Mischkino (Kaliningrad)

Mischkino (russisch Мишкино, deutsch Budballen, 1938 bis 1945 Moorbude, auch: Kaimelswerder) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Gussew im Rajon Gussew.

Siedlung
Mischkino
I. Budballen (Moorbude)
II. Kaimelswerder

Мишкино
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Gussew
Frühere Namen I. Budballen (bis 1938),
Moorbude (1938–1946);

II. Keimelswerder (nach 1818),
Kaimelswerder (bis 1946),
Maximowka (vor 2005)
Bevölkerung 2 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40143
Postleitzahl 238033
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 212 813 007
Geographische Lage
Koordinaten 54° 31′ N, 22° 0′ OKoordinaten: 54° 31′ 17″ N, 22° 0′ 6″ O
Mischkino (Kaliningrad) (Europäisches Russland)
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Lage im Westteil Russlands
Mischkino (Kaliningrad) (Oblast Kaliningrad)
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Lage in der Oblast Kaliningrad

Geographische LageBearbeiten

Mischkino liegt 15 Kilometer südwestlich der Stadt Gussew (Gumbinnen) an der äußersten südwestlichen Grenze des Rajon Gussew. Durch den Ort verläuft die Kommunalstraße 27K-160 von Majakowskoje (Nemmersdorf) nach Krasnojarskoje (Sodehnen) an der Regionalstraße 27A-043 (ex R517). Eine Bahnanbindung besteht nicht.

GeschichteBearbeiten

Budballen (Moorbude)Bearbeiten

Der kleine einst Budballen genannte Ort[2] war ursprünglich ein Vorwerk zu Adomlauken (1938 bis 1946: Adamshausen, russisch: Orlowka, nicht mehr existent). So war das Dorf über seine Muttergemeinde in den Amtsbezirk Austinehlen[3] eingegliedert, der zwischen 1939 und 1945 „Amtsbezirk Austinshof“ hieß und zeit seines Bestehens zum Kreis Gumbinnen im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte. Ab dem 3. Juni 1938 hieß Budballen „Moorbude“. 1945 kam der Ort mit dem gesamten nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion.

Kaimelswerder / MaximowkaBearbeiten

Das kleine Gutsdorf Kaimelswerder[4] wurde 1874 in den neu errichteten Amtsbezirk Nemmersdorf[5] (russisch: Majakowskoje) eingegliedert, der bis 1945 bestand und zum Kreis Gumbinnen im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.

Im Jahre 1910 zählte Kaimelswerder 42 Einwohner[6]. Am 30. September 1928 gab der Gutsbezirk Kaimelswerder seine Eigenständigkeit auf und schloss sich mit den Gutsbezirken Nemmersdorf (Majakowskoje) und Pennacken (1938 bis 1946: Werfen, russisch: Orlowka) zur neuen Landgemeinde Nemmersdorf zusammen.

1945 kam Kaimelswerder in Folge des Zweiten Weltkriegs zur Sowjetunion. 1950 erhielt der Ort die russische Bezeichnung Maximowka und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Majakowski selski Sowet im Rajon Gussew zugeordnet.[7]

MischkinoBearbeiten

1950 erhielt Moorbude (als Budballen) die russische Bezeichnung Mischkino und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Majakowski selski Sowet im Rajon Gussew zugeordnet.[7] Vor 1975 wurde Maximowka an Mischkino angeschlossen.[8] Von 2008 bis 2013 gehörte Mischkino zur Landgemeinde Majakowskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Gussew.

KircheBearbeiten

In Budballen resp. Moorbude als auch Kaimelswerder lebte vor 1945 eine fast ausnahmslos evangelische Bevölkerung. Beide Orte gehörten damals zum Kirchspiel der Kirche Nemmersdorf (Majakowskoje) im Kirchenkreis Gumbinnen in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Mischkino im Einzugsbereich der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Krasnojarskoje (Sodehnen) innerhalb der Propstei Kaliningrad[9] (Königsberg) der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1, Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Moorbude
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Austinehlen/Austinshof
  4. Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005). Kaimelswerder
  5. Rolf Jehke, Amtsbezirk Nemmersdorf
  6. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Gumbinnen
  7. a b Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 5 июля 1950 г., №745/3, «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung 745/3 des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 5. Juli 1950)
  8. Gemäß der Административно-территориальное деление Калининградской области 1975 (Die administrativ-territoriale Einteilung der Oblast Kaliningrad 1975, herausgegeben vom Sowjet der Oblast Kaliningrad) auf http://www.soldat.ru/ (rar-Datei)
  9. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento des Originals vom 29. August 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.propstei-kaliningrad.info