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Tischtennis-Europameisterschaft 2008

Tischtennis-Europameisterschaft 2008

Die 27. Tischtennis-Europameisterschaft (offiziell: LIEBHERR European Table Tennis Championships 2008, auf Deutsch LIEBHERR Europameisterschaft 2008) wurde vom 4. bis 12. Oktober 2008 in Sankt Petersburg ausgetragen. Es wurden Mannschafts-, Einzel- und Doppelwettbewerbe durchgeführt. Austragungsort war der Sport- und Konzert-Komplex Peterburgski.

Inhaltsverzeichnis

AustragungsmodusBearbeiten

Im Mannschaftswettbewerb trafen in der neu eingeführten Gruppenphase die 16 besten teilnehmenden Nationen in vier Vierergruppen ("Championships Divisions") aufeinander.[1] Anschließend spielten die Gruppenersten und die Zweiten jeder Gruppe im K.-o.-System gegeneinander um die Plätze eins bis acht. Die Dritten um Vierten kämpften im KO-System um die Plätze 9 bis 16.

Analog wurden die nächst-starken 16 Nationen in vier "Challenge"-Gruppen eingeteilt und spielten danach im KO-System um die Plätze 17 bis 24 bzw. 25 bis 32. Die restlichen schwächsten Nationen wurden bei den Herren auf zwei "Standard"-Gruppen aufgeteilt. Hier ging es dann um die Plätze 33 bis 39. bei den Damen gab es nur eine "Standard"-Gruppe mit sechs Teilnehmern, die um die Plätze 33 bis 38 kämpften.

Im Einzel und auch im Doppel starteten die Athleten direkt im K.-o.-System.

Ergebnisse DamenBearbeiten

MannschaftBearbeiten

Die deutschen Damen belegten bei den Europameisterschaften den zehnten Platz. Das Team von Bundestrainer Jörg Bitzigeio unterlag im Platzierungsspiel gegen Polen.

Finale:
Ungarn  Ungarn  –  Niederlande  Niederlande  0:3

Spiel um Platz 5:
Osterreich  Österreich  –  Spanien  Spanien  1:3

Spiel um Platz 7:
Tschechien  Tschechien  –  Italien  Italien  3:2

Spiel um Platz 9:
Polen  Polen  –  Deutschland  Deutschland  3:1

Abschneiden der Deutschen

In der deutschen Damenmannschaft wurden folgende Spielerinnen eingesetzt: Wu Jiaduo, Zhenqi Barthel, Kristin Silbereisen, Amelie Solja. In der Gruppe C gewann das Team gegen Rumänien und Serbien mit 3:1, verlor jedoch gegen Kroatien mit 0:3. Wegen der am wenigsten gewonnenen Spiele kam es so auf Platz drei hinter den punktgleichen Damen aus Kroatien und Rumänien. In den Spielen um die Plätze 9 bis 16 siegte die Mannschaft gegen Belgien (3:0) und Frankreich (3:1). Das Spiel um Platz ging gegen Polen mit 1:3 verloren.

EinzelBearbeiten

Platz Land Spieler
1 Litauen  Litauen Rūta Paškauskienė
2 Osterreich  Österreich Liu Jia
3 Italien  Italien Wenling Tan Monfardini
Ungarn  Ungarn Krisztina Tóth
Viertelfinale
11.10.
Halbfinale
12.10.
Finale
12.10.
                   
         
 Russland  Elena Troshneva 1
 
 Italien  Wenling Tan Monfardini 4  
 Italien  Wenling Tan Monfardini 2
 
   Litauen  Rūta Paškauskienė 4  
 Litauen  Rūta Paškauskienė 4
 
 Ungarn  Georgina Póta 3  
 Litauen  Rūta Paškauskienė 4
 
   Osterreich  Liu Jia 2
 Ungarn  Sandra Paović 2
 
 Ungarn  Krisztina Tóth 4  
 Ungarn  Krisztina Tóth 2
 
   Osterreich  Liu Jia 4  
 Turkei  Melek Hu 2
 Osterreich  Liu Jia 4  

Ergebnisse der Deutschen

DoppelBearbeiten

Viertelfinale
10.10.
Halbfinale
12.10.
Finale
12.10.
                   
         
 Ungarn  Krisztina Tóth/
 Georgina Póta
4
 
 Polen  Li Qian/
 Russland  Irina Kotikhina
0  
 Ungarn  Krisztina Tóth/
 Georgina Póta
4
 
   Weissrussland 1995  Weranika Paulowitsch/
 Russland  Oksana Fadejewa
0  
 Weissrussland 1995  Weranika Paulowitsch/
 Russland  Oksana Fadejewa
4
 
 Serbien  Gabriela Feher/
 Ana-Maria Erdelji
3  
 Ungarn  Krisztina Tóth/
 Georgina Póta
4
 
   Italien  Wenling Tan Monfardini/
 Nikoleta Stefanova
2
 Weissrussland 1995  Tatsiana Kostromina/
 Deutschland  Amelie Solja
0
 
 Italien  Wenling Tan Monfardini/
 Nikoleta Stefanova
4  
 Italien  Wenling Tan Monfardini/
 Nikoleta Stefanova
4
 
   Polen  Xu Jie/
 Natalia Partyka
3  
 Polen  Xu Jie/
 Natalia Partyka
4
 Kroatien  Sandra Paović/
 Andrea Bakula
0  

Ergebnisse der Deutschen

Ergebnisse HerrenBearbeiten

Der deutsche Spieler Timo Boll gewann in allen drei Wettbewerben die Goldmedaille und ist somit der erfolgreichste Spieler der Europameisterschaft. Zudem gelang ihm die 3-fache Titelverteidigung, was bis dahin in der 50-jährigen Geschichte der Europameisterschaft noch keiner Spielerin bzw. keinem Spieler gelungen war.

