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Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro wurden vom 3. bis 20. August 2016 zwei Wettbewerbe im Fußball ausgetragen. Am Turnier der Frauen nahmen zwölf Mannschaften teil, bei den Männern waren es 16 Mannschaften. Ausgetragen wurden die Spiele nicht nur in Rio de Janeiro, sondern in verschiedenen Stadien Brasiliens. Das Turnier wurde für Frauen und Männer parallel ausgetragen und begann schon vor der offiziellen Eröffnung der Spiele. Es war das dritte Mal nach 1996 bzw. 2008, dass das olympische Fußballturnier im selben Land ausgetragen wurde, in dem zuvor die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer (1994, USA) beziehungsweise der Frauen (2007, China) stattfand. Allerdings fanden nur diesmal die Finalspiele im selben Stadion wie bei der WM 2014 statt.

Fußball bei den
Olympischen Sommerspielen 2016
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Information
Austragungsort Rio de Janeiro, Salvador da Bahia, São Paulo, Belo Horizonte, Brasília, Manaus
BrasilienBrasilien Brasilien
Wettkampfstätte Mineirão, Estádio Nacional, Arena da Amazônia, Maracanã, Olympiastadion, Arena Fonte Nova, Arena de São Paulo
Mannschaften 28 (12 Symbol venus.svg, 16 Blue Mars symbol.svg)
Nationen 23
Athleten 473 (203 Symbol venus.svg, 270 Blue Mars symbol.svg)
Datum 3. bis 20. August 2016
Entscheidungen 2
London 2012

Wie seit dem Turnier 1996 in Atlanta wurden bei den Männern nur U-23-Mannschaften zugelassen, die mit maximal drei älteren Athleten verstärkt werden durften.[1] Diese Einschränkung gibt es bei den Frauen nicht.

Während der Spiele war testweise die Einwechslung eines vierten Spielers bzw. einer vierten Spielerin während einer Verlängerung möglich.[2][3]

Inhaltsverzeichnis

SpielorteBearbeiten

Die Spiele wurden in sieben verschiedenen Stadien in Brasilien ausgetragen. Die beiden Endspiele fanden in Rio de Janeiro im Maracanã statt.[4]

Belo Horizonte Brasília Manaus Spielorte 2016 in Brasilien
Mineirão Estádio Nacional Arena da Amazônia
Kapazität: 58.170
(Umbau für die WM 2014)
Kapazität: 69.349
(Neubau für die WM 2014)
Kapazität: 40.549
(Neubau für die WM 2014)
     
Rio de Janeiro Salvador da Bahia São Paulo
Maracanã Olympiastadion Arena Fonte Nova Arena de São Paulo
Kapazität: 74.738
(Umbau für die WM 2014)
Kapazität: 46.931
(Umbau für die Olympischen Spiele 2016)
Kapazität: 51.900
(Neubau für die WM 2014)
Kapazität: 48.000
(Umbau für die Olympischen Spiele 2016)
       

Modus der EndrundenBearbeiten

In den Gruppen wurde die Rangfolge nach folgenden Kriterien ermittelt:

  1. Anzahl der Punkte aus allen Gruppenspielen;
  2. Tordifferenz aus allen drei Spielen;
  3. Anzahl der erzielten Tore;
  4. Anzahl Punkte aus den Direktbegegnungen der punkt- und torgleichen Teams;
  5. Tordifferenz in den Direktbegegnungen der punkt- und torgleichen Teams;
  6. Anzahl der in den Direktbegegnungen der punkt- und torgleichen Teams erzielten Tore;
  7. Losentscheid durch die FIFA-Organisationskommission.

Beim Frauenturnier qualifizierten sich auch die beiden besten Gruppendritten. Deren Reihenfolge wurde durch die Kriterien 1, 2, 3 und 7 ermittelt.

Ab dem Viertelfinale folgte bei unentschiedenem Spielstand zunächst eine Verlängerung von zweimal 15 Minuten, bestand danach immer noch Gleichstand, entschied ein Elfmeterschießen.

Die Gruppenauslosung für beide Turniere fand am 14. April 2016 im Maracanã statt.[5]

MännerturnierBearbeiten

Olympisches Fußballturnier 2016
Männer
   
Anzahl Nationen 16
Olympiasieger Brasilien  Brasilien (1. Titel)
Austragungsort Rio de Janeiro (Belo Horizonte,
Brasília, Manaus, Salvador, São Paulo)
Eröffnungsspiel 4. August 2016
Endspiel 20. August 2016
Spiele 32
Tore 104 (⌀: 3,25 pro Spiel)
Zuschauer 1.009.162 (⌀: 31.536 pro Spiel)
Torschützenkönig Deutschland  Nils Petersen (6 Tore)
  Gelbe Karten 127 (⌀: 3,97 pro Spiel)
  Gelb-Rote Karten (⌀: 0,09 pro Spiel)
  Rote Karten (⌀: 0,03 pro Spiel)

QualifikationBearbeiten

Asien

Die Teilnehmer des asiatischen Verbandes AFC wurden bei der U-23-Fußball-Asienmeisterschaft 2016 in Katar ermittelt. Als erste asiatische Mannschaft konnte sich Japan durch den Sieg im ersten Halbfinale qualifizieren.[6] Durch einen Sieg im zweiten Halbfinale erreichte drei Stunden später auch Südkorea, das 2012 im ersten rein asiatischen Spiel um die Bronzemedaille gegen Japan gewonnen hatte, das Turnier in Rio.[7] Damit nehmen zum ersten Mal seit 1952 wieder die vier ersten Mannschaften der vorherigen Austragung teil, was außer 1952 nur noch 1912 der Fall war, zudem verzichteten 1984 drei der vier qualifizierten Erstplatzierten der vorherigen Austragung. Als letzte Mannschaft qualifizierte sich der Irak durch einen Sieg gegen Katar im Spiel um den dritten Platz.[8]

Afrika

Für den afrikanischen Verband CAF war der U-23-Afrika-Cup 2015 im Senegal maßgeblich, welche vom 28. November bis 12. Dezember stattfand. Die beiden Finalisten Algerien und Nigeria, sowie Südafrika, der Sieger des Spiels um Platz 3 gegen den Senegal sind qualifiziert.[9][10]

CONCACAF

Aus dem nord- und zentralamerikanischen Verband CONCACAF qualifizierten sich zwei Mannschaften. Das Qualifikationsturnier fand vom 1. bis 13. Oktober 2015 in den USA statt. Die ersten beiden Mannschaften (Mexiko, Honduras) qualifizierten sich direkt. Die USA traf als drittplatzierte Mannschaft im März in den Play-offs auf Kolumbien, den zweitplatzierten der CONMEBOL-Zone. Das Hinspiel endete 1:1, im Rückspiel gewann Kolumbien mit 2:1 und qualifizierte sich damit für Olympia. Mit Mexiko konnte sich der aktuelle Titelverteidiger von 2012 qualifizieren.

