Hauptmenü öffnen

Nismennoje (russisch Низменное, deutsch Pleinlauken, Kreis Insterburg, 1928–1945 Rosenthal, litauisch Plynlaukiai) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad und gehört zur Landgemeinde Kaluschskoje im Rajon Tschernjachowsk.

Siedlung
Nismennoje
Pleinlauken (Rosenthal)

Низменное
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Tschernjachowsk
Erste Erwähnung 1556
Frühere Namen Pleinlaugcken (nach 1736),
Pleinlaucken (nach 1785),
Pleinlauken (bis 1928),
Rosenthal (1928–1946)
Bevölkerung 113 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40141
Postleitzahl 238170
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 239 810 014
Geographische Lage
Koordinaten 54° 42′ N, 21° 52′ OKoordinaten: 54° 41′ 39″ N, 21° 52′ 0″ O
Nismennoje (Kaliningrad) (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Nismennoje (Kaliningrad) (Oblast Kaliningrad)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Kaliningrad

Inhaltsverzeichnis

Geographische LageBearbeiten

Nismennoje liegt sieben Kilometer nordöstlich der Rajonsmetropole Tschernjachowsk (Insterburg) an einer Nebenstraße, die von Majowka (Georgenburg) über Pridoroschnoje (Seßlacken) nach Uljanowo (Kraupischken, 1938–1946 Breitenstein) führt. Die Bahnstrecke Tschernjachowsk–Sowetsk (Insterburg–Tilsit) führt am nordwestlichen Ortsrand vorbei.

GeschichteBearbeiten

Seine erste Erwähnung erfuhr das damals Pleinlaugcken[2] genannte kleine Dorf im Jahre 1556. Im Jahre 1874 wurde Pleinlauken in den damals neu errichteten Amtsbezirk Neunischken[3] (1938 bis 1945 „Amtsbezirk Neunassau“, heute russisch: Priwolnoje) eingegliedert, der zum Kreis Insterburg im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte. Im Jahre 1910 zählte Pleinlauken insgesamt 281 Einwohner, von denen 91 im Gutsbezirk und 190 in der Landgemeinde lebten[4].

Am 30. September 1928 wurden der Gutsbezirk und die Landgemeinde Pleinlauken zusammengeschlossen und die neue Landgemeinde Pleinlauken in „Landgemeinde Rosenthal“ umbenannt. Rosenthal war bis dahin ein 1829 entstandenes Gut und ein Wohnplatz der Landgemeinde Pleinlauken, der zum selben Zeitpunkt in die neue Landgemeinde Rosenthal überführt wurde[5]. Die Einwohnerzahl der Gemeinde betrug 1933 zusammen 240 und 1939 noch 209[6].

In Kriegsfolge kam das Dorf 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion und erhielt 1946 die russische Bezeichnung „Nismennoje“. Im jahre 1947 wurde der Ort dem neu zugeschnittenen Rajon Tschernjachowsk (Kreis Insterburg) zugeordnet und gleichzeitig in den Majewski selski sowjet (Dorfsowjet Majowka (Georgenburg)) eingegliedert. Aufgrund einer Struktur- und Verwaltungsreform[7] ist Nismennoje heute mit seinen derzeit 113 Einwohnern (Stand: 14. Oktober 2010[1]) eine als „Siedlung“ (russisch: possjolok) eingestufte Ortschaft im Verbund der Kaluschskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Kaluschskoje (Grünheide)), die ihren Amtssitz in Sagorskoje (Pelleningken, 1938–1946 Strigengrund) hat.

KircheBearbeiten

Die mehrheitlich evangelische Bevölkerung Pleinlaukens bzw. Rosenthals war vor 1945 in das Kirchspiel der Kirche Georgenburg (heute russisch: Majowka) eingepfarrt und gehörte zum Kirchenkreis Insterburg in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Nismennoje im Einzugsbereich der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Tschernjachowsk (Insterburg). Sie ist Pfarrgemeinde der Kirchenregion Insterburg in der Propstei Kaliningrad[8] der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1, Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Rosenthal
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Neunischken/Neunassau
  4. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Insterburg
  5. Rosenthal bei genealogy.net
  6. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Stadt und Landkreis Insterburg (russ. Tschernjachowsk). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  7. Nach dem Gesetz über die Zusammensetzung und Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Kaliningrad vom 25. Juni/1. Juli 2009, nebst Gesetz Nr. 262 vom 30. Juni 2008, präzisiert durch Gesetz Nr. 370 vom 1. Juli 2009
  8. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento des Originals vom 29. August 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.propstei-kaliningrad.info