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GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Böhen liegt circa 20 Kilometer südöstlich von Memmingen in Mittelschwaben und gehört der Planungsregion Donau-Iller an.

Ausdehnung des GemeindegebietesBearbeiten

Das Gemeindegebiet besteht nur aus der Gemarkung Böhen.

Die Gemeinde hat 26 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Das Gemeindegebiet erstreckt sich insgesamt über eine Fläche von 2053 ha.[3]

Fläche
nach Nutzungsart[3]
Landwirt-
schafts-
fläche
Wald-
fläche
Gebäude-,
Frei- und
Betriebsfläche
Verkehrs-
fläche
Wasser-
fläche
Sport- und
Grünfläche
sonstige
Nutzung
Fläche in km² 14,22 5,17 0,52 0,49 0,10 0,03 0,01
Anteil an Gesamtfläche 69,3 % 25,2 % 2,5 % 2,4 % 0,5 % 0,1 % 0,0 %

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Erste bekannte Erwähnung Böhens befindet sich im Chronicum Ottobuarum (entstanden um 1180). In der handgeschriebenen Chronik[4] wird zum Gründungszeitraum des Klosters Ottobeuren im Jahr 746 unter anderen Orten auch Behaim als angebliches Stiftungsgut erwähnt. Der Wahrheitsgehalt ist aufgrund fehlender Originalurkunden ungewiss, jedoch ist damit gesichert, dass Böhen im Jahr 1180 bereits längere Zeit existiert hat.

Böhen gehörte zum Reichsstift Ottobeuren. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

ReligionenBearbeiten

 
St. Georg, Böhen

Die größte Gruppe war im Jahr 2011 mit 85,5 % (633 Personen) römisch-katholisch, gefolgt von evangelisch (ev., lt.) mit 4,9 % (36 Personen). Im Vergleich zur Volkszählung von 1987 verringerte sich der Anteil der römisch-katholischen Bevölkerung dabei um 8,7 %, wohingegen sich der evangelische um 28,6 % erhöht hat.[5]

In Böhen befindet sich die römisch-katholische Pfarrkirche St. Georg deren Ursprünge auf das 15. Jahrhundert zurückreichen. Gegen Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Langhaus erweitert.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

 

PolitikBearbeiten

Bundestagswahl 2017[6]
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
57,1 %
5,4 %
14,2 %
8,8 %
4,8 %
3,3 %
2,5 %
3,8 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2013
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
-16
-15,2 %p
-3,8 %p
+10,6 %p
+7,2 %p
+0,1 %p
+2,2 %p
+0,7 %p
-2,0 %p

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist Andreas Meer (CSU und Freie Wählerschaft Böhen). Er wurde im Jahr 2014 Nachfolger von Hans Gropper (CSU/Freie Wählerschaft).

GemeinderatBearbeiten

Die Sitzzuteilung bei der Gemeinderatswahl 2014 war wie folgt:[7]

  • CSU/Freie Wählerschaft: 8 Sitze

WappenBearbeiten

Das Wappen wurde am 6. April 1983 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Blasonierung: „In Silber zwei gekürzte grüne Spitzen, denen ein schräger goldener Abtstab aufgelegt ist, überdeckt von einem Wellenpfahl in verwechselten Farben.“

Das Gemeindewappen erinnert in heraldisch vereinfachter Form an die geografische Lage der Gemeinde in der Hügellandschaft der westlichen Günz und ihren Zuflüssen. Das Gemeindegebiet gehörte zum Urbesitz des Reichsstiftes Ottobeuren, was durch den Abtstab verdeutlicht werden soll.

Der Entwurf des Wappens stammt von Stiftsarchivar und Kreisheimatpfleger Aegidius Kolb und die Gestaltung übernahm der Passauer Max Reinhart.

FlaggeBearbeiten

Die Flagge ist Gelb - Grün - Weiß (1:1:1) gestreift mit aufgelegtem Gemeindewappen.

BaudenkmälerBearbeiten

In Böhen befinden sich mehrere Baudenkmäler, darunter die Kirche St. Georg, ein spätmittelalterliches Tuffsteinkreuz sowie das spätklassizistische Pfarrhaus von 1875.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 2012 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft fünf, im produzierenden Gewerbe 81 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort zehn Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 264. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2010 52 (1999 noch 64) landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1472 ha. Davon waren 1485 ha (1999 1429 ha) Dauergrünfläche.

BildungBearbeiten

Im Jahr 2013 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten: 28 Kindergartenplätze mit 22 Kindern

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Böhen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Böhen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 17. August 2019.
  3. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Statistik kommunal 2010 – Eine Auswahl wichtiger statistischer Daten für den Markt Bad Grönenbach. 2013, S. 12.
  4. Lagerort: Staatsarchiv Augsburg, Sign. "Reichsstift Ottobeuren, MüB, Lit,1,1a-2"
  5. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Statistik kommunal 2010 – Eine Auswahl wichtiger statistischer Daten für den Markt Bad Grönenbach. 2013, S. 6.
  6. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 4. März 2018
  7. Kommunalwahlen in Bayern am 16. März 2014 - Ergebnisse in Schwaben, abgerufen am 18. November 2017.