Europa

Das Qualifikationsturnier der UEFA war die U-21-Fußball-Europameisterschaft vom 17. bis 30. Juni 2015 in Tschechien. Die vier Halbfinalisten qualifizierten sich für das olympische Turnier. Hätte England das Halbfinale erreicht, wäre ein Entscheidungsspiel zwischen den beiden Gruppendritten um den vierten Startplatz ausgetragen worden, da der englische Fußballverband nach Protesten der anderen drei Home Nations auf die Nominierung einer olympischen Fußballmannschaft verzichtete.

Ozeanien

Der Startplatz des ozeanischen Verbandes OFC wurde beim Fußballturnier der Pazifikspiele vom 3. bis zum 17. Juli 2015 in Papua-Neuguinea ausgespielt. Den Startplatz konnte sich Fidschi durch einen Sieg gegen Vanuatu sichern.

Südamerika

Bei der U-20-Fußball-Südamerikameisterschaft im Januar und Februar 2015 in Uruguay qualifizierte sich Argentinien Turniersieger für Olympia. Die zweitplatzierte Mannschaft von Kolumbien traf im März 2016 in den Play-offs auf die USA, das drittplatzierte Team aus der CONCACAF-Zone. Kolumbien setzte sich nach einem 1:1 und einem 2:1-Sieg durch. Olympia-Gastgeber Brasilien, der automatisch qualifiziert war, erreichte bei diesem Turnier den 4. Platz.

Für das olympische Fußballturnier konnten sich schließlich folgende Mannschaften qualifizieren:

3 aus Südamerika Brasilien  Brasilien (Gastgeber) Argentinien  Argentinien Kolumbien  Kolumbien
4 aus Europa Danemark  Dänemark Deutschland  Deutschland Portugal  Portugal Schweden  Schweden
2 aus Nord- und Mittelamerika Mexiko  Mexiko (Titelverteidiger) Honduras  Honduras
3 aus Afrika Algerien  Algerien Nigeria  Nigeria Sudafrika  Südafrika
3 aus Asien Japan  Japan Korea Sud  Südkorea Irak  Irak
1 aus Ozeanien Fidschi  Fidschi

GruppenphaseBearbeiten

Die Gruppenauslosung erfolgte am 14. April 2016. Die Mannschaften wurden für die Auslosung anhand der Ergebnisse bei den letzten olympischen Turnieren auf vier Töpfe verteilt:[11]

Topf 1: Brasilien, Argentinien, Mexiko, Japan
Topf 2: Nigeria, Südkorea, Honduras, Irak
Topf 3: Schweden, Fidschi, Portugal, Südafrika
Topf 4: Algerien, Kolumbien, Dänemark, Deutschland

Bei der Auslosung konnten nicht zwei Mannschaften aus derselben Konföderation in eine Gruppe gelost werden.[12]

Die ersten Spiele wurden am 4. August 2016, einen Tag vor der eigentlichen Eröffnung der Olympischen Spiele ausgetragen. Die ersten beiden Spieltage jeder Gruppe wurden als Doppelveranstaltungen durchgeführt. Der dritte Spieltag fand jeweils parallel in verschiedenen Stadien statt, wobei auch Doppelveranstaltungen von Spielen verschiedener Gruppen stattfanden. Die Spielpläne wurden am 10. November 2015 veröffentlicht.[13]

Gruppe ABearbeiten

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. Brasilien  Brasilien  3  1  2  0 004:000  +4 05
 2. Danemark  Dänemark  3  1  1  1 001:400  −3 04
 3. Irak  Irak  3  0  3  0 001:100  ±0 03
 4. Sudafrika  Südafrika  3  0  2  1 001:200  −1 02
Do., 4. August 2016, 13:00 Uhr (18:00 Uhr MESZ) in Brasília
Irak Dänemark 0:0
Do., 4. August 2016, 16:00 Uhr (21:00 Uhr MESZ) in Brasília
Brasilien Südafrika 0:0
So., 7. August 2016, 19:00 Uhr (Mo., 00:00 Uhr MESZ) in Brasília
Dänemark Südafrika 1:0 (0:0)
So., 7. August 2016, 22:00 Uhr (Mo., 03:00 Uhr MESZ) in Brasília
Brasilien Irak 0:0
Mi., 10. August 2016, 22:00 Uhr (Do., 03:00 Uhr MESZ) in Salvador
Dänemark Brasilien 0:4 (0:2)
Mi., 10. August 2016, 22:00 Uhr (Do., 03:00 Uhr MESZ) in São Paulo
Südafrika Irak 1:1 (1:1)

Gruppe BBearbeiten

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. Nigeria  Nigeria  3  2  0  1 006:600  ±0 06
 2. Kolumbien  Kolumbien  3  1  2  0 006:400  +2 05
 3. Japan  Japan  3  1  1  1 007:700  ±0 04
 4. Schweden  Schweden  3  0  1  2 002:400  −2 01
Do., 4. August 2016, 18:00 Uhr (Fr., 00:00 Uhr MESZ) in Manaus
Schweden Kolumbien 2:2 (1:1)
Do., 4. August 2016, 21:00 Uhr (Fr., 03:00 Uhr MESZ) in Manaus
Nigeria Japan 5:4 (3:2)
So., 7. August 2016, 18:00 Uhr (Mo., 00:00 Uhr MESZ) in Manaus
Schweden Nigeria 0:1 (0:1)
So., 7. August 2016, 21:00 Uhr (Mo., 03:00 Uhr MESZ) in Manaus
Japan Kolumbien 2:2 (0:0)
Mi., 10. August 2016, 19:00 Uhr (Do., 00:00 Uhr MESZ) in Salvador
Japan Schweden 1:0 (0:0)
Mi., 10. August 2016, 19:00 Uhr (Do., 00:00 Uhr MESZ) in São Paulo
Kolumbien Nigeria 2:0 (1:0)

Gruppe CBearbeiten

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. Korea Sud  Südkorea  3  2  1  0 012:300  +9 07
 2. Deutschland  Deutschland  3  1  2  0 015:500 +10 05
 3. Mexiko  Mexiko  3  1  1  1 007:400  +3 04
 4. Fidschi  Fidschi  3  0  0  3 001:230 −22 00
Do., 4. August 2016, 17:00 Uhr (22:00 Uhr MESZ) in Salvador
Mexiko Deutschland 02:2 (0:0)
Do., 4. August 2016, 20:00 Uhr (Fr., 01:00 Uhr MESZ) in Salvador
Fidschi Südkorea 00:8 (0:1)
So., 7. August 2016, 13:00 Uhr (18:00 Uhr MESZ) in Salvador
Fidschi Mexiko 01:5 (1:0)
So., 7. August 2016, 16:00 Uhr (21:00 Uhr MESZ) in Salvador
Deutschland Südkorea 03:3 (1:1)
Mi., 10. August 2016, 16:00 Uhr (21:00 Uhr MESZ) in Belo Horizonte
Deutschland Fidschi 10:0 (6:0)
Mi., 10. August 2016, 16:00 Uhr (21:00 Uhr MESZ) in Brasília
Südkorea Mexiko 01:0 (0:0)

