Wahl zum Senat der Vereinigten Staaten 2020

Wahl
Wahl zum Senat der Vereinigten Staaten 2020
3. November 2020
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Mitch McConnell 2016 official photo (cropped).jpg Chuck Schumer official photo (cropped).jpg
Parteiführer Mitch McConnell Chuck Schumer
Partei Republikanische Partei Demokratische Partei
Sitze vor der Wahl 53 45*
* 2 Unabhängige gehören der Fraktion der Demokraten an
United States Senate elections, 2020.svg
Ausgangslage:
Demokratischer Senator tritt an
Republikanischer Senator tritt an
Demokratischer Senator tritt nicht an
Republikanischer Senator tritt nicht an
Keine Senatswahl 2020

Bei der Wahl zum Senat der Vereinigten Staaten 2020 wird planmäßig am 3. November 2020 die Zusammensetzung dieser oberen Kammer des Kongresses der Vereinigten Staaten bestimmt. Dabei stehen 35 der 100 Senatssitze zur Wahl, regulär die 33 Senatoren der Klasse II und Nachwahlen in Arizona (für das Mandat des verstorbenen John McCain) und in Georgia (für den Sitz des zurückgetretenen Johnny Isakson). Gewählt werden die Senatoren durch Direktwahl auf sechs Jahre von den Wahlberechtigten des jeweiligen Bundesstaates, den sie im Senat der Vereinigten Staaten repräsentieren. In seiner neuen Zusammensetzung tritt der Senat erstmals am 3. Januar 2021 zusammen.

Die Senatswahl soll gleichzeitig zu weiteren Wahlen in den Vereinigten Staaten stattfinden, darunter der Repräsentantenhaus- und der Präsidentschaftswahl. Bei der letzten regulären Wahl der Senatoren der Klasse II 2014 hatten die Republikaner mit einem Zuwachs von neun Mandaten die Mehrheit von den Demokraten übernommen. Seitdem ist Mitch McConnell Mehrheitsführer im Senat.

AusgangslageBearbeiten

Seit der letzten Senatswahl 2018 haben die Republikaner eine Mehrheit von 53 Sitzen gegenüber 45 Sitzen für die Demokraten zuzüglich zwei Unabhängigen (Bernie Sanders, Vermont, und Angus King, Maine), die der Fraktion der Demokraten angehören. Bei den Republikanern verzichten drei Mandatsinhaber (Pat Roberts, Kansas und Lamar Alexander, Tennessee sowie Mike Enzi, Wyoming) auf eine Wiederwahl, bei den Demokraten einer (Tom Udall, New Mexico).

Nachdem die Demokraten bei der vergangenen Wahl 2018 deutlich mehr Senatorenposten hatten verteidigen müssen als die Republikaner und dabei vier Sitze in strukturell republikanisch dominierten „roten“ Staaten verloren, ist die Ausgangslage 2020 umgekehrt. Bei dieser Wahl verteidigen die Republikaner 23 Sitze (einschließlich der Nachwahlen), die Demokraten 12 Sitze. Trotzdem befinden sich die meisten der Senatssitze mit Mandatsinhabern der Republikaner 2020 in traditionell eher republikanisch geneigten Staaten, weshalb politische Beobachter die Republikaner in einer guten Position sehen ihre Mehrheit zu halten[1][2]. Schon bei der Wahl 2018 spielten landesweite Trends eine stärkere Rolle als früher, als regionale Besonderheiten und die Persönlichkeiten der Bewerber mehr Gewicht gehabt hatten. Bei der letzten Senatswahl, die gleichzeitig mit einer Präsidentschaftswahl und deren breiter Mobilisierung stattfand – 2016 –, waren die Senatswahlen in jedem Bundesstaat so ausgegangen wie die dortige Abstimmung zur Präsidentschaft.[3]

Um eine Mehrheit im Senat zu erhalten, müssen die Demokraten – abhängig vom Ausgang der gleichzeitigen Präsidentschaftswahl – drei oder vier Mandate dazugewinnen (der Vizepräsident der Vereinigten Staaten hat beim einem Gleichstand von 50 zu 50 Sitzen die entscheidende Stimme). Während der demokratische Mandatsinhaber Doug Jones im konservativen Alabama, der eine Nachwahl 2017 gewonnen hatte, als besonders gefährdet gilt, werden den Demokraten Chancen auf die republikanisch gehaltenen Sitze in Arizona (Martha McSally), Colorado (Cory Gardner), Maine (Susan Collins) und North Carolina (Thom Tillis) eingeräumt.[4] In Arizona und Colorado sehen verschiedene Voraussagen den demokratischen Kandidaten vorne, während in North Carolina und Maine die republikanischen und die demokratischen Kandidaten als gleichauf eingestuft werden.[5][6]

Als potentiell umkämpft werden zudem die demokratischen Sitze in Michigan (Gary Peters) und New Hampshire (Jeanne Shaheen) sowie die republikanischen Sitze in Georgia (David Perdue und Kelly Loeffler), Iowa (Joni Ernst), Kansas (offen) und Montana (Steve Daines) eingestuft.[7] Die Chance für die Demokraten zumindest eine "working majority" (50 Sitze und den Vizepräsidenten) zu gewinnen haben sich erhöht. Außerdem sind zwei demokratische Kandidaten ehemaliger Gouverneur (John Hickenlooper aus Colorado) bzw. amtierender Gouverneur (Steve Bullock in Montana) des jeweiligen Bundesstaates.

WeblinksBearbeiten

BelegeBearbeiten

  1. https://www.politico.com/2020-election/race-forecasts-and-predictions//
  2. https://edition.cnn.com/2019/10/22/politics/senate-democrats-republicans-2020/index.html
  3. Alexi McCammond: Democrats sound alarm on “massive” GOP Senate advantage in 2020. In: Axios, 29. Juli 2019.
  4. Kyle Kondik: Senate 2020: Republican exposure on paper, but not necessarily in practice. In: Larry Sabato’s Crystal Ball, University of Virginia Center for Politics, 13. Dezember 2018; Tara Golshan, Ella Nilsen: Democrats’ extremely uphill battle to retake the Senate majority in 2020, explained. In: Vox.com, 9. Juli 2019; James Arkin: Cash floods crucial 2020 Senate races. In: Politico, 17. Juli 2019.
  5. Negative Partisanship and the 2020 Congressional Elections. 28. April 2020, abgerufen am 17. Juni 2020 (englisch).
  6. RealClearPolitics - 2020 Election Maps - Battle for the Senate 2020. Abgerufen am 17. Juni 2020.
  7. Who Wins 2020? Senate Election Predictions & Key Races, Politico. Abgerufen am 9. Januar 2020.