Niederrieden

Gemeinde in Deutschland

Niederrieden ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu.

Wappen Deutschlandkarte
Niederrieden
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Niederrieden hervorgehoben

Koordinaten: 48° 3′ N, 10° 11′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Boos
Höhe: 582 m ü. NHN
Fläche: 13,89 km2
Einwohner: 1478 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 106 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87767
Vorwahl: 08335
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 177
Gemeindegliederung: 3 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Fuggerstr. 3
87737 Boos
Website: www.vg-boos.de
Erster Bürgermeister: Michael Büchler (CSU-Bürgerunion)
Lage der Gemeinde Niederrieden im Landkreis Unterallgäu
KaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis GünzburgLandkreis Neu-UlmLandkreis OberallgäuLandkreis OstallgäuBuxheim (Schwaben)MemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHolzgünzHeimertingenKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenKaufbeurenLandkreis UnterallgäuMemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHeimertingenHolzgünzKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

Das Pfarrdorf Niederrieden liegt zehn Kilometer nördlich von Memmingen in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben.

GemeindegliederungBearbeiten

Das Gemeindegebiet besteht nur aus der Gemarkung Niederrieden.

Es gibt drei Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Außerdem gibt es die Einzelhöfe Bergschreiner, Brucktoni, Fackler, Geiger, Lutzenberger, Nagler und Pfluger, die bis in die 1990er Jahren den Gemeindeteil Auf den Comthurbergen bildeten, seitdem zum Gemeindeteil Niederrieden zählen.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Niederrieden gehörte zur Reichsabtei Ottobeuren. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 0794 0917 1088 1121 1166 1210 1273 1343 1394

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1094 auf 1443 um 349 Einwohner bzw. um 31,9 %.

PolitikBearbeiten

Bundestagswahl 2017[4]
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
48,7 %
11,5 %
11,7 %
8,8 %
5,5 %
3,3 %
3,4 %
7,2 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2013
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
−13,7 %p
± 0,0 %p
+7,1 %p
+4,2 %p
+0,3 %p
+0,9 %p
+0,4 %p
+0,8 %p

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist Michael Büchler (CSU/Bürgerunion).[5] Dieser wurde erstmals im Jahr 2009 gewählt, nachdem er seit 2008 kommissarisch seinen Vorgänger Josef Osterberger vertreten hatte.[6] Am 15. März 2020 wurde er mit 95,2 % der Stimmen im Amt bestätigt.

GemeinderatBearbeiten

Die Wahl am 15. März 2020 hatte folgendes Ergebnis:

Die Sitzverteilung bei der Gemeinderatswahl 2014 war wie folgt:[7]

  • Freie Wähler e.V.: 5 Sitze
  • CSU/Bürgerunion: 4 Sitze
  • Christliche Wähler: 3 Sitze

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Rot zwei schräggekreuzte, beblätterte silberne Rohrkolben, darauf ein linksgewendeter, wachsender, aufrechter goldener Abtstab.“[8]

Das Wappen wurde am 17. April 1963 durch Bescheid des Bayerischen Staatsministeriums des Innern genehmigt. Der Entwurf des Wappens stammt von Stiftsarchivar und Kreisheimatpfleger Aegidius Kolb, die Gestaltung übernahm der Nördlinger Rudolf Mussgnug.

Wappenbegründung: Da die Gemarkung bis 1802 zum Territorium der Reichsabtei Ottobeuren des Benediktinerordens gehörte, wurde der Abtstab als Sinnbild gewählt. Auch die Farben Silber und Rot deuten auf das Reichsstift hin. Die Rohrkolben dagegen knüpfen an das Grundwort „-rieden“ des Gemeindenamens an, wodurch die Lage des Ortes am Ried dargestellt wird. Das Kolbenschilf ist eine für die stehenden Gewässer des Rieds charakteristische Pflanze und wird deshalb von jeher in der Wappenkunst als einschlägiges Motiv verwendet.

VerwaltungBearbeiten

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Boos.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Blick auf St. Georg mit Brunnen

BaudenkmälerBearbeiten

Weitere BauwerkeBearbeiten

Seit dem Jahr 2011 betreibt der Deutsche Wetterdienst in Niederrieden einen Wetterradarturm .[9]

BodendenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab am 30. Juni 2018 im Ort 101 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte; von der Wohnbevölkerung standen 643 Personen in einer versicherungspflichtigen Beschäftigung. Damit überwog die Zahl der Auspendler um 542 Personen. Die 14 landwirtschaftlichen Betriebe bewirtschafteten eine Fläche von 664 Hektar (Stand 2016).

Bekannte UnternehmenBearbeiten

  • Brauerei Ruhland (bekannt vor allem für ihr Mineralwasser – Remus Quelle)
  • Holztechnik Hummel GmbH, Hersteller von Hobelware aus sibirischer Lärche und sibirischer Zirbe

Erziehung und BildungBearbeiten

Am 1. März 2019 gab es eine Kindertageseinrichtungen mit 66 Plätzen und 50 betreuten Kindern.

WeblinksBearbeiten

Commons: Niederrieden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Niederrieden in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 15. August 2019.
  3. Gemeinde Niederrieden, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 21. Dezember 2021.
  4. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 4. März 2018
  5. Gemeinderat. Gemeinde Niederrieden, abgerufen am 28. September 2020.
  6. https://www.all-in.de/nachrichten/lokales/Niederrieden-braucht-neuen-Buergermeister;art26090,481916
  7. Kommunalwahlen in Bayern am 16. März 2014 – Ergebnisse in Schwaben, abgerufen am 18. November 2017.
  8. Eintrag zum Wappen von Niederrieden in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  9. DWD: Der Radarverbund des Deutschen Wetterdienstes (Memento des Originals vom 23. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dwd.de (PDF; 2,4 MB), abgerufen am 30. November 2012