Gruppe DBearbeiten

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. Portugal  Portugal  3  2  1  0 005:200  +3 07
 2. Honduras  Honduras  3  1  1  1 005:500  ±0 04
 3. Argentinien  Argentinien  3  1  1  1 003:400  −1 04
 4. Algerien  Algerien  3  0  1  2 004:600  −2 01
Do., 4. August 2016, 15:00 Uhr (20:00 Uhr MESZ) in Rio de Janeiro (Olympiastadion)
Honduras Algerien 3:2 (2:0)
Do., 4. August 2016, 18:00 Uhr (23:00 Uhr MESZ) in Rio de Janeiro (Olympiastadion)
Portugal Argentinien 2:0 (0:0)
So., 7. August 2016, 15:00 Uhr (20:00 Uhr MESZ) in Rio de Janeiro (Olympiastadion)
Honduras Portugal 1:2 (1:2)
So., 7. August 2016, 18:00 Uhr (23:00 Uhr MESZ) in Rio de Janeiro (Olympiastadion)
Argentinien Algerien 2:1 (0:0)
Mi., 10. August 2016, 13:00 Uhr (18:00 Uhr MESZ) in Belo Horizonte
Algerien Portugal 1:1 (1:1)
Mi., 10. August 2016, 13:00 Uhr (18:00 Uhr MESZ) in Brasília
Argentinien Honduras 1:1 (0:0)

ViertelfinaleBearbeiten

Sa., 13. August 2016, 13:00 Uhr (18:00 Uhr MESZ) in Brasília
Portugal  Portugal Deutschland  Deutschland 0:4 (0:1)
Sa., 13. August 2016, 16:00 Uhr (21:00 Uhr MESZ) in Salvador
Nigeria  Nigeria Danemark  Dänemark 2:0 (1:0)
Sa., 13. August 2016, 19:00 Uhr (So., 00:00 Uhr MESZ) in Belo Horizonte
Korea Sud  Südkorea Honduras  Honduras 0:1 (0:0)
Sa., 13. August 2016, 22:00 Uhr (So., 03:00 Uhr MESZ) in São Paulo
Brasilien  Brasilien Kolumbien  Kolumbien 2:0 (1:0)

HalbfinaleBearbeiten

Mi., 17. August 2016, 13:00 Uhr (18:00 Uhr MESZ) in Rio de Janeiro (Maracanã)
Brasilien  Brasilien Honduras  Honduras 6:0 (3:0)
Mi., 17. August 2016, 16:00 Uhr (21:00 Uhr MESZ) in São Paulo
Nigeria  Nigeria Deutschland  Deutschland 0:2 (0:1)

Spiel um BronzeBearbeiten

Sa., 20. August 2016, 13:00 Uhr (18:00 Uhr MESZ) in Belo Horizonte
Honduras  Honduras Nigeria  Nigeria 2:3 (0:1)

FinaleBearbeiten

Brasilien Deutschland
Brasilien 
Sa., 20. August 2016 um 17:30 Uhr (22:30 Uhr MESZ) in Rio de Janeiro (Maracanã)
Ergebnis: 1:1 n. V. (1:0), 5:4 i. E.
Zuschauer: 63.707
Schiedsrichter: Iraner  Alireza Faghani
Spielbericht
Deutschland 
WévertonDouglas Santos, Rodrigo Caio, Marquinhos, ZecaNeymar (C) , Renato Augusto, WalaceLuan Vieira, Gabriel Barbosa (70. Felipe Anderson), Gabriel Jesus (96. Rafinha)
Trainer: Rogério Micale
Timo HornLukas Klostermann, Niklas Süle, Matthias Ginter, Jeremy ToljanSven BenderSerge Gnabry, Max Meyer (C) , Lars Bender (67. Grischa Prömel), Julian BrandtDavie Selke (76. Nils Petersen)
Trainer: Horst Hrubesch
  1:0 Neymar (27.)
  1:1 Meyer (59.)
Elfmeterschießen

  1:1 Renato Augusto

  2:2 Marquinhos

  3:3 Rafael Alcántara

  4:4 Luan Vieira

  5:4 Neymar
  0:1 Ginter

  1:2 Gnabry

  2:3 Brandt

  3:4 Süle

  Wéverton hält gegen Petersen
  Zeca (31.), Gabriel Barbosa (43.)   Selke (49.), S. Bender (83.), Süle (89.)
Letztes Länderspiel unter Horst Hrubesch

MedaillenrängeBearbeiten

 
Szene aus dem Finalspiel
 
Die Mannschaft Brasiliens bei der Medaillenübergabe
Rang Medaillengewinner
Gold
Brasilien 
Brasilien
Felipe Anderson, Renato Augusto, Gabriel Barbosa, Rodrigo Caio, Rodrigo Dourado, Luan Garcia, Gabriel Jesus, Thiago Maia, Marquinhos, Neymar, Rafinha, Douglas Santos, Uilson (TW), Luan Vieira, Walace, Wéverton (TW), William, Zeca
Trainer: Rogério Micale
Silber
Deutschland 
Deutschland
Robert Bauer, Lars Bender, Sven Bender, Julian Brandt, Max Christiansen, Matthias Ginter, Serge Gnabry, Leon Goretzka, Timo Horn (TW), Jannik Huth (TW), Lukas Klostermann, Philipp Max, Max Meyer, Eric Oelschlägel (TW), Nils Petersen, Grischa Prömel, Davie Selke, Niklas Süle, Jeremy Toljan
Trainer: Horst Hrubesch
Bronze
Nigeria 
Nigeria
Abdullahi Shehu, Junior Ajayi, Daniel Akpeyi (TW), Stanley Amuzie, Emmanuel Daniel (TW), Saturday Erimuya, Oghenekaro Etebo, Imoh Ezekiel, Kingsley Madu, Mohammed Usman, John Obi Mikel, Azubuike Okechukwu, Umar Sadiq, Saliu Popoola, Seth Sincere, William Troost-Ekong, Ndifreke Udo, Aminu Umar
Trainer: Samson Siasia

