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Lachen (Schwaben)

eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu

GeografieBearbeiten

Lachen liegt zehn Kilometer südöstlich von Memmingen in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben.

Ausdehnung des GemeindegebietesBearbeiten

Die Gemarkung Lachen besteht aus dem Gemeindegebiet von Lachen und einem Teil des Markts Ottobeuren.

Die Gemeinde hat 9 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp und die Einwohnerzahlen Stand Februar 2013 angegeben):[2]

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Lachen gehörte zum Fürststift Kempten. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

AusgliederungenBearbeiten

Am 1. Mai 1978 wurden Gebietsteile mit damals etwa 40 Einwohnern an den Markt Ottobeuren abgetreten (Niebers und Schiessenhof).[3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 0958 Einwohner[3]
  • 1970: 1107 Einwohner[3]
  • 1987: 1116 Einwohner
  • 1991: 1139 Einwohner
  • 1995: 1209 Einwohner
  • 2000: 1277 Einwohner
  • 2005: 1496 Einwohner
  • 2010: 1424 Einwohner
  • 2015: 1472 Einwohner

Alle Angaben beziehen sich auf die heutige Gemeinde, also ohne die ehemaligen Gemeindeteile Niebers und Schiessenhof.

PolitikBearbeiten

Bundestagswahl 2017[4]
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60
50
40
30
20
10
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39,8 %
9,9 %
16,4 %
8,7 %
10,6 %
3,5 %
4,5 %
6,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2013
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 12
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   2
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-12
-14
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+2,6 %p
+3,2 %p
+0,7 %p
+1,9 %p
-2,4 %p

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist seit Mai 2014 Josef Diebolder (* 1962) (FW).

GemeinderatBearbeiten

Die Sitzzuteilung bei der Gemeinderatswahl 2014 war wie folgt:[5]

  • CSU/Überp. Wählergemeinschaft und Bürgerblock: 12 Sitze
  • Freie Wähler: 12 Sitze

WappenBearbeiten

Das Wappen wurde am 11. August 1986 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Blasonierung: „Unter silbernem Schildhaupt, darin ein mit goldenem Gitter belegter roter Schrägbalken, zweimal von Blau, Rot und Blau geteilt, oben nebeneinander drei silberne Eisenhüte.“

Für die Geschichte des Gemeindegebietes waren die um 1500 ausgestorbenen Herren von Rothenstein, die Marschälle von Pappenheim sowie das Fürststift Kempten von Bedeutung. Der Schrägbalken ist dem Wappen der Herren von Rothenstein entnommen. Die Eisenhüte stammen aus dem Wappen der Marschälle von Pappenheim. Rot - Blau sind die Wappenfarben des Fürststiftes Kempten.

Der Entwurf des Wappens stammt von Stiftsarchivar und Kreisheimatpfleger Aegidius Kolb und die Gestaltung übernahm der Passauer Max Reinhart.

BaudenkmälerBearbeiten

 
Katholische Pfarrkirche St. Afra in Lachen

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft vier, im produzierenden Gewerbe 47 und im Bereich Handel und Verkehr sieben sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 14 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 446. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 13, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 42 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 941 ha, davon waren 761 ha Dauergrünfläche.

BildungBearbeiten

Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten: 50 Kindergartenplätze mit 49 Kindern
  • Grundschule

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Lachen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Lachen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 16. August 2019.
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 783.
  4. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 4. März 2018
  5. Kommunalwahlen in Bayern am 16. März 2014 - Ergebnisse in Schwaben, abgerufen am 18. November 2017.