Nazi-Heldenbildern

für den 8. Mai

Hitler posiert als Redner im Atelier seines Fotografen Heinrich Hoffmann. Propagandapostkarte vom August 1927 (Bild mit unserer passenden Bildunterschrift aus unserem Artikel Adolf Hitler; die Modifikationen an der Bildbeschreibung zeigt ein typisches Problem bei historischen Bildern)

Beim Betrachten von NS-Militärbiographien in Wikipedia stolpert man unweigerlich über Propagandabilder, deren Bildbeschreibung, Bildunterschrift, Verwendung, Quellangaben und Urheberrecht politisch, historisch und faktisch zweifelhaft sind. Eine Reihe der Bilder stammt von Hitlers "Leibfotograf" Heinrich Hoffmann. Eine Minimalkennzeichnung als Propagandabild wird oft durch eine "Mehrheit" auf der Diskseite des Artikels behindert: Das ist erstmal nur ein Porträtfoto (Q-ß), Eine Porträtfotografie ist keine Propaganda (Oltau), Muss man echt jetzt schon solche normalen Fotos politisieren? (Label5), Keine Propaganda erkennbar ... (alles aus einer Diskussion um einen NS-Kriegshelden)

Hoffmann, seit Begründung der NSDAP 1920 Mitglied, baute die Firma "Heinrich Hoffmann – Verlag nationalsozialistischer Bilder" mit der Abteilung "Presseillustration" auf, die aufgrund ihrer Sonderstellung im Dritten Reich zu einem Großunternehmen mit 300 Beschäftigten und Millionenumsätzen heranwuchs. Hoffmann hatte mit seiner "fotografischen und verlegerischen Tätigkeit einen entscheidenden Anteil am Auf- und Ausbau der NS-Propaganda." Dazu gehörten auflagenstarke Postkartenserien und Bildbände.[2] Seine Bilder wurden nach der "Machtergreifung" zu Staatspropaganda. Hoffmann – der bei Hitler eine Schutzfristverlängerung für Fotografien erreicht hatte – verstarb 1957, seine Nutzungsrechte erlöschen nach der heutig gültigen Regelung am 1. Januar 2028. Fotografien von ihm können bis dahin nach meiner Auffassung weder das Bundesarchiv (oder die Bayerische Staatsbibliothek die eine umfangreiche Hoffmann Sammlung hat) noch ein anderes Archiv unter einer freien Lizenz herausgeben, wenn sie die entsprechenden Rechte nicht eigens erworben haben. Auch die Angabe „Fotograf unbekannt“ hilft da nicht.

Aus meiner eigenen Erfahrung u.a. als ehemaliger Betreuer eines historischen Bildarchivs und als Nutzer des Bildbestands des Bundesarchiv kann ich sagen, dass nicht nur die Urheberrechtslage generell nicht einfach ist. Ein ideales Bild – ein Abzug, das Negativ blieb fast immer auch als Rechtenachweis beim Fotografen – hat auf der Rückseite den Stempel des Fotografen und eine gültige Adresse, wie dieser zu erreichen ist. Verträge zwischen Fotograf und Bildkäufer sind nahezu nie verfügbar. Im Falle des Falles kann man aus Archivsicht einen Archivkunden, der sich ein Bild für eine Publikation wünscht, an den Fotografen weiterreichen. Das Archiv ermöglicht dann nur das Auffinden des Bildes – das ist seine Aufgabe –, bleibt aber rechtlich außen vor, was den Archivkunden nicht voll befriedigt. Allein die Sicherung des Bildes für die Nachwelt ist aus Archivsicht schon ein Gewinn, die Nutzbarkeit eines einzelnen Foto durch "Kunden" dagegen von nachgeordneter Bedeutung. Zum Idealfall gehören auch eine hinreichend gute Bildbeschreibung mit Datierung und Bezeichnung der abgebildeten Personen sowie eine Dokumentation der Provenienz. Nur ist der Idealfall eher selten, wie auch ein Blick in die Bildbeschreibungen aus dem Bundesarchiv zeigt. Je besser die technische Qualität und je bedeutender oder seltener oder wichtiger das Motiv sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass so ein Bild ohne die ideale Dokumentation einer Bildsammlung hinzugefügt wird, die ggf. in ein Archiv übernommen wird oder bereits Teil eines Archivs ist.

Was sind Bilder?

Geschichtswissenschaftlich sind Bilder Quellen wie andere Quellen auch: sie haben einen Kontext, einen Autor, sie lassen sich in Typen einteilen, sie sind aus bestimmten Intentionen beauftragt, erstellt, genutzt, eventuell gefälscht bzw. verfälscht und überliefert worden. Bilderinterpretationen und Verwendungsweisen der Bilder unterliegen dem historischen Wandel. In unserem Kontext als ein typischer Fall: Das etwa von Hoffmann erstellte Propagandabild für eine eigens inszenierte Propaganda(dauer-)veranstaltung (Verleihung eines Ordens/Darstellung des Ordensempfängers) landet mit einem Freigabedatum bei einem Bilderdienst des Dritten Reiches, es wird dann in der Presse für die Kriegspropaganda nach Anweisung verwurstet und parallel für Propagandapostkarten oder Propagandaliteratur genutzt. Nach dem 8. Mai 1945 landet das Bild (b. z. w. ein Abzug aus dem NS-Umlauf) etwa auf Grundlage der Beschlagnahme des Bildarchivs des vormaligen NS-Verlages bei der staatlichen DDR Nachrichtenagentur ADN/Zentralbild, um schließlich 1989 ff. im Bundesarchiv (allein dieser Bestand hat 5,5 Millionen Motive) anzukommen.

Wenn aber Bilder Quellen sind, nicht nur im wikipedianischen, sondern auch im geschichtswissenschaftlichen Sinne, so fallen NS-Bilder eindeutig unter diesen Hinweis: Quellen, deren Neutralität berechtigt angezweifelt werden kann (z. B. Aktivisten, Unternehmen, Interessengruppen, Konfliktparteien), sind in Wikipedia nur in den seltensten Fällen als Quelle geeignet. Und ihre Nutzung ist nicht nur die Nutzung von Quellen, sondern ein umfangreiches Vollzitat. Dafür aber gilt: Direkte und indirekte Zitate aus solchen Quellen müssen sorgfältig überprüft und dürfen keinesfalls unreflektiert übernommen werden.(Umgang mit parteiischen Informationsquellen). In der Praxis ist von Reflektion nur selten etwas zu spüren, ganz im Gegenteil.

