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Amy Klobuchar

US-amerikanische Politikerin

Familie, Ausbildung und BerufBearbeiten

Amy Klobuchar wurde als Tochter des Journalisten und Autors Jim Klobuchar und der Lehrerin Rose Katherine Heuberger in Plymouth geboren. Ihr Vater ist slowenischer und ihre Mutter schweizerischer Herkunft. Nach dem Abschluss der Highschool studierte sie Politikwissenschaften an der Yale University. 1982 erhielt sie ihren Bachelor-Abschluss magna cum laude und erwarb 1985 an der Law School der University of Chicago ihren J.D. Anschließend arbeitete sie für verschiedene Anwaltskanzleien und als Beraterin für den früheren US-Vizepräsidenten Walter Mondale. 1998 wurde sie zur Staatsanwältin des Hennepin County gewählt; dieses Amt hatte sie bis 2006 inne.

Politische LaufbahnBearbeiten

 
Klobuchar (2010)

Nachdem der demokratische Senator Mark Dayton früh im Jahr 2005 angekündigt hatte, nicht erneut kandidieren zu wollen, galt Klobuchar als Favoritin für die Nachfolge. Am 29. September 2005 gab sie ihre Kandidatur bekannt und konnte sich auch in der parteiinternen Vorausscheidung durchsetzen. Bei den Senatswahlen am 7. November 2006 erhielt Klobuchar 58 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen den Republikaner Mark Kennedy durch. Daraufhin wurde sie am 3. Januar 2007 Senatorin im 110. Kongress der Vereinigten Staaten und damit die erste gewählte Senatorin Minnesotas. Bei der Wahl 2012 wurde sie mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt, bei der Wahl 2018 mit 60 zu 36 Prozent der Stimmen gegen den Republikaner Jim Neuberger.[1]

Klobuchar kündigte am 10. Februar 2019 ihre Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2020 an; bereits zuvor war sie als mögliche Kandidatin gehandelt worden.[2]

PositionenBearbeiten

Klobuchar vertritt linksliberale Ansichten und spricht sich für einen Ausbau der Sozialleistungen und Krankenversicherung aus. Sie befürwortet die Möglichkeit eines Schwangerschaftsabbruchs (Pro-Choice) und die Stärkung der Rechte der LGBT. Sie kritisierte den Irakkrieg und stimmte im Januar 2007 gegen die Pläne Präsident George W. Bushs, die Zahl der Truppen im Irak zu erhöhen.

Im September 2018 äußerte sie, der Nominierungsprozess für den umstrittenen Supreme-Court-Kandidaten Brett Kavanaugh sei „nicht normal“.[3] Ihre Konfrontation mit Kavanaugh im Rahmen seiner Anhörung vor dem Justizausschuss des Senats Ende September 2018 wurde viel beachtet.[4]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Amy Klobuchar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  Wikiquote: Amy Klobuchar – Zitate (englisch)

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Minnesota U.S. Senate Election Results. In: The New York Times, 7. November 2018.
  2. Matthew Yglesias, Ezra Klein, Dylan Matthews: Who’s overrated and who’s underrated as a 2020 Democratic presidential prospect? In: Vox.com, 14. September 2018. Siehe auch das Thema Amy Klobuchar 2020. In: Politico.
  3. Klobuchar says Kavanaugh’s confirmation is ‘not normal’. In: Politico, 2. September 2018.
  4. Aaron Blake, David Weigel: Amy Klobuchar’s big Brett Kavanaugh moment earned rave reviews. But is it what Democrats demand for 2020? In: The Washington Post, 29. September 2018.