TorschützenlisteBearbeiten

Rang Spieler Tore Vorlagen Spielminuten
1 Deutscher  Nils Petersen 6 0 164
2 Deutscher  Serge Gnabry 6 0 521
3 Deutscher  Max Meyer 4 3 564
4 Brasilianer  Neymar 4 3 570
5 Mexikaner  Erick Gutiérrez 4 0 270
Nigerianer  Oghenekaro Etebo 4 0 270
7 Nigerianer  Sadiq Umar 4 0 493
8 Brasilianer  Luan Vieira 3 2 464
9 Südkoreaner  Ryu Seung-woo 3 1 256
10 Südkoreaner  Kwon Chang-hoon 3 1 332
11 Südkoreaner  Suk Hyun-jun 3 0 77
12 Portugiese  Gonçalo Paciência 3 0 245
13 Kolumbianer  Teófilo Gutiérrez 3 0 360
14 Honduraner  Anthony Lozano 3 0 450
15 Brasilianer  Gabriel Jesus 3 0 487
16 Kolumbianer  Dorlan Pabón 2 2 356
17 Deutscher  Davie Selke 2 2 411
18 Japaner  Takuma Asano 2 0 188
19 Algerier  Sofiane Bendebka 2 0 270
20 Südkoreaner  Son Heung-min 2 0 290
21 Nigerianer  Aminu Umar 2 0 356
22 Deutscher  Matthias Ginter 2 0 480
23 Brasilianer  Gabriel Barbosa 2 0 497
24 Kolumbianer  Alberth Elis 2 0 517
25 Honduraner  Marcelo Pereira 2 0 540
26 Mexikaner  Oribe Peralta 1 3 164
Rang Spieler Tore Vorlagen Spielminuten
27 Nigerianer  John Obi Mikel 1 3 527
28 Honduraner  Romell Quioto 1 3 531
29 Japaner  Takumi Minamino 1 1 176
30 Japaner  Shinzō Kōroki 1 1 238
31 Argentinier  Jonathan Calleri 1 1 252
32 Algerier  Baghdad Bounedjah 1 1 270
33 Deutscher  Lukas Klostermann 1 1 526
34 Japaner  Musashi Suzuki 1 0 48
35 Deutscher  Philipp Max 1 0 65
36 Japaner  Shinya Yajima 1 0 108
37 Däne  Robert Skov 1 0 109
38 Mexikaner  Rodolfo Pizarro 1 0 116
39 Portugiese  Pité 1 0 129
40 Argentinier  Ángel Correa 1 0 252
41 Japaner  Shoya Nakajima 1 0 256
42 Irakaner  Saad Abdulameer 1 0 259
Schwede  Mikael Ishak 1 0 259
44 Schwede  Astrit Ajdarević 1 0 270
Algerier  Mohamed Benkablia 1 0 270
Portugiese  Tobias Figueiredo 1 0 270
Fidschianer  Roy Krishna 1 0 270
Argentinier  Maurizio Martínez 1 0 270
Südafrikaner  Gift Motupa 1 0 270
Mexikaner  Carlos Salcedo 1 0 270
51 Südkoreaner  Hwang Hee-chan 1 0 339
52 Brasilianer  Marquinhos 1 0 563

Anmerkung: Sortierung bei gleicher Torzahl gemäß Anzahl Torvorlagen bzw. gespielter Zeit.[14]

  • Stand: 21. August 2016, nach dem Finale
  • Eigentore:

Sperren aufgrund von KartenBearbeiten

Spieler Vergehen Sperre im Spiel
Sudafrika  Mothobi Mvala   in Gruppe A gegen Brasilien Gruppe A Dänemark – Südafrika
Argentinien  Víctor Cuesta   in Gruppe D gegen Algerien Gruppe D Argentinien – Honduras
Algerien  Ayoub Abdellaoui   in Gruppe D gegen Argentinien Gruppe D Algerien – Portugal
Honduras  Johnny Palacios   in Gruppe D gegen Algerien
  in Gruppe D gegen Portugal
Gruppe D Argentinien – Honduras
Portugal  Tobias Figueiredo   in Gruppe D gegen Argentinien
  in Gruppe D gegen Honduras
Gruppe D Algerien – Portugal
Portugal  Sergio Olivera   in Gruppe D gegen Argentinien
  in Gruppe D gegen Honduras
Gruppe D Algerien – Portugal
Brasilien  Thiago Maia   in Gruppe A gegen Südafrika
  in Gruppe A gegen Irak
Gruppe A Dänemark – Brasilien
Algerien  Abdelghani Demmou   in Gruppe D gegen Honduras
  in Gruppe D gegen Argentinien
Gruppe D Algerien – Portugal
Algerien  Haris Belkebala   in Gruppe D gegen Honduras
  in Gruppe D gegen Argentinien
Gruppe D Algerien – Portugal
Kolumbien  Kevin Balanta   in Gruppe B gegen Japan
  in Gruppe B gegen Nigeria
Viertelfinale Brasilien – Kolumbien
Nigeria  Azubuike Okechukwu   in Gruppe B gegen Kolumbien
  im Viertelfinale gegen Dänemark
Halbfinale Nigeria – Deutschland

Zudem erhielt der Mexikaner Hirving Lozano im Spiel gegen Südkorea die Rote Karte in der vierten Minute der Nachspielzeit, die aber keinen Effekt für das weitere Turnier hatte, da Mexiko ausschied.

FrauenturnierBearbeiten

Olympisches Fußballturnier 2016
Frauen
   
Anzahl Nationen 12
Olympiasieger Deutschland  Deutschland (1. Titel)
Austragungsort Rio de Janeiro (Belo Horizonte,
Brasília, Manaus, Salvador, São Paulo)
Eröffnungsspiel 3. August 2016
Endspiel 19. August 2016
Spiele 26
Tore 66 (⌀: 2,54 pro Spiel)
Zuschauer 635.885 (⌀: 24.457 pro Spiel)
Torschützenkönigin Deutschland  Melanie Behringer (5 Tore)
  Gelbe Karten 44 (⌀: 1,69 pro Spiel)
  Gelb-Rote Karten (⌀: 0,04 pro Spiel)
  Rote Karten (⌀: 0,08 pro Spiel)

QualifikationBearbeiten

Asien

Die dem asiatischen Verband AFC zustehenden zwei Startplätze wurden in einem Qualifikationsturnier in drei Runden ausgespielt. Die erste Runde fand im März 2015, die zweite Runde im September 2015 und die dritte Runde im Februar und März 2016 in Osaka statt. Die beiden besten Mannschaften qualifizierten sich für die Olympischen Spiele. Bereits am vorletzten Spieltag standen Australien und die Volksrepublik China als asiatische Teilnehmer fest. Dagegen konnte Vizeweltmeister Japan, der 2012 die Silbermedaille gewonnen hatte, den Heimvorteil nicht nutzen.[15]

Afrika

Die zwei Startplätze des afrikanischen Verbandes CAF wurden in einem Qualifikationsturnier, das aus vier Runden bestand ermittelt. Die Partien wurden in Hin- und Rückspielen ausgetragen, wobei die Spiele der ersten Runde nicht stattfanden, da zwei Mannschaften zurückzogen, und waren am 18. Oktober 2015 beendet. Die beiden Topteams qualifizierten sich für die Endrunde. Wie 2012 konnte sich Südafrika wieder qualifizieren, wogegen sich die Simbabwische Fußballnationalmannschaft der Frauen erstmals für ein FIFA-Turnier qualifizieren konnte.

Amerika

Die zwei Mannschaften des nord- und mittelamerikanischen Verbands CONCACAF werden bei einem Turnier vom 10. bis 21. Februar 2016 in den USA ermittelt. Mit Siegen in den Halbfinalspielen qualifizierten sich Kanada und Titelverteidiger USA am 19. Februar für Rio 2016. Titelverteidiger USA gewann anschließend das Finale gegen Kanada und blieben im Turnier ohne Gegentor.[16]

Bei der Fußball-Südamerikameisterschaft der Frauen 2014 in Ecuador wurden die zwei Startplätze des südamerikanischen Verbandes CONMEBOL ausgespielt. In der Finalrunde setzten sich Brasilien, das als Gastgeber bereits qualifiziert war und Kolumbien durch und qualifizierten sich als erste Mannschaften für das olympische Turnier.

