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Proletarskoje (russisch Пролетарское, deutsch Ganderkehmen, litauisch Gandrakiemiai) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)) und gehört zum Gussewski gorodskoi okrug (Stadtkreis Gussew (Gumbinnen)).

Siedlung
Proletarskoje / Ganderkehmen
Пролетарское
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Gussew
Gegründet nach 1590
Frühere Namen Sultecken (vor 1730),
Ganderckehmen (nach 1736),
Ganderkehmen (bis 1946),
Dunajewka (vor 2005)
Bevölkerung 1 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40143
Postleitzahl 238033
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 212 813 009
Geographische Lage
Koordinaten 54° 33′ N, 22° 4′ OKoordinaten: 54° 32′ 46″ N, 22° 3′ 48″ O
Proletarskoje (Kaliningrad, Gussew) (Europäisches Russland)
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Lage im Westteil Russlands
Proletarskoje (Kaliningrad, Gussew) (Oblast Kaliningrad)
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Lage in der Oblast Kaliningrad

Geographische LageBearbeiten

Proletarskoje liegt zehn Kilometer südwestlich der Stadt Gussew (Gumbinnen) unweit einer Nebenstraße (27K-063), die Gussew und Kostino (Stobricken, 1938 bis 1946 Krammsdorf) mit Majakowskoje (Nemmersdorf) verbindet. Eine Bahnanbindung besteht nicht.

GeschichteBearbeiten

Das kleine aus dem zu Ende gehenden 16. Jahrhundert stammende Dorf[2] wurde 1874 in den neu errichteten Amtsbezirk Nemmersdorf[3] (der Ort heißt heute russisch: Majakowskoje) eingegliedert. Er bestand bis 1945 und gehörte zum Kreis Gumbinnen im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen.

Die Landgemeinde Ganderkehmen zählte im Jahre 1910 37 Einwohner[4]. Am 30. September 1928 gab die Gemeinde ihre Selbständigkeit auf und schloss sich mit der Landgemeinde Kiaulkehmen und dem Gutsbezirk Heinrichsdorf (russisch: Chimkino, nicht mehr existent) zur neuen Landgemeinde Kiaulkehmen (1935 bis 1946: Jungort, russisch: Dunajewka, heute nicht mehr existent) zusammen.

In Kriegsfolge kam Ganderkehmen mit dem gesamten nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion und erhielt die russische Bezeichnung „Dunajewka“. Das Dorf gehörte anfangs zum Majakowski selski sowjet (Dorfsowjet Majakowskoje (Nemmersdorf)) im Rajon Gussew (Landkreis Gumbinnen), wurde in „Proletarskoje“ umbenannt[5] und kam danach[6] zur neu geformten Majakowskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Majakowskoje), die 2013[7] im neu strukturierten Gussewski gorodskoi okrug (Stadtkrei Gussew) aufging. Aktuell zählt Proletarskoje 1 Einwohner (Stand: 14. Oktober 2010[1]).

KircheBearbeiten

Ganderkehmen mit seiner fast ausnahmslos evangelischen Bevölkerung war vor 1945 in das Kirchspiel der Kirche Nemmersdorf (der Ort heißt heute russisch: Majakowskoje) eingepfarrt und gehörte auf diese Weise zum Kirchenkreis Gumbinnen in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Proletarskoje im Einzugsgebiet der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde der Salzburger Kirche in Gussew (Gumbinnen) innerhalb der Propstei Kaliningrad[8] der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1, Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Dietrich Lange, Geographisches Ortsregiste Ostpreußen (2005): Ganderkehmen
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Nemmersdorf
  4. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Gumbinnen
  5. auch „Proletarski“, was zu Verwechselungen führte
  6. Aufgrund einer Struktur- und Verwaltungsreform gemäß dem Gesetz über die Zusammensetzung und Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Kaliningrad vom 25. Juni/1. Juli 2009, präzisiert durch Gesetz Nr. 370 vom 1. Juli 2009
  7. Nach dem Gesetz Nr. 230 vom 29. Mai 2013
  8. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento des Originals vom 29. August 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.propstei-kaliningrad.info