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Stina Blackstenius

schwedische Fußballspielerin

Emma Stina Blackstenius (* 5. Februar 1996 in Vadstena) ist eine schwedische Fußballnationalspielerin.

Stina Blackstenius
Stina Blackstenius.jpg
Blackstenius nach ihrem Länderspieldebüt (2015)
Personalia
Name Emma Stina Blackstenius
Geburtstag 5. Februar 1996
Geburtsort VadstenaSchweden
Größe 174 cm
Position Mittelfeld/Angriff
Juniorinnen
Jahre Station
0000–2013 Vadstena GIK
Frauen
Jahre Station Spiele (Tore)1
2013–2016 Linköpings FC 77 (37)
2017–2019 HSC Montpellier 43 (25)
2019– Linköpings FC 12 0(5)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2012–2013 Schweden U-17 16 (11)
2013–2015 Schweden U-19 30 (34)
2016 Schweden U-20 3 0(5)
2015– Schweden 50 (12)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 10. August 2019

2 Stand: 6. Juli 2019

KarriereBearbeiten

VereinBearbeiten

Blackstenius stand seit der Saison 2013 beim Erstligisten Linköpings FC unter Vertrag und erzielte in ihrer Premierensaison in Schwedens höchster Spielklasse acht Tore in 20 Ligaspielen. Als Dritter der Meisterschaft hatten sie zwar eigentlich die UEFA Women’s Champions League 2014/15 verpasst, da der Vizemeister Tyresö FF in finanzielle Schwierigkeiten geraten war, konnte Linköping dennoch in der Champions League starten. Im Oktober 2014 kam Blackstenius so im Sechzehntelfinale gegen die Liverpool FC Womenzu ihren ersten Einsätzen im europäischen Vereinswettbewerb. Nach einer 1:2-Auswärtsniederlage konnte durch einen 3:0-Heimsieg das Achtelfinale erreicht werden. Dabei spielte sie in Liverpool über 90 Minuten, im Rückspiel aber nur die letzten 12 Minuten. Im Achtelfinale gegen Swesda 2005 Perm saß sie beim 5:0-Heimsieg nur auf der Bank, die 0:3-Auswärtsniederlage erlebte sie nicht mit. Im Viertelfinale gegen Brøndby IF stand sie im Heimspiel, das mit 0:1 verloren wurde in der Startelf und spielte 75 Minuten. Beim 1:1 im Rückspiel wurde sie erst zwei Minuten vor Schluss eingewechselt.

Zum Jahreswechsel 2016/2017 schloss sie sich dem französischen Erstdivisionär HSC Montpellier an.[1] In ihrer ersten Saison in Frankreich wurde sie Vizemeister und erzielte in elf Spielen sieben Tore. Als Vizemeister war Montpellier für die UEFA Women’s Champions League 2017/18 qualifiziert, in der sie in sechs Spielen zum Einsatz kam und beim 3:2-Auswärtssieg gegen ACF Brescia im Achtelfinale ein Tor erzielte. In der Division 1 Féminine 2017/18 wurde sie mit Montpellier Dritter und war mit 12 Toren viertbeste Ligatorschützin. Ende Januar 2019 kehrte sie zu Linköping zurück, nachdem sie in zwölf Ligaspielen sechs Tore erzielt hatte.

NationalmannschaftBearbeiten

Blackstenius debütierte 2012 in der schwedischen U-17-Nationalmannschaft und nahm mit dieser unter anderem an der U-17-Europameisterschaft 2013 teil, wo Schweden erst im Finale mit 0:1 am Außenseiter Polen scheiterte. Im selben Jahr absolvierte sie auch ihr erstes Spiel in der schwedischen U-19-Nationalmannschaft, mit der sie bei der U-19-Europameisterschaft 2014 bereits in der Vorrunde ausschied, jedoch mit zwölf Treffern beste Torschützin des Gesamtwettbewerbes inklusive Qualifikation war.[2] 2015 wurde Blackstenius mit der schwedischen U-19-Auswahl Europameisterin[3] und sicherte sich mit sechs Toren (zwei davon im Finale) in der Endrunde auch die Torjägerkrone.[4]

Am 27. Oktober 2015 debütierte sie gegen Dänemark in der schwedischen A-Nationalmannschaft.[5] Am 8. April 2016 erzielte sie beim EM-Qualifikationsspiel gegen die Slowakei ebenso wie Emilia Appelqvist ihr erstes Länderspieltor.[6]

