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Perelesnoje (russisch Перелесное, deutsch Pagelienen, litauisch Pagelynai) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)) und gehört zur Kaluschskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Kaluschskoje (Grünheide)) im Rajon Tschernjachowsk (Kreis Insterburg).

Siedlung
Perelesnoje/Pagelienen
Перелесное
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Tschernjachowsk
Erste Erwähnung 1584
Frühere Namen Pagelinen (nach 1736),
Pagelienen (bis 1946)
Bevölkerung 59 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40141
Postleitzahl 238170
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 239 807 012
Geographische Lage
Koordinaten 54° 42′ N, 21° 47′ OKoordinaten: 54° 41′ 52″ N, 21° 47′ 27″ O
Perelesnoje (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Perelesnoje (Oblast Kaliningrad)
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Lage in der Oblast Kaliningrad

Inhaltsverzeichnis

Geographische LageBearbeiten

Perelesnoje liegt sechs Kilometer nördlich der Stadt Tschernjachowsk (Insterburg) an der russischen Fernstraße A 197, im Abschnitt der einstigen deutschen Reichsstraße 137. Der Ort war vor 1945 Bahnstation an der Bahnstrecke Insterburg–Groß Skaisgirren der Insterburger Kleinbahnen. Heute besteht Bahnanschluss über Tschernjachowsk.

GeschichtlichesBearbeiten

Seine erste Erwähnung erfuhr das kleine Dorf Pagelienen[2] im Jahre 1584. Als Landgemeinde wurde der Ort 1874 in den neu errichteten Amtsbezirk Szieleitschen[3] (1938–1946: Schieleitschen, heute nicht mehr existent) aufgenommen. Er gehörte auch nach Umbenennungen 1930 in „Amtsbezirk Geswethen“ bzw. 1938 in „Amtsbezirk Landwehr (Ostpr.)“ zum Kreis Insterburg im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen.

Pagelienen hatte 1910 insgesamt 235 Einwohner[4]. Ihre Zahl verringerte sich bis 1933 auf 211 und betrug 1939 nur noch 199[5].

Im Jahre 1945 kam Pagelienen mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion und erhielt 1946 die russische Bezeichnung „Perelesnoje“. Im Jahre 1947 „wechselte“ der Ort vom Kreis Insterburg in den neu zugeschnittenen Rajon Tschernjachowsk (Kreis Insterburg) und wurde gleichzeitig in den Majewski selski sowjet (Dorfsowjet Majowka (Georgenburg)) eingegliedert. Aufgrund einer Struktur- und Verwaltungsreform[6] ist Perelesnoje heute mit seinen derzeit 59 Einwohnern (Stand: 14. Oktober 2010[1]) eine als „Siedlung“ (russisch: possjolok) bezeichnete Ortschaft im Verbund der Kaluschskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Kaluschskoje (Grünheide)) mit Amtssitz in Sagorskoje (Pelleningken, 1938–1946 Strigengrund).

KircheBearbeiten

Mehrheitlich war die Bevölkerung Pagelienens vor 1945 evangelischer Konfession. Das Dorf gehörte zum Kirchspiel der Kirche Georgenburg (heute russisch: Majowka) im Kirchenkreis Insterburg in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Perelesnoje im Einzugsbereich der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in der Stadt Tschernjachowsk (Insterburg), der Pfarrgemeinde für die Kirchenregion Tschernjachowsk in der Propstei Kaliningrad[7] der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1, Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Pagelienen
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Szieleitschen/Geswethen/Landwehr (Ostpr.)
  4. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Insterburg
  5. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Stadt und Landkreis Insterburg (russ. Tschernjachowsk). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  6. Nach dem Gesetz über die Zusammensetzung und Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Kaliningrad vom 25. Juni/1. Juli 2009, nebst Gesetz Nr. 262 vom 30. Juni 2008, präzisiert durch Gesetz Nr. 370 vom 1. Juli 2009
  7. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento des Originals vom 29. August 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.propstei-kaliningrad.info