Europa

Aus dem europäischen Verband UEFA qualifizierten sich die drei besten europäischen Mannschaften der Fußball-Weltmeisterschaft 2015 in Kanada. Deutschland und Frankreich qualifizierten sich durch den Einzug ins Viertelfinale direkt. Da England, das bei der WM als beste europäische Mannschaft den dritten Platz belegte, als Einzelverband innerhalb Großbritanniens bei Olympischen Spielen nicht startberechtigt ist, wurde der dritte europäische Teilnehmer in einem Turnier zwischen den im Achtelfinale ausgeschiedenen Mannschaften aus den Niederlanden, aus Norwegen, Schweden und der Schweiz ermittelt. Das Turnier im Jeder-gegen-jeden-Modus fand vom 2. bis 9. März 2016 in den Niederlanden statt.[17][18] Schweden sicherte sich den letzten Startplatz durch zwei 1:0-Siege und ein Remis gegen die Gastgeberinnen.[19]

Ozeanien

Der Startplatz des ozeanischen Verbandes OFC sollte in Play-off-Spielen zwischen Papua-Neuguinea, dem Sieger des Fußballturniers bei den Pazifikspielen, das vom 6. bis zum 16. Juli 2015 in Papua-Neuguinea ausgetragen wurde, und Neuseeland im Januar 2016 in Hin- und Rückspiel ermittelt werden. Nachdem Neuseeland das erste Spiel in Papua-Neuguinea mit 7:1 gewonnen hatte, trat Papua-Neuguinea zum Rückspiel in Neuseeland nicht mehr an, Neuseeland war damit für die Olympischen Spiele qualifiziert.[20]

Für das olympische Fußballturnier der Frauen konnten sich somit folgende Mannschaften qualifizieren:

2 aus Südamerika Brasilien  Brasilien (Gastgeber) Kolumbien  Kolumbien
3 aus Europa Deutschland  Deutschland Frankreich  Frankreich Schweden  Schweden
2 aus Nord- und Mittelamerika Kanada  Kanada Vereinigte Staaten  USA (Titelverteidiger)
2 aus Afrika Simbabwe  Simbabwe Sudafrika  Südafrika
2 aus Asien Australien  Australien China Volksrepublik  China
1 aus Ozeanien Neuseeland  Neuseeland

GruppenphaseBearbeiten

Die Gruppenauslosung erfolgte am 14. April 2016. Die Mannschaften werden für die Auslosung anhand der FIFA-Weltrangliste vom 25. März 2016 auf vier Töpfe verteilt:[11]

Topf 1: Brasilien, USA, Deutschland
Topf 2: Frankreich, Australien, Schweden
Topf 3: Kanada, VR China, Neuseeland
Topf 4: Kolumbien, Südafrika, Simbabwe

Bei der Auslosung konnten nicht zwei Mannschaften aus derselben Konföderation in eine Gruppe gelost werden.[12] Damit stand schon vor der Auslosung fest, dass Deutschland auf Australien treffen musste und dementsprechend nicht auf China hätte treffen können.

Die ersten Spiele des Frauenturniers wurden am 3. August 2016, zwei Tage vor der eigentlichen Eröffnung der Olympischen Spiele ausgetragen. Die ersten beiden Spieltage jeder Gruppe wurden als Doppelveranstaltungen durchgeführt. Der dritte Spieltag fand jeweils parallel in verschiedenen Stadien statt. Für das Viertelfinale qualifizierten sich die drei Gruppensieger und -zweiten sowie die zwei besten Gruppendritten.

Gruppe EBearbeiten

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. Brasilien  Brasilien  3  2  1  0 008:100  +7 07
 2. China Volksrepublik  China  3  1  1  1 002:300  −1 04
 3. Schweden  Schweden  3  1  1  1 002:500  −3 04
 4. Sudafrika  Südafrika  3  0  1  2 000:300  −3 01
Mi., 3. August 2016, 13:00 Uhr (18:00 Uhr MESZ) in Rio de Janeiro, Olympiastadion
Schweden Südafrika 1:0 (0:0)
Mi., 3. August 2016, 16:00 Uhr (21:00 Uhr MESZ) in Rio de Janeiro, Olympiastadion
Brasilien China 3:0 (1:0)
Sa., 6. August 2016, 19:00 Uhr (So., 00:00 Uhr MESZ) in Rio de Janeiro, Olympiastadion
Südafrika China 0:2 (0:1)
Sa., 6. August 2016, 22:00 Uhr (So., 03:00 Uhr MESZ) in Rio de Janeiro, Olympiastadion
Brasilien Schweden 5:1 (3:0)
Di., 9. August 2016, 21:00 Uhr (Mi., 03:00 Uhr MESZ) in Manaus
Südafrika Brasilien 0:0
Di., 9. August 2016, 22:00 Uhr (Mi., 03:00 Uhr MESZ) in Brasília
China Schweden 0:0

Gruppe FBearbeiten

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. Kanada  Kanada  3  3  0  0 007:200  +5 09
 2. Deutschland  Deutschland  3  1  1  1 009:500  +4 04
 3. Australien  Australien  3  1  1  1 008:500  +3 04
 4. Simbabwe  Simbabwe  3  0  0  3 003:150 −12 00
Mi., 3. August 2016, 15:00 Uhr (20:00 Uhr MESZ) in São Paulo
Kanada Australien 2:0 (1:0)
Mi., 3. August 2016, 18:00 Uhr (23:00 Uhr MESZ) in São Paulo
Simbabwe Deutschland 1:6 (0:2)
Sa., 6. August 2016, 15:00 Uhr (20:00 Uhr MESZ) in São Paulo
Kanada Simbabwe 3:1 (3:0)
Sa., 6. August 2016, 18:00 Uhr (23:00 Uhr MESZ) in São Paulo
Deutschland Australien 2:2 (1:2)
Di., 9. August 2016, 16:00 Uhr (21:00 Uhr MESZ) in Brasília
Deutschland Kanada 1:2 (1:1)
Di., 9. August 2016, 16:00 Uhr (21:00 Uhr MESZ) in Salvador
Australien Simbabwe 6:1 (3:0)