Bilder aus dem Bundesarchiv haben einen Rand, der Herkunft und Bildsignatur bestätigt. Leider gibt es in WP die Unsitte diesen "hässlichen"/störenden Bildrand zu entfernen, um ein reines Bild zu erhalten. Bei einer schriftlichen Quelle würde das dem Entfernen von Autor und Buch, aus dem es entnommen wurde, entsprechen und wäre ein grober Verstoß gegen die Grundprinzipien im Umgang mit Quellen. Diese Art des Umgangs mit ihnen ist ein wichtiger Fingerzeig auf die Rolle, die Bildern in WP zukommt. Sie dienen einer oberflächlichen Illustration, haben Dekorfunktion und werden nicht als zusätzliche visuelle Quelle verstanden. Das ist dem enzyklopädischen Anspruch entgegengesetzt. Beließe man diesen Rand grundsätzlich am Bild würde er Quellcharakter des Bildes unterstützt und beim Betrachten des Bildes im Artikel wäre sofort – im Gegensatz zum Import einer dubiosen und unsicheren Internetquelle – die sichere Überlieferung bezeugt und damit die Qualität gesichert.

Warum Bilder nutzen?

Was versprechen wir uns, wenn wir einen biographischen Artikel mit einer fotografischen Quelle versehen, wobei offensichtlich Porträts bevorzugt werden? Wikipedia:Artikel illustrieren nennt verschiedene Voraussetzungen, u.a. Die Bebilderung eines Artikels sollte immer dem besseren Verständnis des Textes dienen, nie allein der Zierde. Das ist schon mal eine vernünftige Ansage, die übrigens gegen die Unsitte der "Einblendung" von Autogrammen spricht. Spezifiziert wird sie durch verschiedene weitere Texte, etwa:

  1. Das Bild veranschaulicht mindestens einen für das Thema des Artikels wesentlichen Aspekt.
  2. Das Bild zeigt möglichst viele zentrale identitätsstiftende Merkmale des Sachverhalts auf mustergültige Weise. Dies sind Merkmale, die für den Gegenstand des Artikels wesentlich sind und ihn eindeutig von allen ähnlichen Gegenständen unterscheiden.

Was aber lässt sich mit einem Porträt veranschaulichen? Zunächst einmal: nichts. Ein Gesicht, ein wenig Kleidung, etwas Hintergrund sind nichts, was eigentlich irgendeinen höheren Informationswert hat und zum Verständnis der Biographie beiträgt. Ein Text mit "hatte zwei Augen, einen Mund und eine Nase mitten im Gesicht, trug Uniform und NS-Auszeichnungen" ist nichtssagend und hat auch visuell keinen relevanten Aussagegehalt. Auch als Quelle für Auszeichnungen oder Rang taugt es nicht, da das Tragen von Auszeichnungen noch keine Beweiskraft hat und die Identifikation der Person über die (überlieferte) Bildbeschreibung erfolgt. Ich vermute daher, dass der Sinn der Porträts jenseits des Faktischen liegt, in einem tradierten sozusagen magischen Verständnis von Porträts. Wir meinen, aus dem Bild etwas lesen zu können, was unklar und unausgesprochen bleibt. Die Unterschriften (teils echt, teils gedruckt oder mit einem Namensstempel aufgebracht) der NS-Helden auf einem Teil der Postkarten, der heute auch den monetären Wert bestimmt, liefert einen Hinweis auf die ursprüngliche Bedeutung. Es verwandelte ein billiges Stück Massenpropaganda in eine Art Berührungsreliquie. Und diese Unterschriften verweisen auch darauf, dass es sich nicht um Fotos mit überwiegend informativen Charakter handelt.

Und natürlich macht es einen Unterschied, welches Bild wir von einer Person nutzen. Hier zwei Bilder der gleichen Person: Josef Dietrich SS-Kommandeur, Ritterkreuzträger und Kriegsverbrecher. Das Foto von 1944 zeigt ihn als inszenierten Nazihelden, in gewisser Weise überzeitlich entrückt, heroisch. Anders dagegen das Foto von 1946: ein nicht untypisches Verbrecherbild, das nicht an der Darstellung der Person, sondern an der Abbildung von für die Identifikation notwendigen Merkmalen orientiert und tatsächlich ein amtliches (Wink mit Zaunpfahl!) Werk ist. Ähnlich auch bei anderen NS-Militärs wie Gerd von Rundstedt.

Nun, zu fragen wäre, welches Bild zeigt Josef Dietrich „richtig“? Welches ist repräsentativ für seine Person? Wenn beide Bilder die gleiche technische Qualität haben, welches wäre oben in der Einleitung zu bevorzugen? Bewerten wir nicht eine Person, indem wir statt des Bilds eines Kriegsverbrechers in Haft ein NS-Propagandabild auswählen, die Propagandafunktion ignorieren und das dann als repräsentativ behaupten? Ist für die Einleitung bei solchen Personen das Verbot von Theoriefindung aufgehoben? Oder wäre es nicht der bessere Weg, sofern man eines oder beide Bilder nutzen möchte – es geht ja um eine Erhöhung des Informationsgehaltes und nicht um Verzierung –, das Propagandabild statt wie bisher in der Einleitung im Abschnitt zur NS-Biographie – wo auch die Propagandafunktion der Person darzustellen wäre – zu verschieben, parallel das Verbrecherbild auf dem Zeitniveau 1946 zu nutzen und auf ein („überzeitliches“) Einleitungsbild ganz zu verzichten? Damit wäre nicht nur der Zusammenhang zwischen Text und Bild enger, sondern die Umstände und die Funktion, unter denen jeweils das Bild entstanden ist, könnten in der Bildunterschrift und im Artikeltext ausreichend beschrieben werden. Eine von den WP-Regeln nicht gedeckte Verzierung wie bisher hätte sich in die Nutzung von zwei Quellen verwandelt. Das gilt natürlich, zweites Beispiel in der Galerie, auch für von Rundstedt und sicher zahlreiche weitere Bilder in Biographien von NS-Militärs, wo ebenfalls ein Propagandabild mutmaßlich vorhandenen Verbrecherbildern oder zivilen Bildern vorgezogen wird.

Zurück zu Hoffmann

Von Hoffmann, bzw. von seiner Firma gibt es auch eine Postkartenreihe mit ausgezeichneten Kriegshelden (Ritterkreuzträgern) über eines der Bilder – mittlerweile wegen einer ungeeigneten Quellenangabe ("Archiv des Wehrgeschichtlichen Ausbildungszentrums der Marineschule Mürwik") gelöscht – stieß ich auf die Reihe. Die Bildreihe trägt Bezeichnungen von R 1 bis R 200. Sie erinnern irgendwie an die bekannten Sammelfußballbilder, hatte aber natürlich nicht nur den harmlosen Verkaufszweck. Im Internet hier [3], [4], [5] kann man einen Überblick auf diese Bildreihe bekommen. Wer nicht soweit klicken möchte, auch WP/Commons bietet z.T. ungekennzeichnet einige Bilder aus der Hoffmannschen Propagandabildserie über Ritterkreuzträger.

