Gyde Jensen

deutsche Politikerin (FDP), MdB

Gyde Jensen-Bornhöft[1] (* 14. August 1989 in Rendsburg als Gyde Jensen) ist eine deutsche Politikwissenschaftlerin und Politikerin (FDP). Sie ist seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages und hat dort in der 19. Legislaturperiode den Vorsitz des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe inne.

Gyde Jensen im Paul-Löbe-Haus, 2019

LebenBearbeiten

Ausbildung und BerufBearbeiten

Gyde Jensen studierte Anglistik, Nordamerikanistik, Politikwissenschaft und Internationale Politik an der Universität Kiel und arbeitete nach dem Studium nach Stationen in Genf und Washington, D.C. als Kommunikationsberaterin für die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung.[2][3]

AbgeordneteBearbeiten

 
Gyde Jensen, 2018

Die Landesvertreterversammlung der schleswig-holsteinischen FDP wählte Jensen im Mai 2016 auf den vierten Listenplatz für die Bundestagswahl 2017. Sie hatte sich gegen den ehemaligen Bundestagsabgeordneten Sebastian Blumenthal durchgesetzt.[4] Bei der Wahl errang die FDP im Land Schleswig-Holstein dann mit 12,6 Prozent der Zweitstimmen drei Mandate.[5] Durch den Verzicht des schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministers Bernd Klaus Buchholz als Listenplatzzweiten auf das Mandat, griff der Listenplatz 4 von Jensen.[6] Sie ist die jüngste weibliche Abgeordnete im 19. Deutschen Bundestag.[7] Am 31. Januar 2018 übernahm sie den Vorsitz des Bundestagsausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe.[8] Sie ist damit die jüngste Ausschussvorsitzende in der Geschichte des Deutschen Bundestags.

PrivatlebenBearbeiten

Jensen ist mit dem FDP-Landtagsabgeordneten Dennys Bornhöft verheiratet. Im September 2019 wurde sie Mutter einer Tochter.[9]

LiteraturBearbeiten

  • Lukas Kleinert, Matthias C. Kettemann: Völkerrechtslunch. Fünf Fragen an Gyde Jensen, Mitglied des Deutschen Bundestages. In: Völkerrechtsblog. 26. Januar 2021, doi:10.17176/20210126-191155-0 (online).

WeblinksBearbeiten

Commons: Gyde Jensen – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Stimmzettel zur Bundestagswahl 2021 im Wahlkreis 8: Segeberg – Stormarn-Mitte (Schleswig-Holstein), 29. August 2021
  2. Regionalbüro Lübeck. (Nicht mehr online verfügbar.) Friedrich-Naumann-Stiftung, archiviert vom Original am 12. August 2017; abgerufen am 27. September 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.freiheit.org
  3. Gyde Jensen: Über mich. Archiviert vom Original am 25. September 2017; abgerufen am 27. September 2017.
  4. Ulf Billmayer-Christen: Nord-FDP ebnet Kubicki den Weg nach Berlin. In: Kieler Nachrichten. 20. Mai 2017, abgerufen am 27. September 2017.
  5. Informationen zur Wahl des 19. Deutschen Bundestags für Schleswig-Holstein – Vorläufiges Ergebnis für Schleswig-Holstein. Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein, 25. September 2017, abgerufen am 27. September 2017.
  6. Buchholz verzichtet auf Mandat. In: Lübecker Nachrichten. 25. September 2017, abgerufen am 27. September 2017.
  7. Deutscher Bundestag – Abgeordnete in Zahlen. In: Deutscher Bundestag. Abgerufen am 14. März 2018.
  8. Deutscher Bundestag – Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe. In: Deutscher Bundestag. Abgerufen am 31. Januar 2018.
  9. Baby im Parlament. In: Eckernförder Zeitung. 19. September 2019, abgerufen am 26. März 2021.