Gruppe GBearbeiten

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. Vereinigte Staaten  USA  3  2  1  0 005:200  +3 07
 2. Frankreich  Frankreich  3  2  0  1 007:100  +6 06
 3. Neuseeland  Neuseeland  3  1  0  2 001:500  −4 03
 4. Kolumbien  Kolumbien  3  0  1  2 002:700  −5 01
Mi., 3. August 2016, 19:00 Uhr (Do., 00:00 Uhr MESZ) in Belo Horizonte
USA Neuseeland 2:0 (1:0)
Mi., 3. August 2016, 22:00 Uhr (Do., 03:00 Uhr MESZ) in Belo Horizonte
Frankreich Kolumbien 4:0 (3:0)
Sa., 6. August 2016, 17:00 Uhr (22:00 Uhr MESZ) in Belo Horizonte
USA Frankreich 1:0 (0:0)
Sa., 6. August 2016, 20:00 Uhr (So., 01:00 Uhr MESZ) in Belo Horizonte
Kolumbien Neuseeland 0:1 (0:1)
Di., 9. August 2016, 18:00 Uhr (Mi., 00:00 Uhr MESZ) in Manaus
Kolumbien USA 2:2 (1:1)
Di., 9. August 2016, 19:00 Uhr (Mi., 00:00 Uhr MESZ) in Salvador
Neuseeland Frankreich 0:3 (0:1)

Rangliste der GruppendrittenBearbeiten

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. Australien  Australien  3  1  1  1 008:500  +3 04
 2. Schweden  Schweden  3  1  1  1 002:500  −3 04
 3. Neuseeland  Neuseeland  3  1  0  2 001:500  −4 03

ViertelfinaleBearbeiten

Fr., 12. August 2016, 13:00 Uhr (18:00 Uhr MESZ) in Brasília
Vereinigte Staaten  USA Schweden  Schweden 1:1 n.V. (1:1, 0:0), 3:4 i.E.
Fr., 12. August 2016, 16:00 Uhr (21:00 Uhr MESZ) in Salvador
China Volksrepublik  China Deutschland  Deutschland 0:1 (0:0)
Fr., 12. August 2016, 19:00 Uhr (Sa., 00:00 Uhr MESZ) in São Paulo
Kanada  Kanada Frankreich  Frankreich 1:0 (0:0)
Fr., 12. August 2016, 22:00 Uhr (Sa., 03:00 Uhr MESZ) in Belo Horizonte
Brasilien  Brasilien Australien  Australien 0:0 n.V., 7:6 i.E.

HalbfinaleBearbeiten

Di., 16. August 2016, 13:00 Uhr (18:00 Uhr MESZ) in Rio de Janeiro (Maracanã)
Brasilien  Brasilien Schweden  Schweden 0:0 n.V., 3:4 i.E.
Di., 16. August 2016, 16:00 Uhr (21:00 Uhr MESZ) in Belo Horizonte
Kanada  Kanada Deutschland  Deutschland 0:2 (0:1)

Spiel um BronzeBearbeiten

Fr., 19. August 2016, 13:00 Uhr (18:00 Uhr MESZ) in São Paulo
Brasilien  Brasilien Kanada  Kanada 1:2 (0:1)

FinaleBearbeiten

Schweden Deutschland
Schweden 
Fr., 19. August 2016 um 17:30 Uhr (22:30 Uhr MESZ) in Rio de Janeiro, (Maracanã)
Ergebnis: 1:2 (0:0)
Zuschauer: 52.432
Schiedsrichterin: Kanadierin  Carol Chenard
Spielbericht
Deutschland 
Hedvig LindahlNilla Fischer, Jessica Samuelsson, Linda Sembrant, Kosovare Asllani (68. Pauline Hammarlund) – Elin Rubensson (70. Magdalena Eriksson), Olivia SchoughCaroline Seger (C) , Lisa Dahlkvist, Lotta SchelinSofia Jakobsson (55. Stina Blackstenius)
Trainerin: Pia Sundhage
Almuth SchultLeonie Maier, Annike Krahn, Saskia Bartusiak (C) , Tabea KemmeMelanie Leupolz, Melanie Behringer (70. Lena Goeßling), Anja Mittag, Dzsenifer Marozsán, Sara Däbritz (82. Svenja Huth) – Alexandra Popp
Trainerin: Silvia Neid


  1:2 Stina Blackstenius (67.)
  0:1 Dzsenifer Marozsán (48.)
  0:2 Linda Sembrant (62./ET)
  Linda Sembrant, Sofia Jakobsson, Elin Rubensson
Letztes Länderspiel unter Silvia Neid sowie eines Großteils des Trainer- und Offiziellenstabs
Letztes Länderspiel von Annike Krahn, Melanie Behringer und Saskia Bartusiak

MedaillenrängeBearbeiten

 
Szene aus dem Finalspiel
Rang Medaillengewinnerinnen
Gold
Deutschland 
Deutschland
Saskia Bartusiak, Melanie Behringer, Laura Benkarth (TW), Sara Däbritz, Lena Goeßling, Josephine Henning, Svenja Huth, Mandy Islacker, Tabea Kemme, Isabel Kerschowski, Annike Krahn, Simone Laudehr, Melanie Leupolz, Leonie Maier, Dzsenifer Marozsán, Anja Mittag, Babett Peter, Alexandra Popp, Almuth Schult (TW)
Trainerin: Silvia Neid
Silber
Schweden 
Schweden
Jonna Andersson, Emilia Appelqvist, Kosovare Asllani, Emma Berglund, Stina Blackstenius, Hilda Carlén (TW), Lisa Dahlkvist, Magdalena Eriksson, Nilla Fischer, Pauline Hammarlund, Sofia Jakobsson, Hedvig Lindahl (TW), Elin Rubensson, Jessica Samuelsson, Lotta Schelin, Olivia Schough, Caroline Seger, Linda Sembrant, Fridolina Rolfö
Trainerin: Pia Sundhage
Bronze
Kanada 
Kanada
Janine Beckie, Josée Bélanger, Kadeisha Buchanan, Allysha Chapman, Sabrina D’Angelo (TW), Jessie Fleming, Stephanie Labbé (TW), Ashley Lawrence, Diana Matheson, Nichelle Prince, Rebecca Quinn, Deanne Rose, Sophie Schmidt, Desiree Scott, Christine Sinclair, Melissa Tancredi, Rhian Wilkinson, Shelina Zadorsky
Trainer: John Herdman (England  England)

