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GeografieBearbeiten

Tussenhausen liegt circa 35 Kilometer östlich von Memmingen in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben.

Ausdehnung des GemeindegebietesBearbeiten

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Tussenhausen, Mattsies und Zaisertshofen.

Tussenhausen hat 6 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Auf dem Gemeindegebiet befinden sich folgende Wüstungen:

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Kaiser Friedrich III. erhob den Ort im Jahr 1455 zum Markt. Tussenhausen gehörte der Herrschaft Angelberg bzw. Herrschaft Schwabegg und wurde um 1680 Teil des Kurfürstentums Bayern. Tussenhausen besaß seit 1455 das Marktrecht mit wichtigen Eigenrechten. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Mai 1978 kam es im Zuge der Gebietsreform zur Eingemeindung von Mattsies und Zaisertshofen.[3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 2171 Einwohner[3]
  • 1970: 2091 Einwohner[3]
  • 1987: 2360 Einwohner
  • 1991: 2557 Einwohner
  • 1995: 2776 Einwohner
  • 2000: 2874 Einwohner
  • 2005: 2963 Einwohner
  • 2010: 2969 Einwohner
  • 2015: 2975 Einwohner

Zwischen 1988 und 2018 wuchs der Markt von 2.403 auf 3.035 um 632 Einwohner bzw. um 26,3 %.

PolitikBearbeiten

Bundestagswahl 2017[4]
 %
60
50
40
30
20
10
0
44,1 %
10,2 %
19,2 %
8,5 %
5,2 %
3,4 %
3,2 %
6,1 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2013
 %p
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
-13,4 %p
-1,7 %p
+13,2 %p
+4,6 %p
-0,3 %p
+1,2 %p
-1,1 %p
-2,6 %p

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist seit 2008 Johannes Ruf (* 1964) (Freie Wählergemeinschaft Zaisertshofen).

GemeinderatBearbeiten

Die Sitzverteilung bei der Gemeinderatswahl 2014 war wie folgt:[5]

  • Freie Wählergruppe Zaisertshofen: 5 Sitze
  • Dorfgemeinschaft Mattsies: 4 Sitze
  • Wählergemeinschaft: 4 Sitze
  • Freie Wähler: 1 Sitz

WappenBearbeiten

Bei dem Wappen des Marktes Tussenhausen handelt es sich um ein geschichtliches Wappen im Sinne des Artikel 4 Absatz 1 Gemeindeordnung über dessen Verleihungszeitpunkt keine Nachweise vorliegen.

Blasonierung: „In Silber ein aus einem blauen, goldgesäumten Dreiberg wachsender, golden gekrönter schwarzer Esel; der Dreiberg ist belegt mit einem querliegenden roten Winkelhaken.“

Kaiser Friedrich III. erhob den Ort 1455 zum Markt. Da keine Wappensiegel überliefert sind, ist der Zeitpunkt einer Wappenverleihung oder eine willkürliche Annahme nicht feststellbar. Die Gemeinde führte 1835 ein Wappen, das zu dieser Zeit schon als „alt“ bezeichnet wurde. Der blaue, goldgesäumte Dreiberg mit dem Winkelhaken symbolisiert den früheren Ortsnamen „Angelberg“ und verweist auf das Geschlecht der Herren von Anglberg, das erstmals 1228 urkundlich mit den Brüdern Hainricus de Anglberg und Conradi de Mazzensiez erwähnt wurde. Der wachsende Esel als Helmschmuck der Herren von Riedheim deutet auf deren Grundherrschaft über Angelberg hin. Wilhelm von Riedheim zu Remshart erwarb 1438 die Burg und das Dorf Angelberg. Bis zum Tod des letzten Riedheimer 1618 blieb der Besitz bei den Herren von Riedheim.

FlaggeBearbeiten

Die Flagge wurde am 4. Oktober 1982 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Die Flagge ist Schwarz - Gelb - Blau (1:1:1) gestreift mit aufgelegtem Gemeindewappen.

 
St. Martin in Tussenhausen

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 178 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 38 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 977. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 104 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1967 ha, davon waren 1408 ha Dauergrünfläche.

Der größte Arbeitgeber des Ortes ist die Firma Grob Aircraft.

BildungBearbeiten

Es gibt folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten in Tussenhausen und Zaisertshofen
  • Grundschule
  • Musikschule

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Tussenhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Tussenhausen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 15. August 2019.
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 783.
  4. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 4. März 2018
  5. Kommunalwahlen in Bayern am 16. März 2014 - Ergebnisse in Schwaben, abgerufen am 18. November 2017.