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Werschinino (russisch Вершинино, deutsch Kohlischken, 1928–1946 Hutmühle, litauisch Koliškiai) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)) und gehört zur Swobodnenskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Swoboda (Jänischken, 1938–1946 Jänichen)) im Rajon Tschernjachowsk (Kreis Insterburg).

Siedlung
Werschinino/Kohlischken (Hutmühle)
Вершинино
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Tschernjachowsk
Gegründet um 1557
Frühere Namen Colaukis (u 1564),
Koloschkai (um 1590),
Kahlischken (um 1634),
Groß Kohlischken (um 1818),
Kohlischken (bis 1938),
Hutmühle (1928–1946)
Bevölkerung 28 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40141
Postleitzahl 238162
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 239 822 004
Geographische Lage
Koordinaten 54° 32′ N, 21° 40′ OKoordinaten: 54° 32′ 16″ N, 21° 40′ 4″ O
Werschinino (Kaliningrad, Tschernjachowsk) (Europäisches Russland)
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Lage im Westteil Russlands
Werschinino (Kaliningrad, Tschernjachowsk) (Oblast Kaliningrad)
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Lage in der Oblast Kaliningrad

Inhaltsverzeichnis

Geographische LageBearbeiten

Werschinino liegt 14 Kilometer südwestlich der Stadt Tschernjachowsk (Insterburg) unweit von Ugrjumowo (Matheningken, 1938–1946 Mattenau) an einer Nebenstraße, die von Podgornoje (Wiepeningken, 1928–1946 Staatshausen) an der Fernstraße A 229 (ehemalige deutsche Reichsstraße 1, heute auch Europastraße 28) nach Swoboda (Jänischken, 1938–1946 Jänichen) an der Fernstraße A 197 (frühere Reichsstraße 139) führt. Bis 2009 war Ugrjumowo die nächste Bahnstation an der Bahnstrecke Tschernjachowsk–Schelesnodoroschny (Insterburg–Gerdauen).

GeschichteBearbeiten

Das Gründungsjahr des einstigen Colaukis[2] liegt um 1557. Im Jahre 1874 wurde das Dorf in den neu errichteten Amtsbezirk Jänischken[3] (1938–1945 „Amtsbezirk Jänichen“, heute russisch: Swoboda) eingegliedert, der bis 1945 zum Kreis Insterburg im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte. In Kohlischken lebten im Jahre 1910 321 Einwohner[4].

Am 30. September 1928 erweiterte sich Kohlischken um den Gutsbezirk Mühle Keppurren (heute russisch: Pereleski), der aus dem Amtsbezirk Blockinnen (1938–1945 „Amtsbezirk Blocken“, heute russisch: Otradnoje) nach hier umgegliedert wurde. Mit dem gleichen Datum erhielt Kohlischken die Umbenennung in „Hutmühle“.

1945 kam der Ort mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion und erhielt 1946 den Namen Werschinino. Ein Jahr später wurde der Ort dem neu formierten Rajon Tschernjachowsk (Kreis Insterburg) zugeordnet und gleichzeitig in den Swobodnenski selski sowjet (Dorfsowjet Swoboda) eingegliedert. Aufgrund einer Struktur- und Verwaltungsreform[5] ist Werschinino heute mit seinen derzeit 28 Einwohnern (Stand: 14. Oktober 2010[1]) eine als „Siedlung“ (russisch: possjolok) eingestufte Ortschaft im Verbund der Swobodnenskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Swoboda).

KircheBearbeiten

Mit seiner fast ausnahmslos evangelischen Bevölkerung gehörte Kohlischken resp. Hutmühle vor 1945 zum Kirchspiel der Kirche Didlacken (1938–1946: Dittlacken, heute russisch: Telmanowo) im Kirchenkreis Insterburg in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Werschinino im Einzugsgebiet der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Tschernjachowsk (Insterburg), Pfarrsitz für die Kirchenregion Tschernjachowsk in der Propstei Kaliningrad[6] der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1, Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Hutmühle
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Jänischken/Jänichen
  4. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Insterburg
  5. Nach dem Gesetz über die Zusammensetzung und Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Kaliningrad vom 25. Juni/1. Juli 2009, nebst Gesetz Nr. 262 vom 30. Juni 2008, präzisiert durch Gesetz Nr. 370 vom 1. Juli 2009
  6. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento des Originals vom 29. August 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.propstei-kaliningrad.info