Beispiele Hoffmannscher Propagandapostkarten (A-Z)

Nur im Artikel zu Marseille weist die Bildunterschrift auf die Herkunft des Bildes aus der NS-Propaganda hin, keine Bildunterschrift verweist auf den Fotografen oder darauf, dass es sich um Propagandapostkarten handelt, obwohl Schriftzüge und Unterschriften dieses deutlich zeigen.

Beispiele aus anderen Propagandabildserien

Hoffmann war nicht konkurrenzlos, etwa auch der Scherl-Verlag, der Röhr Verlag, das Oberkommando des Heeres, die Verlage Steininger, Schlimmer, Dehler, [6] gaben Propagandabildserien heraus. Hinzu kamen weitere günstige Propagandamittel, die z.T. auch Bilder nutzten (Ähnlich dieser Heftreihe gibt es auch eine Heldensoldatenserie).

Schaut man sich die Bilder an, sind sie durchweg uniform: Der Abgebildete sieht meist frontal in die Kamera, der Bildausschnitt ist auf Kopf, Kopfbedeckung/Haare und Brust beschränkt, schon die Schultern sind abgeschnitten. Die Helden tragen Uniform, sie sind in einem neutralen zivilen Umfeld abgebildet. Zentral ist das Ritterkreuz am Hals. In der Realität war Hoffmann in das Verleihungsprozedere integriert, das Fotografien gehörte zum Ritual, die Funktionalisierung für die Propaganda war Teil des Verleihungsgrundes. Von Hoffmann – jenseits der Propagandaserien – fotografiert zu werden war mit Sicherheit auch ein Statussymbol und Element der Auszeichnung im NS, das für viele unerreichbar war. Zur Verwertung wurden die Bilder an die Presse gegeben (manche Bildunterschriften des Bundesarchiv weisen auf zeitgenössische Sperrfristen hin), über die Sammelpostkarten verbreitet, die im Wert noch durch echte, gedruckte oder gestempelte Unterschriften der Abgebildeten einen Charakter ähnlich wie Devotionalien erhielten und von indoktrinierten Jungs gesammelt und getauscht wurden. Die Nutzung von Heldenfotos ging in Einzelfällen über diese Verwendung weit hinaus, in der Ardennenschlacht wurden, als das Lametta ausging, stattdessen signierte Fotos von Generalfeldmarschall und Ritterkreuzträger von Rundstedt verteilt [7], was eindrucksvoll belegt, dass nicht der Informationsgehalt, sondern der immaterielle Wert die Bedeutung solcher Fotos ausmacht.

Vergleicht man diese Bilder etwa mit denen in den von Karl Friedrich Hildebrandt herausgegebenen Sammlungen über deutsche Admirale und Generale, fällt auf wie einförmig diese Ikonographie ist. Bei Hildebrand finden sich etwa auch Ganzkörperaufnahmen in Paradeuniform, die deutlich den Zweck haben, den gesellschaftlichen Rang des Dargestellten zu betonen oder klassische Portraits im Sessel, mit Händen die gestikulieren, selten auch ein privater Schnappschuss. Diesen Bildern haften deutlich weniger Tod und Heldentum an, sie demonstrieren den Stolz eines Standesangehörigen auf seinen Rang, nicht den Heroismus des NS.

Bildverfälschungen

Das Bild des Seekriegshelden und der Anlaufstation der Rattenlinie Nord von Wolfgang Lüth hatte eine ungeeignete Quellangabe. Es handelte sich um ein vermutlich der Schulleitergalerie der Marineschule entnommenes Bild, dass allerdings gegenüber der Hoffmannschen Originalpostkarte um NS-Symbole am unteren Bildrand beschnitten war. Eine in Wikipedia unternommene weitere "Entnazifizierung" (das Entfernen des Hakenkreuzes auf der Mütze) führte zu einer VM gegen den Bildverfälscher. Schon die Originalpostkarte weist Spuren sonderbarer Bildmanipulationen auf, die im einfachsten Fall auf eine umfängliche Korrektur der Belichtung des Gesichtes hindeutet, aber auch die Montage des Gesichtes in ein anderes Bild sein könnten. Eine auf der Stirn beginnende Linie die weiter entlang des rechten Gesichtsrandes führt ist das Relikt einer fotographischen Maske. Das nun gelöschte Bild war vermutlich bei einem Museumsbesuch entstandene Foto einer offensichtlich schlechte Reproduktion die glaubt man den schlechten Angaben des WP-Fotografen weder eine archivtypische Signatur noch eine Fotografenangabe hatte. (Link zur Postkarte in besserer Qualität) Bei so einem Umgang mit einem Bild als historische Quelle erlischt natürlich der Quellcharakter, es wird zur reinen Illustration. Ich fürchte die gesamten von dem fraglichen Benutzer Mehlauge hochgeladenen Fotos bedürfen der kritischen Nacharbeit in Bezug auf Quellangaben, Lizenzierung und Urheberrecht.

Zeitgenössische Bildfälschungen (vermerkt vom Bundesarchiv)

Recht offensichtlich ist es den NS-Propagandafotografen nicht gelungen, alle Ritterkreuzträger in hinreichender fototechnischen Qualität zeitnah zu knipsen. Zeitgenössisch wurde dann nachgearbeitet, wurden etwa Ritterkreuze in alte Bilder hineinkopiert. Hier zwei Beispiele, wo das Bundesarchiv diese Fälschungen vermerkt. Natürlich verzichtet Wikipedia hier darauf, ihre Leserinnen und Leser über diesen Umstand aufzuklären.

Problematische Bilder, verdächtige Bildquellen und Verfälschungen

Nicht alles was auf Commons liegt ist vertrauenswürdig oder echt.

Schluss

Dieser sicher nur exkursorische Einblick in die Verwendung von Nazi-Helden-Propagandafotos, jenseits der auch problematischen PK-Aufnahmen, zeigt, dass der bisherige Umgang mit diesen Bildern in de.WP weit jenseits dessen liegt was ein zeitgemäßer, fachlicher Umgang wäre. Die Quellenangaben sind teilweise mehr fiktiv als real, die Bildbeschreibungen unangemessen, die Propagandafunktion wird unterschlagen, Versuche den Fotografen und den Aufnahmezweck zu identifizieren, werden nicht oder unvollständig unternommen, gern auch von einschlägigen WP-Autoren verhindert. Die Urheberrechtslage verbietet im Grunde die Verwendung zahlreicher solcher Fotos. Selbst der Umgang mit Bildfälschungen ist unter aller Sau. Wenn man radikal sein wollte, müssten, da die Verwendung der Bilder bisher nur in Ausnahmefällen richtig ist, alle diese Bilder aus den Artikeln gelöscht werden und erst nach ausführlicher Recherche und einer von vielen getragenen Vereinbarung über den Umgang mit und die notwendigen Bildbeschreibung für diese Form der parteiischen Quelle könnten sie wieder aufgenommen werden. EF 7.5.2017

10 Jahre Mentorenprogramm

Das Mentorenprogramm – ein Projekt im Projekt – beging vor wenigen Tagen, am 29. April, sein Zehnjähriges. Grund genug, etwas zurückzuschauen und dabei die Zukunft im Blick zu behalten.

