Trogen AR

Gemeinde in der Schweiz
AR ist das Kürzel für den Kanton Appenzell Ausserrhoden in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Trogen zu vermeiden.

Trogen ist eine politische Gemeinde im Bezirk Mittelland des Kantons Appenzell Ausserrhoden in der Schweiz. Sie ist Sitz der kantonalen Justizbehörden von Appenzell Ausserrhoden.

Trogen
Wappen von Trogen
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Appenzell Ausserrhoden Appenzell Ausserrhoden (AR)
Bezirk: ehemaliger Bezirk Mittellandw
BFS-Nr.: 3025i1f3f4
Postleitzahl: 9043
Koordinaten: 752907 / 252759Koordinaten: 47° 24′ 28″ N, 9° 27′ 53″ O; CH1903: 752907 / 252759
Höhe: 903 m ü. M.
Höhenbereich: 689–1183 m ü. M.[1]
Fläche: 10,03 km²[2]
Einwohner: 1822 (31. Dezember 2020)[3]
Einwohnerdichte: 182 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
12,2 % (31. Dezember 2020)[4]
Gemeindepräsidentin: Dorothea Altherr
Website: www.trogen.ch
Unterdorf Trogen mit Kirche

Unterdorf Trogen mit Kirche

Lage der Gemeinde
Kanton Appenzell InnerrhodenKanton Appenzell InnerrhodenKanton St. GallenKanton St. GallenBezirk HinterlandBezirk VorderlandBühler ARGais ARSpeicher ARTeufen ARTrogen ARKarte von Trogen
Über dieses Bild
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GeographieBearbeiten

Trogen liegt im Appenzeller Mittelland, geprägt vom Gäbris, dem höchsten Berg des Bezirks. Der tiefste Punkt der Gemeinde befindet sich beim Chastenloch auf 693 Meter, der höchste Punkt befindet sich oberhalb des Sitz auf 1183 Meter. Trogen grenzt an die Gemeinden Wald, Altstätten (SG), Gais, Bühler, Speicher und Rehetobel sowie den Innerrhoder Bezirk Oberegg. Die ausserrhodische Gemeinde hat eine Gesamtfläche von 1003 Hektaren. 78 ha sind Siedlungsfläche, während 509 ha der Landwirtschaft dienen und 412 ha Waldfläche sind.[5] Trogen ist zudem der Endpunkt der Bahnstrecke Appenzell–St. Gallen–Trogen der Appenzeller Bahnen (ehemalige Trogenerbahn).

GeschichteBearbeiten

Trogen wurde 1168 als Trugin erstmals erwähnt. Nach dem Ende der Appenzellerkriege im Jahr 1429 entstand die Rhode Trogen, die die vorderländischen Gemeinden Oberegg und Teile von Bühler und Gais in Anspruch nahmen. 1525 trat Trogen der Reformation bei. Als sich das Land Appenzell 1597 in Ausser- und Innerrhoden teilte, wurde Trogen der Hauptort des Kantons Appenzell Ausserrhoden. Stock und Galgen kamen nach Trogen; der Richtplatz befand sich westlich von Trogen im heutigen Ortsteil Gfeld. Wegen eigener Kirchenbauten in Rehetobel und Wald wurde das Gebiet in Trogen immer kleiner. Grub, Walzenhausen, Heiden sowie Wolfhalden und Lutzenberg machten sich bis 1658 selbständig. Aus Trogen profilierten sich insgesamt neun der heute 20 Ausserrhoder Gemeinden.  