Da es vier europäische Mannschaften gab, die im Achtelfinale der WM 2015 ausgeschieden waren, wurde zur Ermittlung des dritten europäischen Olympia-Teilnehmers ein Qualifikationsturnier angesetzt. Blackstenius wurde in den Spielen gegen die Niederlande und die Schweiz jeweils eingewechselt. Beim dritten Spiel gegen Norwegen, durch das sich die Schwedinnen für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro qualifizierten, saß sie nur auf der Bank.[7] Dort wurde sie im ersten Gruppenspiel gegen Südafrika in der 69. Minute eingewechselt. Der nächste Einsatz erfolgte im Viertelfinale gegen die USA, wo sie bereits nach 18 Minuten eingewechselt wurde und in der 61. Minute das 1:0 erzielte. Da den US-Amerikanerinnen noch der Ausgleich gelang und die Verlängerung torlos blieb, kam es zum Elfmeterschießen, das die Schwedinnen gewannen, wobei sie nicht zu den Schützinnen gehörte.[8] Im Halbfinale gegen Gastgeber Brasilien stand sie dann erstmals in der Startelf, wurde aber nach einer Stunde ausgewechselt. Auch hier musste das Elfmeterschießen entscheiden und wieder hatten die Schwedinnen die besseren Schützinnen. Im Finale gegen Deutschland wurde sie in der 55. Minute beim Stand von 0:2 eingewechselt und konnte elf Minuten später den Anschlusstreffer zum 1:2-Endstand erzielen.[9] Mit ihren zwei Toren war sie beste schwedische Torschützin.

Im November 2016 nahm sie mit der U-20-Mannschaft an der U-20-WM in Papua-Neuguinea teil. Nach einer 0:2-Niederlage gegen den späteren Weltmeister Nordkorea gewannen sie gegen die Gastgeberinnen mit 6:0, wobei sie die ersten vier Tore erzielte.[10] Im letzten Spiel gegen Brasilien, das gegen Nordkorea ebenfalls verloren hatte, mussten sie gewinnen um das Viertelfinale zu erreichen, da die Brasilianerinnen mit 9:0 gegen Papua-Neuguinea gewonnen hatte. Blackstenius brachte ihre Mannschaft zwar in der 14. Minute in Führung, aber die Brasilianerinnen konnten noch ausgleichen und zogen aufgrund der besseren Tordifferenz ins Viertelfinale. Mit ihren fünf Toren belegte Blackstenius den dritten Platz in der Torschützinnenliste hinter zwei Spielerinnen mit ebenfalls je fünf Toren, aber mehr Vorlagen.

In der Qualifikation für die EM 2017 wurde sie nur in fünf Spielen eingesetzt. Schweden qualifizierte sich als Gruppensieger im vorletzten Spiel. Bei der EM wurde sie in den vier Spielen eingesetzt, schied aber im Viertelfinale gegen den Gastgeber und späteren Sieger Niederlande aus. Mit zwei Toren war sie auch hier – zusammen mit Lotta Schelin – beste Torschützin der Schwedinnen.

In der Qualifikation für die WM 2019 wurde sie in allen sieben ausgetragenen Spielen eingesetzt und war mit drei Toren zweitbeste schwedische Torschützin. Bei der WM wurde sie in sechs Spielen eingesetzt, nur beim Gruppenspiel gegen Thailand saß sie nur auf der Bank. Als Gruppenzweite erreichten sie die K.-o.-Runde, wo sie im Achtelfinale das Tor zum 1:0-Sieg gegen Kanada erzielte. Im Viertelfinale gewannen die Schwedinnen nach 24 Jahren wieder ein Pflichtspiel gegen die deutsche Mannschaft und qualifizierten sich damit für die Olympischen Spiele 2020. Blackstenius erzielte dabei den 2:1-Siegtreffer. Im Halbfinale unterlagen sie Europameister Niederlande nach Verlängerung, konnten dann aber das Spiel um Platz 3 gegen England gewinnen.

ErfolgeBearbeiten

  • 2013/14, 2014/15: Schwedischer Pokalsieger (Linköpings FC)
  • 2015: U-19-Europameisterin
  • 2015: Torschützenkönigin der U-19-Europameisterschaft
  • 2016: Silbermedaille bei den Olympischen Spielen
  • 2018: Algarve-Cup-Sieg (zusammen mit den Niederlanden[11])
  • 2019: Dritte der Weltmeisterschaft

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. nach dem Artikel „Ein sehr lebendiger Januar“ vom 3. Januar 2017 bei footofeminin.fr
  2. Women's Under-19 - Facts and figures, uefa.com (englisch). Abgerufen am 31. Juli 2014.
  3. http://www.uefa.com/womensunder19/news/newsid=2267667.html
  4. http://www.uefa.com/womensunder19/news/newsid=2267526.html#blackstenius+scorer
  5. Segermål inför rekordpublik (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/svenskfotboll.se, svenskfotboll.se (schwedisch). Abgerufen am 27. Oktober 2015.
  6. svenskfotboll.se: „Stabil seger i Poprad“
  7. uefa.com: Sweden join France and Germany at Olympics
  8. United States vs. Sweden 1 - 1
  9. Sweden vs. Germany 1 - 2
  10. Papua New Guinea U20 vs. Sweden U20 0 - 6
  11. Das Finale konnte aufgrund der wetterbedingten Platzverhältnisse nicht ausgetragen werden, worauf beide Mannschaften zu Turniersiegern erklärt wurden.

WeblinksBearbeiten