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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Kyritz
Kyritz
Deutschlandkarte, Position der Stadt Kyritz hervorgehoben
Koordinaten: 52° 57′ N, 12° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Ostprignitz-Ruppin
Höhe: 42 m ü. NHN
Fläche: 157,38 km2
Einwohner: 9303 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km2
Postleitzahl: 16866
Vorwahl: 033971
Kfz-Kennzeichen: OPR, KY, NP, WK
Gemeindeschlüssel: 12 0 68 264
Stadtgliederung: Kyritz und 10 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
16866 Kyritz
Website: www.kyritz.de
Bürgermeisterin: Nora Görke (parteilos)
Lage der Stadt Kyritz im Landkreis Ostprignitz-Ruppin
Wittstock/DosseHeiligengrabeRheinsbergNeuruppinLindow (Mark)VielitzseeHerzberg (Mark)RüthnickFehrbellinKyritzBreddinStüdenitz-SchönermarkZernitz-LohmNeustadt (Dosse)Sieversdorf-HohenofenDreetzWalslebenDabergotzStorbeck-FrankendorfTemnitzquellTemnitztalMärkisch LindenWusterhausen/DosseSachsen-AnhaltMecklenburg-VorpommernMecklenburg-VorpommernMecklenburg-VorpommernMecklenburg-VorpommernKarte
Über dieses Bild

Die Hansestadt Kyritz, auch Kyritz an der Knatter genannt, ist eine Stadt im Landkreis Ostprignitz-Ruppin im Nordwesten von Brandenburg.

GeografieBearbeiten

Die Stadt liegt in der historischen Landschaft Prignitz im Nordwesten Brandenburgs. Durch Kyritz verläuft die naturräumliche Grenze zwischen Kyritzer Platte im Westen und Dosseniederung im Osten, wo sich die nahe Kyritzer Seenkette befindet. An den östlichsten Ortsteil Teetz schließt sich die Wittstock-Ruppiner Heide an.

Benachbarte Städte, Ämter und Gemeinden sind Heiligengrabe im Norden, Wittstock/Dosse und das Amt Temnitz im Nordosten, Wusterhausen/Dosse im Osten, das Amt Neustadt (Dosse) im Süden sowie die Gemeinden Plattenburg im Südwesten und Gumtow im Westen.

Kyritz trägt im Volksmund den Beinamen „an der Knatter“. Für den Nebenarm Knatter der Jäglitz war das Geräusch der früher zahlreichen knatternden Wassermühlen namensgebend. Heute ist die Knatter verrohrt und von den fünf Wassermühlen existiert nur von einer noch das Gebäude.

StadtgliederungBearbeiten

Die Stadt Kyritz gliedert sich wie folgt:[2]

Kernstadt Kyritz mit den Wohnplätzen Blechern Hahn, Feldsiedlung, Grünfelde, Heinrichsfelde, Karl-Friedrichshof, Karnzow, Köhnsbau, Rüdow, Stolpe, Waldkolonie und Wolfswinkel.

10 Ortsteile:

GeschichteBearbeiten

 
Marktplatz
 
Pfarrkirche St. Marien

Im Jahr 948 wurde der Gau Chorizi erstmals urkundlich erwähnt, der Kyritz möglicherweise den Namen gab.

Lehen, Aufstieg zur Hansestadt (vor 1229 bis nach 1417)Bearbeiten

Schon 1229 erscheint ein „Johann von Plote“ in einer Urkunde als Besitzer von Kyritz. 1237 erhielt Kyritz das Stendaler Stadtrecht durch die Herren von Plotho, genauer durch jenen Johann und seinen Bruder Konrad.[3] Diese Familie, die auf der Burg Kyritz saß, besaß alle landesherrlichen Rechte, auch über den noch kleinen Ort, jedoch wohl nur in Form eines Lehens. Den Kyritzern war es gestattet, sich aus ihrer Mitte einen Vogt zu wählen. Vielfach fielen die Lehen an den Markgrafen von Brandenburg zurück.