Die Initiatoren und frühen Mitglieder des Mentorenprogramms legten ihm ein Konzept zu Grunde, gaben ihm eigene Regeln und nach einer Anfangsphase wurde auch ein Wahlverfahren für neue Mitglieder integriert. Mehr oder weniger regelmäßig finden Treffen statt, das letzte 2016 in Hamburg. Die Mentoren gehen ihrer ehrenamtlichen Aufgabe für das Projekt weitgehend autark nach. Sie übernehmen Mentorengesuche nach eigenem Zeitgefühl oder auch Wunschmentorengesuche. Wer ausreichend versorgt, oder aktuell mit wenig Zeit gesegnet ist, setzt sich auf Pause und für Urlaube oder andere mehr oder weniger lange Vertretungszeiten sucht man sich aus dem Kreis der Mitstreiter Co-Mentoren aus.

Was konnte das Projekt in dieser Zeit erreichen? Nach der ursprünglich von Ulli P. initiierten Datenbank wurden bislang 8281 Mentees in das Programm aufgenommen. Aktuell gehören 76 Mentoren und 255 Mentees dem Projekt an. Doch längst nicht alle Mentees blieben dem Programm treu, nachdem sie sich einmal bei diesem angemeldet hatten. Einige gingen bereits nach ihrem ersten Edit, dem eigentlichen Mentorengesuch, verschollen. Wieder andere lesen wir immer wieder in unserer Mitte. Es sind, neben der großen Zahl der schon lange wieder inaktiven Neulinge, teils sehr aktive und angesehene Mitarbeiter unseres Projektes aus dem Mentorenprogramm hervorgegangen. Darunter auch die oder der ein oder andere, der später selbst Mentor oder auch Administrator wurde.

248 Mentoren wirkten in den vergangenen 10 Jahren mit. Als Mentor der ersten Stunde, der dem Programm bis heute die Treue hielt, lässt sich Wo st 01 nennen, der laut Datenbank am 29. April 2007 eintrat, also an dem Tag, an dem auch dieses Programm startete. Gefolgt von Logograph, Der Wolf im Wald und Hans Koberger, die alle im Mai 2007 begannen. Aktuell sind noch elf Mentoren dabei, die im ersten Jahr hinzukamen, darunter als aktivste Redlinux und Reinhard Kraasch. Die beiden letztgenannten übernahmen alleine bis heute über 1100 Mentees. Die Datenbank wird, nach Ulli P. und Euku, seit 2013 von Werner von Basil aktualisiert, der auch die Vergabe der Mentorenplaketten, eine kleine Anerkennung innerhalb des Projektes, im Blick hat.

Mit 609 Neuaufnahmen war 2016 das bisher schwächste Jahr des Mentorenprogramms. Seit dem stärksten Jahr, 2009, mit 1340 Mentees sind die Zahlen der Neueinsteiger, die ihren Weg in die Wikipedia über das Mentorenprogramm suchen, rückläufig. Sie bewegten sich im Vorjahr aber auf dem Niveau von 2014 und 2015. Zum Jahrestag listete die Datenbank 76 Mentoren auf, von denen 47 auch mindestens einen Mentee aktuell betreuen.

Das Mentorenprogramm stellt eine Plattform für Wikipedianer dar, die organisiert versuchen, Neulingen in unserem zunehmend komplexer werdenden Projekt den Einstieg zu erleichtern. Es unterliegt naturgemäß denselben Veränderungen wie das Projekt Wikipedia selbst: Die Zahl der Aktiven geht zurück, der neu hinzukommenden wie der vorhandenen. Ebenso unterliegt die Zusammensetzung der Neuankömmlinge wohl einer Wandlung, die auch der gestiegenen Bedeutung der Wikipedia geschuldet sein dürfte: Diejenigen, die das Mentorenprogramm versuchen zu nutzen, um ihren einen Artikel, jenen zu sich selbst, seiner oder ihrer Firma einzubringen, steigt. Unter diesen Neulingen fällt es schwer, Wikipedianer für eine längere Mitarbeit zu begeistern. Aber vielleicht sollte einfach jeder neue projektkonforme Artikel als erfolgreiche Ergänzung der Wikipedia gesehen werden. Und ist es nicht auch positiv zu sehen, wenn einem weiteren Benutzer die Wikipedia etwas näher gebracht wurde, auch wenn er nicht sogleich ein dauerhafter Mitarbeiter wird? Vielleicht kommt er ja später oder mit neuem Namen wieder. Oder berichtet Bekannten davon, wie bei uns eine Mitarbeit abläuft. Und dass es für jeden möglich ist, einzusteigen.

Wir, also die Wikipedianer, die dem Mentorenprogramm angehören, freuen uns auf neue Mitglieder in unserer Mitte. Fluktuation / Wechsel ziehen auch immer Neuerungen oder Veränderungen nach sich. Sie beleben ein Projekt. Die Aufnahme ist gar nicht so schwer. Und es besteht auch kein Zwang zu einer Mindestzahl an jährlich zu betreuenden Mentees. Einer findet sich immer, dem sich weiterhelfen lässt:-) In diesem Sinne, herzlich willkommen WvB, 07.05. mit einem Dank an fürs Mitlesen.

Ehrenkodex für Wikipedianer

Am 12. Mai startet das Meinungsbild zur Abmahnpraxis.

Ethik ist die hier nicht dargestellte Metaebene

Verschiedene, über längere Zeit und teils äußerst heftig geführte Diskussionen innerhalb der deutschsprachigen Wikipedia haben gezeigt, dass vielen Wikipedianern bestimmte Praktiken bei der Durchsetzung von Urheberrechten als dem Projekt nicht angemessen erscheinen.

Der Einschätzung, dass diese Praktiken den Ruf der Freien Inhalte insgesamt beschädigen, hat sich mittlerweile offenbar auch Wikimedia Deutschland angeschlossen. Es wird immer klarer, dass dringender Handlungsbedarf besteht.

In dem am 12. Mai startenden Meinungsbild soll nun abgestuft und differenziert ein Teilaspekt der komplexen Weiternutzungsproblematik behandelt werden. Hier geht es darum, ob und wenn ja welche soziale Norm sich die Gemeinschaft selbst im Umgang mit fehlerhaften Nachnutzungen ihrer Inhalte geben will, ob sie darin Unterstützung von Wikimedia braucht und ob sie Bedarf für eine zentrale Anlaufstelle für betroffene Wikipedia-Nutzer sieht. Die Ergebnisse der Abstimmung bilden die Basis für weitere Schritte innerhalb der Wikipedia und setzen Signale über die Gemeinschaft hinaus – hinein in die angelaufenen Konsultationen auf Meta.