TorschützinnenlisteBearbeiten

Rang Spielerin Tore Vorlagen Spielminuten
1 Deutsche  Melanie Behringer 5 1 520
2 Kanadierin  Janine Beckie 3 1 381
3 Kanadierin  Christine Sinclair 3 1 450
4 Deutsche  Sara Däbritz 3 0 443
5 Brasilianerin  Bia 3 0 491
6 Brasilianerin  Marta 2 2 545
7 Australierin  Michelle Heyman 2 0 192
8 Schwedin  Stina Blackstenius 2 0 219
9 Französin  Eugénie Le Sommer 2 0 220
10 Brasilianerin  Cristiane 2 0 231
11 Kolumbianerin  Catalina Usme 2 0 270
12 Französin  Louisa Nécib 2 0 278
13 Kanadierin  Melissa Tancredi 2 0 328
14 US-Amerikanerin  Alex Morgan 2 0 335
15 US-Amerikanerin  Carli Lloyd 2 0 338
16 Deutsche  Alexandra Popp 1 3 472
17 Kanadierin  Deanne Rose 1 1 195
18 Australierin  Lisa De Vanna 1 1 246
19 Australierin  Caitlin Foord 1 1 375
20 Deutsche  Melanie Leupolz 1 1 432
21 Deutsche  Dzsenifer Marozsán 1 1 452
Rang Spielerin Tore Vorlagen Spielminuten
22 Zimbabwin  Mavis Chiandu 1 0 68
23 US-Amerikanerin  Mallory Pugh 1 0 222
24 Australierin  Samantha Kerr 1 0 234
25 US-Amerikanerin  Crystal Dunn 1 0 254
26 Australierin  Kyah Simon 1 0 258
27 Zimbabwin  Kudakwashe Basopo 1 0 259
28 Zimbabwin  Emmaculate Msipa 1 0 261
29 Französin  Camille Abily 1 0 267
30 Neuseeländerin  Amber Hearn 1 0 270
Französin  Amel Majri 1 0 270
32 Chinesin  Gu Yasha 1 0 280
33 Australierin  Clare Polkinghorne 1 0 315
34 Chinesin  Tan Ruyin 1 0 360
35 Kanadierin  Sophie Schmidt 1 0 372
36 Australierin  Alanna Kennedy 1 0 390
37 Deutsche  Saskia Bartusiak 1 0 540
38 Brasilianerin  Andressa Alves 1 0 567
39 Schwedin  Nilla Fischer 1 0 588
40 Brasilianerin  Mônica 1 0 600
Schwedin  Lotta Schelin 1 0 600

Anmerkung: Sortierung bei gleicher Torzahl gemäß Anzahl Torvorlagen bzw. gespielter Zeit.[21]

Stand: Nach dem Finale

Zudem 3 Eigentore durch Eunice Chibanda (Simbabwe gegen Deutschland), Carolina Arias (Kolumbien gegen Frankreich) und Linda Sembrant (Schweden gegen Deutschland)

Sperren aufgrund von KartenBearbeiten

Spielerin Vergehen Sperre im Spiel
Kanada  Shelina Zadorsky   in Gruppe F gg. Australien Gruppe F Kanada – Simbabwe
Kanada  Kadeisha Buchanan   in Gruppe F gegen Australien
  in Gruppe F gegen Simbabwe
Gruppe F Deutschland – Kanada
Neuseeland  Abby Erceg   in Gruppe G gg. Kolumbien Gruppe G Neuseeland – Frankreich; die FIFA-Disziplinarkom-
mission hat diese Sperre nach Protest jedoch aufgehoben.[22]
Kanada  Josée Bélanger   in Gruppe F gegen Simbabwe
  im Viertelfinale gegen Frankreich
Halbfinale Kanada – Deutschland

AuszeichnungenBearbeiten

TriviaBearbeiten

  • Die brasilianische Spielerin Formiga ist die einzige Teilnehmerin, die seit 1996 an allen bisher ausgetragenen olympischen Fußballturnieren der Frauen teilgenommen hat. Sie hat zudem die meisten Spiele (29) bestritten.
  • Die USA haben mit ihren zwei Siegen in der Vorrunde ihren eigenen Rekord auf 13 Siege in Folge seit 2008 ausgedehnt. Die letzte Niederlage der USA fand am 6. August 2008 gegen Norwegen statt. Die Serie endete mit dem 2:2 im dritten Gruppenspiel gegen Kolumbien, gegen das die USA erstmals einen Punkt abgaben und Gegentore kassierten.
  • Mit dem 2:2 gegen die USA beendeten die Kolumbianerinnen ihre Serie von fünf Spielen ohne Torerfolg und Punktgewinn. Zusammen mit Nigeria sind sie aber noch die Mannschaft mit den meisten Niederlagen in Folge und zusammen mit Südafrika die Mannschaft mit den meisten Spielen in Folge ohne Torerfolg.
  • Pia Sundhage dehnte den von ihr und Norio Sasaki gehaltenen Rekord von 12 Spielen als Trainer/in bei Olympischen Spielen mit dem Finaleinzug auf insgesamt 18 Spiele aus.
  • Die brasilianische Spielerin Cristiane dehnte ihren Torrekord von 12 auf 14 Tore aus.
  • Deutschland verlor im letzten Gruppenspiel erstmals gegen Kanada nach zuvor 12 Siegen.
  • Kanada hatte bis zum Halbfinale in 14 Spielen, d. h. bis dahin bei allen Spielen der Kanadierinnen, bei Olympischen Spielen immer mindestens ein Tor erzielt und erzielte dann erstmals kein Tor. Damit konnte lediglich Neuling Simbabwe in allen Spielen mindestens ein Tor erzielen, bestritt aber nur drei Spiele.
  • Hope Solo bestritt beim 1:0 gegen Frankreich als erste Torhüterin ihr 200. Länderspiel. Weitere Jubiläumsspiele gab es für Saskia Bartusiak (100. Länderspiel im Halbfinale), Nilla Fischer (150. Länderspiel im Finale) und Christine Sinclair (250. Länderspiel im Spiel um Platz 3).
  • Die USA und Schweden bestritten das erste Elfmeterschießen bei einem olympischen Fußballturnier der Frauen. Durch die Niederlage in diesem Elfmeterschießen erreichten die USA erstmals nicht das Halbfinale.
  • Mit Lindsey Horan wurde in der 114. Minute des Spiels USA gegen Schweden zum ersten Mal eine vierte Spielerin eingewechselt, was nach einer Regeländerung in der Verlängerung nun möglich ist.[23] Auch Schweden und Australien (gegen Brasilien) nutzten diese Möglichkeit.
  • Janine Beckie erzielte im Spiel gegen Australien am 3. August 2016 bereits nach 21 Sekunden das 1:0 und unterbot damit den bisherigen Rekord für das schnellste Tor um 20 Sekunden.[24][25]
  • Im Halbfinale gegen Honduras erzielte Neymar das schnellste Tor der Olympiageschichte nach 15 Sekunden.[26]
  • Erstmals standen zwei Mannschaften einer Konföderation (UEFA) im Finale der Frauen.
  • Erstmals standen die Mannschaften der Frauen und Männer eines Landes (Deutschland) bei einem Turnier im Finale.
  • Mit Brasilien und Deutschland standen die beiden Länder im Finale der Männer, die als einzige Weltmeister noch keine olympische Goldmedaille gewinnen konnten.
  • Das 10:0 der deutschen Mannschaft gegen Fidschi ist der höchste Sieg einer Mannschaft mit Profispielern bei Olympischen Spielen. Den letzten zweistelligen Sieg gab es 1964 als die ägyptische Mannschaft, die als Vereinigte Arabische Republik antrat, die Südkoreaner mit 10:0 bezwang.
  • Nils Petersen ist der erste Spieler nach dem Ägypter Ibrahim Riad, dem in einem Spiel fünf Tore gelangen. Ibrahim Riad erzielte als zuvor letzter Spieler am 24. Oktober 1964 beim 10:0 gegen Südkorea sechs Tore.[27]
  • Die Schwedinnen erreichten als erste Gruppendritte das Finale.
  • Melanie Behringer wurde als erste Torschützenkönigin auch Olympiasiegerin und als erste Torschützenkönigin mit zwei direkt verwandelten Elfmetern.
  • Silvia Neid ist die erste Trainerin, die mit ihren Mannschaften Kontinentalmeister, Weltmeister und Olympiasieger wurde.
  • Erstmals belegten bei den Männern drei Spieler eines Landes (Deutschland) die ersten drei Plätze der Torschützenliste.
  • Der brasilianische Torhüter Wéverton blieb beim Turnier 509 Minuten in Folge ohne Gegentor und stellte damit einen neuen olympischen Rekord auf. Erst im Finale kassierte er das einzige Gegentor.[28]
  • Brasilien ist nun bei den Männern mit sechs Medaillen (1× Gold, 3× Silber und 2× Bronze) das Land mit den meisten Medaillen. Schon vor den Spielen war Brasilien mit sieben (nun acht) Medaillen bei Männern und Frauen zusammengerechnet das Land mit den meisten Medaillen.
  • Die Kanadierin Deanne Rose ist durch ihr Tor im Spiel um Platz 3 mit 17 Jahren und 169 Tagen nun die jüngste Torschützin bei Olympischen Spielen.[28]

