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Sochownoje (russisch Совхозное, deutsch Sterkeninken, 1938–1946 Starkenicken, litauisch Sterkininkai) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)) und gehört zur Kamenskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Kamenskoje (Saalau)) im Rajon Tschernjachowsk (Kreis Insterburg).

Siedlung
Sowchosnoje/Sterkeninken (Starkenicken)
Совхозное
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Tschernjachowsk
Gegründet 1422
Frühere Namen Albrechtstal (1422),
Starkenick (vor 1481),
Sterkeningken (nach 1539),
Stärkeninken (um 1785),
Sterkeninken (bis 1938),
Starkenicken (1938–1946)
Bevölkerung 35 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40141
Postleitzahl 238170
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 239 813 028
Geographische Lage
Koordinaten 54° 39′ N, 21° 41′ OKoordinaten: 54° 38′ 56″ N, 21° 40′ 34″ O
Sowchosnoje (Kaliningrad, Tschernjachowsk) (Europäisches Russland)
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Lage im Westteil Russlands
Sowchosnoje (Kaliningrad, Tschernjachowsk) (Oblast Kaliningrad)
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Lage in der Oblast Kaliningrad

Inhaltsverzeichnis

Geographische LageBearbeiten

Sowchosnoje liegt neun Kilometer nordwestlich des Rajonzentrums Tschernjachowsk (Insterburg) an einer Nebenstraße, die von Majowka (Georgenburg) an der russischen Fernstraße A 197 (ehemalige deutsche Reichsstraße 137) und Dowatorowka (Leipeningken, 1938–1946 Georgental, auch: Zwion) nach Kamenskoje (Saalau) führt. Eine Bahnanbindung besteht nicht.

GeschichteBearbeiten

Das im Jahre 1422 als Albrechtstal gegründete und später Sterkeninken genannte Dorf[2] war von 1874 bis 1945 in den Amtsbezirk Alischken (ab 1930: „Amtsbezirk Walddorf“, russisch: Karpowo, nicht mehr existent) eingegliedert[3] und gehörte zum Landkreis Insterburg im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen. Mit dem Ortsteil Lindenhof (heute nicht mehr existent) waren in Sterkinken im Jahre 1910 insgesamt 358 Einwohner registriert[4]. Ihre Zahl betrug 1933 noch 331 und belief sich 1939 auf 302[5]. Am 3. Juni 1938 (mit offizieller Bestätigung vom 16. Juli 1938) wurde Sterkeninken aus politisch-ideologischen Gründen in „Starkenicken“ umbenannt. Als der Ort 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion kam, erhielt er 1946 die russische Bezeichnung „Sowchosnoje“. Als solcher wurde er 1947 dem neu geformten Rajon Tschernjachowsk (Kreis Insterburg) zugeordnet und gleichzeitig in den Majewski selski sowjet (Dorfsowjet Majowka (Georgenburg)) eingegliedert. Aufgrund einer Struktur- und Verwaltungsreform[6] ist Sowchosnoje heute mit seinen derzeit 35 Einwohnern (Stand: 14. Oktober 2010[1]) eine als „Siedlung“ (russisch: possjolok) eingestufte Ortschaft im Verbund der Kamenskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Kamenskoje (Saalau)).

KircheBearbeiten

Die Bevölkerung von Lindenhof und Sterkeninken resp. Starkenicken war bis 1945 überwiegend evangelischer Konfession und in das Kirchspiel der Kirche Georgenburg (heute russisch: Majowka) eingepfarrt. Es war Teil des Kirchenkreises Insterburg in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Sowchosnoje im Einzugsbereich der in den 1990er Jahren neu gegründeten evangelisch-lutherischen Gemeinde Tschernjachowsk (Insterburg), die zugleich Pfarrgemeinde der Kirchenregion Tschernjachowsk ist und zur Propstei Kaliningrad[7] der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland gehört.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1, Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Starkenicken
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Alischken/Walddorf
  4. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Insterburg
  5. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Stadt und Landkreis Insterburg (russ. Tschernjachowsk). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  6. Nach dem Gesetz über die Zusammensetzung und Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Kaliningrad vom 25. Juni/1. Juli 2009, nebst Gesetz Nr. 262 vom 30. Juni 2008, präzisiert durch Gesetz Nr. 370 vom 1. Juli 2009
  7. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento des Originals vom 29. August 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.propstei-kaliningrad.info