Kern des Meinungsbildes ist der vorgeschlagene Verhaltenskodex, der auch ohne Sanktionen ein offenbar dringend gebrauchtes Signal nach innen und nach außen senden könnte:

Die Wertschätzung für freie Inhalte soll nicht per Überweisung ausgedrückt werden, sondern in erster Linie durch die Einhaltung und die damit einhergehende virale Verbreitung der Lizenzen. WP, 7. Mai

Heute beginnt die Frühlingsausgabe des Wartungsbausteinwettbewerb 2017 und damit wieder die Möglichkeit, zwei Wochen lang überarbeitungswürdige Artikel aus allen Ecken des Wikiuniversiums zu verbessern. Jeder Wikipedianer ist dazu eingeladen, sich uns anschließen und gemeinsam in einem Team oder als Einzelkämpfer Bausteine zu eliminieren. Dabei macht gerade die Erfahrung, viel Neues und Interessantes im ANR kennenzulernen, was man sich sonst nie angesehen hätte, den Wettbewerb spannend. Daher macht jetzt mit und tragt dazu bei, dass sich das Ergebnis am Ende umso mehr sehen lassen kann. Auch wer in den nächsten Tagen nur wenig Zeit hat oder auch nur ein oder zwei Bausteine bereit ist abzuarbeiten, soll keine Scheu haben mitzumachen, denn es zählt jede Teilnahme und jeder einzelne abgearbeitete Baustein. Welche Artikel alle bewertet werden, siehe hier. Aufgrund der aktuellen Ereignisse (Referendum in der Türkei und Präsidentschaftswahlen in Frankreich) gibt es diesmal zudem Punkteboni für Artikel mit Türkei- und Frankreichbezug.

Bei Fragen meldet euch einfach auf der Diskussionsseite. Wir freuen uns über jeden Mitstreiter! TM, 07.05.

Wikidata News: RfC zu Weiterleitungen

Aktuell findet auf Wikidata ein RfC statt, ob Weiterleitungen unter Umständen mit Wikidata-Items verlinkt werden können, nachdem dieses Thema seit Jahren im ungeklärten Limbo verblieb. So ist es aktuell nicht möglich, eine Weiterleitung auf Wikidata zu verlinken, wird eine Seite allerdings nach der Verlinkung mit Wikidata zur Weiterleitung, bleibt die Verlinkung bestehen. Dies führte zu einer inkonsistenten Situation in diesem Bereich, die sich über ganz Wikidata erstreckt.

Es zeichnet sich eine kontroverse Abstimmung/Diskussion zwischen den Befürwortern und Gegnern einer solchen Änderung ab, wobei die meistverwendeten Argumente der Befürworter die Vorteile für Verlagerung von Interwiki-Verknüpfungen in diesem Fall auf Wikidata und die der Gegner der Verlust der 1:1-Verbindung Artikel/Wikidata-Objekt zu sein scheinen. Wer sich in dieser Debatte einbringen will, ist frei dies auf der entsprechenden RfC-Seite zu tun. Wann dieser endet, steht noch nicht fest.MGC, 30.5.

Tool-Vorstellung: „PrepBio

Schon seit einigen Jahren existiert ein neulich von mir entdecktes Tool namens „PrepBio“. Dieses Tool generiert anhand Wikidata-Daten einen halbautomatisch erstellten Wikipedia-Artikel inklusive Kategorien, Einleitung und dazugehöriger Infobox. Funktioniert derzeit nur bei Biografien und leider nur in der englischsprachigen Wikipedia. Der PrepBio zeigt aber, was in ein paar Jahren vielleicht auch die Zukunft hierzuwiki mithilfe von solchen Programmen sein könnte, sofern der Lsjbot uns nicht alle eh ersetzt. IP, 28.5.

Wikimedia Foundation veröffentlicht Finanzbericht: hohe Abfindungen für scheidende Führungskräfte

Die Wikimedia Foundation hat ihr 990-Formular für das Finanzjahr 2015–2016 veröffentlicht (siehe Ankündigung und Diskussion auf der Mailingliste).

Bemerkenswert: die hohen Abfindungen, die scheidende Führungskräfte im Kalenderjahr 2015 erhielten – „E. Moeller, $208,306, G. Young, $98,446, T. Gilbey, $80,000, and D. Sicore, $100,000.“

Lila Tretikov, die im Frühjahr 2016 ihren Job als Executive Director niederlegte, erhielt im Kalenderjahr 2015 keine Abfindung, sagt das Dokument. Das war auch naheliegend, denn ihr Rücktritt kam ja erst im Kalenderjahr darauf. Gleichzeitig weist das Dokument aber darauf hin, dass sie Anspruch auf eine solche Abfindung hat.

Die möglicherweise noch viel größere Summe, die Tretikov erhielt, wird dann wohl erst im Finanzbericht für das nächste Jahr erscheinen. Die WMF sagt in ihrem FAQ, sie wird zu den Abfindungen und den sie umgebenden Umständen keine weiteren Stellungnahmen veröffentlichen. AK, 26.5.

Umfrage „Technische Wünsche“ startet am Montag

Welche Funktionen sind in der Wikipedia zu umständlich? Welche Werkzeuge fehlen, um gut arbeiten zu können? Am 29. Mai startet die dritte Umfrage „Technische Wünsche“, die herausfinden möchte, wo in technischer Hinsicht der Schuh drückt. Die Top-Wünsche dieser Umfrage werden vom Team der Softwareentwicklung bei Wikimedia Deutschland bei Machbarkeit umgesetzt. Jeder ist herzlich eingeladen, Vorschläge einzubringen. Besondere technische Kenntnisse sind dafür nicht erforderlich. Parallel zum Umfragebeginn startet auch die Workshopreihe Tech on Tour, bei der es in diesem Jahr vor allem um das gemeinsame Formulieren von Wünschen gehen wird.

Über zahlreiche Beteiligung freut sich das Team „Technische Wünsche“! js (wmde), 26.5.