SchiedsrichterBearbeiten

Die Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen wurden am 2. Mai 2016 benannt.[29] Mit „*“ markierte Schiedsrichter kamen auch schon bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 und die mit „*“ markierte Schiedsrichterin war schon bei den Olympischen Spielen 2012 im Einsatz. Alle Schiedsrichterinnen waren bereits bei der WM 2015 dabei.

Schiedsrichter
Saudi-Arabien  Fahad Al-Mirdasi
Turkei  Cüneyt Çakır*
Neuseeland  Matthew Conger
Senegal  Malang Diedhiou
Iran  Alireza Faghani
Agypten  Gehad Grisha
Rumänien  Ovidiu Hațegan
Russland  Sergei Karassjow
Guatemala  Walter López
Spanien  Antonio Mateu Lahoz
Argentinien  Néstor Pitana*
Mexiko  César Arturo Ramos
Brasilien  Sandro Ricci*
Japan  Ryūji Satō
Frankreich  Clément Turpin
Ecuador  Roddy Zambrano
Schiedsrichterinnen
Rumänien  Teodora Albon
Kanada  Carol Chenard*
Frankreich  Stéphanie Frappart
Malaysia  Rita Gani
Neuseeland  Anna-Marie Keighley
Sambia  Gladys Lengwe
Paraguay  Olga Marilin Miranda
Ukraine  Kateryna Monsul
Korea Nord  Ri Hyang-ok
Schweiz  Esther Staubli
Uruguay  Claudia Umpiérrez
Mexiko  Lucila Venegas

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. REGLEMENT für die Olympischen Fussballturniere, S. 8 und 22. (PDF; 1,2 MB) In: fifa.com. FIFA, abgerufen am 24. Juni 2015.
  2. IFAB agrees to introduce experiments with video assistant referees. In: fifa.com. FIFA, abgerufen am 8. April 2016 (englisch).
  3. FIFA to test extra sub rule at Rio Games. In: footballaustralia.com. Football Federation Australia, abgerufen am 8. April 2016.
  4. Olympische Fussballturniere Rio 2016 in sechs Städten und sieben Stadien. In: fifa.com. FIFA, 16. März 2015, abgerufen am 24. Juni 2015.
  5. Olympia-Auslosung im legendären Maracanã-Stadion. In: fifa.com. FIFA, 23. Februar 2016, abgerufen am 23. Februar 2016.
  6. Japan sichert sich erstes Ticket nach Rio. In: fifa.com. FIFA, 26. Januar 2016, abgerufen am 26. Januar 2016.
  7. Japan und Korea Republik in Rio dabei. In: fifa.com. FIFA, 26. Januar 2016, abgerufen am 26. Januar 2016.
  8. Irak sichert sich drittes Asien-Ticket nach Rio. In: fifa.com. FIFA, 29. Januar 2016, abgerufen am 29. Januar 2016.
  9. Nigeria und Algerien qualifizieren sich für Rio 2016. In: fifa.com. FIFA, 9. Dezember 2015, abgerufen am 11. Dezember 2015.
  10. Südafrika löst Ticket nach Brasilien. In: fifa.com. FIFA, 12. Dezember 2015, abgerufen am 13. Dezember 2015.
  11. a b Olympia-Auslosung: Das müssen Sie wissen. In: fifa.com. FIFA, 8. April 2016, abgerufen am 8. April 2016.
  12. a b Draw procedures: Olympic Football Tournaments Rio 2016. (PDF) In: fifa.com. FIFA, 8. April 2016, abgerufen am 8. April 2016.
  13. Spielpläne für Rio 2016 enthüllt. In: fifa.com. FIFA, 10. November 2015, abgerufen am 13. November 2015.
  14. Olympische Fussballturniere Rio 2016 – Statistik – Spieler – Meiste Tore. In: fifa.com. FIFA, abgerufen am 11. August 2016.
  15. Australien und China VR lösen Olympia-Ticket. In: fifa.com. FIFA, 7. März 2016, abgerufen am 7. März 2016.
  16. Neue Stars für Kanada und die USA. In: fifa.com. FIFA, 22. Februar 2016, abgerufen am 22. Februar 2016.
  17. Frauen im Fokus: Juli 2015. In: fifa.com. FIFA, 31. Juli 2015, abgerufen am 31. Juli 2015.
  18. Olympia-Qualifikation in den Niederlanden. In: uefa.com. UEFA, 22. Juli 2015, abgerufen am 10. August 2015.
  19. Schweden macht das Dutzend voll. In: fifa.com. FIFA, 9. März 2016, abgerufen am 9. März 2016.
  20. Neuseeland für Rio qualifiziert. In: fifa.com. FIFA, 26. Januar 2016, abgerufen am 27. Januar 2016.
  21. Olympische Fussballturniere Rio 2016 – Statistik – Spielerinnen – Meiste Tore. In: fifa.com. FIFA, abgerufen am 12. August 2016.
  22. siehe den Artikel „Neuseelands Spielführerin ist ihre rote Karte los“ vom 9. August 2016 bei footofeminin.fr.
  23. USA – Schweden 1-1
  24. canadasoccer.com: „Canada vs Australia – 2016-08-03“
  25. Cristiane und O'Reilly schreiben Geschichte. In: fifa.com. FIFA, 12. August 2008, abgerufen am 15. August 2016.
  26. Das Traumfinale ist perfekt. In: fifa.com. FIFA, 17. August 2016, abgerufen am 18. August 2016.
  27. Ägypten – Korea Republik 10:0 (3:0)
  28. a b Olympische Fussballturniere in Zahlen und Fakten. In: fifa.com. FIFA, 24. August 2016, abgerufen am 3. September 2016.
  29. 88 Offizielle für die Olympischen Fussballturniere von Rio 2016 benannt. In: fifa.com. FIFA, 2. Mai 2016, abgerufen am 2. Mai 2016.