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Egg an der Günz

Gemeinde in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Egg a.d.Günz
Egg an der Günz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Egg a.d.Günz hervorgehoben

Koordinaten: 48° 5′ N, 10° 17′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Babenhausen
Höhe: 583 m ü. NHN
Fläche: 20,71 km2
Einwohner: 1139 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87743
Vorwahl: 08333
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 130
Gemeindegliederung: 4 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 1
87743 Egg a.d.Günz
Website: www.gemeinde-egg.de
Bürgermeister: Franz Morath (Überp.Wählerver. / Fr.Wählerver.)
Lage der Gemeinde Egg a.d.Günz im Landkreis Unterallgäu
KaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis GünzburgLandkreis Neu-UlmLandkreis OberallgäuLandkreis OstallgäuBuxheim (Schwaben)MemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHolzgünzHeimertingenKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenKaufbeurenLandkreis UnterallgäuMemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHeimertingenHolzgünzKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Egg an der Günz (amtlich: Egg a.d.Günz) ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Babenhausen.

Egg an der Günz von Norden

GeografieBearbeiten

Egg an der Günz liegt etwa 15 Kilometer nordöstlich von Memmingen in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben.

Ausdehnung des GemeindegebietesBearbeiten

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Egg a.d. Günz, Egger Wald, Engishausen und Inneberg.

Die Gemeinde hat vier amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Abgegangen sind dem Ort die Siedlungen Linkenhof, welche sich in der Nähe von Egg befunden hatte und Litun, die sich zwischen Egg und Oberschönegg befand.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Egg an der Günz gehörte zur Reichsabtei Ottobeuren. 1486 wurde hier der nach dem Ortsnamen benannte Johannes Eck, Gegenspieler Martin Luthers während der Reformationszeit, geboren. Durch den Reichsdeputationshauptschluss von 1803 fiel der Ort an Bayern. Im Zuge einer Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Oktober 1973 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Inneberg eingegliedert. Am 1. Januar 1976 kam Engishausen hinzu.[3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 0885 Einwohner[3]
  • 1970: 0888 Einwohner[3]
  • 1987: 0938 Einwohner
  • 1991: 0976 Einwohner
  • 1995: 1072 Einwohner
  • 2000: 1105 Einwohner
  • 2005: 1136 Einwohner
  • 2010: 1129 Einwohner
  • 2015: 1208 Einwohner

PolitikBearbeiten

Bundestagswahl 2017[4]
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
49 %
8,7 %
14,1 %
9,8 %
5,4 %
4,3 %
4,6 %
4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2013
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
-16
-18
-17,8 %p
-1,1 %p
+10,9 %p
+4,6 %p
+2,2 %p
+2,2 %p
+2,4 %p
-3,6 %p

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist Franz Morath.

GemeinderatBearbeiten

Die Sitzzuteilung bei der Gemeinderatswahl 2014 war wie folgt:[5]

  • Freie und überparteiliche Wählervereinigung: 12 Sitze

WappenBearbeiten

Das Wappen wurde am 16. September 1963 durch Bescheid des Bayerischen Staatsministeriums des Innern genehmigt.

Blasonierung: „In Blau ein durchgehender silberner Abtstab, dem oben ein durchgehendes goldenes Dreieck und unten ein schmaler silberner Wellenbalken aufgelegt sind.“

Das Wappen symbolisiert die Ortsgeschichte, die durch die Zugehörigkeit des Gemeindegebietes zum Herrschaftsbereich des Klosters Ottobeuren gekennzeichnet ist; darauf weist der silberne Abtstab. Das goldene Dreieck ist Bestandteil des Wappens des Theologen Johannes Maier gen. Eck (1486–1543), der ebenso wie sein Halbbruder Simon Thaddäus Maier gen. Eck (um 1514–1574) bayerischer Kanzler, im Zeitalter der Reformation und Gegenreformation eine bedeutende Rolle im geistigen und politischen Leben Bayerns spielte. Das goldene Dreieck („Eckstein“) hält als sogenannter redender Wappenbestandteil die Erinnerung an die berühmtesten Söhne der Gemeinde wach, die sich den Gemeindenamen als Familiennamen beilegten. Der silberne Wellenbalken im Schildfuß schließlich stellt die Lage der Gemeinde an der Günz dar und dokumentiert damit den Namensbestandteil Egg an der Günz.

Der Entwurf des Wappens stammt von Stiftsarchivar und Kreisheimatpfleger Aegidius Kolb, und die Gestaltung übernahm der Nördlinger Rudolf Mussgnug.

 
Kirche St. Bartholomäus

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft elf, im produzierenden Gewerbe 86 und im Bereich Handel und Verkehr 20 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort elf Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 343. Im verarbeitenden Gewerbe gab es vier Betriebe, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 52 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1283 ha. Davon waren 611 ha Ackerfläche und 672 ha Dauergrünfläche.

BildungBearbeiten

Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 39 Kindern
  • Volksschule: eine mit acht Lehrern und 137 Schülern

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

 
Gedenkstein für Johannes Eck

WeblinksBearbeiten

  Commons: Egg an der Günz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Egg a.d. Günz in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 17. August 2019.
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 781.
  4. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 4. März 2018
  5. Kommunalwahlen in Bayern am 16. März 2014 - Ergebnisse in Schwaben, abgerufen am 18. November 2017.