Rajewskoje (Kaliningrad)

Rajewskoje (russisch Раевское, deutsch Plompen, litauisch Plumpai) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)) und gehört zur Kamenskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Kamenskoje (Saalau)) im Rajon Tschernjachowsk (Kreis Insterburg).

Siedlung
Rajewskoje/Plompen
Раевское
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Tschernjachowsk
Gegründet um 1635
Frühere Namen Plumpen (vor 1785),
Plompen (bis 1946)
Bevölkerung 0 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40141
Postleitzahl 238176
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 239 813 016
Geographische Lage
Koordinaten 54° 44′ N, 21° 29′ OKoordinaten: 54° 43′ 48″ N, 21° 28′ 48″ O
Rajewskoje (Kaliningrad) (Europäisches Russland)
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Lage im Westteil Russlands
Rajewskoje (Kaliningrad) (Oblast Kaliningrad)
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Lage in der Oblast Kaliningrad

Geographische LageBearbeiten

Rajewskoje liegt 21 Kilometer nordöstlich der früheren Kreisstadt Snamensk (Wehlau) an einer Nebenstraße, die von Dalneje (Groß Schirrau) nach Meschduretschje (Norkitten) führt. Eine Bahnanbindung besteht nicht.

GeschichteBearbeiten

Die Gründung des bis 1946 Plompen genannten Dorfes erfolgte um 1635[2]. Zwischen 1874 und 1945 war es in den Amtsbezirk Weidlacken[3] (heute russisch: Jelniki) eingegliedert, der zum Kreis Wehlau im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.

Im Jahre 1910 waren in Plompen 54 Einwohner registriert[4]. Ihre Zahl stieg bis 1933 auf 61 und betrug 1939 noch 43[5].

In Kriegsfolge kam Plompen 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion und erhielt 1946 die russische Bezeichnung Rajewskoje. Im Jahre 1947 wurde der Ort dem neu bestimmten Rajon Tschernjachowsk (Kreis Insterburg) zugeordnet und gleichzeitig in den Kamenski selski sowjet (Dorfsowjet Kamenskoje (Saalau)) eingegliedert. Aufgrund einer Struktur- und Verwaltungsreform[6] ist Rajewskoje heute mit seinen 0 Einwohnern (Stand: 14. Oktober 2010[1]) eine als „Siedlung“ (russisch: possjolok) eingestufte Ortschaft innerhalb der neu formierten Kamenskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Kamenskoje).

KircheBearbeiten

Die Einwohnerschaft Plompens war vor 1945 fast ausnahmslos evangelischer Konfession und in das Kirchspiel der Kirche Groß Schirrau (heute russisch: Dalneje) eingepfarrt. Es gehörte zum Kirchenkreis Wehlau (Snamensk) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Rajewskoje im Einzugsbereich der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Talpaki (Taplacken), einer Filialgemeinde der Auferstehungskirche in Kaliningrad (Königsberg) in der Propstei Kaliningrad[7] der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1, Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Plompen
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Weidlacken
  4. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Wehlau
  5. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Wehlau (russ. Snamensk). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  6. Nach dem Gesetz über die Zusammensetzung und Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Kaliningrad vom 25. Juni/1. Juli 2009, nebst Gesetz Nr. 262 vom 30. Juni 2008, präzisiert durch Gesetz Nr. 370 vom 1. Juli 2009
  7. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento des Originals vom 29. August 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.propstei-kaliningrad.info