Hauptmenü öffnen
Rudi Molleker Tennisspieler
Rudi Molleker
Rudi Molleker bei den French Open 2019
Nation: DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag: 26. Oktober 2000
Größe: 185 cm
Gewicht: 75 kg
1. Profisaison: 2017
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Jan Velthuis
Preisgeld: 286.597 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 3:8
Höchste Platzierung: 147 (1. Juli 2019)
Aktuelle Platzierung: 147
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 0:2
Höchste Platzierung: 434 (20. Mai 2019)
Aktuelle Platzierung: 443
Letzte Aktualisierung der Infobox:
1. Juli 2019
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Rudolf „Rudi“ Molleker (* 26. Oktober 2000 in Sjewjerodonezk, Ukraine) ist ein deutscher Tennisspieler.

PersönlichesBearbeiten

Molleker ist der Sohn von Roman und Tanja Molleker und zog im Alter von drei Jahren als Spätaussiedler nach Oranienburg.[1][2] Er hat einen älteren Bruder.

Schon früh im Alter von 5 Jahren begann Molleker, seinem älteren Bruder German nacheifernd, Tennis zu spielen. Sein Talent wurde schnell erkannt. Im Alter von 6 Jahren startete Rudi mit dem Tennistraining bei der TV Frohnau in Berlin-Reinickendorf. Schon sehr früh wurde Molleker wie sein Bruder German von Benjamin Thiele trainiert. Dieser ist seither sein ständiger Wegbegleiter als Coach und Manager. Außerdem trainierte Molleker von Beginn an regelmäßig mit seinem Vater Roman. 2011 folgte er seinem Coach Benjamin Thiele und wechselte zum Verein Sutos 1917.[3]

KarriereBearbeiten

Molleker wurde 2014 Einzel-Europameister bei den U14 Junioren in Pilsen sowie Team-Weltmeister mit dem deutschen U14-Nationalteam bei den ITF World Junior Finals in Prostějov.[4] Nach einem Sieg beim ITF Grade 1 Turnier in Berlin am 25. Juni 2017 stieg Molleker in die Top 10 der ITF Jugendweltrangliste auf.

Über die DTB-Förderung erhielt Molleker eine Wildcard für die Qualifikation der German Tennis Championships 2017 in Hamburg. Nachdem er Casper Ruud und Leonardo Mayer, den Sieger des Turniers von 2014 und über 800 Plätze in der Weltrangliste vor ihm liegend, in der Qualifikation besiegte, feierte er sein Debüt auf der ATP World Tour bei seiner ersten Turnierteilnahme überhaupt.[5] Durch den Einzug in das Hauptfeld sprang Molleker in die Top 700 der Weltrangliste. In der ersten Runde traf er auf den Setzlistendritten Karen Chatschanow, dem er mit 4:6, 3:6 unterlag.

Am 20. Mai 2018 feierte er bislang seinen größten Erfolg. Er gewann das ATP-Challenger-Turnier in Heilbronn. Im Finale besiegte er mit Jiří Veselý seinen ersten Top-100-Spieler mit 4:6, 6:4 und 7:5.[6] Nach dem Sieg kletterte Molleker in die Top 300 der Weltrangliste. Im Juni spielte er sein erstes Event der ATP World Tour in Stuttgart und gewann überraschend gegen seinen Landsmann Jan-Lennard Struff und verlor anschließend gegen Lucas Pouille. Nach einigen frühen Niederlagen bei Turnieren unter anderem in Halle und Hamburg erreichte Molleker bei den Challengers in Meerbusch und Stettin jeweils das Halbfinale. Ende des Jahres stand er auf Platz 194 der Weltrangliste, knapp unter seinem Karrierehoch, das im Oktober bei Rang 192 lag.

Im Januar 2019 erreichte Molleker über die Qualifikation zu den Australian Open zum ersten Mal das Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers. Hier unterlag er in der ersten Runde dem Argentinier Diego Schwartzman in vier Sätzen. Im Mai 2019 zog Molleker erneut über die Qualifikation der French Open in das Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers ein und verlor gegen Alexander Bublik in vier Sätzen.

ErfolgeBearbeiten

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
ATP World Tour Finals
ATP World Tour Masters 1000
ATP World Tour 500
ATP World Tour 250
ATP Challenger Tour (1)

EinzelBearbeiten

TurniersiegeBearbeiten

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 20. Mai 2018 Deutschland  Heilbronn Sand Tschechien  Jiří Veselý 4:6, 6:4, 7:5

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ulrike Krieger: Rudi Molleker (16) erfüllt sich in Wimbledon seinen Kindheitstraum. In: bz-berlin.de. 26. Juni 2017, abgerufen am 2. September 2017.
  2. Anja Reich: Tennistalent Rudolf Molleker aus Oranienburg: Ist das der neue Boris Becker? In: berliner-zeitung.de. 15. Juli 2017, abgerufen am 2. September 2017.
  3. Offizielle Homepage. In: rudi-molleker.de. Abgerufen am 20. Mai 2018.
  4. Deutsche U14-Junioren sind Weltmeister. In: spox.com. 9. August 2014, abgerufen am 2. September 2017.
  5. Florian Merkel: Sechzehn Jahr, blondes Haar. In: spiegel.de. 24. Juli 2017, abgerufen am 2. September 2017.
  6. Rudi Molleker krönt Sensationslauf mit Challenger-Titel in Heilbronn. In: spox.com. 20. Mai 2018, abgerufen am 22. Mai 2018.