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Ostrogorki (russisch Острогорки, deutsch Groß Schunkern, litauisch Šunkariai) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)) und gehört zur Kamenskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Kamenskoje (Saalau)) im Rajon Tschernjachowsk (Kreis Insterburg).

Siedlung
Ostrogorki/Groß Schunkern
Острогорки
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Tschernjachowsk
Gegründet 1642
Frühere Namen Köthlaucken (1642),
Groß Schunken (vor 1727),
Köthlaugken (um 1785),
Groß Schunkern (bis 1946)
Bevölkerung 52 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40141
Postleitzahl 238170
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 239 813 029
Geographische Lage
Koordinaten 54° 40′ N, 21° 42′ OKoordinaten: 54° 40′ 15″ N, 21° 42′ 17″ O
Ostrogorki (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Ostrogorki (Oblast Kaliningrad)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Kaliningrad

Inhaltsverzeichnis

Geographische LageBearbeiten

Ostrogorki liegt acht Kilometer nordwestlich des Rajonzentrums Tschernjachowsk (Insterburg) an einer Nebenstraße, die von Majowka (Georgenburg) an der russischen Fernstraße A 197 (ehemalige deutsche Reichsstraße 137) über Gremjatschje (Wirbeln) bis nach Salessje (Mehlauken, 1938–1946 Liebenfelde) an der Fernstraße A 190 (Reichsstraße 126) führt. Die nächste Bahnstation ist Tschernjachowsk. Bis 1945 bestand Anschluss über Georgenburg (Majowka) an die Insterburger Kleinbahnen mit der Bahnstrecke Insterburg-Groß Skaisgirren (1938–1946: Kreuzingen, heute russisch: Bolschakowo).

GeschichtlichesBearbeiten

Das damals Köthlaucken, später dann Groß Schunkern genannte Dorf[2] erfuhr seine Gründung im Jahre 1642. Zwischen 1874 und 1945 war der Ort in den Amtsbezirk Alischken (1938–1946: Walddorf, russisch: Karpowo, nicht mehr existent) eingegliedert[3], der zum Kreis Insterburg im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.

Im Jahre 1910 waren in Groß Schunkern 235 Einwohner registriert[4]. Ihre Zahl betrug 1933 noch 230 und 1939 nur noch 226[5].

In Folge des Zweiten Weltkrieges kam Groß Schunkern 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion und erhielt 1946 die russische Bezeichnung „Ostrogorki“. Im Jahre 1947 wurde der Ort dem neu geformten Rajon Tschernjachowsk (Kreis Insterburg) zugeordnet und gleichzeitig in den Majewski selski sowjet (Dorfsowjet Majowka (Georgenburg)) eingegliedert. Heute ist Ostrogorki aufgrund einer Struktur- und Verwaltungsreform[6] mit seinen derzeit 52 Einwohnern (Stand: 14. Oktober 2010[1]) eine als „Siedlung“ (russisch: possjolok) deklarierte Ortschaft innerhalb der Kamenskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Kamenskoje (Saalau)).

KircheBearbeiten

Mit seiner überwiegend evangelischen Bevölkerung war Groß Schunkern bis 1945 in das Kirchspiel der Kirche Berschkallen (1938–1946: Birken, heute russisch: Gremjatschje) eingepfarrt. Es gehörte zum Kirchenkreis Insterburg (Tschernjachowsk) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Ostrogorki im Einzugsbereich der evangelisch-lutherischen Pfarrgemeinde in Tschernjachowsk (Insterburg), die zur Propstei Kaliningrad[7] (Königsberg) der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland gehört.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1, Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Groß Schunkern
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Alischken/Walddorf
  4. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Insterburg
  5. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Stadt und Landkreis Insterburg (russ. Tschernjachowsk). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  6. Nach dem Gesetz über die Zusammensetzung und Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Kaliningrad vom 25. Juni/1. Juli 2009, nebst Gesetz Nr. 262 vom 30. Juni 2008, präzisiert durch Gesetz Nr. 370 vom 1. Juli 2009
  7. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento des Originals vom 29. August 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.propstei-kaliningrad.info