Poddubnoje (Kaliningrad, Tschernjachowsk)

Poddubnoje (russisch Поддубное, deutsch Schönwiese, Kreis Insterburg, litauisch Šionvyzė) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)) und gehört zur Kamenskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Kamenskoje (Saalau)) im Rajon Tschernjachowsk (Kreis Insterburg).

Siedlung
Poddubnoje/Schönwiese,Kreis Insterburg
Поддубное
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Tschernjachowsk
Gegründet 1361
Frühere Namen Schonewyse (nach 1361),
Schonewese (nach 1374),
Schönwiesen (nach 1736),
Schönwiese (bis 1946)
Bevölkerung 52 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40141
Postleitzahl 238176
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 239 813 015
Geographische Lage
Koordinaten 54° 39′ N, 21° 29′ OKoordinaten: 54° 38′ 49″ N, 21° 29′ 25″ O
Poddubnoje (Kaliningrad, Tschernjachowsk) (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Poddubnoje (Kaliningrad, Tschernjachowsk) (Oblast Kaliningrad)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Kaliningrad

Geographische LageBearbeiten

Poddubnoje liegt 22 Kilometer westlich der Stadt Tschernjachowsk (Insterburg) an einer Nebenstraße, die Sirenjewka (Siemohnen) mit Gluschkowo (Plibischken) verbindet. Die nächste Bahnstation ist Meschduretschje (Norkitten) an der Bahnstrecke Kaliningrad–Nesterow (Königsberg–Stallupönen/Ebenrode), einem Teilabschnitt der ehemaligen Preußischen Ostbahn.

GeschichteBearbeiten

Das heute Poddubnoje genannte kleine Dorf wurde als Schonewyse im Jahre 1361 gegründet.[2] Im Jahre 1874 wurde Schönewiese in den neu errichteten Amtsbezirk Saalau[3] (heute russisch: Kamenskoje) eingegliedert, der zum Kreis Insterburg im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte. Im Jahre 1910 waren hier 81 Einwohner registriert.[4]

Am 30. September 1928 vergrößerte sich die Landgemeinde Schönwiese um das am Bach Auer (russisch: Torfjanka) gelegene Rittergutsdorf Auer (nicht mehr existent). Die Einwohnerzahl stieg bis 1933 auf 246 und betrug 1939 noch 217.[5] In ebendiesem Jahr 1939 wurde Schönwiese mit der Nachbargemeinde Siemohnen (heute russisch: Sirenjewka) in den Amtsbezirk Norkitten (russisch: Meschduretschje) umgegliedert, dem es bis 1945 zugehörte.

In Kriegsfolge wurde Schönwiese 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen der Sowjetunion zugeordnet. Ein Jahr später erhielt das Dorf die russische Bezeichnung „Poddubnoje“. Als 1947 der Rajon Tschernjachowsk (Kreis Insterburg) neu gebildet wurde, wurde Poddubnoje hier einbezogen und gleichzeitig in den Kamenski selsi sowjet (Dorfsowjet Kamenskoje (Saalau)) eingegliedert. Heute ist Poddubnoje mit seinen derzeit 52 Einwohnern (Stand: 14. Oktober 2010[1]) eine als „Siedlung“ (russisch: possjolok) eingestufte Ortschaft in der neu formierten Kamenskoje selskoje posselenije[6] (Landgemeinde Kamenskoje).

KircheBearbeiten

Schönwiese war bis 1945 mit seiner fast ausnahmslos evangelischen Bevölkerung in das Kirchspiel der Kirche Saalau (heute russisch: Kamenskoje) eingepfarrt, das zum Kirchenkreis Insterburg (Tschernjachowsk) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union gehörte. Heute liegt Poddubnoje im Einzugsbereich der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Meschduretschje (Norkitten), einer Filialgemeinde der Kirchenregion Tschernjachowsk (Insterburg) in der Propstei Kaliningrad[7] der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1, Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Schönewiese
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Saalau
  4. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Insterburg
  5. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Stadt und Landkreis Insterburg (russ. Tschernjachowsk). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  6. Aufgrund einer Verwaltungsreform entsprechend dem Gesetz über die Zusammenstellung und Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Kaliningrad vom 25. Juni/1. Juli 2009, nebst Gesetz Nr. 262 vom 30. Juni 2008, präzisiert durch Gesetz Nr. 370 vom 1. Juli 2009
  7. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento des Originals vom 29. August 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.propstei-kaliningrad.info

WeblinksBearbeiten