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Stein AR

Gemeinde im Kanton Appenzell Ausserrhoden in der Schweiz
AR ist das Kürzel für den Kanton Appenzell Ausserrhoden in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Stein zu vermeiden.
Stein
Wappen von Stein
Staat: Schweiz
Kanton: Appenzell Ausserrhoden (AR)
Bezirk: ehemaliger Bezirk Hinterlandw
BFS-Nr.: 3005i1f3f4
Postleitzahl: 9063
Koordinaten: 743901 / 248708Koordinaten: 47° 22′ 25″ N, 9° 20′ 39″ O; CH1903: 743901 / 248708
Höhe: 816 m ü. M.
Fläche: 9,38 km²
Einwohner: 1423 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 152 Einw. pro km²
Website: www.stein-ar.ch
Karte
Kanton Appenzell InnerrhodenKanton Appenzell InnerrhodenKanton St. GallenKanton St. GallenBezirk MittellandBezirk VorderlandHerisauHundwilSchönengrundSchwellbrunnStein ARUrnäschWaldstattKarte von Stein
Über dieses Bild
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Stein ist eine politische Gemeinde im Hinterland des Kantons Appenzell Ausserrhoden in der Schweiz.

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde liegt auf einer Anhöhe zwischen den Flüssen Urnäsch im Westen und Sitter im Osten. Nachbargemeinden sind St. Gallen, Teufen, Schlatt-Haslen (AI), Hundwil und Herisau. Stein liegt auf einer Höhe von 593 m ü. M. (beim Sitterviadukt) bis 868 m (im Högg).

 
Historisches Luftbild aus 300 m von Walter Mittelholzer von 1923

GeschichteBearbeiten

Die Gemeinde trennte sich 1748/49 von Hundwil ab und erhielt ihren Namen nach dem Flurbezirk 'Uf Stein', wo der ursprüngliche Kirchenbau geplant war. Dieser wurde aufgrund von Wassermangel an den heutigen Standort verschoben. Der gusseiserne, zweistrahlige Brunnen der Wasserkooperation Dorf erinnert noch heute an diesen Umstand.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1794 1818 1850 1888 1900 1950 1970 2000 2005 2010 2015 2017
Einwohner 1777 1367 1666 1957 1787 1306 1101 1355 1330 1359 1406 1423

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Abendmahlskelch von 1750 in Stein
  • Dorfkern aus dem 18. Jahrhundert mit Kirche von Jakob und Hans Ulrich Grubenmann, erbaut 1749, renoviert 1832/1833 (aus dieser Zeit auch die Stuckaturen und Kanzel sowie Taufstein von Gebhard Moosbrugger). In der Kirche barocker Abendmahlskelch vom Goldschmied "TS" in Herisau
  • Schaukäserei des Appenzellerkäses
  • Appenzeller Volkskundemuseum unter anderem mit Webstühlen und Stickmaschinen aus dem 19. Jahrhundert.
  • Zwischen dem Weiler Störgel und dem St. Galler Ortsteil Haggen liegt die Haggenbrücke, der höchste Fussgängersteg Europas, welcher die hier 355 Meter breite Schlucht der Sitter in einer Höhe von 99 Metern überspannt (erbaut 1937). Das „Ganggelibrugg“ (wackelige Brücke) genannte Bauwerk war eigentlich für den Verkehr zwischen Stein und St. Gallen geplant, doch konnte es wegen schwerer baulicher Mängel nie seiner eigentlichen Bestimmung übergeben werden. Über lange Zeit war sie schweizweit die meist benutzte Brücke für Selbstmord. Seit der letzten Renovierung 2009/2010 ist die Brücke mit Netzen gesichert, die solche Tragödien zu vermeiden helfen.
  • Gedeckte Holzbrücke (Kubelbrücke, auch als "Sprechende Brücke" bezeichnet) über den Fluss Urnäsch (Fluss) im Weiler Kubel, erbaut von Hans Ulrich Grubenmann.
  • Gedeckte Holzbrücke (Äbtebrücke) über den Fluss Sitter im Weiler Kubel, erbaut vom Kloster St.Gallen.
  • Gedeckte Holzbrücken (Hüslibrücken) über die Sitter und den Wattbach unterhalb der „Ganggelibrugg“ im Weiler Blatten/Zweibruggen.

BilderBearbeiten

In Stein geborenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Willi Rohner, Willy Ringeisen, Paul Preisig: 1749–1999. 250 Jahre Gemeinde Stein AR. Berneck 1999.
  • Angelo Steccanella: Herisauer Goldschmiede[2]
Dorfplatz von Stein von der Kirche aus

WeblinksBearbeiten

  Commons: Stein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. online: Herisauer Goldschmiede (PDF; 694 kB)