Ab dem 16. Jahrhundert bis zur industriellen Revolution wurde Trogen, wie ein grosser Teil des Appenzellerlands, durch den Verkauf von Webereien und Stickereien wohlhabend. Dieser Trend wurde durch die Zellweger-Familie enorm verstärkt, welche mit dem Leinwandhandel zeitweise ein Vermögen machte. 1667 eröffnete Conrad Zellweger-Rechsteiner in seinem Wohnhaus, dem heutigen KVT-Haus, eine Leinwandschau. Sein Sohn Conrad Zellweger-Tanner und er gelten als Begründer der Zellweger’schen Handelshäuser. Die sogenannten ‘Zellweger-Paläste’ wurden um den Trogner Landsgemeindeplatz gebaut. Einige davon stehen auf der Liste der Kulturgüter von nationaler Bedeutung (siehe auch Bilder unter Commons). Zellweger-Tanner wohnte mit seiner Frau im heutigen Rathaus. Der erste Sohn von Zellweger-Tanner, Conrad Zellweger-Sulser baute die «Krone». Die Erbauung der Paläste sorgte innerhalb der Familie für Unruhe, da jeder versuchte, die anderen mit einem noch prächtigeren Palast zu übertrumpfen, was zum teilweisen Zerfall von Geschäftsallianzen und angespannten Familienverhältnissen führte. Zwischen 1760 und 1763 wurden für die Kinder der zwei Zellweger-Brüder (Zellweger-Sulser) und weitere Steinpaläste vom spätbarocken Baumeister Johann Ulrich Grubenmann von Teufen errichtet. Die kunsthistorisch bedeutende reformierte Kirche und fünf Profanbauten stammen ebenfalls von Grubenmann. Die Kirche, die 1779–1782 gebaut wurde, war das letzte Werk von Grubenmann. Seit 1866, 49 Jahre nach Konkurs der letzten Zellweger-Firma, gab es vorerst keine weiteren Bauveränderungen auf dem Dorfplatz mehr. Die Landsgemeinde fand bis zu ihrer Abschaffung 1997 jedes zweite Jahr in Trogen statt. Wegen seiner Grösse, des Sitzes der Kantonsregierung und Teilen der Verwaltung wird heute jedoch meist Herisau als Hauptort bezeichnet. 2011 wurde in Trogen über eine Gesamterneuerung des Platzes abgestimmt. Im Frühjahr 2019 begannen die Bauarbeiten und im Frühjahr 2021 konnten sie mit dem Bau des Gartens vor dem Fünfeckpalast beendet werden. Im Juni 2021 wurde der neue Pflastersteinplatz eingeweiht.  Aus jener Zeit stammen auch die Zellweger-Paläste in Trogen. Die kunsthistorisch bedeutende reformierte Kirche und fünf Profanbauten stammen von dem spätbarocken Baumeister Johann Ulrich Grubenmann von Teufen.[6]

 
Luftbild der Swissair Photo AG von 1949
 
Trogen in Appenzell Ausserrhohen, Grafik von Johann Ulrich Schellenberg

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Haupterwerbszweig Trogens die Textilindustrie. 66 % der Bewohnerinnen und Bewohner waren in diesem Bereich angestellt. Zeitgleich begann Trogen sich langsam zu einem Luftkur- und Wintersportort zu entwickeln. In der Zwischenkriegszeit ging die Bevölkerungszahl stark zurück. Obwohl sich die Gegend wirtschaftlich erholte und durch den Anschluss an die Bahnlinie der Trogenerbahnen im Jahr 1903 auch als Wohnort attraktiver wurde, übertraf die Bevölkerungszahl seither den Höchstwert der 1850er-Jahre nie mehr.[7]

Trogen hat die Auszeichnung einer Energiestadt erhalten. Das Label bezeugt, dass die Gemeinde sich für eine effiziente Energienutzung, erneuerbare Energien, umweltverträgliche Mobilität sowie Klimaschutz einsetzt. Die Gemeinde wird dabei von einem Energiestadtberater unterstützt. Sobald mehr als 50 Prozent der Handlungsspielräume umgesetzt werden, kann sich eine Gemeinde als Energiestadt betiteln.[8]

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung[9][10]
Jahr 1667 1734 1813 1850 1900 1950 1980 2000 2005 2010 2021
Einwohner 2262* 2250** 2370 2611 2496 2142 1853 1867 1751 1687 1877

*(inkl. Wald, Rehetobel)00000 **(exkl. Wald, Rehetobel)

Kantonsverwaltung und PolitikBearbeiten

Das kantonale Obergericht, das Kantonsgericht (Äquivalent zum Bezirksgericht in Kantonen mit Bezirken), das Verwaltungsgericht sowie das Jugendgericht haben ihren Sitz in Trogen. Obwohl der Kanton Appenzell Ausserrhoden laut Kantonsverfassung keinen Kantonshauptort kennt, teilen sich diesen Status de facto Herisau (Sitz der Legislative, der Exekutive und des Polizeiwesens) und Trogen (Sitz der Judikative).