Weit größere Unabhängigkeit erlangte die Stadt, die günstig am Pilgerweg Berlin–Wilsnack lag, in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Im Zuge dieser Entwicklung wurde sie zu einem unbekannten Zeitpunkt Mitglied der Hanse, wobei der Anschluss an deren Handelsnetz über das Flüsschen Jägelitz – die Rechte daran ließ sich die Stadt bereits Mitte des 13. Jahrhunderts von ihrem damaligen Stadtherrn bestätigen – und die Havel erfolgte.[4] Die Mitgliedschaft in der Hanse ergibt sich aus einer Aufforderung Rostocks an verschiedene Städte vom 6. Januar 1359, zur nächsten Tagfahrt in Lübeck zu erscheinen.[5] Neben Kyritz waren in der Prignitz auch Perleberg, Pritzwalk und Havelberg Hansestädte. Um diese Zeit wurden in Kyritz die Pfarrkirche St. Marien und die Stadtmauer gebaut. Die Kirche und Reste der Stadtmauer – in jüngster Zeit wurde das Holzhausener Tor ausgegraben[6] – existieren heute noch. Auch war bereits Ende des 13. Jahrhunderts ein Franziskanerkloster entstanden – neben Neubrandenburg und Gransee eines von dreien im Bistum Havelberg –, das ab 2016 ausgegraben wurde. Dabei handelte es sich zunächst um einen schmuckloser Granitbau, der jedoch im 14. Jahrhundert mit Ziegelsteinen im spätgotischen Stil umgebaut wurde. Das Streben nach Selbstbestimmung der Städte erwies sich auch in zwei Versammlungen in Spandau im Jahr 1349. Dort wurden Bündnisbriefe verabschiedet, die vom 26. Januar und 6. April des Jahres datieren, und in der sich die Städte selbstbewusst als „wy Stede der marke to Brandenburch“ bezeichneten, nicht mehr als Räte, wie zuvor. Beteiligt waren 35 Städte der Mittelmark, der Altmark, der Uckermark und der Prignitz, aus der Prignitz waren dies nach Perleberg die Städte Havelberg, Sandau, Kyritz, Pritzwalk und Freyenstein.[7] 1381 überfiel der Ritter Bassewitz (nicht gesichert) die Stadt. Im Jahr 1411 wurde er gefasst und enthauptet (nicht gesichert). Das Schwert, mit dem er (angeblich) hingerichtet wurde, ist heute im Rathaus ausgestellt. (Siehe Bassewitzfest Kyritz.) 1417 wurde Kyritz letztmals als Hansestadt erwähnt.

1488 wurde erstmals Kyritzer Bier mit dem Namen „Mord und Totschlag“ gebraut. Dieses Bier wird heute von der Klosterbrauerei Neuzelle hergestellt. Auch die Tuchmacherei spielte eine bedeutende Rolle.

Reformation, Pest, Ackerbürgerstadt (15. bis Anfang 19. Jahrhundert)Bearbeiten

Mit der Reformation wurde das Franziskanerkloster aufgegeben, 1781 die Kirche an einen Gastwirt verkauft, der die Kirche als Steinbruch nutzte.

Im Jahr 1626 starben mehr als 800 Kyritzer an der Pest. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden Fachwerkhäuser errichtet, von denen einige heute noch den Stadtkern prägen. Schließlich sank die Stadt zur Ackerbürgerstadt herab, sollte aber dennoch die Einquartierungen preußischer Truppen, wie eine große Zahl von anderen Städten auch, tragen. Die Zahl der Einquartierten konnte ungemein groß sein, was für kleinere Städte eine geradezu erdrückende Last darstellte. So wurde in Kyritz ab 1791 ein eigenes Lazarettgebäude für das Kürassierregiment Nr. 2 geplant, das in seiner noch von König Friedrich II. festgelegten Stärke insgesamt 37 Offiziere, 70 Unteroffiziere, 12 Trompeter, 720 Kürassiere, dazu 7 Mann Unterstab (Schreiber, Handwerker), 5 Kompaniefeldscher, 10 Fahnenschmiede (Hufschmiede) umfasste, insgesamt 861 Mann. Tatsächlich wurde das Gebäude 1792 bis 1793 errichtet. Der zugehörige Schriftverkehr ist überliefert, und er wirft ein helles Licht auf den wirtschaftlichen Zustand von Kyritz. Die beiden bestehenden „Lazarett-Häuser“, von denen eines so baufällig war, dass man es abstützen musste, wurden zur Mitfinanzierung verkauft – sie brachten allerdings nur 185 Taler ein. Die Baukosten für das Lazarett ermittelte das Ober-Bau-Departement. Diese beliefen sich auf 2729 Taler, 8 Groschen und 6 Pfennige. Die Kämmerei des Ortes war, wie man feststellte, in so „schlechter Verfaßung“, dass sie zu den Kosten nichts beitragen konnte, die Kommune lebte praktisch nur vom Holzverkauf; auch hatte sie von den Nutzern der alten Kasernengebäude nie Miete erhalten. Schon die Summe zum Stadtmauerbau in Höhe von 200 Talern habe sie nur durch Verpfändung eines Grundstückes aufbringen können. Insgesamt hatte die Stadt, die im Jahr zuvor noch von Hagelschlag schwer getroffen worden war, 2067 Taler Schulden.[8]