MannschaftBearbeiten

Deutschlands Tischtennis-Herren verteidigten ihren Mannschaftstitel bei den Europameisterschaften 2008. Die Mannschaft von Bundestrainer Richard Prause um die Spieler Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov gewannen im Finale gegen Weißrussland mit 3:2. Dritter wurden die Mannschaften aus Belgien und Österreich.

Platz Land Spieler
1 Deutschland  Deutschland Timo Boll
Dimitrij Ovtcharov
Christian Süß
Bastian Steger
Patrick Baum
2 Weissrussland 1995  Weißrussland Wladimir Samsonow
Evgueni Shetinin
Vitaly Nekhvedovich
Aleksandar Kuchuk
Illia Barbolin
3 Belgien  Belgien Jean-Michel Saive
Martin Bratanov
Yannick Vostes
Benjamin Rogiers
Kilomo Vitta
Osterreich  Österreich Chen Weixing
Robert Gardos
Daniel Habesohn
Werner Schlager
Bernhard Presslmayr

Finale:
Deutschland  Deutschland  –  Weissrussland 1995  Weißrussland  3:2

Spiel um Platz 5:
Russland  Russland  –  Schweden  Schweden  2:3

Spiel um Platz 7:
Rumänien  Rumänien  –  Danemark  Dänemark  3:1

Abschneiden der Deutschen

In der deutschen Herrenmannschaft wurden folgende Spieler eingesetzt: Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov, Bastian Steger, Christian Süß, Patrick Baum. Das Team wurde in der Gruppe A ungeschlagen Erster. Es besiegte Frankreich, Dänemark und Ungarn. In den anschließenden Spielen um die Plätze eins bis acht gewann es gegen Russland (3:1), Österreich (3:2) und Weißrussland (3:2).

EinzelBearbeiten

Timo Boll verteidigte seinen Einzeltitel von 2007 und gewann zum dritten Mal die Europameisterschaft im Einzel. Im Finale bezwang er Wladimir Samsonow, gegen den er zuvor im Mannschaftswettbewerb noch deutlich unterlegen war. Platz drei ging an die Österreicher Robert Gardos und Werner Schlager.

Platz Land Spieler
1 Deutschland  Deutschland Timo Boll
2 Weissrussland 1995  Weißrussland Wladimir Samsonow
3 Osterreich  Österreich Robert Gardos
Osterreich  Österreich Werner Schlager
Viertelfinale
11.10.
Halbfinale
12.10.
Finale
12.10.
                   
         
 Weissrussland 1995  Wladimir Samsonow 4
 
 Osterreich  Chen Weixing 0  
 Weissrussland 1995  Wladimir Samsonow 4
 
   Osterreich  Robert Gardos 0  
 Osterreich  Robert Gardos 4
 
 Portugal  João Monteiro 0  
 Weissrussland 1995  Wladimir Samsonow 2
 
   Deutschland  Timo Boll 4
 Osterreich  Werner Schlager 4
 
 Schweden  Jens Lundqvist 0  
 Osterreich  Werner Schlager 0
 
   Deutschland  Timo Boll 4  
 Danemark  Michael Maze 2
 Deutschland  Timo Boll 4  

Ergebnisse der Deutschen

DoppelBearbeiten

Trotz eines 1:3 Rückstandes im Finale konnten die Deutschen Timo Boll und Christian Süß ihren Titel erfolgreich verteidigen. Sie gewannen mit 4:3 gegen das Duo Werner Schlager aus Österreich und Trinko Keen aus den Niederlanden.

Platz Land Spieler
1 Deutschland  Deutschland Timo Boll /
Christian Süß
2 Osterreich  Österreich /
Niederlande  Niederlande
Werner Schlager /
Trinko Keen
3 Portugal  Portugal Marcos Freitas /
Tiago Apolónia
Schweden  Schweden Robert Svensson /
Jon Persson
Viertelfinale
10.10.
Halbfinale
11.10.
Finale
12.10
                   
         
 Deutschland  Timo Boll/
 Christian Süß
4
 
 Schweden  Jens Lundqvist /
 Pär Gerell
3  
 Deutschland  Timo Boll/
 Christian Süß
4
 
   Portugal  Marcos Freitas/
 Tiago Apolónia
0  
 Portugal  Marcos Freitas/
 Tiago Apolónia
4
 
 Osterreich  Chen Weixing/
 Robert Gardos
1  
 Deutschland  Timo Boll/
 Christian Süß
4
 
   Osterreich  Werner Schlager/
 Niederlande  Trinko Keen
3
 Serbien  Aleksandar Karakašević/
 Slobodan Grujić
0
 
 Osterreich  Werner Schlager/
 Niederlande  Trinko Keen
4  
 Osterreich  Werner Schlager/
 Niederlande  Trinko Keen
4
 
   Schweden  Robert Svensson/
 Jon Persson
1  
 Rumänien  Adrian Crișan/
 Andrei Filimon
0
 Schweden  Robert Svensson/
 Jon Persson
4  

Ergebnisse der Deutschen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. MO: Zahlen, Daten und Fakten zur LIEBHERR EM in St. Petersburg, Meldung vom 1. Oktober 2008 auf tischtennis.de (Memento des Originals vom 11. Oktober 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tischtennis.de (abgerufen am 8. Oktober 2008)

LiteraturBearbeiten

  • Ausführlicher Bericht in Zeitschrift tischtennis, 2008/11 Seite 10–34

WeblinksBearbeiten