In Trogen befindet sich auch das Amt für Kultur mit der Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden.

Bis zur Abschaffung der Landsgemeinde waren Hundwil und Trogen die beiden alternierenden Versammlungsorte der Ausserrhoder Landsgemeinde.

Seit 2015 ist Dorothea Altherr Gemeindepräsidentin der Gemeinde Trogen (Stand Juni 2022). Trogen verfügt über einen siebenköpfigen Gemeinderat, der unter der Leitung der Gemeindepräsidentin steht. Der Rat wird für eine vierjährige Amtszeit von den Einwohnerinnen und Einwohnern im Majorzverfahren bestimmt. Der Gemeinderat ist ein politisches Organ der Exekutive, und kümmert sich im Rahmen seiner Kompetenzen um die laufenden Geschäfte der Gemeinde. Es gibt auf Gemeindeebene keine begrenzte Anzahl Amtszeiten. Folgende Personen bilden den Gemeinderat Trogens für die Amtszeit 2019–23 (Stand Juli 2022):[11]

  • Dorothea Altherr, Gemeindepräsidentin, seit 2015
  • Andrea Thalmann, Vizepräsidentin, seit 2019
  • Marc Fahrni, Gemeinderat, seit 2007
  • Urs Niederer, Gemeinderat, seit 2010
  • Andreas Schönenberger, Gemeinderat, seit 2018
  • Simone Thoma, Gemeinderätin, seit 2019
  • Ilir Selmanaj, Gemeinderat, seit 2020

Aufgrund der Einwohnerzahl darf Trogen zwei Personen im Kantonsrat in Herisau stellen, der die Legislative des Kantons bildet. Die Personen werden im Majorzverfahren von den Einwohnerinnen und Einwohnern für eine Amtszeit von vier Jahren bestimmt. Die Kantonsrätinnen und Kantonsräte vertreten die Interessen der Gemeinde auf kantonaler Ebene. Folgende Personen vertreten aktuell Trogen im Kantonsrat (Stand Juli 2022):[12]

  • Andreas Welz, FDP, seit 2019
  • Jens Weber, SP, seit 2015

Als eine von vier Ausserrhoder Gemeinden hat Trogen das Stimm- und Wahlrecht für Ausländerinnen und Ausländer eingeführt. Das bedeutet, dass Ausländerinnen und Ausländer auf kommunaler Ebene gleichberechtigt politisch mitbestimmen dürfen, sofern sie einige vom Kanton gestellte Bedingungen erfüllen (10 Jahre Wohnsitz in der Schweiz, 5 Jahre Wohnsitz in Appenzell Ausserrhoden, aktueller Wohnsitz in Trogen).[13]

SchulenBearbeiten

Sämtliche Stufen der obligatorischen Schulzeit können in Trogen absolviert werden. Zudem steht mit der 1821 gegründeten Kantonsschule Trogen (KST), kurz auch «Kanti Trogen», die einzige Mittelschule des Kantons Appenzell Ausserrhoden in Trogen. Seit 1895 dürfen auch Mädchen die Schule besuchen. Zum Angebot der Kantonsschule gehören neben dem Gymnasium auch eine Wirtschafts- und Fachmittelschule. Seit 1907 wird an der KST ebenfalls die Sekundarschule für die Gemeinden Trogen, Wald und Rehetobel geführt. Im Jahr 2021 feierte die Schule ihr 200-Jahr-Jubiläum.[14]

Soziales und KulturBearbeiten

In Trogen befindet sich das über den Kanton hinaus bekannte Kinderdorf Pestalozzi. Es wurde 1946 auf Initiative von Walter Robert Corti eröffnet.[15] Heute ist die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi ein Hilfswerk, das sich für Kinder und Jugendliche in der Schweiz und in zwölf Ländern weltweit engagiert. In Trogen wird der kulturelle Austausch gepflegt, indem Kinder und Jugendliche aus den verschiedensten Ländern zusammenkommen und sich während Projektwochen kennenlernen. Die Stiftung unterstützt Kinder auf ihrem Bildungsweg und ermöglicht so bessere Zukunftschancen.[16]

 
Wohn- und Pflegeheim Boden AR

In Trogen sind zudem vier Heime etabliert.