Französische Herrschaft (1806–1814)Bearbeiten

In den Jahren von 1806 bis 1814 stand die Stadt unter französischer Besatzung. Am 8. April 1807 erschossen napoleonische Soldaten den Kyritzer Kämmerer Johann Carl Friedrich Schulze und den ortsansässigen Kaufmann Carl Friedrich Kersten standrechtlich vor den Toren der Stadt, um damit ein Exempel zu statuieren. Zum Gedenken an die Völkerschlacht bei Leipzig pflanzten die Kyritzer 1814 auf dem Marktplatz vier Eichen, von denen noch heute eine als „Friedenseiche“ steht. Von 1817 bis 1952 war Kyritz Kreisstadt des Landkreises Ostprignitz.

1866 wurde das heutige Gymnasium erbaut, 1871 die Stärkefabrik gegründet. Nach einem Brand wurde 1879 ein neues Rathaus errichtet. 1910 wurde das Krankenhaus und 1925 eine Badeanstalt eröffnet.

Nach 1945Bearbeiten

Am 2. September 1945 verkündete Wilhelm Pieck die Bodenreform im Gasthof „Zum Prignitzer“.[9]

1952 wurde Kyritz Kreisstadt des Kreises Kyritz im Bezirk Potsdam (ab 1990 im Bundesland Brandenburg). 1960 wurde der Agrarflughafen Heinrichsfelde gegründet. Die Kyritzer Festtage mit Segelregatta und Bootskorso fanden erstmals 1970 statt.

Am 1. Juli 1973 wurde Mechow eingemeindet. Gantikow kam am 1. Mai 1974 hinzu.[10]

Durch die Kreisgebietsreform kam Kyritz im Jahr 1993 zum Landkreis Ostprignitz-Ruppin mit der Kreisstadt Neuruppin. Am 31. Dezember 2002 wurden die Gemeinden Bork-Lellichow, Holzhausen, Kötzlin, Rehfeld-Berlitt und Teetz-Ganz eingegliedert.[11] Am 26. Oktober 2003 wurde das Amt Kyritz aufgelöst. Drewen wurde in die Stadt Kyritz eingegliedert.[11] 2010 wurde das bundesweit erste Denkmal enthüllte, das „Den Opfern der Zwangskollektivierung im so genannten Sozialistischen Frühling in der DDR“ gewidmet war.[12] Am 30. August 2010 nahm die Deutsche Telekom den ersten LTE-Sendemast Deutschlands in Kyritz in Betrieb.

Am 26. September 2018 erklärte die Stadtverordnetenversammlung Kyritz zur „wolfsfreien Zone“.[13]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
1875 4 666
1890 5 086
1910 5 171
1925 5 368
1933 5 782
1939 6 077
1946 8 679
1950 8 962
Jahr Einwohner
1964 8 470
1971 9 483
1981 10 137
1985 10 200
1989 10 077
1990 9 927
1991 9 702
1992 9 659
1993 9 845
1994 9 759
Jahr Einwohner
1995 9 640
1996 9 658
1997 9 582
1998 9 236
1999 9 193
2000 8 976
2001 8 897
2002 10 343
2003 10 427
2004 10 259
Jahr Einwohner
2005 10 158
2006 10 018
2007 9 901
2008 9 793
2009 9 681
2010 9 537
2011 9 303
2012 9 236
2013 9 152
2014 9 140
Jahr Einwohner
2015 9 100
2016 9 192
2017 9 375
2018 9 303

