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Michael Georg Link

deutscher Politiker (FDP), MdB
Michael Georg Link (2014)

Michael Georg Link (* 6. Februar 1963 in Heilbronn) ist ein deutscher Politiker (FDP) und Sprecher für Europapolitik der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag. Vom 1. Juli 2014 bis zum 30. Juni 2017 war er Direktor des OSZE-Büros für demokratische Institutionen und Menschenrechte (ODIHR) in Warschau.[1] Zuvor war er vom 24. Januar 2012 bis 17. Dezember 2013 Staatsminister im Auswärtigen Amt[2] und von 2005 bis 2013 Mitglied im Deutschen Bundestag.

Leben und BerufBearbeiten

Nach dem Abitur am Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium Heilbronn leistete Link seinen Wehrdienst beim Panzerbataillon 364 in Külsheim ab und absolvierte anschließend ein Studium zum Übersetzer der Sprachen Russisch und Französisch in Augsburg, Lausanne und Heidelberg.

Von 1995 bis 1999 arbeitete Link als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Enquête-Kommission Deutsche Einheit des Deutschen Bundestages. Von 1999 bis 2002 war er Referent des Bundestagsabgeordneten Klaus Kinkel und anschließend bis 2005 Referent der FDP-Bundestagsfraktion im Arbeitskreis Internationale Politik.

2009 wurde Link in den Gemeinderat von Heilbronn gewählt. Mit der Ernennung zum Staatsminister musste er Anfang 2012 auf dieses Amt verzichten.[3] 2014 wurde Michael Link erneut in den Gemeinderat von Heilbronn gewählt.[4]

ParteiBearbeiten

 
Michael Link (links) mit dem damaligen Bundesaußenminister Guido Westerwelle bei einem Empfang der FDP Heilbronn 2013

1986 trat Link in die FDP ein. Von 1989 bis 1995 war Link stellvertretender Bundesvorsitzender und Bundesschatzmeister der Jungen Liberalen. Seit 2003 gehört er dem FDP-Landesvorstand in Baden-Württemberg und seit 2006 dem Präsidium als Landesschatzmeister an. Er ist seit 2014 Vorsitzender des FDP Kreisverbands Heilbronn. Seit dem Jahr 2010 gehört Michael Link dem Bundesvorstand der FDP an. Er ist Mitglied im Parteirat (Council) der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (Partei) (ALDE) und stellvertretender Vorsitzender der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates.

Abgeordneter und EuropapolitikerBearbeiten

Von 2005 bis 2013 war er Mitglied des Deutschen Bundestages. Bis 2009 war er Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion für Haushalt und Finanzen der Europäischen Union. Von 2009 bis 2012 war er ihr europapolitischer Sprecher sowie Vorsitzender des Arbeitskreis I "Internationale Politik". Von 2009 bis 2012 war Link stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Angelegenheiten der Europäischen Union des Deutschen Bundestages. Er wurde außerdem von seiner Fraktion als Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der OSZE benannt. Am 24. Januar 2012 wurde Link als Nachfolger von Werner Hoyer Staatsminister im Auswärtigen Amt. In dieser Funktion war er auch Beauftragter der Bundesregierung für die deutsch-französische Zusammenarbeit.

Durch das Scheitern seiner Partei an der Fünf-Prozent-Hürde bei der Bundestagswahl 2013 war er im 18. Bundestag nicht mehr vertreten.

Vom 1. Juli 2014 bis 30. Juni 2017 war Link Direktor des OSZE-Büros (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) für Demokratische Institutionen und Menschenrechte (engl. Abkürzung: ODIHR). Ihm folgte die frühere Außenministerin Islands, Ingibjörg Sólrún Gísladóttir, nach. Link blieb dem ODIHR aber als Mitglied von dessen Wahlbeobachtermissionen verbunden.[5]

 
Michael Link als OSZE-Wahlbeobachter bei einer Pressekonferenz in Moskau 2018.

Bei der Bundestagswahl 2017 trat Link wieder als FDP-Kandidat im Bundestagswahlkreis Heilbronn an und wurde über die FDP-Landesliste Baden-Württemberg in den 19. Deutschen Bundestag gewählt. Dort ist er Mitglied im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union[6] und Sprecher der FDP-Fraktion zu diesem Themenbereich. Zudem ist er Stellvertreter im Auswärtigen Ausschuss sowie im Haushaltsausschuss.

Seit 2019 ist Michael Georg Link im Vorstand der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung.

MitgliedschaftenBearbeiten

Michael Georg Link gründete 2006 die Europa-Union Parlamentariergruppe Deutscher Bundestag[7] und war bis 2011 Mitglied des Präsidiums der Europa-Union Deutschland. Von 2013 bis 2018 war er Mitglied des Kuratoriums der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit; seit 2018 ist er Mitglied des Vorstands.[8] Er ist Mitglied des Verwaltungsrats der Reinhold-Maier-Stiftung sowie Vorstandsmitglied des Deutsch-Französisches Institut. Er ist Mitglied des Arbeiter-Samariter-Bunds, der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde und der Südosteuropa-Gesellschaft.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.osce.org/node/120670
  2. Michael Link – neuer Staatsminister im Auswärtigen Amt. Auswärtiges Amt, abgerufen am 24. Januar 2012.
  3. kra: Frauenanteil im Rat wächst auf zehn von 40. In: Hohenloher Zeitung. 14. März 2012 (bei stimme.de [abgerufen am 2. Februar 2013]).
  4. Kommunalwahl 2014. In: Heilbronner Stimme. 26. Mai 2014 (stimme.de [abgerufen am 5. Oktober 2014]).
  5. Paul Katzenberger: Wahl in Russland - Das Problem sind nicht die Wahlfälschungen In: SZ.de, 20. März 2018, Interview.
  6. Pressemitteilung: Besetzung Bundestagsausschüsse. In: fdpbt.de. Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag, 14. Januar 2018, abgerufen am 25. Januar 2018.
  7. vgl. Internet-Darstellung der Parlamentariergruppe
  8. Webseite der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Abgerufen am 28. September 2018.