Seit einigen Jahren präsentiert sich Trogen offiziell unter dem Namen "Kulturdorf im Appenzellerland".

Im Jahr 1999 taten sich der Musiker Rudolf Lutz und der Unternehmer Konrad Hummler zusammen, um die J.S. Bach-Stiftung zu gründen. Ihre Idee war es, das gesamte Vokalwerk Johann Sebastian Bachs in der Reformierten Kirche Trogen aufzuführen. Seit 2006 wird fast monatlich eine Kantate aufgeführt, was bedeutet, dass das Projekt rund 25 Jahre dauern wird. Die musikalische Leitung des Projekts obliegt Rudolf Lutz.[17]

Die «Göttliche Ordnung» ist ein Film von Petra Volpe aus dem Jahr 2017. Der Film befasst sich mit der Emanzipation der Frau in der Schweiz und der Einführung des Frauenstimmrechts im Jahre 1971 auf eidgenössischer Ebene. Hauptschauplatz des Films war die ausserrhodische Gemeinde Trogen, deren Kulisse im Dorfkern seit den 1970er-Jahren unverändert blieb. 

Die Rudolf und Gertrud Bünzli-Scherrer Stiftung (kurz Bünzli-Stiftung) wurde im Jahre 1988 gegründet, ein Jahr nach Gertrud Bünzli-Scherrers Tod. Sie war eine engagierte Einwohnerin von Trogen, die auch durch ihren Einsatz für das Frauenstimmrecht Bekanntheit erlangte. Zudem war sie Mitbegründerin des Deutschschweizer Konsumentinnenforums.[18]

Jahrhundert der Zellweger ist eine Initiative der Gemeinde Trogen und der Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden. Das 2014 ins Leben gerufene Vermittlungsangebot mit Ausstellung und Hörpfaden ermöglicht Besucherinnen und Besuchern, die Geschichte der Textilhandelsfamilie Zellweger im 18. und 19. Jahrhundert kennenzulernen und die Zellweger-Paläste inklusive Kirche am Landsgemeindeplatz zu besuchen.[19]

Seit 1986 findet am zweiten Adventssamstag der Trogener Adventsmarkt statt. Mit über 50 Marktständen ist er Plattform für den Verkauf von Produkten ausschliesslich aus sozialen Institutionen für Menschen mit Behinderung.[20] 2016 gründete sich der Verein Marktfauen Trogen, der, inspiriert von Märkten in Dörfern Frankreichs, von Mai bis September jeden letzten Samstag im Monat auf dem Landsgemeindeplatz einen Krämermarkt organisiert.[21]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Die reformierte Kirche[22]
  • Landsgemeindeplatz: Obwohl sich die Steinhäuser auf dem Landsgemeindeplatz Trogen nicht massgeblich von Bauten anderer begüterter Familien der Ostschweizer Oberschicht unterschieden, wurden sie schon in der Bauzeit als Paläste bezeichnet. Ihr Anhäufung auf engstem Raum sowie ihre Erstellung innerhalb dreier Generationen zwischen 1747 und 1809 sind aussergewöhnlich. Aufgewachsen oder durch langjährige Aufenthalte in Lyon oder Genua geprägt, haben die Bauherren den Landsgemeindeplatz Trogen in eine südländisch-städtische Piazza verwandelt.[23]

BilderBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Carl Adams (1811–1849), Mathematiker, unterrichtete in Trogen
  • Carl Aeschbacher (1886–1944), Komponist und Chorleiter, Musikdirektor in Trogen
  • Hans Altherr (* 1950), Politiker (FDP), von 1976 bis 1993 Gemeinderat in Trogen, Ständerat
  • Hermann Altherr (1848–1927), Arzt, besuchte die Kantonsschule in Trogen
  • Michael Altherr (1681–1735), Landesbauherr, Landammann und Tagsatzungsgesandter, geboren in Trogen
  • Jeannette Altwegg (1930–2021), Eiskunstläuferin, arbeitete als Betreuerin im Kinderdorf Pestalozzi in Trogen
  • Rudolf am Bach (1919–2004), Pianist und Musikpädagoge, geboren in Trogen als Rudolf Aeschbacher
  • Johannes Baumann (1874–1953), Politiker, Bundesrat, war von 1899 bis 1905 Verhörrichter und Kantonspolizeidirektor in Trogen
  • Alois Emanuel Biedermann (1819–1885), reformierter Theologe, besuchte von 1826 bis 1830 die Kantonsschule in Trogen
  • Maria Bill (* 1948), Schauspielerin und Sängerin, geboren in Trogen
  • Bartholome Bischoffsberger (um 1622–1698), ab 1643 Pfarrer in Trogen, hier verstorben
  • Elisabeth Bourquin (1930–1995), Malerin der Art brut und Autorin, geboren in Trogen
  • Mark Staff Brandl (* 1955), Künstler und Kunsthistoriker, lebt in Trogen
  • Jakob Bruderer (1821–1884), Unternehmer und Politiker
  • Willi Eugster (* 1948), Pädagoge und Psychologe, leitete von 1985 bis 2013 die Kantonsschule Trogen
  • Gustav Gamper (1873–1948), Musiker, Maler und Schriftsteller
  • Johann Jakob Graf (1781–1847), Kaufmann und Textilunternehmer
  • Robert Holzach (1922–2009), Rechtsanwalt und Bankmanager, besuchte die Kantonsschule in Trogen
  • Bartholome Honnerlag (1740–1815), Arzt, in Trogen geboren, lebte und wirkte hier und starb in Trogen
  • Gabriela Krapf (* 1973), Musikerin, besuchte die Kantonsschule in Trogen
  • Helen Meier (1929–2021), Schriftstellerin, lebte und starb in Trogen
  • Elisabeth Pletscher (1908–2003), Medizinische Laborantin, Frauenrechtlerin; verbrachte Kindheit, Jugend und zweite Lebenshälfte in Trogen
  • Marino Pliakas (* 1964), Musiker, geboren in Trogen
  • Ueli Prager (1916–2011), Unternehmer, besuchte von 1929 bis 1935 die Kantonsschule in Trogen
  • Thomas Rau (* 1950), Mediziner, geboren in Trogen
  • Heinz Rutishauser (1918–1970), Mathematiker, unterrichtete bis 1948 in Trogen
  • Emil Schiess (1894–1972), Pädagoge, Unternehmer und Politiker, geboren in Trogen
  • Johann Georg Schläpfer (1797–1835), Arzt und Naturwissenschaftler, geboren in Trogen
  • Matthias Schläpfer (1763–1830), Kaufmann, Unternehmer und Konsul, geboren in Trogen
  • Pelagius Schläpfer (1601–1680), Textilhändler, Landeszeugherr, Landesstatthalter, Tagsatzungsgesandter und Landammann, geboren in Trogen
  • Robert Schläpfer (1923–2001), Sprachwissenschaftler, bürgerberechtigt in Trogen
  • Ulrich Schläpfer (1580–1651), Textilhändler, Landesstatthalter, Landammann und Tagsatzungsgesandter, geboren in Trogen
  • Otto Schmid (1889–1974), Maler, Zeichner und Pädagoge an der Kantonsschule Trogen
  • Hans Konrad Sonderegger (1891–1944), Theologe, Rechtsanwalt und Politiker, besuchte 1907–1911 die Kantonsschule in Trogen
  • Johann Jakob Sonderegger (1838–1905), Pädagoge, Gemeindepräsident, Kantonsrat, Regierungsrat und Nationalrat, geboren in Trogen
  • Bartholome Sturzenegger (1650–1709), Politiker
  • Johann Ulrich Sturzenegger (1785–1842), Publizist, Verleger, Redakteur, Buchdrucker und Politiker
  • Ulrich Sturzenegger (1714–1781), Unternehmer, Kalendermacher und Kommunalpolitiker
  • Sophie Taeuber-Arp (1889–1943), Malerin, Bildhauerin und Tänzerin, aufgewachsen in Trogen
  • Johann Georg Gustav Tobler (1769–1843), Pädagoge und Schriftsteller, geboren in Trogen
  • Johann Heinrich Tobler (1777–1838), Dichter und Komponist, geboren in Trogen
  • Otto Tobler (1879–1946), Jurist und Pionier des Natur- und Heimatschutzes, geboren in Trogen
  • Titus Tobler (1806–1877), Arzt und Palästinaforscher, besuchte die Kantonsschule in Trogen
  • Emil Walser (1909–1972), Komponist und Volksmusiker, lebte in Trogen
  • Ernst Wildi (1878–1939), Rektor der Kantonsschule Trogen von 1904 bis 1937, lebte in Trogen im Honnerlagschen Doppelpalast
  • Norbert Zeilberger (1969–2012), österreichischer Musiker, wirkte im Rahmen der J. S. Bach-Stiftung in Trogen, daselbst verstorben
  • Zellweger (16.–18. Jahrhundert), Textilhandelsfamilie mit Zweig in Trogen
  • Bartholome Zellweger (1625–1681), Landessäckelmeister, Landesstatthalter und Tagsatzungsgesandter
  • Conrad Zellweger-Rechsteiner (1630–1705), Textilunternehmer, Ratsherr und Regierungsmitglied
  • Conrad Zellweger-Tanner (1659–1749), Kaufmann, Textilunternehmer, Ratsherr, Regierungsmitglied und Landammann
  • Eduard Zellweger (1901–1975), Jurist, Politiker und Diplomat, bürgerberechtigt in Trogen
  • Johann Caspar Zellweger (1768–1855), Kaufmann, Gelehrter und Philanthrop
  • Johannes Zellweger-Sulser (1695–1774), Kaufmann, Textilunternehmer, Ratsherr, Landeshauptmann und Landammann
  • Jakob Zellweger-Hünerwadel (1805–1873), Arzt, Ratsherr, Gemeindehauptmann, Landesstatthalter, Landammann, Tagsatzungsgesandter und Obergerichtspräsident
  • Jakob Zellweger-Zuberbühler (1770–1821), Kaufmann, Textilunternehmer, Ratsherr, Grossrat, Landeszeugherr, Landammann, Tagsatzungsgesandter und Diplomat
  • Johannes Zellweger-Hirzel (1730–1802), Kaufmann, Textilunternehmer, Ratsherr, Gemeindeschreiber und Landesfähnrich
  • Laurenz Zellweger (1692–1764), Schweizer Aufklärer, Arzt und Mitbegründer der Helvetischen Gesellschaft
  • Ulrich Zellweger (1804–1871), Bankier, Publizist und Mitgründer der Basler Missions-Handlungs-Gesellschaft
  • Ursula Wolf-Zellweger (1735–1820), Stifterin der Gemälde in der reformierten Kirche von Trogen und in Trogen verstorben
  • Sebastian Zuberbühler (1809–1868), Pädagoge, geboren in Trogen, war dort zeitweise Lehrer