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl[14][15][16]: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

PolitikBearbeiten

StadtverordnetenversammlungBearbeiten

Kommunalwahl 2019
Wahlbeteiligung: 51,0 % (2014: 42,1 %)
 %
30
20
10
0
22,9 %
19,6 %
18,5 %
17,8 %
12,7 %
8,5 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 20
 18
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-10,5 %p
-3,8 %p
+18,5 %p
-5,1 %p
-2,2 %p
+3,1 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
c Wählergruppe Kyritz macht
e Kyritz Land Wählergruppe
 
Rathaus

Die Stadtverordnetenversammlung von Kyritz besteht aus 18 Stadtverordneten und der hauptamtlichen Bürgermeisterin. Die Sitze verteilen sich wie folgt auf Parteien und Wählergruppen:[17]

Partei/Gruppierung Sitze
CDU 4
LINKE 4
Wählergruppe Kyritz macht 3
SPD 3
Kyritz Land Wählergruppe (KLW) 2
Bündnis 90/Die Grünen 2

BürgermeisterBearbeiten

  • 2003–2010: Hans-Joachim Winter (CDU)[18][19]
  • seit 2010: Nora Görke (parteilos, von der SPD nominiert)[20]

Görke wurde in der Bürgermeisterwahl am 4. November 2018 mit 69,9 % der gültigen Stimmen für weitere acht Jahre[21] in ihrem Amt bestätigt.[22]

WappenBearbeiten

Das Wappen wurde am 6. Juli 2005 genehmigt.

Blasonierung: „In Silber eine rote Stadtmauer mit geschlossenem Tor und vier spitzbedachten, goldbeknauften Türmen mit offenen Fenstern; belegt mit einem grünen Schild mit goldener Lilie“.[23]

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Kyritz ist Mitglied in der Neuen Hanse.

Sehenswürdigkeiten und KulturBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

Die im Jahre 1873 erbaute Orgel stammt aus der Orgelbauwerkstatt von Adolf Reubke in Hausneindorf im Harz. Sie besitzt 40 Register, verteilt auf 3 Manuale und Pedal. Die dispositionellen Veränderungen, die im Laufe der Jahre vorgenommen wurden, konnten 1995 während einer Generalreinigung und Teilrestaurierung wieder rückgängig gemacht werden. Die Orgel ist die einzige in ihrer Größe noch erhaltene Reubke-Orgel und gleichzeitig die größte romantische Orgel des 19. Jahrhunderts im Land Brandenburg.[24][25]
  • Kirche mit Staffelgiebel im Ortsteil Berlitt (restauriert u. a. mit Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz)
  • Fachwerkhäuser Nr. 28 (verputzt), 36 und 44 in der Johann-Sebastian-Bach-Straße
  • Stadtmauer, im 13./14. Jahrhundert gebaut. Mitte des 18. Jahrhunderts begann man die ehemals 11 Meter hohe Mauer zu schleifen. Im Osten und Süden wurde sie später wieder aufgebaut, allerdings etwas niedriger. Mithilfe des Bauwerks konnte 1381 ein Angriff des Raubritters Kurt von Bassewitz erfolgreich abgewehrt werden.
  • ehemaliges Franziskanerkloster Kyritz an der Johann-Sebastian-Bach-Straße
  • Brunnen „Bassewitzsage“ (von Jan Witte-Kropius) auf dem Marktplatz
  • Dossespeicher Kyritz, eine zur Bewässerung gebaute Talsperre
  • Unterseeinsel gegenüber dem Ufer der Waldkolonie am Untersee

DenkmaleBearbeiten

  • Schulze-Kersten-Denkmal auf dem Kirchplatz[26]
  • Ehrenmal von 1955 für die Opfer des Faschismus im Rosenpark an der Bahnhofstraße
  • Denkmal mit einer Bronzetafel „Den Opfern der Zwangskollektivierung im sogenannten sozialistischen Frühling 1960 in der DDR“ an einem zwei Meter hohen Findling. Es wurde im April 2010 durch Vertreter des Deutschen Bauernbundes in Anwesenheit des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Wolfgang Böhmer, enthüllt.
  • Gedenkstein „Seesteig am Brückenbrink“ am Untersee