Durch Warten zum Erfolg

Der 37. WBW ist zuende und wieder wurden waschkörbeweise Wartungsbausteine weggeschafft. 34 Mitstreiter haben in über 700 Artikeln Lücken beseitigt, Quellen ergänzt und sonstige Mängel behoben. Und nebenbei gab es dafür noch Pokale und Medaillen. Erstmals gewannen Ronomu, Toni und Harro in dieser Zusammensetzung den Goldpokal. Neu auf dem Podest war Tommes, der mit Josy im Team Platz 2 belegte. Gripweed festigte mit dem dritten Platz zusammen mit Flominator und Wikijunkie seine Führung in der ewigen Bestenliste. Zum dritten Mal holte sich Filmexpertin Goldmull die Goldmedaille in der Einzelwertung. XanonymusX und Willi belegten die Plätze zwei und drei. Glückwunsch auch an alle anderen Teilnehmer, die Wikipedia-Leser danken es euch. Es würde mich freuen, wenn wir uns im August wiedersehen. (Wenn ihr über den nächsten WBW informiert werden wollt, tragt euch hier ein.) HvW 24.05.

Wir haben (wieder) ein Schiedsgericht

Die 21. Wahl zum Schiedsgericht der deutschsprachigen Wikipedia war sicherlich eine besondere, gab es doch nach mehreren Rücktritten im vergangenen November (der Kurier berichtete) nur noch vier Schiedsrichter, und das Gremium zur Lösung von Konflikten zwischen Benutzern war nicht mehr arbeitsfähig.

Würden genug KandidatInnen antreten? Sind diese auch wählbar? Das fragte sich manch WikipedianerIn im Vorfeld.
Letztlich gab es 22 BenutzerInnen, die sich zur Wahl stellten, von denen zwei die Kandidatur abbrachen. 513 stimmberechtigte BenutzerInnen verteilten insgesamt 4714 Stimmen (davon 4242 Pro oder Kontra) mit dem Ergebnis, dass fünf Personen für ein Jahr und vier Personen für sechs Monate ins Schiedsgericht gewählt wurden. Der Kurier gratuliert Codc, DerMaxdorfer, Freddy2001, Grueslayer und Mautpreller (einjährige Schiedrichter) sowie den Schiedsrichtern auf sechs Monate -jkb-, Helfmann, Ghilt und Ziko, die zusammen mit Ali1610 und Man77 ab dem 1. Juni das nun elfköpfige Gremium bilden. Weitere Details zu den Ergebnissen auf der Wahlseite. Der Kurier wünscht Euch eine gute Zusammenarbeit zum Wohle der Wikipedia! mh, 23.5.

Magic Links? Bequem, aber weg damit!

Wir sind sie alle seit Jahren gewohnt, etwa ISBN 978-3-280-01473-8, doch nun steht das Aus für diese enorme Erleichterung bevor? Warum? Die Entwickler halten die Funktion für zu aufwendig zu warten und wollen sie aus dem Code entfernt haben. Ein Request for Comment auf Meta blieb in der hiesigen Community quasi unbemerkt, und die vorlagenverliebte englische Community ist sogar begeistert davon, künftig {{ISBN|978-3-280-01473-8}} zu setzen, und so läuft in der EN:WP bereits seit Tagen ein Bot heiß.

Ich halte dieses Vorhaben für eine gänzlich bescheuerte Idee: Editwars darüber, ob eine ISBN an einem bestimmten Ort zu verlinken sei, sind schon jetzt vorporgrammiert, nervig ist auch, wenn Benutzer diese Vorlage vergessen zu oder absichtlich nicht setzen, und wahrscheinlich werden wir regelmäßige Botläufe brauchen, die vergessene oder entfernte Vorlageneinbindungen (wieder-) herstellen. Für mich eine Bestätigung dafür, daß man eigentlich die Entwickler von Entscheidungen fernhalten muß, die Arbeitsweisen der Community betreffen, aber von was träume ich nachts.

Dasselbe Schicksal ist übrigens auch den Magic Links PMID und RfC vorbestimmt: sie werden verschwinden, und es braucht Vorlage:ISBN, Vorlage:PMID und Vorlage:RfC. MaB, 23.5.

QS im Portal:Radsport: Zu zweit allein

Ich habe gerade mal nachgeschaut: Vor rund vier Jahren haben wir im Portal:Radsport begonnen, systematisch biographische Artikel von Radsportlern zu überarbeiten und zu aktualisieren. Optimistischerweise dachten wir, wir könnten das in einigen Monaten erledigen – das war eine Illusion. Obwohl wir stetig daran arbeiten, haben wir bisher nur etwas mehr als die Hälfte dessen geschafft, was wir uns vorgenommen hatten. Natürlich sind inzwischen auch viele Radsportler „nachgewachsen“. Ich möchte da insbesondere RikVII danken, der einer dieser stillen Wikipedianer ist, der fleißig seine „Arbeit“ macht, ohne (wie ich ein lächelnder Smiley ), auf Meta aufzufallen. Trotz diverser Versuche, weitere Mitarbeiter anzuwerben, sind wir bei dieser systematischen Nacharbeit momentan mehr oder weniger zu zweit allein. Aber wir geben nicht auf! Helfer und Unterstützer sind natürlich weiterhin willkommen! Ni., 21.5.

Wahl der Community-Vertreter im Kuratorium der Wikimedia Foundation

Das Ergebnis der Wahl, an der sich 5.120 Wikipedianer aus 170 Wikis beteiligten, liegt vor: Gewählt wurden María Sefidari (User:Raystorm), Dariusz Jemielniak (User:pundit) und James Heilman (User:Doc James). Letzterer war bereits einmal kurzzeitig Kuratoriumsmitglied, wurde aber am 28. Dezember 2015 – gegen das Votum von Jemielniak – seines Amtes enthoben (der Kurier berichtete). Sefidari war daraufhin für ihn in das Gremium nachgerückt. Eine durchaus spannende Konstellation für die im August beginnende neue Amtszeit. S64, 21.5.

Erster Weltkrieg Transcribathon

Einladung der Staatsbibliothek Berlin zum Europeana Transcribathon 1914-1918. Wettbewerb für Wikipedianer, Wikidata und Wikisource Community, Freiwillige des Freien Wissens und darüber hinaus. Termin 22. und 23. Juni in Berlin. Weitere Information hier. BF (WMDE), 19.5.

The Celtic Knot: Wikipedia Language Conference

Die Universität Edinburgh und Wikimedia UK veranstalten am 6. Juli die Konferenz The Celtic Knot: Wikipedia Language Conference, in der es um „Celtic & Indigenous Languages“ in der Wikipedia und darüber hinaus geht. Das Programm ist mittlerweile online und auch die Anmeldung ist gestartet worden. H., 17.5.

Tippspiel WWE Backlash

Weiter geht’s mit dem nächsten Tippspiel zu einer WWE-Großveranstaltung! Dieses lässt sich hier finden. Vielleicht ein kleiner zusätzlicher Anreiz, mitzumachen: Es gibt jetzt eine Jahresrangliste, in die alle Ergebnisse von Tippspielen aus den letzten zwölf Monaten miteinfließen. Da könnte Motivation da sein, in dieser an die Spitze zu kommen ein lächelnder Smiley . Über eine rege Beteiligung würde ich mich freuen und natürlich lade ich auch zur Diskussion ein! Mupa, 16.5.