LiteraturBearbeiten

  • Otto Zellweger: Der Dorfplatz in Trogen. Geschichte der Familie Zellweger. Autorisierter Druck aus: Appenzeller Sonntagsblatt. F. Meili, Trogen 1954.
  • Oskar Wohnlich: Trogen. 2., von Walter Schläpfer überarbeitete Auflage. Haupt, Bern 1971.
  • Eugen Steinmann: Die Kunstdenkmäler des Kantons Appenzell Ausserrhoden, Band 2: Der Bezirk Mittelland. Birkhäuser Verlag, Basel 1980, ISBN 3-7643-1174-6. (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz, Band 97.) S. 23–170. Digitalisat.
  • Hansjörg Werder: Zur Aktualdynamik der Kulturlandschaft des Appenzeller Mittellandes. (Publikation der Ostschweizerischen Geographischen Gesellschaft, Heft 1). St. Gallen, 1984.
  • Heidi Eisenhut: «Wunderlich kommt mir die Baute vor.» Der Fünfeckpalast in Trogen und die Familie Zellweger. Appenzeller Verlag, Schwellbrunn 2019, ISBN 978-3-85882-819-4.
  • Heidi Eisenhut, Moritz Flury-Rova, Vreni Härdi, Jürg Zürcher: Der Landsgemeindeplatz Trogen. In: Gemeinde Trogen und Kanton Appenzell Ausserrhoden (Hrsg.): Schweizerischer Kunstführer. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Bern 2021, ISBN 978-3-03797-751-4.

