Reute AR

Gemeinde im Kanton Appenzell Ausserrhoden, Schweiz
AR ist das Kürzel für den Kanton Appenzell Ausserrhoden in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Reute zu vermeiden.
Reute
Wappen von Reute
Staat: SchweizSchweiz Schweiz
Kanton: Kanton Appenzell AusserrhodenKanton Appenzell Ausserrhoden Appenzell Ausserrhoden (AR)
Bezirk: ehemaliger Bezirk Vorderlandw
BFS-Nr.: 3035i1f3f4
Postleitzahl: 9411
Koordinaten: 761116 / 254300Koordinaten: 47° 25′ 11″ N, 9° 34′ 26″ O; CH1903: 761116 / 254300
Höhe: 703 m ü. M.
Höhenbereich: 539–1028 m ü. M.[1]
Fläche: 4,99 km²[2]
Einwohner: 704 (31. Dezember 2019)[3]
Einwohnerdichte: 141 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
17,0 % (31. Dezember 2019)[4]
Gemeindepräsident: Ernst Pletscher
Website: www.reute.ch
Lage der Gemeinde
BodenseeÖsterreichKanton Appenzell InnerrhodenKanton Appenzell InnerrhodenKanton Appenzell InnerrhodenKanton St. GallenBezirk MittellandGrub ARHeiden ARLutzenberg ARLutzenberg ARRehetobelReute ARWald ARWalzenhausenWolfhaldenKarte von Reute
Über dieses Bild
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Reute, schweizerdeutsch d Rüüti,[5] ist eine politische Gemeinde im Vorderland des Kantons Appenzell Ausserrhoden in der Schweiz. Die Gemeinde hat knapp 700 Einwohner und liegt auf 700 bis 800 Meter über Meer.

Luftbild von Werner Friedli (1970)

GeographieBearbeiten

Reute liegt zwischen Heiden und Rebstein, über dem Rheintal. Die Gemeindefläche hat die Form eines stark gekrümmten Gipfelis und zerschneidet die innerrhodische Bezirksgemeinde Oberegg in zwei Hälften.

Reute ist in drei Bezirke aufgeteilt: Mohren (oberhalb Rebstein), Reute (oberhalb Berneck) und Schachen (unterhalb des Dorfes Oberegg).

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1980 594
2000 716
2010 660

GeschichteBearbeiten

Reute entstand aufgrund der Appenzellischen Landteilung im Zuge der Reformation. Einzelne Gemeinden waren beim alten Glauben geblieben, andere hatten sich dem neuen Glauben zugewandt. Als der Kanton Appenzell im Jahre 1597 in einen katholischen und einen reformierten Kantonsteil aufgeteilt wurde, wollte die katholische Mehrheit von Hirschberg bei Innerrhoden bleiben, während die reformierte Minderheit zu Ausserrhoden wollte. Im Landteilungsbrief wurde deshalb festgelegt, dass Besitz, der reformierten Familien gehörte, zu Ausserrhoden gehörten. Die aus dieser Teilung entstehende reformierte Gemeinde nannte sich nun neu Reute.[6]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

SonstigesBearbeiten

In Reute gibt es eine Kirche, eine Schule und den Denner. Früher war das Schulhaus in Schachen.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Benedikt Hartmann (* 24. Mai 1873 in Reute; † 20. März 1955 in Schiers), reformierter Pfarrer

LiteraturBearbeiten

Eugen Steinmann: Die Kunstdenkmäler des Kantons Appenzell Ausserrhoden, Band 3: Der Bezirk Vorderland. Birkhäuser AG, Basel 1981, ISBN 3-7643-1251-3. (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz, Band 72.) S. 350–386.

WeblinksBearbeiten

Commons: Reute AR – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. BFS Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Höhen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  2. Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  3. Regionalporträts 2021: Kennzahlen aller Gemeinden. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2019 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  4. Regionalporträts 2021: Kennzahlen aller Gemeinden. Bei späteren Gemeindefusionen Ausländerprozentsatz aufgrund Stand 2019 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  5. Reute (AR) Auf ortsnamen.ch (Online-Datenbank), abgerufen am 15. Februar 2020
  6. Handbuch der historischen Stätten. Schweiz und Liechtenstein. S. 452, Artikel Oberegg