Hauptmenü öffnen

GeografieBearbeiten

Salgen liegt circa 35 Kilometer nordöstlich von Memmingen in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben.

Ausdehnung des GemeindegebietesBearbeiten

 
Rathaus in Salgen

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Salgen, Bronnen und Hausen.

Die Gemeinde hat 5 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Abgegangen sind die Siedlungen Buch, Fehrenbach, Rinolzried, Rohen, Sachsenau und Schattenhausen.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Salgen war vor 1800 Sitz eines Oberen und Unteren Gerichts und gehörte der Herrschaft Mindelheim, die Teil des Kurfürstentums Bayern war. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Bronnen und Hausen eingegliedert.[3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 1120 Einwohner[3]
  • 1970: 1135 Einwohner[3]
  • 1987: 1227 Einwohner
  • 1991: 1325 Einwohner
  • 1995: 1398 Einwohner
  • 2000: 1479 Einwohner
  • 2005: 1443 Einwohner
  • 2010: 1409 Einwohner
  • 2015: 1448 Einwohner

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1.221 auf 1.467 um 246 Einwohner bzw. um 20,2 %.

PolitikBearbeiten

Bundestagswahl 2017[4]
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
48,1 %
8,4 %
14,5 %
9,7 %
5,5 %
2,7 %
5,3 %
5,7 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2013
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
-16
-18
-20
-18,8 %p
+1,0 %p
+9,8 %p
+6,0 %p
+2,4 %p
+1,5 %p
+1,3 %p
-3,2 %p

BürgermeisterBearbeiten

Max Miller (* 1921; Freie Wähler Salgen, Hausen, Bronnen) war 45 Jahre lang, von 1945 bis 1948 und von 1966 bis 2008 Bürgermeister. Zum Zeitpunkt des Ausscheidens war er 86 Jahre alt und dienstältester Bürgermeister in Bayern.[5] Miller ist am 31. Dezember 2016 verstorben.[6]

Nachfolger von Miller ist seit dem 1. Mai 2008 Johann Egger (Fr. Wählerver./Bürgerl. Block).

GemeinderatBearbeiten

Die Sitzzuteilung bei der Gemeinderatswahl 2014 war wie folgt:[7]

  • Freie Wählergruppe: 6 Sitze
  • Wählervereinigung Hausen: 3 Sitze
  • Freie Wählergemeinschaft Bronnen: 3 Sitze

SteuereinnahmenBearbeiten

Im Jahr 2014 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 1.102.000 Euro, davon waren 415.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

WappenBearbeiten

Das Wappen wurde am 31. Juli 1979 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Blasonierung: „Über blauem Wellenschildfuß, darin eine vierblättrige goldene Rosette, ein auf einem nach oben gekrümmten roten Balken stehender, herschauender schwarzer Löwe.“

Der auf dem roten, nach oben gekrümmten Balken stehende, herschauende schwarze Löwe entspricht dem Wappen der Herren von Mindelberg, zu deren Herrschaftsbereich seit dem 14. Jahrhundert das Gebiet der heutigen Gemeinde Salgen gehörte. Der blaue Wellenschildfuß erinnert an die Lage der Gemeinde im moorigen Mindeltal (Salger Moos), die goldene Rosette ist dem Konventwappen des Klosters Ottobeuren entnommen, für das bereits im 11. Jahrhundert Besitz in Salgen nachweisbar ist.

Das Wappen wurde vom Heraldiker Max Reinhart aus Passau gestaltet.

FlaggeBearbeiten

Die Flagge wurde am 17. September 1980 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Die Flagge ist Rot - Gelb gestreift mit aufgelegtem Gemeindewappen.

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 im produzierenden Gewerbe 133 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 479. Im verarbeitenden Gewerbe gab es drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 76 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1939 Hektar, davon waren 767 Hektar Ackerfläche und 1173 Hektar Dauergrünfläche.

BildungBearbeiten

Im Jahr 1999 gab es die folgende Einrichtung: einen Kindergarten mit 50 Kindergartenplätzen.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Salgen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Salgen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 15. August 2019.
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 783.
  4. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 4. März 2018
  5. Süddeutsche Zeitung vom 20. Februar 2008, abgerufen am 5. November 2011
  6. Mindelheimer Zeitung zum Tod von Miller, abgerufen am 3. Januar 2017
  7. Kommunalwahlen in Bayern am 16. März 2014 - Ergebnisse in Schwaben, abgerufen am 18. November 2017.