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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Winterrieden
Winterrieden
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Winterrieden hervorgehoben
Koordinaten: 48° 7′ N, 10° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Babenhausen
Höhe: 575 m ü. NHN
Fläche: 9,79 km2
Einwohner: 943 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 96 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87785
Vorwahl: 08333
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 217
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 1
87727 Babenhausen
Website: www.winterrieden.de
Bürgermeister: Hans Peter Mayer (CSU/Unabhängige Wählergruppe)
Lage der Gemeinde Winterrieden im Landkreis Unterallgäu
KaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis GünzburgLandkreis Neu-UlmLandkreis OberallgäuLandkreis OstallgäuBuxheim (Schwaben)MemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHolzgünzHeimertingenKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenKaufbeurenLandkreis UnterallgäuMemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHeimertingenHolzgünzKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild
Luftbild von Winterrieden

Winterrieden ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Babenhausen.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Winterrieden liegt circa 15 Kilometer nördlich von Memmingen in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben.

Das Gemeindegebiet besteht nur aus der Gemarkung Winterrieden.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Winterrieden gehörte seit dem 12. Jahrhundert bis zum Reichsdeputationshauptschluss zum Reichsstift Ochsenhausen und wurde darin als gefürstetes Burggrafentum an die Grafen von Sinzendorf gegeben. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

VerwaltungszugehörigkeitBearbeiten

1972 erfolgte die Eingliederung in den Landkreis Unterallgäu und 1978 die Aufnahme in die Verwaltungsgemeinschaft Babenhausen.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1970: 668 Einwohner
  • 1987: 706 Einwohner
  • 1991: 782 Einwohner
  • 1995: 847 Einwohner
  • 2000: 874 Einwohner
  • 2005: 908 Einwohner
  • 2010: 891 Einwohner
  • 2015: 928 Einwohner

PolitikBearbeiten

Bundestagswahl 2017[2]
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
46,6 %
7,5 %
13,5 %
10,6 %
6,9 %
4,2 %
5,7 %
5 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2013
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
-16
-18
-20
-18,5 %p
-2,0 %p
+8,8 %p
+4,7 %p
+2,6 %p
+1,6 %p
+3,9 %p
-1,1 %p

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist Hans Peter Mayer (CSU/Unabhängige Wählergruppe). Sein Vorgänger war der am 10. August 2012 verstorbene Gerhard Brosch (Freie Wähler). Dieser wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Eugen Nägele (CSU/Unabhängige Wählergruppe).

GemeinderatBearbeiten

Die Sitzverteilung bei der Gemeinderatswahl 2014 war wie folgt:[3]

  • CSU/unabhängige Wählergruppe: 8 Sitze

WappenBearbeiten

Das Wappen wurde am 21. Februar 1963 durch Bescheid des Bayerischen Staatsministeriums des Innern genehmigt.

Blasonierung: „Gespalten von Silber und Rot; auf grünem Dreiberg ein in verwechselten Farben gespaltener Rosenstrauch mit drei Blüten mit goldenen Butzen.“

Zu Beginn des 12. Jahrhunderts schenkten die im Illergebiet begüterten welfischen Ministerialen von Wolfertschwenden beträchtlichen Grundbesitz in Winterrieden dem durch Stiftungsurkunde von 1099 errichteten Benediktinerkloster Ochsenhausen. Das Präsentationsrecht über die Pfarrei Winterrieden gelangte ebenfalls an Ochsenhausen. Bis zur Säkularisation des Klosters 1803, in einem Zeitraum von 700 Jahren, bestanden äußerst enge Beziehungen zwischen Winterrieden und dem Kloster Ochsenhausen. Die Fürsorge des Patronatsherrn manifestierte besonders Abt Benedikt Denzel (1737–1769), der 1755 die Pfarrkirche neu erbauen ließ. Sein Wappen – in von Silber und Rot gespaltenem Schild ein Rosenstrauch mit drei Blüten in verwechselten Farben – befindet sich im Chorbogen der Kirche.

Der Entwurf und die Gestaltung des Wappens stammt vom Nördlinger Rudolf Mussgnug.

FlaggeBearbeiten

Die Flagge ist rot-weiß (1:1) gestreift mit aufgelegtem Gemeindewappen.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Eine Sehenswürdigkeit ist die zwischen 1752 und 1755 erbaute Pfarrkirche St. Martin.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 114 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort zwölf Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 318. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 35 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 791 ha, davon waren 258 ha Ackerfläche und 533 ha Dauergrünfläche.

VerkehrBearbeiten

Winterrieden lag an der Bahnstrecke Kellmünz–Babenhausen. Diese Strecke ist stillgelegt und abgebaut.

BildungBearbeiten

Im Jahr 1999 gab es einen Kindergarten mit 50 Kindergartenplätzen und 36 betreuten Kindern

SonstigesBearbeiten

Die Einwohner Winterriedens werden auch gerne scherzhaft „Wasamolle“ genannt. Dieser Spitzname wurde den Einwohnern gegeben, weil im Bereich der unteren Bahnhofstraße eine Fabrik für Torfziegel stand und im Moorgebiet Torf gestochen wurde. Weitere „Wasamolle“ sind die Illerberger und weitere Dörfer, in denen Torf gestochen wurde.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Winterrieden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 4. März 2018
  3. Kommunalwahlen in Bayern am 16. März 2014 - Ergebnisse in Schwaben, abgerufen am 18. November 2017.