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Matt Hancock

Matthew John David Hancock (* 2. Oktober 1978 in Chester) ist ein britischer Politiker und Mitglied der Conservative Party. Seit dem 9. Juli 2018 ist er Gesundheitsminister im Kabinett May II und seit 2019 im Kabinett Boris Johnson.

LebenBearbeiten

Hancock wurde in Cheshire geboren, wo seine Familie ein Softwareunternehmen betreibt. Er erhielt einen Abschluss in Philosophie, Politik und Wirtschaft der University of Oxford, nachdem er am Exeter College in Oxford studiert hatte. Er erwarb danach einen Master of Philosophy in Wirtschaftswissenschaften an der University of Cambridge, wo er am Christ's College in Cambridge studierte.[1] Hancock wurde 1999 Mitglied der Conservative Party. Er ist mit der Alternativmedizinerin Martha Hancock verheiratet und Vater von drei Kindern.[2]

Nach dem Studium arbeitete Hancock kurz für das Software-Unternehmen seiner Familie, bevor er nach London zog, um als Ökonom bei der Bank of England zu arbeiten, wo er sich auf den Immobilienmarkt spezialisiert hatte. 2005 begann er für den späteren Schatzkanzler George Osborne zu arbeiten und wurde sein Stabschef. Er gab diese Position auf, um 2010 in dem Wahlkreis West Suffolk für einen Parlamentssitz kandidieren zu können.[3]

Hancock wurde bei den Parlamentswahlen 2010 mit 24.312 Stimmen (50,6 %) zum Abgeordneten für West Suffolk gewählt, 13.050 Stimmen vor der Kandidatin der Liberal Democrats, Belinda Brooks-Gordon.[4] Zwischen 2013 und 2016 war er als Staatsminister in verschiedenen Positionen tätig. Er sprach sich 2016 gegen einen EU-Austritt des Landes beim EU-Mitgliedschaftsreferendum im Vereinigten Königreich aus.

Am 8. Januar 2018 wurde von Theresa May zum Minister für Digitales, Kultur, Sport und Medien gemacht und am 8. Juli 2018 zum Gesundheitsminister befördert.[5][6] Nachdem Theresa May ihren Rücktritt als Premierministerin angekündigt hatte, kündigte er an, als neuer Parteiführer der Conservative Party zu kandidieren. Er zog sich am 14. Juni aus dem Rennen zurück, kurz nachdem er im ersten Wahlgang nur zwanzig Stimmen bekommen hatte.[7] Nach seinem Rückzug unterstützte er Boris Johnson für die Rolle als neuer Parteiführer und Premierminister.[8]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Matt Hancock – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Young minister has the skills to climb to the top in Westminster. Abgerufen am 4. August 2019 (britisches Englisch).
  2. Anna Mikhailova: Culture Secretary Matt Hancock reveals he does not allow his children to use social media. In: The Telegraph. 11. Juni 2018, ISSN 0307-1235 (telegraph.co.uk [abgerufen am 4. August 2019]).
  3. Matt Hancock. Abgerufen am 4. August 2019 (englisch).
  4. BBC News | Election 2010 | Constituency | Suffolk West. Abgerufen am 4. August 2019.
  5. As it happened: Cabinet reshuffle. Abgerufen am 4. August 2019 (englisch).
  6. Matt Hancock replaces Jeremy Hunt as health secretary. 9. Juli 2018, abgerufen am 4. August 2019 (englisch).
  7. Matt Hancock quits Tory leadership contest. 14. Juni 2019 (bbc.com [abgerufen am 4. August 2019]).
  8. Matt Hancock: Matt Hancock: Boris and I have had our differences but he’s the one to unite us. 16. Juni 2019, ISSN 0140-0460 (thetimes.co.uk [abgerufen am 4. August 2019]).