Tool secWatch: Benachrichtigung bei neuen Diskussionsbeiträgen

Ich möchte auf das fantastische Tool secWatch aufmerksam machen. Dieses informiert einen wie eine Beobachtungsliste über neue Diskussionsbeiträge in Diskussionsabschnitten, in denen man sich beteiligt hat. Das erleichtert es beispielsweise sehr, auch ältere Diskussionen nicht aus den Augen zu verlieren, auch wenn man nicht per Ping benachrichtigt wird: sec.Watch beobachtet vollautomatisch alle Diskussionsabschnitte, in denen bereits ein eigener Beitrag mit Signatur verfasst wurde. Sobald ein anderer Benutzer diese Abschnitte verändert oder ergänzt, wird man auf einer personalisierten Beobachtungsliste live darüber informiert. Änderungen auf der Seite, z.B. in anderen Diskussionsabschnitten, werden nicht berücksichtigt. Aktuell noch im Beta-Stadium kann man sich gerne am Test beteiligen! Zulu55, 16.5.

Text in mobiler Wikipedia aus Wikidata

Hab gerade gelernt, dass der Text unter dem Lemma bei der mobilen Wikipedia (WP) aus Wikidata (WD) kommt. Das war mir neu und ich glaube, evtl. einigen Kolleginnen und Kollegen auch. So stand beim Hamburger Hafen in der Mobilversion unter dem Lemma der Text „Hafen in Hamburg“ (achwas?), der vermutlich mal „irgendwie“ eingegeben wurde, aber sicher nicht im Bewusstsein einer so prominenten Anzeige im Artikel. Der Text wurde jetzt übrigens in Wikidata geändert in „offener Tidehafen an der Unterelbe in Hamburg“, immerhin besser als vorher. Wenn der Textmix aus WD und WP so bleiben soll, müsste das vermutlich deutlich kommuniziert werden, damit die WP-Autoren „ihre“ Artikel auch mal in der Mobilversion ansehen und ggf. den Text in WD überarbeiten. Um auf einem Desktopcomputer die mobile Variante zu sehen, muss man in der Browserzeile in das https://de.wikipedia.org/wiki ein „m“ einfügen: https://de.m.wikipedia.org/wiki Dann wird die Beschreibung aus Wikidata angezeigt. Hab’s auch bei WP:Verbesserungsvorschläge gepostet, aber da kommen wohl nicht so viele Kollegen vorbei. (Pk, 13.05.)
Der Kurier berichtete bereits hier und hier.

WTF ist Batavia, New York?

Bislang ist Batavia (New York) vor allem ein Rotlink in der Begriffsklärungsseite Batavia und ein falscher dazu, da es im Bundesstaat New York zwei kommunale Einheiten gibt, die Batavia heißen: die Town of Batavia und die City of Batavia; sie sind als Batavia (Town, New York) und Batavia (City, New York) zu lemmatisieren. Daß dies bisher nicht der Fall ist, ist der Tatsache zu verdanken, daß in der Frühphase dieses Projektes es an Expertise über die verschiedenen Kommunalformen fehlte, die in Nordamerika und speziell Neuengland vorhanden sind. Mit den Gegebenheiten in DACH ist das kaum vergleichbar. Man stelle sich vor, die heutigen Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis gäbe es alle nicht, sondern der Landkreis wäre in ein Dutzend Verbandsgemeinden unterteilt, von denen eine das Gebiet von Dossenheim, Ladenburg und Edingen-Neckarhausen umfassen würde und die zufällig auch Heidelberg hieße, wie die nichtkreisangehörige Stadt Heidelberg. In New York ist dies allerdings kein Einzelfall, sondern kommt viele hundert Male vor.

Dem einen oder anderen sind solche Lemmaaufteilungen hin und wieder schon einmal auf seiner Beobachtungsliste begegnet. Doch geschah dies eher selten und eher zufällig, weil die Korrektur eher nachrangig erfolgte, etwa wenn ein fehlender Townartikel angelegt wurde. In der nächsten Zeit wird das häufiger der Fall sein, weil die Liste der Towns im Bundesstaat New York zur Generalsanierung ansteht. Das ist eine „Altliste“, die vor einer halben Ewigkeit angelegt wurde und schon lange nicht mehr dem entspricht, was wir uns unter einer Liste vorstellen. Zum einen handelt es sich (noch) um eine reine alphabetische Lemmaliste, zum anderen hat man bei der Erstellung nur die größeren Towns berücksichtigt, die Town of Batavia fehlte bislang aus diesem Grund. Warum das so ist? Hier dürfte ein typischer Eindeutschungsfehler aus der Anfangszeit hereinspielen: man übersetzt gerne sowohl City als auch Town mit Stadt, und Städte mit weniger als 2000 Einwohnern erschienen zu unbedeutend, um in eine solche Liste aufgenommen zu werden. Daß die Towns in New York eigentlich Townships sind, wurde dabei übersehen. MaB, 12.5.

Tipp-Spiel zur Tourist Trophy

Es geht wieder los – am 3. Juni geht die 98. Tourist Trophy an den Start. Wer wird das älteste und vermutlich gefährlichste Motorradrennen der Welt für sich entscheiden? Die Qualifyings starten am 27. Mai und laufen bis zum 2. Juni. Du bist herzlich eingeladen Deinen Tipp abzugeben und noch sehr viel mehr eingeladen Dich an den Artikeln rund um das Rennen (und andere Straßenrennen) mit einzubringen. (Elmie - Kennst Du schon mein Tippspiel?)

Fernsehdebatte der KuratoriumskandidatInnen

Im Rahmen der aktuell laufenden Wahl zum Kuratorium findet am 7. Mai nachmittags um 17:00 Uhr UTC (19:00 Uhr MESZ) eine live übertragene Diskussion mit 8 der 9 KandidatInnen statt. Die Veranstaltung wird auf YouTube übertragen, und findet parallel auch im IRC statt (#wikimedia-office IRC-Kanal auf Freenode). (, 7.5.)

Familienzuwachs

Unter dem Kürzel dty haben nun auch die etwa 790.000 Sprecher der in Nepal verbreiteten Sprache Doteli ihre eigene freie Enzyklopädie. Mit derzeit 2943 Artikeln startete die Dotelisprachige Wikipedia aus dem Inkubator heraus und erreichte nach der Artikelzahl Platz 200 unter den jetzt 296 Sprachversionen.(O2, 03.05.)

