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Krugloje (russisch Круглое, deutsch Roßthal, litauisch Užežeriai) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)) und gehört zur Kaluschskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Kaluschskoje (Grünheide)) im Rajon Tschernjachowsk (Kreis Insterburg).

Siedlung
Krugloje/Roßthal
Круглое
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Tschernjachowsk
Frühere Namen Roßthal (bis 1946)
Bevölkerung 15 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40141
Postleitzahl 238170
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 239 807 011
Geographische Lage
Koordinaten 54° 41′ N, 21° 49′ OKoordinaten: 54° 40′ 35″ N, 21° 48′ 38″ O
Krugloje (Kaliningrad) (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Krugloje (Kaliningrad) (Oblast Kaliningrad)
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Lage in der Oblast Kaliningrad

Inhaltsverzeichnis

Geographische LageBearbeiten

Krugloje liegt fünf Kilometer nördlich der Stadt Tschernjachowsk (Insterburg) und ist über einen Abzweig von der russischen Fernstraße A 197 (Abschnitt der einstiegen deutschen Reichsstraße 137) nördlich von Majowka (Georgenburg) zu erreichen. Die nächste Bahnstation ist Tschernjachowsk.

GeschichteBearbeiten

Der kleine Ort Roßthal[2] war vor 1945 ein Gutsdorf. Im Jahre 1874 kam der Gutsbezirk Roßthal zum neu errichteten „Amtsbezirk“ Szieleitschen[3] (1938–1946: Schieleitschen), der – 1930 in „Amtsbezirk Geswethen“ und 1938 in „Amtsbezirk Landwehr (Ostpr.)“ umbenannt – bis 1945 zum Kreis Insterburg im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte. Im Jahre 1910 zählte der Ort 52 Einwohner[4].

Am 30. September 1928 verlor Roßthal seine Eigenständigkeit und wurde in die Landgemeinde Uszeszern eingemeindet. Gleichzeitig wurde die Landgemeinde Uszeszern in „Roßthal“ umbenannt. Die Einwohnerzahl betrug 1933 bereits 130 und hatte 1939 genau denselben Stand.

Im Jahre 1945 kam Roßthal mit dem nördlichen Ostpreußen in Kriegsfolge zur Sowjetunion und erhielt 1946 die russische Bezeichnung „Krugloje“. Im Jahre 1947 wurde der Ort dem Rajon Tschernjachowsk (Kreis Insterburg) zugeordnet und gleichzeitig in den Majewski selski sowjet (Dorfsowjet Majowka (Georgenburg)) eingegliedert. Aufgrund einer Struktur- und Verwaltungsreform[5] ist Krugloje heute mit seinen derzeit 15 Einwohnern (Stand: 14. Oktober 2010[1]) eine als „Siedlung“ (russisch: possjolok) charakterisierte Ortschaft innerhalb der Kaluschskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Kaluschskoje (Grünheide)) mit Amtssitz in Sagorskoe (Pelleningken, 1938–1946 Strigengrund).

KircheBearbeiten

Mit seiner überwiegend evangelischen Bevölkerung gehörte Roßthal vor 1945 zum Kirchspiel der Kirche Georgenburg (heute russisch: Majowka) im Kirchenkreis Insterburg in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Krugloje im Einzugsbereich der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Tschernjachowsk (Insterburg) mit Pfarrsitz für die Kirchenregion Tschernjachowsk in der Propstei Kaliningrad[6] der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1, Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Roßthal
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Szieleitschen/Geswethen/Landwehr
  4. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Insterburg
  5. Nach dem Gesetz über die Zusammensetzung und Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Kaliningrad vom 25. Juni/1. Juli 2009, nebst Gesetz Nr. 262 vom 30. Jujni 2008, präzisiert durch Gesetz Nr. 370 vom 1. Juli 2009
  6. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento des Originals vom 29. August 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.propstei-kaliningrad.info