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Iljino (russisch Ильино, deutsch Bumbeln, litauisch Bumbulai) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)) und gehört zum Rajon Gussew (Stadtkreis Gumbinnen).

Siedlung
Iljino / Bumbeln
Ильино
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Gussew
Frühere Namen Antt Escherelle (um 1554),
Antscherelekemen (nach 1554),
Bimbellen (vor 1590),
Bumbullen (nach 1590),
Bumblen (nach 1785),
Bumbeln (bis 1946)
Bevölkerung 38 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40143
Postleitzahl 238032
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 212 804 003
Geographische Lage
Koordinaten 54° 39′ N, 22° 17′ OKoordinaten: 54° 39′ 24″ N, 22° 16′ 33″ O
Iljino (Kaliningrad) (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Iljino (Kaliningrad) (Oblast Kaliningrad)
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Lage in der Oblast Kaliningrad

Geographische LageBearbeiten

Iljino liegt neun Kilometer nordöstlich der Stadt Gussew (Gumbinnen) an einer Nebenstraße (27K-152), die Otschakowo (Groß Kannapinnen, 1938 bis 1946 Steinsruh) an der russischen Fernstraße A 198 (27A-040, einstige deutsche Reichsstraße 132) mit der Regionalstraße R 508 (27K-027) südlich von Kubanowka (Brakupönen, 1938 bis 1946 Roßlinde) verbindet. Die nächste Bahnstation ist Gussew an der Bahnstrecke Kaliningrad–Nesterow (Königsberg–Stallupönen/Ebenrode), der einstigen Preußischen Ostbahn, zur Weiterfahrt nach Moskau.

GeschichteBearbeiten

Das schon im frühen 16. Jahrhundert existente und vor 1945 Bumbeln[2] genannte kleine Dorf war zwischen 1874 und 1945 in den Amtsbezirk Springen[3] (heute russisch: Tamanskoje) eingegliedert. Er gehörte zum Kreis Gumbinnen im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen. 195 Einwohner waren im Jahre 1910 in Bumbeln registriert[4]. Ihre Zahl verringerte sich bis 1933 auf 140 und betrug 1939 181[5].

In Kriegsfolge kam Bumbeln im Jahre 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Das Dorf erhielt die russische Bezeichnung „Iljino“ und wurde innerhalb des Rajon Gussew (Landkreis Gumbinnen) in den Krasnogorski selski sowet (Dorfsowjet Krasnogorskoje (Niebudszen, 1936 bis 1938 Niebudschen, 1938 bis 1946 Herzogskirch)) integriert. Ab etwa 1980 „löste“ der Kubanowski selski sowet (Dorfsowjet Kubanowka (Brakupönen, 1938 bis 1946 Roßlinde)) den Krasnogorski selski sowet „ab“. Aufgrund einer umfassenden Struktur- und Verwaltungsreform[6] kam Iljino 2008 zur neu geformten Kubanowskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Kubanowka), die im Jahre 2013 in dem umstrukturierten Stadtkreis Gussew aufging[7]. Iljino zählt aktuell 38 Einwohner (Stand: 14. Oktober 2010[1]).

KircheBearbeiten

Mehrheitlich war die Bevölkerung Bumbelns vor 1945 evangelischer Konfession. Das Dorf gehörte zum Kirchspiel der Kirche Niebudszen im Kirchenkreis Gumbinnen innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Iljino im Einzugsgebiet der in Gussew neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde der Salzburger Kirche. Sie ist Pfarrsitz und umfasst den gesamten östlichen Oblast Kaliningrad. Außerdem ist sie Teil der Propstei Kaliningrad[8] der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1, Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Bumbeln
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Springen
  4. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Gumbinnen
  5. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Kreis Gumbinnen (russ. Gussew). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  6. Nach dem Gesetz über die Zusammensetzung und Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Kaliningrad vom 25. Juni/1. Juli 2009, präzisiert durch Gesetz Nr. 370 vom 1. Juli 2009
  7. Gesetz Nr. 230 vom 29. Mai 2013
  8. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento des Originals vom 29. August 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.propstei-kaliningrad.info