OER-Camps zu freien Bildungsmaterialien

Dieses Jahr finden gleich mehrere Open Educational Resources (OER)-Camps zum Thema freie Bildungsmaterialien statt. Dies sind Lerninhalte, die wie die Inhalte der Wikipedia unter einer freien Lizenz stehen und somit frei verbreitet, verarbeitet, verwendet und auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden können. Die kommenden Termine sind:

  • Köln: 12./13.05.2017
  • Hamburg: 23./24.06.2017
  • Berlin: Herbst 2017

Alle Informationen zu den OER-Camps findet ihr auf http://www.oercamp.de/ (SK, 03.05)

Einladung zum Wikimania-Vortreffen und zur -Mailingliste

Wikimedia Deutschland lädt herzlich alle an der Wikimania 2017 Teilnehmenden oder Interessierten zum Vortreffen am 10. und 11. Juni 2017 in die Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland ein. Angesprochen sind alle Stipendiatinnen und Stipendiaten aus Deutschland, Hauptamtliche von Wikimedia-Deutschland sowie alle weiteren Wikimania-Teilnehmenden, die ihre Teilnahme an der Konferenz gern gemeinschaftlich vorbereiten und abstimmen wollen. Es wird ein Infoprogramm über die Wikimania an sich und ihre Geschichte nebst Ausblick auf die 2017er-Konferenz, Vorträge zu Strukturen und Menschen im Wikiversum, einen vorläufigen Programmüberblick sowie den Austausch zwischen erfahrenen und neuen Wikimania-Teilnehmenden geben, darüber hinaus geht ein Teil der Veranstaltung insbesondere auf die inhaltlichen Interessen der Stipendiatinnen und Stipendiaten in Überschneidung mit den Jahresplanschwerpunkten von Wikimedia Deutschland ein. Da mehrere Stipendiaten keine deutschen Muttersprachler sind, werden größere Teile der Veranstaltung auf Englisch stattfinden. Um Anmeldung auf Wikipedia:Wikimania 2017/Vortreffen wird gebeten, Reisekosten werden von Wikimedia Deutschland im üblichen Rahmen übernommen. Für den Austausch und zur Vorbereitung der Konferenz wurde darüber hinaus eine Mailingliste angelegt, die von allen Interessierten genutzt werden kann. (MR(WMDE), 03.05.)

Schreibwerkstatt ohne Ecken… aber mit viel Kunst

Wenn es gut läuft, wird es eine runde Sache! Bei der für Juli 2017 geplanten Station von GLAM-on-Tour in Wuppertal wird die runde Sache sicher nicht am Ort scheitern, denn Ecken gibt es in der Villa Herberts kaum. Nicht nur das Haus ist ein ungewöhnlicher Ort, auch der umgebende Park birgt Überraschungen. Der Name Waldfrieden mag Assoziationen zu einem röhrenden Hirsch wecken, aber die ausgestellten Werke im Skulpturenpark Waldfrieden sind davon weit entfernt. Zu sehen gibt es dort neben Arbeiten des in Wuppertal lebenden Bildhauers Tony Cragg weitere Werke von namhaften Künstlern der Moderne und Gegenwart. Wir wollen das Wochenende nutzten um Villa, Park und Kunstwerke kennenzulernen und in einer Schreibwerkstatt bestehende Artikel zum Themenkreis moderne Skulptur in der Wikipedia zu verbessern, auszubauen und neue Artikel anlegen. Nach der erfolgreichen Station 2015 im Wuppertaler Von der Heydt-Museum gibt es nun die Gelegenheit zur Fortsetzung im sommerlichen Park über der Wupper. Wer dazu Lust hat, ist herzlich willkommen. Weitere Informationen gibt es auf der Projektseite.(Atamari & Rlb für das Orga-Team, 03.05.)

Alles neu macht der Mai: Jetzt anmelden beim Wartungsbausteinwettbewerb Frühling 2017!

Alle, die nicht genug vom Frühjahrsputz bekommen, können sich wieder an der neusten Ausgabe des Wartungsbausteinwettbewerbs beteiligen. In allen Bereichen tragen die unterschiedlichsten Artikel einen Wartungsbaustein und vierteljährlich treffen sich Wikipedianer zu einem Wettbewerb, um im Team oder alleine Artikel zu verbessern und auszubauen. Und das seit Jahren mit großem Erfolg, wie die Statistik zeigt. Am 7. Mai 2017 geht es los, zwei Wochen dauert das fröhliche Ausbessern der Baustellen. Nur Mut, jeder einzelne verbesserte Artikel hilft, von daher habt keine Scheu euch einzutragen und macht mit. Wir freuen uns auf eure Teilnahme!

Aus aktuellem Anlass gibt es dieses Mal Bonuspunkte für Artikel aus den Bereichen Türkei und Frankreich sowie natürlich wieder für Altbausteine. Zeigen wir Erdoğan, wie enzyklopädisches Arbeiten aussieht und uns kein Verbot klein kriegt. (Tkkrd, Gripweed und Toni, 02.05.)

Der Countdown läuft!

Zwischen der englischen Wikipedia und der Cebuano-Wikipedia trennten Anfang Mai 2017 nur noch ungefähr eine Million Artikel. Dank dem Lsjbot werden in der Cebuano-Wikipedia täglich massenweise botgenerierte Artikel über Tierarten und geographische Objekte erstellt. Mittlerweile kommen auf geschätzte 18 Millionen Cebuano-Muttersprachler rund 4,3 Millionen Artikel-Stubs. In den letzten 16 Monaten hatte der Bot laut hier durchschnittlich 140.000 Artikel im Monat erstellt, damit wird vermutlich Anfang 2018 die cebuanosprachige Wikipedia den ersten Platz der (nach Artikelanzahl) größten Wikipedia-Sprachversionen belegen und damit die englische Wikipedia erstmals in ihrer Geschichte vom Thron stoßen. (IP, 02.05.)

WikiCon 2017: Call for papers gestartet

WikiCon 2017
WikiCon 2017

Eine WikiCon möchte mit Leben gefüllt werden: Es soll ein inhaltlicher Austausch der Teilnehmenden untereinander stattfinden. Um diesen möglich zu machen, ist das Organisationsteam auf Programmeinreichungen der Teilnehmenden – also aus der Community – angewiesen. Diese sind ab sofort bis zum 15. Juni 2017 möglich. Konkrete Informationen zu den Details des Call for papers und der diesjährigen Programmgestaltung gibt es auf der Projektseite Wikipedia:WikiCon 2017/Programmvorschläge.

Achtung: Die Einreichung von Programmpunkten erfolgt in diesem Jahr über die Seite einreichungen.wikicon.org mit der Software frab. Die Eintragung auf der Wikipedia-Projektseite dient lediglich der Information der Community und ersetzt keineswegs die offizielle Einreichung. Programmpunkte, die nicht bis zum 15. Juni 2017 über einreichungen.wikicon.org eingereicht worden sind, können wir leider nicht berücksichtigen. (DCB für das Orga-Team, 01.05.)