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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Markt Rettenbach
Markt Rettenbach
Deutschlandkarte, Position des Marktes Markt Rettenbach hervorgehoben
Koordinaten: 47° 57′ N, 10° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Höhe: 679 m ü. NHN
Fläche: 51,49 km2
Einwohner: 3884 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87733
Vorwahlen: 08392, 08269
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 168
Marktgliederung: 35 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Ottobeurer Str. 10
87733 Markt Rettenbach
Website: www.markt-rettenbach.de
Bürgermeister: Alfons Weber (CSU / ÜWG)
Lage des Marktes Markt Rettenbach im Landkreis Unterallgäu
KaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis GünzburgLandkreis Neu-UlmLandkreis OberallgäuLandkreis OstallgäuBuxheim (Schwaben)MemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHolzgünzHeimertingenKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenKaufbeurenLandkreis UnterallgäuMemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHeimertingenHolzgünzKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild
St. Leonhard in Gottenau

Markt Rettenbach ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Unterallgäu.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Markt Rettenbach liegt jeweils 20 Kilometer von Memmingen und Mindelheim entfernt in der Region Donau-Iller in Oberschwaben.

Ausdehnung des GemeindegebietesBearbeiten

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Markt Rettenbach, Engetried, Eutenhausen (Vorwahl 08269), Frechenrieden, Gottenau, Holzerwald, Lannenberg, Mussenhausen (Vorwahl 08269) und Wineden.

Die Gemeinde hat 35 amtlich benannte Ortsteile:[2]

Flohkraut hat abweichend zur Gemeinde die PLZ 87671, Krautenberg die PLZ 87724.

Die am niedrigsten gelegenen Punkte des Gemeindegebietes liegen mit jeweils ca. 632 m Höhe an der nördlichen Gemeindegrenze nach Sontheim, wo die Schwelk bzw. die Östliche Günz das Gemeindegebiet verlassen. Der höchstgelegene Punkt liegt auf ca. 804 m Höhe bei Flohkraut an der Gemeindegrenze nach Ronsberg.

GeschichteBearbeiten

Bis zum 19. JahrhundertBearbeiten

Der Raum um Rettenbach ist seit dem 6. und 7. Jahrhundert besiedelt. Urkundlich wird erst 1152 ein "Rotinbach" in den Ottobeurer Klosterbüchern erwähnt. Rettenbach war seit 1547 Herrschaft der späteren Fürsten Fugger-Babenhausen. 1790 erhielt Rettenbach Marktrecht mit wichtigen Eigenrechten. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zu Bayern, die Fürsten Fugger hatten aber bis 1848 bedeutende Reservatrechte.

NamensänderungBearbeiten

Am 18. Dezember 1901 erfolgte die Umbenennung der Gemeinde in Markt Rettenbach.[3]

EingemeindungenBearbeiten

Im Zuge der Gebietsreform wurde am 1. Juli 1971 die bis dahin selbständige Gemeinde Lannenberg eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kam Wineden hinzu.[3] Am 1. Mai 1978 folgten Engetried, Eutenhausen, Frechenrieden, Gottenau und Mussenhausen.[4]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 1961 1970 1987 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 3279[4] 3226[4] 3282 3636 3652 3701 3644 3777

PolitikBearbeiten

Bundestagswahl 2017[5]
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
44,6 %
7,9 %
19 %
9,3 %
6,3 %
4,1 %
3,7 %
5,1 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2013
 %p
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
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-12
-14
-16
-18
-17,2 %p
-2,1 %p
+14,4 %p
+5,6 %p
+0,4 %p
+1,8 %p
-0,4 %p
-2,4 %p

GemeinderatBearbeiten

Von den 16 Sitzen im Gemeinderat entfallen nach der Gemeinderatswahl am 16. März 2014 auf die CSU/ÜWG neun Sitze und auf die Bunte Liste sieben Sitze.[6]

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist seit 1984 Alfons Weber (* 1955) (CSU/ÜWG). Zuletzt wurde er im Jahr 2014 mit 85,6 % der gültigen Stimmen im Amt bestätigt. Die Wahlbeteiligung betrug 58,3 %.

WappenBearbeiten

Das Wappen wurde am 16. Dezember 1866 durch König Ludwig II. von Bayern genehmigt.

Blasonierung: „Von Gold, Rot und Blau schräglinks geteilt; im roten Feld ein silberner Schrägwellenbalken, im goldenen ein blauer Stern, im blauen zwei silberne Sterne.“

Der silberne schräge Wellenbalken im roten Feld steht für den Ortsnamen „Rotinbach“ oder auch „Röttebach“, der als Bach aus dem Rotmoos kommt. Die silbern - blauen Sterne verweisen im damaligen Zeitgeist „auf das Glück der bayerischen Staatszugehörigkeit“. Die Feldfarben Gold - Blau nehmen Bezug auf die Hauptfarben im Wappen der Familie Fugger und erinnern damit an die mehr als 300-jährige Fuggersche Herrschaft über den Ort. Wohl in Anlehnung an das ältere Wappen des Fuggermarktes Babenhausen war das Gemeindewappen von 1866 über dem Schildhaupt noch mit einer Mauerkrone und zwei Wimpeln versehen. Der heraldische rechte Wimpel ist gold und blau geviert und in den Farben wechselnd mit der Fuggerlilie belegt; der heraldisch linke ist gold und schwarz geviert. Beide Wimpel sind mit einem Schildchen in Rot bzw. Blau sowie Symbolen der Verbundenheit zur ehemaligen Herrschaft versehen.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Pfarrkirche St. Jakob
  • Fuggerschloss
  • Zehentstadel (ehm. Lagerhaus)
  • Kirche St. Jakobus der Ältere, eine Station auf dem Bayerisch-Schwäbischen Jakobusweg
  • Steinfelsen
  • Schlössle in Gottenau
  • Ehemalige Burgmühle zu Rettenbach mit Fachwerkgiebel

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Es gab 2016 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 18, im produzierenden Gewerbe 211 und im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe 80 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 201 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1522. Im verarbeitenden Gewerbe gab es drei, im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Im Jahr 2010 bestanden zudem 111 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 2898 ha, davon waren 2407 ha Dauergrünfläche.

BildungBearbeiten

Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Drei Kindergärten mit insgesamt 181 Kindergartenplätze und 152 betreuten Kindern
  • Zwei Volksschulen mit insgesamt neun Lehrern und 170 Schülern

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Markt Rettenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Markt Rettenbach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 15. August 2019
  3. a b Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 521.
  4. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 782.
  5. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 4. März 2018
  6. https://www.markt-rettenbach.de/de/rathaus/buergermeister_gemeinderat.php Markt Rettenbach – Bürgermeister & Gemeinderat