WeblinksBearbeiten

Commons: Trogen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. BFS – generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Höhen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021.
  2. Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021.
  3. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. November 2021
  4. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Ausländeranteil aufgrund Stand 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. November 2021
  5. Zahlen / Fakten. In: gemeinde trogen: Kulturdorf im Appenzellerland. Gemeinde Trogen AR, abgerufen am 4. Juli 2022.
  6. Heidi Eisenhut, Moritz Flury-Rova, Vreni Härdi: Der Landsgemeindeplatz Trogen. In: Gemeinde Trogen und Kanton Appenzell Ausserrhoden (Hrsg.): Schweizerische Kunstführer. 1. Auflage. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Bern 2021, ISBN 978-3-03797-751-4.
  7. Thomas Fuchs: Trogen. In: Historisches Lexikon der Schweiz. Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften, 5. November 2013, abgerufen am 4. Juli 2022.
  8. Energiedorf Trogen. In: gemeinde trogen: Kulturdorf im Appenzellerland. Gemeinde Trogen, abgerufen am 4. Juli 2022.
  9. 1667–1950 siehe: Thomas Fuchs: Trogen. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 5. November 2013, abgerufen am 5. Juni 2019.
  10. Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden (CSV-Datensatz) (CSV) In: Bundesamt für Statistik. Bundesamt für Statistik. 2019. Abgerufen am 7. Juli 2022.
  11. Gemeinderat. In: gemeinde trogen - Kulturdorf im Appenzellerland. Gemeinde Trogen AR, abgerufen am 4. Juli 2022.
  12. Kantonsrat. In: gemeinde trogen - Kulturdorf im Appenzellerland. Gemeinde Trogen AR, abgerufen am 4. Juli 2022.
  13. Verfassungssekretariat AR: Themenblatt 131 "Stimmrecht in den Gemeinden" (Art. 105 KV). In: Appenzell Ausserrhoden. Kanton Appenzell Ausserrhoden, 13. Juni 2019, abgerufen am 5. Juli 2022.
  14. Geschichte. In: Kantonsschule Trogen Appenzell Ausserrhoden. Kantonsschule Trogen, abgerufen am 4. Juli 2022.
  15. Andrea Weibel: Kinderdorf Pestalozzi. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 26. März 2015.
  16. Was wir tun. In: Stiftung Kinderdorf Pestalozzi. Abgerufen am 4. Juli 2022.
  17. Über uns. In: J.S. Bach Stiftung. Abgerufen am 4. Juli 2022.
  18. Bünzli-Scherrer-Stiftung. Abgerufen am 4. Juli 2022.
  19. Jahrhundert der Zellweger. Gemeinde Trogen und Kantonsbibliothek, abgerufen am 4. Juli 2022.
  20. Trogener Adventsmarkt. Abgerufen am 5. Juli 2022.
  21. Krämermarkt zum ersten. Abgerufen am 5. Juli 2022.
  22. Bernhard Anderes: Die Pfarrkirche Trogen. (Schweizerische Kunstführer, Nr. 518). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1992, ISBN 978-3-85782-518-7.
  23. Heidi Eisenhut, Moritz Flury-Rova, Vreni Härdi: Der Landsgemeindeplatz Trogen. In: Gemeinde Trogen und Kanton Appenzell Ausserrhoden (Hrsg.): Schweizerische Kunstführer. 1. Auflage. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Bern 2021, ISBN 978-3-03797-751-4.