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Kleeblatt-VerbundBearbeiten

Die Stadt Kyritz, das Amt Neustadt (Dosse), die Gemeinde Wusterhausen/Dosse und die Gemeinde Gumtow haben sich in einem Kooperationsvertrag zum Kleeblatt-Verbund zusammengeschlossen.[27]

Ansässige UnternehmenBearbeiten

  • Das KMG Klinikum Kyritz ist einer der größten Arbeitgeber im Land Brandenburg.[28]
  • Ein traditionsreiches Unternehmen ist die Stärkefabrik, die 1873 errichtet wurde und heute zur Emsland Group gehört.
  • Im Juni 2009 hat die polnische AG BIOETON S.A. gemeinsam mit Gesellschaftern der in Insolvenz befindlichen BDK Biodiesel GmbH die neue Gesellschaft BEK Bioeton Kyritz GmbH gegründet.
  • Die Alutrim Europe GmbH ist ein Hersteller von Echtmetall-Zierteilen für die Automobil- und Konsumgüterindustrie.[29]
  • Das Unternehmen REO ist ein mittelständisches Unternehmen Spezialist für induktive und elektronische Lösungen.[30]
  • Kyritzer Fruchtsäfte ist ein Familienunternehmen und die älteste Mosterei im Prignitz-Ruppiner Land.[31]

VerkehrBearbeiten

 
Bahnhof Kyritz
Bahnverkehr

Kyritz besitzt seit 1887 einen Bahnhof an der Bahnstrecke Neustadt–Meyenburg, der im Personenverkehr durch die Regionalbahnlinie RB 73 Neustadt (Dosse)Pritzwalk der Hanseatischen Eisenbahn (HANS) wochentags stündlich bedient wird. Bevor Kyritz einen eigenen Bahnhof bekam, diente seit 1846 der 1995 geschlossene Bahnhof Zernitz an der Bahnstrecke Berlin–Hamburg zur Anbindung der Stadt.

Im Aufbau ist im Projekt HUB 53/12° ein Logistikzentrum für den Eisenbahngüterverkehr als kommunale Initiative der Städte Güstrow, Pritzwalk und Neuruppin sowie des Kleeblatt-Verbunds mit Gumtow, Kyritz, Neustadt (Dosse) und Wusterhausen/Dosse. Eine erste Maßnahme ist der Kauf der Schienenstrecke Neuruppin – Neustadt(Dosse).[32]

Busverkehr

Durch die Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft ist Kyritz mit einer PlusBus- sowie weiteren Regionalbuslinien erreichbar. Der Stadtverkehr verkehrt Wochentags annähernd stündlich, am Wochenende nur zwischen April und Oktober.

Straßenverkehr

Kyritz liegt an der Bundesstraße 5 zwischen Perleberg und Nauen, an der Bundesstraße 103 aus Pritzwalk, die in Kyritz endet, und an der Landesstraße L 14 zwischen Wittstock/Dosse und Großderschau.

BildungBearbeiten

  • Carl-Diercke-Schule Oberschule Kyritz
  • Goethe-Grundschule Kyritz
  • Gymnasium „Friedrich Ludwig Jahn“ Kyritz
  • Lindenschule Kyritz Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen“

TriviaBearbeiten

Kyritz an der Knatter ist Heimatort der fiktiven Detektiv- und Comicfigur Nick Knatterton (eigentlich Nikolaus Freiherr von Knatter) des Comiczeichners Manfred Schmidt.

In Kyritz spielt ein Teil der Handlung des Lustspiels Pension Schöller von Wilhelm Jacoby und Carl Laufs.

Bekannt ist Kyritz auch durch den Karnevalsschlager „Heut' ist Karneval in Knieritz an der Knatter“ von Ernst H. Hilbich. Der Titel bezieht sich vermeintlich auf Kyritz, einen tatsächlichen Ort dieses Namens gibt es nicht.

