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Schaworonkowo (russisch Жаворонково, deutsch Gerwischken, 1938 bis 1946 Richtfelde, litauisch Gerviškiai) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad (Königsberg (Preußen)) und gehört zum Rajon Gussew (Stadtkreis Gumbinnen).

Siedlung
Schaworonkowo /
Gerwischken (Richtfelde)

Жаворонково
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Gussew
Gegründet um 1554
Frühere Namen Girwischken (vor 1583),
Gittwischken (vor 1590),
Gerwischken (bis 1938),
Richtfelde (1938–1946)
Bevölkerung 79 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40143
Postleitzahl 238033
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 212 813 002
Geographische Lage
Koordinaten 54° 32′ N, 22° 7′ OKoordinaten: 54° 32′ 22″ N, 22° 7′ 15″ O
Schaworonkowo (Kaliningrad, Gussew) (Europäisches Russland)
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Lage im Westteil Russlands
Schaworonkowo (Kaliningrad, Gussew) (Oblast Kaliningrad)
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Lage in der Oblast Kaliningrad

Geographische LageBearbeiten

Schaworonkowo liegt in der äußersten Südwestspitze des Rajon Gussew, acht Kilometer von der Stadt Gussew (Gumbinnen) entfernt. Durch den Ort verläuft die russische Regionalstraße R 508 (27A-027). Die nächste Bahnstation ist Gussew an der Bahnstrecke Kaliningrad–Nesterow (Königsberg–Stallupönen/Ebenrode), einem Teilstück der Preußischen Ostbahn, zur Weiterfahrt nach Moskau.

GeschichteBearbeiten

Vor 1945 bestand das um 1554 gegründete Gerwischken[2] aus weit verstreut liegenden großen und kleinen Höfen. Zwischen 1874 und 1945 war das Dorf Teil des Amtsbezirks Nemmersdorf[3] (heute russisch: Majakowskoje) im Kreis Gumbinnen innerhalb des Regierungsbezirks Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen.

Im Jahre 1910 waren in Gerwischken 228 Einwohner gemeldet[4]. Ihre Zahl belief sich 1933 auf 226 und betrug 1939 238[5].

Aus politisch-ideologischen Gründen der Abwehr fremdländisch klingender Ortsnamen wurde Gerwischken am 3. Juni – amtlich bestätigt am 16. Juli – des Jahres 1938 in „Richtfelde“ umbenannt. Im Jahre 1945 kam das Dorf in Kriegsfolge mit dem ganzen nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion.

Im Jahre 1946 erhielt das Dorf die russische Bezeichnung „Schaworonkowo“ und wurde ein Jahr später in den Majakowski selski sowjet (Dorfsowjet Majakowskoje (Nemmersdorf)) eingegliedert, der zum neu geformten Rajon Gussew (Landkreis Gumbinnen) gehörte. Aufgrund einer umfassenden Struktur- und Verwaltungsreform[6] gehörte Schaworonkowo dann zur neu gebildeten Städtischen Gemeinde Gussew, die 2013 im Gussewski gorodskoi okrug (Stadtkreis Gussew) aufging[7].

KircheBearbeiten

Aufgrund seiner mehrheitlich evangelischen Bevölkerung war Gerwischken resp. Richtfelde bis 1945 in das Kirchspiel der Kirche Nemmersdorf (heute russisch: Majakowskoje) eingepfarrt. Es war Teil des Kirchenkreises Gumbinnen in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Schaworonkowo im Einzugsgebiet der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde der Salzburger Kirche in Gussew (Gumbinnen), die zur Propstei Kaliningrad[8] (Königsberg) der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland gehört.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1, Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Richtfelde
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Nemmersdorf
  4. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Gumbinnen
  5. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Kreis Gumbinnen (russ. Gussew). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  6. Nach dem Gesetz über die Zusammensetzung und Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Kaliningrad vom 25. Juni/1. Juli 2009, präzisiert durch Gesetz Nr. 370 vom 1. Juli 2009
  7. Gemäß Gesetz Nr. 230 vom 29. Mai 2013
  8. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento des Originals vom 29. August 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.propstei-kaliningrad.info