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

 
Carl Diercke
 
Julius Berends 1848/1849

LiteraturBearbeiten

  • Historisches Ortslexikon für Brandenburg – Teil 1 – Prignitz – A–M. Bearbeitet von Lieselott Enders. In: Klaus Neitmann (Hrsg.): Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs (Staatsarchiv Potsdam) – Band 3. Begründet von Friedrich Beck. Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2012, ISBN 978-3-88372-032-6, S. 460 ff.
  • Historischer Heimatverein Kyritz und die Ostprignitz e.V. (Hg.): Geschichte der Stadt Kyritz von der Besiedlung bis zum Jahr 1950. Kyritz, 3., überarbeitete Aufl. 2012.
  • Rat der Stadt Kyritz, Festkomitee zur 750-Jahr-Feier, Arbeitsgruppe Chronik (Hg.): Stadtchronik. 750 Jahre Stadt Kyritz. Kyritz 1986.
  • Jürgen Spönemann: Kyritz. Stadtbild unter der Zeitlupe. Bäßler, Berlin 2012, ISBN 978-3-930388-75-2.
  • Annett Dittrich, Kerstin Geßner: „Hostes super murum.“ Die mittelalterliche Toranlage in der Holzhausener Straße von Kyritz, Lkr. Ostprignitz-Ruppin. In: Archäologie in Berlin und Brandenburg 2011, S. 118–121.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2018 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg: Stadt Kyritz
  3. Adolph Friedrich Johann Riedel: Die Mark Brandenburg im Jahre 1250, Teil 1, Berlin 1831, S. 227.
  4. Sascha Bütow: Straßen im Fluss. Schifffahrt, Flussnutzung und der lange Wandel der Verkehrsinfrastruktur in der Mark Brandenburg und der Niederlausitz vom 13. bis zum 16. Jahrhundert, Lukas Verlag, Berlin 2015, S. 226.
  5. Klaus Krüger: Zur Bündnispolitik der Stadt Havelberg im späten Mittelalter, in: Leonhard Helten (Hrsg.): Der Havelberger Dombau und seine Ausstrahlung, Lukas Verlag, Berlin 2012, S. 45–58, hier: S. 45.
  6. Stadtarchäologie (Kyritz, Weberstr.).
  7. Klaus Krüger: Zur Bündnispolitik der Stadt Havelberg im späten Mittelalter, in: Leonhard Helten (Hrsg.): Der Havelberger Dombau und seine Ausstrahlung, Lukas Verlag, Berlin 2012, S. 45–58, hier: S. 52; 1359 war daneben noch Lenzen Hansestadt.
  8. Jürgen W. Schmidt: Die Errichtung eines neuen Lazarettgebäudes in Kyritz 1791 bis 1795, in: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Prignitz 12 (2012) 137–143.
  9. Wilhelm Pieck: Junkerland in Bauernhand. Rede zur demokratischen Bodenreform, Kyritz, 2. Sept. 1945. Herausgegeben vom Marx-Engels-Lenin-Stalin-Institut beim ZK der SED. Dietz, Berlin 1955.
  10. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  11. a b Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe die entsprechenden Jahre StBA
  12. Jens Blankennagel: Denkmal erinnert an LPG-Zwang. In: Berliner Zeitung, 2. März 2010
  13. Stadt will „wolfsfreie Zone“ sein. Abgerufen am 28. September 2018.
  14. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Ostprignitz-Ruppin. S. 18–21
  15. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2017 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  16. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  17. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  18. Kommunalwahlen 26. Oktober 2003. Bürgermeisterwahlen, S. 29
  19. Hans-Joachim Winter erlebte am Wahlabend in Kyritz ein Debakel. In: Märkische Oderzeitung, 7. November 2010
  20. Nora Görke zur hauptamtlichen Bürgermeisterin der Stadt Kyritz gewählt. Endgültiges Ergebnis festgestellt. auf www.kyritz.de
  21. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 74
  22. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 4. November 2018
  23. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  24. reubke-orgel.de
  25. Hansestadt Kyritz: St. Marienkirche Kyritz
  26. Beschreibung auf www.kyritz.de
  27. Homepage des Kleeblatt-Verbunds
  28. https://kmg-kliniken.de/kmg-klinikum-kyritz/
  29. https://www.alutrim.de
  30. https://reo.de
  31. http://www.kyritzer-fruchtsaefte.de/
  32. Homepage HUB 53/12° – Das Logistiknetz Güstrow • Prignitz • Ruppin